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„Der Repetundenprozess des Catilina“

Titel: „Der Repetundenprozess des Catilina“

Hausarbeit , 2006 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Arne Ostheim (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem besonderen Kapitel des römischen Rechtssystems. Die Prozesse gegen römische Statthalter, die die ihnen unterstellten Provinzen ausgebeutet hatten: den Repetundenprozessen. Das Hauptaugenmerk der vorliegenden Quelle und dieser Arbeit liegen auf dem Repetun-denprozess gegen Lucius Sergius Catilina.
Der Forschungsstand in der Literatur ist sehr umfassend und bietet ein breites Wissen um die Entstehungsgeschichte des Repetundenprozesses und dessen Wandel in der römischen Geschichte. Es gibt aber in der Literatur strittige Fälle, die unter den Historikern diskutiert werden. Ein Beispiel für diese Strittigkeit ist die Frage nach den Beweggründen Ciceros sich gegen eine Verteidigung Catilinas in dessen Repetundenprozess zu entscheiden, obwohl er dies ernsthaft in Erwägung gezogen hatte. Im Rahmen dieser Differenzen ist eine genauere Betrachtung der Quellen von Nöten, da häufig die römische Geschichtsschreibung durch subjektive Meinungen ergänzt wurde.
Um einen Einblick in das Repetundenverfahren zu gewinnen und einen Bezug zu Catilina herzustellen, soll zunächst die historische Entwicklung der Repetundenprozesse betrachtet werden. Es wird gezeigt, was der Grund für das Verfahren gegen Catilina war und wie sich der Prozess entwickelte. Hierbei soll ein Erklärungsversuch für die Motivation Ciceros, Catilina nicht zu verteidigen, gegeben werden. Abschließend wird Bilanz gezogen und die Folgen des Repetundenprozesses für Catilina dargelegt werden.
In dieser Arbeit wird nicht auf einzelne Prozesse oder auf die Auswirkungen auf das weitere Handeln Catilinas bzw. die Verschwörung eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Quellenkritik

2.1) Quellenbeschreibung

2.2) Innere Kritik

2.2.1) Begriffsdefinitionen

2.2.2) Sachliche Aufschlüsselung

3.) Quelleninterpretation

3.1) Inhaltsangabe

3.2) Einordnung in den historischen Kontext

3.2.1) Die Geschichte des Repetundenverfahrens

3.2.2) Die Propraetur Catilinas

3.2.3) Catilina und das Repetundenverfahren

3.2.4) Cicero als Verteidiger Catilinas?

4.) Ergebnis und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Repetundenverfahren gegen Lucius Sergius Catilina im römischen Rechtssystem, um die Hintergründe der Anklage, den Prozessverlauf sowie die Motive Ciceros hinsichtlich einer möglichen Verteidigung Catilinas historisch einzuordnen.

  • Historische Entwicklung der Repetundenprozesse im antiken Rom
  • Die Statthalterschaft Catilinas in der Provinz Africa
  • Analyse des Repetundenverfahrens gegen Catilina
  • Untersuchung der politischen Motivation und Rolle Ciceros
  • Die Auswirkungen des Prozesses auf Catilinas politische Karriere

Auszug aus dem Buch

3.2.1) Die Geschichte des Repetundenverfahrens

Auf die Kriege gegen Karthago am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. folgten in Rom eine Reihe von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen. Die Kriegsentschädigungszahlungen der Karthager, Antiochus und den Makedonenkönig Perseus in Höhe von rund 200 Millionen Denaren wurden meist für die Errichtung von monumentalen Bauten verwendet.

Am stärksten waren die sozialen Umbrüche. Viele Familien erfuhren einen sozialen Aufstieg. Für das standesgemäße, verschwenderische Leben mussten alsbald neue Geldquellen erschlossen werden. In Folge dessen nahm die Ausbeutung der römischen Provinzen stark zu. Durch ein Verfahren versuchte der Senat dem Repetundendelikt der Statthalter Herr zu werden.

