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Die Welthandelsorganisation in der Krise. Probleme und Lösungen

Title: Die Welthandelsorganisation in der Krise. Probleme und Lösungen

Essay , 2020 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Adrian Demuth (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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Die WTO steckt in der Krise. Das Paper zeigt diese Probleme auf und gibt Lösungsvorschläge.

Ziel der WTO ist eine größtmögliche Transparenz der Handelspolitiken der Mitgliedsländer zu gewährleisten. Somit schafft sie einen Rahmen für neue Vereinbarungen und sorgt für die Einhaltung und Überwachung der gemeinsamen multilateralen Handelsregeln. Dabei verfolgt die WTO das primäre Ziel, den Welthandel fortwährend durch Senkung und Abschaffung von Zöllen und Handelshemmnissen zu liberalisieren. Dies soll letztendlich zur Stärkung der internationalen Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit führen. Die besonderen Entwicklungsinteressen der ärmeren und ärmsten Mitglieder werden hierbei besonders berücksichtigt. Es gibt jedoch Probleme, die die Zielerreichung der WTO blockieren. Diese werden in diesem Paper genauer betrachtet und analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Welthandelsorganisation „WTO“

1.1. Definition, Gründung und Ziele

1.2. Verhandlungsprozess der Doha-Runden

2. Internationale Agrarwirtschaft vor der Doha-Runde

3. Ministerkonferenzen der Doha-Runde

3.1. Ministerkonferenz in Doha, Katar – November 2001

3.2. Ministerkonferenz in Cancún, Mexiko – September 2003

3.3. Ministerkonferenz in Hong Kong, China – Dezember 2005

3.4. Ministerkonferenz in Genf, Schweiz – November/ Dezember 2009

3.5. Ministerkonferenz in Genf, Schweiz – Dezember 2011

3.6. Ministerkonferenz in Bali, Indonesien – Dezember 2013

3.7. Ministerkonferenz in Nairobi, Kenia – Dezember 2015

3.8. Ministerkonferenz in Buenos Aires, Argentinien – Dezember 2017

4. Agrarwirtschaft

4.1. Bedeutsamkeit der Agrarwirtschaft für Entwicklungsländer

4.2. Aktuelle Problematik – Ohne WTO keine Regeln und kein Schutz

5. Die Schlupflöcher Europas und Amerikas

6. Handelshemmnisse

6.1. Importquote

6.2. Tarifäre Handelshemmnisse

6.2.1. Zölle

6.2.2. Exportsubventionen

6.3. Einfuhrpreisverfahren

6.4. SPS

7. Ausblick

7.1. Zukünftige Herausforderungen

7.2. COVID-19, die US-Präsidentschaftswahl und das RCEP

8. Potenzielle Lösungskonzepte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die aktuelle Krise der Welthandelsorganisation (WTO) unter besonderer Berücksichtigung der Agrarwirtschaft und der Handelsbeziehungen zwischen Entwicklungs- und Industrieländern. Dabei wird untersucht, wie institutionelle Schwächen, Protektionismus und mangelnde Kompromissbereitschaft die globalen Handelsstrukturen gefährden.

  • Grundlagen und Ziele der Welthandelsorganisation
  • Analyse der bisherigen WTO-Ministerkonferenzen
  • Bedeutung der Agrarwirtschaft für Schwellenländer
  • Untersuchung von Handelshemmnissen und Protektionismus
  • Einfluss geopolitischer Akteure wie USA und EU
  • Lösungsansätze gegen die Handelsblockaden

Auszug aus dem Buch

4.2. Aktuelle Problematik – Ohne WTO keine Regeln und kein Schutz

Wie schon im Abschnitt zuvor erläutert, ist die Bedeutsamkeit der Agrarwirtschaft in den verschiedenen Mitgliedstaaten der WTO unterschiedlich. Die WTO ist dafür verantwortlich, dass die Regelungen des wirtschaftlichen Handels eingehalten werden und für alle fair sind, damit niemand benachteiligt wird (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2020).

Man kann festhalten, dass die WTO sich zur Aufgabe gemacht hat die Entwicklungsländer durch die WTO-Regeln zu schützen, sodass sie nicht von mächtigeren Staaten unterdrückt werden. Die aktuelle Problematik ist, dass eigentlich in der WTO für Schiedsgerichte sieben Richter und Richterinnen vorgesehen sind. Um Urteile fällen zu können, benötigt das WTO-Gericht mindestens drei Richter. Damit ein Richter ernannt werden kann, benötigt man die Zustimmung eines jeden Mitgliedstaates. Zurzeit blockieren die USA die Ernennung von neuen Richtern, sodass das Schreitlichtungssystem gestört ist und keine Entscheidungen mehr getroffen werden können (Süß, 2019).

