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Leveraged Buy-Outs im Schatten der Subprime-Krise: Die Auswirkungen der Kreditkrise auf die Private Equity-Industrie und die Strategie der Investoren

Title: Leveraged Buy-Outs im Schatten der Subprime-Krise: Die Auswirkungen der Kreditkrise auf die Private Equity-Industrie und die Strategie der Investoren

Diploma Thesis , 2008 , 122 Pages , Grade: 1,15

Autor:in: Dipl.-Kfm. (ISM) Nico Auel (Author)

Business economics - Investment and Finance
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„Die Wall Street, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr.“ Mit Lehman Brothers, Merrill Lynch und Bear Stearns sind drei der fünf prestigereichsten US-Investmentbanken vom Erdboden verschwunden. Die beiden verbliebenen Wall Street-Häuser Morgan Stanley und Goldman Sachs, eigentlich gesunde Institutionen, sind teilweise durch Spekulanten in die Enge getrieben worden und werden bald als normale Banken weiter bestehen. Die Dynamik der Kreditkrise, die ursprünglich durch einen regionalen Immobiliencrash in einigen amerikanischen Vorstädten begann und schließlich in der wohl schwersten globalen Finanzmarktkrise seit den 30er Jahren mündete, ist schier unbegreiflich. Regierungen in aller Welt schreien nach verstärkter Regulierung und schimpfen auf die sonst schillernden, heute aber eher ahnungslos und verzweifelt wirkenden Kapitäne der Finanzwirtschaft. Die US-Regierung verabschiedete ein milliardenschweres Rettungspaket zum Aufkauf von faulen Krediten und zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Leerverkäufe einiger Finanztitel wurden ebenfalls zeitweilig untersagt. Friedrich August von Hayek, der verstorbene Nobelpreisträger und einer der einflussreichsten Vertreter der angebotsorientierten Konjunkturpolitik, würde sich bei so viel Einmischung durch Staat und Regierung wohl im Grab umdrehen.
Vor der Finanzkrise in den Jahren 2005 bis hinein in die erste Hälfte von 2007 waren die Wirtschaftsgazetten allerdings von anderen Headlines geprägt. Beteiligungsgesellschaften wurden für ihre immer größer und spektakulär anmutenden Übernahmedeals gefeiert. Private Equity war in aller Munde. Riesige Buy-Outs wie die 45 Mrd. US-Dollar Übernahme von TXU durch Kohlberg, Kravis, Roberts & Co. (KKR) ließen die Herzen der Beteiligungsmanager höher schlagen. Auf dem Höhepunkt sorgte der Börsengang von The Blackstone Group im Juni 2007 für eine hohe Nachfrage und bescherte den Gründern milliardenschwere Einnahmen. Gleichzeitig besiegelte dieses Ereignis aber auch das Ende der Euphorie. Die Finanzkrise geht auch an der Beteiligungsbranche nicht spurlos vorbei. Ziel dieser Arbeit ist es, die genauen Auswirkungen der Kreditkrise auf die Private Equity-Industrie zu analysieren. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die zukünftige Strategie der Finanzinvestoren gelegt werden. Wird sich also das ursprüngliche Geschäftsmodell der Private Equity-Gesellschaften verändern? Wird die Finanzkrise die Strategie der Investoren nachhaltig beeinflussen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung & Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 GRUNDLAGEN

