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Narrative Konstruktion einer kollektiven Identität als (rhetorisches) Mittel postkolonialer Emanzipation in José Martís "Madre América" und "Nuestra América"

Ein Beitrag zu einer kulturellen Narratologie

Titel: Narrative Konstruktion einer kollektiven Identität als (rhetorisches) Mittel postkolonialer Emanzipation in José Martís "Madre América"  und "Nuestra América"

Hausarbeit , 2022 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sophia Schneider (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit stellt einen Beitrag zu einer narratologisch ausgerichteten Literatur- und Kulturwissenschaft dar. Am Beispiel der beiden Essays von José Martí wird dargelegt, wie narrative Formen den Inhalt mit konstruieren. Im Vordergrund steht dabei die Herausarbeitung des Gegenentwurfs zur herrschenden eurozentrischen Perspektive durch die narrative Konstruktion eines genuin lateinamerikanischen Identitätsentwurfs. Martí macht deutlich, dass die Sprache und ihre rhetorischen Mittel einen wesentlichen Beitrag zur Konstruktion von Macht darstellt. Durch die Verwendung einer eigenen, lateinamerikanisch orientierten Sprache, Rhetorik und Ausdrucksweise evoziert Martí einen Gegenentwurf zur eurozentrischen Perspektive und bereitet narrativ die gedankliche Emanzipation Lateinamerikas vom "globalen Norden" vor. Dass er damit seiner Zeit weit voraus ist, zeigen die aktuellen Beziehungen zwischen lateinamerikanischen Ländern und Europa bzw. USA, die noch immer durch Imperialismus geprägt sind. Noch heute ist Lateinamerika weit von einer wirtschaftlichen Unabhängigkeit sowie einer einheitlichen lateinamerikanischen Identität entfernt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kollektive Identitäten als sozioideologische und narrative Konstrukte

2.1 Entstehungsmechanismen und Funktionen kollektiver Identitäten

2.2 Identitätskonstruktion durch Narration – identitätsstiftende Merkmale narrativer Strukturen

2.3 ‚Othering‘ – Inszenierung des „Anderen“ in Abgrenzung zur eigenen Identität

3. Die Suche nach der genuin lateinamerikanischen Identität in Abgrenzung zu der oktroyierten Identität in José Martís Rede ‚Madre América‘ und seinem Essay ‚Nuestra América‘

3.1 Zusammenfassung der Rede ‚Madre América‘ unter Berücksichtigung identitätsstiftender Merkmale der verwendeten narrativen Strukturen

3.2 Zusammenfassung des Essays ‚Nuestra América‘ unter Berücksichtigung identitätsstiftender Merkmale der verwendeten narrativen Strukturen

3.3 ‚Othering‘ als rhetorisches Mittel zur Definition des „Eigenen“ durch Abgrenzung vom „Anderen“ in Martís Rede ‚Madre América‘ und seinem Essay ‚Nuestra América‘

4. Fazit – der ‚dritte Raum‘ (H. Bhabha) als Ort der Identitätskonstruktion?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie José Martí in seinen Werken ‚Madre América‘ und ‚Nuestra América‘ durch den gezielten Einsatz narrativer Strukturen und rhetorischer Mittel eine genuin lateinamerikanische kollektive Identität konstruiert und sich dabei von imperialen Machtdiskursen emanzipiert.

  • Narrative Identitätskonstruktion in der lateinamerikanischen Literatur
  • Die Rolle des ‚Othering‘ als rhetorisches Instrument zur Selbstdefinition
  • Analyse der Natur- und Körpermetaphorik in Martís Texten
  • Konfrontation mit eurozentrischen und kolonialen Identitätszuschreibungen
  • Der ‚dritte Raum‘ nach Homi Bhabha als Ort kultureller Hybridität

Auszug aus dem Buch

Die Suche nach der genuin lateinamerikanischen Identität in Abgrenzung zu der oktroyierten Identität in José Martís Rede ‚Madre América‘ und seinem Essay ‚Nuestra América‘

„Persönlichkeit als narrative Identität meint, dass uns diese Eigenschaften im Erzählen zugeschrieben werden. Wir sind, was wir sind, durch das, was wir und andere von uns erzählen“ (Zschache 2017, 28).