Somit verliert die WTO ihre Seriosität und Macht gegenüber den Mitgliedstaaten und kann Schwellenländer nicht mehr unterstützen. Durch die Blockade des Streitschlichtungsverfahrens droht der WTO nach Meinung der Wissenschaft und Politik die vielleicht größte Krise seit ihrer Gründung 1995. Im schlimmsten Ausgang könnte es sogar zu einer Auflösung der WTO führen, da sie nicht mehr handlungsfähig ist (Zahn, 2019). Besonders Schwellenländer, die den Schutz der WTO unbedingt benötigen, um im Welthandel eine Chance zu haben, trifft es hart. Denn es würden keine "gebundenen Tarife" mehr existieren, die Schwellenländer schützen. So könnten Industriestaaten Zollerhöhungen in Kraft setzen, ohne dass das kontrollierte Gremium der WTO dies verhindern oder vermindern könnte. Dieser Protektionismus würde den Schwellenländern ihre Handelsgrundlage nehmen (IHK Region Stuttgart, 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Welthandelsorganisation „WTO“: Dieses Kapitel erläutert die Gründung, die Ziele und den administrativen Verhandlungsprozess der WTO.

2. Internationale Agrarwirtschaft vor der Doha-Runde: Hier wird der historische Kontext der weltweiten Agrarmärkte und die erste Öffnung durch die Uruguay-Runde skizziert.

3. Ministerkonferenzen der Doha-Runde: Ein chronologischer Überblick über die verschiedenen Gipfeltreffen und deren wechselhafte Ergebnisse für den Welthandel.

4. Agrarwirtschaft: Dieses Kapitel verdeutlicht die existenzielle Bedeutung der Agrarproduktion für Entwicklungsländer und die Gefahren fehlender Handelsregeln.

5. Die Schlupflöcher Europas und Amerikas: Die Analyse zeigt auf, wie Industrienationen durch gezielte Protektionsmaßnahmen die Märkte für Schwellenländer abschotten.

6. Handelshemmnisse: Eine detaillierte Untersuchung von Zöllen, Importquoten und sanitären Standards als Mittel zur Marktregulierung.

7. Ausblick: Dieses Kapitel diskutiert aktuelle Bedrohungen wie die COVID-19-Pandemie und politische Verschiebungen durch die USA.

8. Potenzielle Lösungskonzepte: Hier werden Strategien aufgezeigt, wie die WTO handlungsfähig bleiben und die Interessen der schwächeren Mitgliedstaaten besser wahren kann.

Schlüsselwörter

Welthandelsorganisation, WTO, Doha-Runde, Agrarwirtschaft, Protektionismus, Handelshemmnisse, Entwicklungsländer, Zoll, Importquote, Streitschlichtung, Welthandel, Globalisierung, Exportsubventionen, Marktmechanismus, multilateraler Handel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen und der Krise der Welthandelsorganisation (WTO) unter besonderem Fokus auf den Agrarsektor und die Benachteiligung von Entwicklungsländern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind der multilaterale Handel, die Agrarpolitik, Handelshemmnisse (tarifär und nicht-tarifär), sowie das Streitschlichtungsverfahren der WTO.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die Blockade der WTO zu identifizieren und zu analysieren, welche Auswirkungen diese auf die Handelsinteressen ärmerer Staaten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung von Konferenzergebnissen sowie wirtschaftspolitischen Berichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Doha-Runde, die spezifischen Handelshemmnisse der Industriestaaten gegen Schwellenländer und die systemischen Krisen der WTO-Organe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichsten Begriffe sind WTO, Protektionismus, Agrarwirtschaft, Handelshemmnisse, Schwellenländer und multilaterale Handelsvereinbarungen.

Wie wirkt sich die Blockade der Richterernennung durch die USA aus?

Die Blockade führt dazu, dass das Streitschlichtungsorgan nicht mehr entscheidungsfähig ist, was die rechtliche Basis für fairen Handel untergräbt.

Welche Rolle spielen die "Schlupflöcher" für die Industrienationen?

Industrienationen nutzen diese rechtlichen Grauzonen, um ihre einheimische Landwirtschaft vor günstigen Importen zu schützen und eigene Handelsüberschüsse zu maximieren.

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Details

Title
Die Welthandelsorganisation in der Krise. Probleme und Lösungen
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Course
Business Economics
Grade
1
Author
Adrian Demuth (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V1362193
ISBN (PDF)
9783346885364
ISBN (Book)
9783346885371
Language
German
Tags
welthandelsorganisation krise probleme lösungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Demuth (Author), 2020, Die Welthandelsorganisation in der Krise. Probleme und Lösungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1362193
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