Das Thema „Übungsstunde zum Buchstaben H/h“ ist im sächsischen Lehrplan für das Fach Deutsch im Lernbereich ‚Schriftspracherwerb‘ und Lernbereich ‚Sprechen und Zuhören‘ der Klassenstufe 1/2 verortet. Folgende allgemeine fachliche Ziele beschreibt der Lehrplan in Bezug auf das Thema: Erwerb von Grundlagen für selbstständiges Lesen und Schreiben (Schriftspracherwerb), Entwicklung des Leseverstehens, Entwicklung der mündlichen Sprachfähigkeit, Entwicklung der schriftlichen Sprachfähigkeit
Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblick in die Laut-Buchstaben-Beziehung zum H/h.
Kompetenzentwicklung: Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre Fähigkeit zum formgerechten Schreiben des Buchstabens H/h (Methodenkompetenz). Die Schülerinnen und Schüler lokalisieren die Lautstellung des Buchstabens H/h in ausgewählten Wörtern (Methodenkompetenz). Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbständig und effektiv (Lernkompetenz).
Werteorientierung: Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Wert, vereinbarte Verhaltensregeln einzuhalten, um eine angemessene Lernatmosphäre zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1 Bezug zum sächsischen Lehrplan und den Bildungsstandards für das Fach Deutsch
2 Stoffeinheitenplanung
3 Analyse der Lernbedingungen
3.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
3.2 Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler
4 Sachanalyse
5 Lernziele
6 Didaktisch-methodische Analyse
7 Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Diese ausführliche Unterrichtsvorbereitung zielt darauf ab, den Schriftspracherwerb der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf den Buchstaben H/h durch differenzierte Übungsangebote zu festigen und ihre phonologische Bewusstheit durch methodisch vielfältige Zugänge zu fördern.
- Vertiefung der Laut-Buchstaben-Beziehung für H/h
- Entwicklung und Festigung der phonologischen Bewusstheit
- Formgerechtes Schreiben des Buchstabens H/h
- Einsatz der Lerntheke zur individuellen Lernförderung
- Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit und Selbstreflexion
Auszug aus dem Buch
Didaktisch-methodische Analyse
Der Buchstabe H/h ist den Kindern aus zwei vorangegangen Deutschstunden bekannt. Der neue Buchstabe wurde innerhalb einer Rahmengeschichte (vgl. Anhang 2) und unter Beachtung der Schrittfolge: Hören – Sehen und Fühlen – Schreiben eingeführt.
Der Einstig in den Unterricht erfolgt durch das Vorsprechen folgenden Zungenbrechers zum Buchstaben H/h: „Hinter Herrmanns Haus hängen hundert Herrenhemden raus. Hundert Herrenhemden hängen raus hinter Hermanns Haus.“ Die Kinder sprechen den Spruch nach. Mithilfe des Zungenbrechers soll ihre phonologische Bewusstheit gestärkt werden.
Danach stellt die Lehrkraft den Stundenablauf vor, der in Form von Symbolen an die Tafel geheftet wird (vgl. Anhang 3). So erhalten die Lernenden einen auditiven und visuellen Überblick, mit welchem Lernweg das Stundenziel erreicht werden soll. Dadurch werden für sie Unterrichtsstrukturen erkennbar, auf deren Grundlage sie eigene Techniken entwickeln können, mit welchen sie den gestellten Anforderungen am Besten gerecht werden können.
Die Lehrkraft wählt ein Kind aus, welches die Applikation eines Busses jeweils nach Ablauf einer Unterrichtsphase zur nächsten Station an der Tafel schiebt. Für die Kinder ist dies eine besondere Aufgabe, über die sie sich stets freuen. Vor allem für Schülerinnen und Schüler mit Konzentrationsproblemen kann diese Aufgabe nützlich sein, da sie motivierter sind, das Unterrichtsgeschehen genau zu verfolgen, um den Bus entsprechend zu schieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bezug zum sächsischen Lehrplan und den Bildungsstandards für das Fach Deutsch: Dieses Kapitel verortet das Thema im sächsischen Lehrplan und ordnet es in die fachlichen Kompetenzbereiche Lesen und Schreiben ein.
2 Stoffeinheitenplanung: Hier wird der zeitliche Ablauf der dreistündigen Unterrichtseinheit zum Buchstaben H/h tabellarisch dargestellt.
3 Analyse der Lernbedingungen: Das Kapitel beleuchtet sowohl die äußeren schulischen Rahmenbedingungen als auch die individuellen Voraussetzungen und Kompetenzstände der Schülerinnen und Schüler.
4 Sachanalyse: Hier werden theoretische Grundlagen zur Schriftsprache, phonologischen Bewusstheit und Besonderheiten des Buchstabens H/h dargelegt.
5 Lernziele: Kapitel fünf definiert die angestrebten Lernprozesse im Bereich Wissenserwerbs, der Kompetenzentwicklung sowie der Werteorientierung.
6 Didaktisch-methodische Analyse: Dies ist der Kern der Vorbereitung, der den Einstieg, die Erarbeitung über eine Lerntheke und die Methoden der Ergebnissicherung methodisch begründet.
7 Verlaufsplanung: Die Verlaufsplanung bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über Zeit, Phasen, Handlungen und Medien der geplanten Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Schriftspracherwerb, Buchstabe H, phonologische Bewusstheit, Lerntheke, Laut-Buchstaben-Beziehung, Unterrichtsvorbereitung, Grundschule, Deutschunterricht, Binnendifferenzierung, lautgetreues Schreiben, Lesetechnik, Methodenkompetenz, Lernvoraussetzungen, Kompetenzorientierung, Feedback-Methoden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Es handelt sich um eine ausführliche Unterrichtsvorbereitung (Verschriftlichung) für eine Übungsstunde zum Buchstaben H/h für eine erste Klasse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt den Schriftspracherwerb, wobei Schwerpunkte auf der Lautlokalisierung, dem formgerechten Schreiben und der individuellen Förderung durch eine Lerntheke liegen.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Hauptziel ist die Festigung der Laut-Buchstaben-Beziehung zum Buchstaben H/h sowie die Verbesserung der schriftsprachlichen Fähigkeiten der Lernenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf didaktisch-methodische Analysekonzepte des Schriftspracherwerbs, wie sie durch fachdidaktische Literatur (z.B. Schründer-Lenzen) vorgegeben sind.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lernvoraussetzungen der Klasse, bietet eine didaktische Einordnung und detailliert den methodischen Ablauf, insbesondere die offene Unterrichtsform der Lerntheke.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit, Lerntheke, Differenzierung und Kompetenzentwicklung definieren den fachlichen Kern.
Welche Rolle spielt die "Lerntheke" in diesem Konzept?
Die Lerntheke dient der Binnendifferenzierung, da sie es den Kindern ermöglicht, in ihrem eigenen Tempo und an selbstgewählten, qualitativ differenzierten Aufgaben zu arbeiten.
Wie geht die Lehrkraft mit leistungsheterogenen Lerngruppen um?
Durch die Gestaltung der Lerntheke mit markierten Schwierigkeitsgraden (Sterne) und die Möglichkeit der individuellen Beratung während der Arbeitsphase wird auf unterschiedliche Leistungsniveaus eingegangen.
Welche Feedback-Methoden werden eingesetzt?
Die Arbeit sieht zum Stundenschluss eine Würfel-Feedback-Methode zur Reflexion des Inhalts sowie eine „Feedback-Sonne“ zur Rückmeldung zum Arbeitsverhalten vor.
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- Anonym (Autor:in), 2022, Den Buchstaben H/h lernen (1./2. Klasse Deutsch), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361808