Dass wir unsere Identität narrativ anordnen, das heißt, in einen historischen und kontextuellen Bezug setzen, ermöglicht es uns, durch narrative Strukturen aktiv in den Prozess der Identitätskonstruktion einzugreifen. Die Analyse der beiden in der Überschrift genannten Schlüsselwerke von José Martí soll zum Vorschein bringen, dass der kubanische Schriftsteller und Unabhängigkeitskämpfer des 19. Jahrhunderts progressive Ideen bezüglich einer lateinamerikanischen Identität in seinen Werken nicht nur auf soziologisch-philosophischer Ebene, sondern auch auf der Ebene narrativer Strukturen verarbeitet und verbreitet hat. Die Kapitel 3.1 und 3.2 widmen sich der narrativen Analyse der beiden zu analysierenden Werke und Kapitel 3.3 beleuchtet das soziologische Phänomen des ‚Othering‘ sowie dessen Bedeutung für die lateinamerikanische Identitätskonstruktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die postkoloniale Vision José Martís ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Kollektive Identitäten als sozioideologische und narrative Konstrukte: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen zu Identitätsentstehung, Identitätskonstruktion durch Narration und das Konzept des ‚Othering‘.

3. Die Suche nach der genuin lateinamerikanischen Identität in Abgrenzung zu der oktroyierten Identität in José Martís Rede ‚Madre América‘ und seinem Essay ‚Nuestra América‘: Hier erfolgt die detaillierte inhaltliche und narrative Analyse der beiden ausgewählten Schlüsseltexte Martís unter Einbezug der zuvor erarbeiteten Theoriekonzepte.

4. Fazit – der ‚dritte Raum‘ (H. Bhabha) als Ort der Identitätskonstruktion?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet Martís Schriften in den theoretischen Rahmen des ‚dritten Raumes‘ nach Homi Bhabha ein.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, José Martí, kollektive Identität, Narration, narrative Identität, Postkolonialismus, Othering, ‚Madre América‘, ‚Nuestra América‘, Kulturwissenschaft, Metaphorik, Widerstand, Emanzipation, Homi Bhabha, Diskursanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Analyse der narrativen Methoden, mit denen José Martí den Prozess der Identitätsbildung in Lateinamerika gestaltete, um eine Unabhängigkeit von kolonialen Einflüssen zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen postkoloniale Theorie, Narratologie, die Konstruktion von kollektiven Identitäten, die Verwendung von Natur- und Körpermetaphern sowie das kritische Konzept des ‚Othering‘.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Beitrag von Martís Texten zur Ausbildung einer eigenständigen lateinamerikanischen Identität durch die Untersuchung spezifischer narrativer Strukturen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt literatur- und kulturwissenschaftliche Ansätze, insbesondere die kulturwissenschaftliche Narratologie sowie postkoloniale Analyserahmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Martís Rede ‚Madre América‘ und seinem Essay ‚Nuestra América‘, wobei besonderes Augenmerk auf die Dekonstruktion hegemonialer Narrative gelegt wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem kollektive Identität, Postkolonialismus, Othering, narrative Strukturen und das Konzept des ‚dritten Raumes‘ nach Bhabha.

Welche Rolle spielt die Metaphorik in Martís Texten laut der Analyse?

Martí nutzt Natur- und Körperbilder, um Lateinamerika als organische Einheit darzustellen und die „künstlichen“ Strukturen der Kolonialmächte als zerstörerisch zu entlarven.

Warum ist das Wir-Gefühl in Martís Texten von besonderer Bedeutung?

Das durch das lyrische „Wir“ und „Unser“ erzeugte Wir-Gefühl dient als rhetorisches Band, um die fragmentierten lateinamerikanischen Völker zu einer gemeinsamen, selbstbewussten Gemeinschaft mit einer eigenen Zukunftsvision zu formen.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Narrative Konstruktion einer kollektiven Identität als (rhetorisches) Mittel postkolonialer Emanzipation in José Martís "Madre América" und "Nuestra América"
Untertitel
Ein Beitrag zu einer kulturellen Narratologie
Hochschule
Universität Kassel  (Romanistik-Hispanistik)
Veranstaltung
Postkolonialismus
Note
1,0
Autor
Sophia Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
30
Katalognummer
V1361775
ISBN (PDF)
9783346887115
ISBN (Buch)
9783346887122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität, Identitätskonstruktion, Postkolonialismus, Narratologie, Martí, Kulturwissenschaft, kollektive Identität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophia Schneider (Autor:in), 2022, Narrative Konstruktion einer kollektiven Identität als (rhetorisches) Mittel postkolonialer Emanzipation in José Martís "Madre América" und "Nuestra América", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361775
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Leseprobe aus  30  Seiten
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