2.1 Definition & Abgrenzung

2.1.1 Private Equity & Venture Capital

2.1.2 Leveraged Buy-Out (LBO)

2.1.3 Der Private Equity-Markt

2.1.3.1 Kapitalgeber

2.1.3.2 Dachfonds

2.1.3.3 Private Equity-Gesellschaften

2.1.3.4 Portfolio-Unternehmen

2.1.3.5 Externe Berater

2.2 Beteiligungsphasen & -anlässe

2.2.1 Early Stage

2.2.2 Later Stage

2.2.3 Turnaround & Restructuring

2.2.4 Mezzanine

2.3 Volkswirtschaftliche Bedeutung von Private Equity

2.4 Exkurs: Private Equity und der Deutsche Mittelstand

3 GESCHÄFTSMODELL PRIVATE EQUITY

3.1 Fondskonzept

3.2 Struktur und Ablauf von Private Equity-Investitionen

3.2.1 Sichtung & Auswahl der Zielunternehmen

3.2.2 Entscheidungskriterien

3.2.3 Due Diligence

3.2.4 Unternehmensbewertung

3.2.5 Beteiligungsverhandlungen & Vertragsabschluss

3.2.6 Beteiligungsmanagement

3.2.7 Exit

3.3 Werttreiber einer Private Equity-Investition

3.3.1 Financial Arbitrage

3.3.2 Optimierung der Kapitalstruktur

3.3.3 Kostensenkung & Operative Effizienz

3.3.4 Strategische Neuausrichtung

3.3.5 Principal-Agent-Problematik

3.3.6 Monitoring

3.4 Rendite & Erträge

4 SUBPRIME: VON DER IMMOBILIEN- ZUR GLOBALEN FINANZKRISE

4.1 Prolog & Vorgeschichte

4.2 Entstehung der Krise am US-Hypothekenmarkt

4.2.1 Eine neue Zielgruppe: Kreditnehmer mit schlechter Bonität

4.2.2 Die Strukturierung der Risiken

4.2.3 Subprime-Indizes & Derivate auf CDOs

4.3 Die Bedingungen ändern sich und das Unheil beginnt

4.4 Die Krise erreicht die internationale Finanzwelt

4.5 Auswirkungen auf den Geldmarkt

4.6 Globale wirtschaftliche Bedeutung

4.7 Zwischenfazit: Die wichtigsten Faktoren der Krise

5 AUSWIRKUNGEN DER SUBPRIME-KRISE AUF DEN PRIVATE EQUITY-MARKT

5.1 Prolog

5.2 Auswirkungen auf laufende Deals

5.3 Entwicklung der Transaktionsgrößen

5.4 Finanzierung

5.4.1 Covenants

5.4.2 Veränderung in der Finanzierungsstruktur

5.5 Fundraising

5.6 Ausfälle von Portfolio-Unternehmen

5.7 Renditen / Exitmöglichkeiten

5.8 Änderung in der Vertragsgestaltung von Transaktionen

5.9 Haltedauer von Beteiligungen

5.10 Marktbereinigungseffekte

5.11 Der LBO-Boom der 80er Jahre als Anhaltspunkt

6 ZUKÜNFTIGER STRATEGISCHER FOKUS DER INVESTOREN

6.1 Distressed Debt

6.2 Restructuring & Turnaround Management

6.3 Minderheitsbeteiligungen

6.4 Fokus Mittelstand

6.5 Operative Performance & Portfolio-Management

6.6 Geographische Neu-Ausrichtung

6.7 Diversifikation

6.8 Private Equity-IPOs

7 SCHLUSSBETRACHTUNG & AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der globalen Subprime-Finanzkrise auf die Private Equity-Industrie sowie deren Einfluss auf die zukünftigen Strategien der Finanzinvestoren. Ziel ist es zu untersuchen, wie sich das Geschäftsmodell in einem veränderten Marktumfeld anpasst.

  • Analyse der historischen Ursachen und des Verlaufs der Subprime-Krise.
  • Auswirkungen der Kreditkrise auf laufende Transaktionen und Finanzierungsstrukturen.
  • Untersuchung von Werttreibern und Managementstrategien bei Private Equity-Investitionen.
  • Zukunftsperspektiven: Verschiebung des strategischen Fokus auf Segmente wie Distressed Debt und Restructuring.
  • Rolle des Mittelstands und geografische Neuausrichtung von Investmentaktivitäten.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Financial Arbitrage

Unter Financial Arbitrage versteht man die Ausnutzung von Preisunterschieden, die sich durch die unterschiedliche Bewertung des Zielunternehmens bei An- und Verkauf ergeben („buy high – sell low“). Diese unterschiedliche Bewertung kann durch Veränderungen in den Marktbewertungen (Multiples) von vergleichbaren Unternehmen hervorgerufen werden. Sobald die Finanzinvestoren diese Veränderungen besser vorhersehen können als der Verkäufer eines Unternehmens, kann der Investor anhand einer niedrigen Bewertung des Unternehmens von den Marktveränderungen profitieren. Die Fähigkeit, Marktveränderungen besser antizipieren zu können, kann unter anderem durch eine besondere Branchenexpertise des Investors entstehen und ist sicherlich auch in den umspannenden Netzwerken der Investoren aus Beratern, Managern und Wirtschaftsexperten begründet. Treffend wird dies von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group zum Ausdruck gebracht: „The most successful private-equity firms have become real insiders in the sectors in which they operate [...]. These extensive industry networks give the top performers an advantaged deal flow that allows them to identify the most promising deals."

Die oben beschriebene „Information Assymetry“ kann sich auch im Rahmen eines MBO zeigen, bei dem die Manager über interne Informationen verfügen und somit ihren Informationsvorsprung gegenüber Verhandlungspartnern bei der Unternehmensbewertung (im Sinne einer zu niedrigen Bewertung) geltend machen können. Eine weitere Form der Financial Arbitrage ist das Ausnutzen des so genannten „Conglomerate Discounts“. So kann ein Finanzinvestor ein Konglomerat in verschiedene Teile aufteilen und diese dann entweder liquidieren oder verkaufen (Asset Stripping), so dass er von den höheren einzelnen Bewertungen im Vergleich zur Gesamtkonzernbewertung profitieren kann. Bei allen hier beschriebenen Werttreibern handelt es sich um exogene Werttreiber, die nicht durch eine wirkliche Verbesserung der finanziellen Performance herbeigeführt werden, sondern durch externe Bedingungen entstehen. Es werden also bei der Umsetzung dieser Maßnahmen keine neuen Werte geschaffen, sondern vielmehr werden Fehlbewertungen korrigiert.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen der Subprime-Krise auf die Private Equity-Branche und untersucht, wie Finanzinvestoren ihre Strategien in einem verschärften Marktumfeld anpassen.

GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Beteiligungsbranche, wie Private Equity und Leveraged Buy-Out, und erläutert die verschiedenen Marktteilnehmer, Finanzierungsphasen sowie die volkswirtschaftliche Bedeutung.

GESCHÄFTSMODELL PRIVATE EQUITY: Hier werden das Fondskonzept, die Struktur von Investitionsprozessen, zentrale Werttreiber wie operative Effizienz und Principal-Agent-Mechanismen sowie Ansätze zur Renditeermittlung detailliert beschrieben.

SUBPRIME: VON DER IMMOBILIEN- ZUR GLOBALEN FINANZKRISE: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung der Subprime-Krise am US-Hypothekenmarkt, die Rolle von strukturierten Kreditprodukten (CDOs) und die Übertragung der Krise auf das globale Finanzsystem.

AUSWIRKUNGEN DER SUBPRIME-KRISE AUF DEN PRIVATE EQUITY-MARKT: Eine tiefgehende Analyse der Folgen für die Branche, darunter Finanzierungsschwierigkeiten, veränderte Vertragsbedingungen (Covenants) und die Entwicklung von Fundraising und Transaktionsvolumina.

ZUKÜNFTIGER STRATEGISCHER FOKUS DER INVESTOREN: Das abschließende inhaltliche Kapitel zeigt auf, wie sich Investoren neu orientieren, beispielsweise durch Engagements in Distressed Debt, Turnaround-Management oder eine stärkere operative Begleitung der Portfolio-Unternehmen.

SCHLUSSBETRACHTUNG & AUSBLICK: Diese Zusammenfassung bewertet die langfristigen Auswirkungen der Krise und prognostiziert eine Normalisierung des Private Equity-Marktes hin zu einer stärker operativ getriebenen Wertsteigerungsstrategie.

Schlüsselwörter

Private Equity, Subprime-Krise, Finanzkrise, Leveraged Buy-Out, LBO, Kreditkrise, Venture Capital, Asset Management, Distressed Debt, Restructuring, Rendite, Fundraising, Finanzmarkt, Unternehmensbewertung, Werttreiber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der globalen Subprime-Finanzkrise, die 2007 ausbrach, auf das Geschäftsmodell und die Strategien der Private Equity-Branche.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen von Private Equity, den Ursachen und dem Verlauf der Subprime-Krise sowie den daraus resultierenden Anpassungen im operativen und strategischen Handeln von Investoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, ob und wie die Krise das ursprüngliche Geschäftsmodell der Private Equity-Gesellschaften nachhaltig beeinflusst und welche neuen Strategien Investoren entwickeln, um Renditen in einem restriktiveren Umfeld zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, ergänzt durch Branchenstudien sowie Experteninterviews mit verschiedenen Akteuren der Private Equity-Branche.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Ursachen der Subprime-Krise (inklusive der Rolle von CDOs), die Auswirkungen auf Fundraising und Deal-Finanzierungen sowie zukünftige Strategieansätze wie Distressed Debt und operative Unternehmensentwicklung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Private Equity, Subprime-Krise, Leveraged Buy-Out, Finanzierung und operative Wertsteigerung charakterisiert.

Wie verändert sich die Finanzierung von Buy-Outs durch die Krise?

Die Finanzierung wird durch den restriktiveren Zugang zu Krediten deutlich erschwert, was zu einer Abkehr von „Covenant-Lite“-Strukturen und einer Notwendigkeit für höhere Eigenkapitalanteile sowie den verstärkten Einsatz von Mezzanine-Kapital führt.

Welche neuen Chancen sehen Experten im aktuellen Marktumfeld?

Trotz der Krise bieten sinkende Unternehmensbewertungen Chancen für antizyklische Investments, insbesondere im Bereich Distressed Debt, Restructuring sowie bei strategischen Add-On-Akquisitionen.

Wie stehen die interviewten Experten zum Trend der Minderheitsbeteiligungen?

Die Experten betrachten Minderheitsbeteiligungen zunehmend als pragmatische Lösung, insbesondere in Asien oder im deutschen Mittelstand, schränken jedoch ein, dass dies nur bei strategischem Nutzen oder entsprechenden Mitspracherechten eine langfristig attraktive Strategie darstellt.

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Details

Title
Leveraged Buy-Outs im Schatten der Subprime-Krise: Die Auswirkungen der Kreditkrise auf die Private Equity-Industrie und die Strategie der Investoren
College
International School of Management Dortmund
Grade
1,15
Author
Dipl.-Kfm. (ISM) Nico Auel (Author)
Publication Year
2008
Pages
122
Catalog Number
V136277
ISBN (eBook)
9783640436439
ISBN (Book)
9783640436651
Language
German
Tags
Leveraged Buy-Outs Schatten Subprime-Krise Auswirkungen Kreditkrise Private Equity-Industrie Strategie Investoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. (ISM) Nico Auel (Author), 2008, Leveraged Buy-Outs im Schatten der Subprime-Krise: Die Auswirkungen der Kreditkrise auf die Private Equity-Industrie und die Strategie der Investoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136277
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