Die ersten Repetundenverfahren fanden vor einem spontan gegründeten Untersuchungsgericht statt. Jenes bestand ausschließlich aus Senatoren unter der Leitung eines Untersuchungsleiters. Es herrschte eine mangelnde Bereitschaft zur Strafverfolgung. Alleinig hervorzuheben ist ein Prozess im Jahre 171 v. Chr. gegen drei Gouverneure aus den spanischen Provinzen, die der Ausbeutung angeklagt wurden. In dem Verfahren experimentierte der Senat mit einem Rekuperatorengremium, das lediglich die Schadenssumme ermittelte, so dem gesamten Verfahren einen zivilrechtlichen und keinen strafrechtlichen Charakter gab. Der Prozess endete für einen Angeklagten mit Freispruch, die anderen beiden nutzten eine Unterbrechung, um sich mit ihrem Vermögen ins Exil abzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der römischen Repetundenprozesse ein und fokussiert sich auf die Fragestellung zur Rolle Ciceros im Prozess gegen Catilina.

2.) Quellenkritik: Hier erfolgt eine Einordnung der verwendeten historischen Quelle von Asconius Pedianus sowie eine Definition zentraler Begriffe und sachlicher Zusammenhänge.

3.) Quelleninterpretation: Dieser Abschnitt analysiert den historischen Kontext des Repetundenverfahrens, Catilinas Tätigkeit in der Provinz Africa und die daraus resultierenden juristischen Auseinandersetzungen.

4.) Ergebnis und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet das Scheitern Catilinas nach dem Prozess und ordnet dessen Ende in den historischen Rahmen der römischen Krise ein.

Schlüsselwörter

Römisches Recht, Repetundenprozess, Lucius Sergius Catilina, Cicero, Provinz Africa, Statthalterschaft, Senat, Geschworenengericht, politische Karriere, historische Quellen, Lex Cornelia, Ausbeutung, Antike, Rechtsgeschichte, Konsulat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der juristischen und historischen Analyse des Repetundenprozesses gegen Lucius Sergius Catilina im Kontext der späten Römischen Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des römischen Repetundenrechts, die politische Situation Catilinas und die komplexe Beziehung zwischen Catilina und Cicero.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Verfahren gegen Catilina aufzuzeigen und die Motive Ciceros zu hinterfragen, warum er trotz anfänglicher Überlegungen von einer Verteidigung Catilinas absah.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Quellenarbeit durchgeführt, die auf antiken Kommentaren und moderner Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Quellenkritik, eine inhaltliche Zusammenfassung des Prozesses sowie die historische Einordnung der antiken Rechtsverfahren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff des Repetundenprozesses sind dies insbesondere die Begriffe Statthalterschaft, politische Intrigen, antikes Rechtssystem und römische Senatsgeschichte.

Welche Bedeutung hatte das consilium publicum im damaligen Rechtsverständnis?

Es handelte sich um ein Gremium, das die formale Zulässigkeit von Kandidaturen für hohe Staatsämter prüfte, wie es im Fall der Konsulatsbewerbung Catilinas geschah.

Warum war der Prozess gegen Catilina für die römische Politik so brisant?

Der Prozess fand in einer Zeit verschärfter politischer Konkurrenz statt, in der solche Verfahren oft als Mittel genutzt wurden, um politische Gegner auszuschalten oder Karrieren zu beenden.

Welchen Einfluss hatte der Ausgang des Verfahrens auf Catilinas Leben?

Obwohl er freigesprochen wurde, verhinderte der Prozess seine Kandidatur für das Konsulat, was ihn massiv in seiner politischen Karriere schwächte und letztlich in den gewaltsamen Umsturzversuch trieb.

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Details

Titel
„Der Repetundenprozess des Catilina“
Hochschule
Universität Rostock  (Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Die Verschwörung des Catilina
Note
1,7
Autor
Arne Ostheim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V136224
ISBN (eBook)
9783640433506
ISBN (Buch)
9783640433568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Repetundenprozess Catilina“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Arne Ostheim (Autor:in), 2006, „Der Repetundenprozess des Catilina“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136224
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Leseprobe aus  13  Seiten
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