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Die Darstellung des Bösen in der fantastischen Gegenwartsliteratur. Am Beispiel "Harry Potter"

Titel: Die Darstellung des Bösen in der fantastischen Gegenwartsliteratur. Am Beispiel "Harry Potter"

Hausarbeit , 2021 , 31 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, inwiefern sich J.K. Rowlings Werk "Harry Potter", durch die Darstellung des Bösen, in die moderne fantastische Literatur einordnen lässt. Gut und Böse stehen in einem ewigen Kampf miteinander. Das Böse ist ein faszinierendes und beängstigendes Thema, nicht nur in der Philosophie und Religion, auch in der Literatur. Seit vielen Jahrhunderten setzen sich die Menschen mit dem Thema auseinander. Doch was genau ist eigentlich das Böse und ist diese Frage überhaupt eindeutig zu beantworten? Ist das Böse immer eindeutig als das Böse zu definieren oder gibt es unterschiedliche Facetten?

Insbesondere die fantastische Literatur befasst sich mit dem Kampf Gut gegen Böse. Eine Einordnung in eine bestimmte Gattung gestaltet sich dabei als schwierig, da die Reihe viele unterschiedliche Gattungen bedient und zudem die Definitionen nicht immer eindeutig sind. Da das signifikanteste Merkmal der Reihe jedoch ist, dass eine Verbindung der normalen und der wunderbaren Welt stattfindet, ist das Werk in erster Linie der Fantastik zuzuordnen.

Während Rowling augenscheinlich durchaus mit einigen Standards der fantastischen Kinder- und Jugendliteratur arbeitet und ein eindeutiges Böses erschafft, verfällt sie jedoch nicht in die klassische Schwarz-Weiß Malerei, sondern stellt Facetten von Gut und Böse dar, die auf beiden Seiten zu finden sind. Hierbei erschafft sie einige sehr ambivalente Figuren, die die Haltung der Leser:innen immer wieder vor Herausforderungen stellen und bei denen nicht klar ist, ob sie gut oder böse sind. Das Gute ist nicht immer gut und das Böse ist nicht immer böse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Kampf Gut gegen Böse

3 Lord Voldemort – Die Personifikation des Bösen

3.1 Aufstieg des Bösen

3.2 Macht als Motivation

3.3 Der böse Doppelgänger von Harry Potter

4 Die Ambiguität des Bösen

4.1 Die Rumtreiber – Eine Neigung zur Gewalt

4.1.1 Remus Lupin – Ein Werwolf

4.1.2 Peter Pettigrew – Spaß am Beobachten

4.1.3 James Potter – Sexuelle Gewalt

4.1.4 Sirius Black – Körperliche Gewalt

4.2 Severus Snape – Ein Bösewicht auf der Seite der Guten

4.3 Barty Crouch sr. – Der Zweck heiligt die Mittel

4.4 Albus Dumbledore – Für das höhere Wohl

5 Fazit

6 Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Joanne K. Rowlings „Harry Potter“-Reihe durch die differenzierte Darstellung des Bösen die moderne fantastische Literatur prägt und dabei klassische Schwarz-Weiß-Muster zugunsten ambivalenter Charakterzeichnungen aufbricht.

  • Die psychologische Dimension der Personifikation des Bösen am Beispiel von Lord Voldemort.
  • Die Analyse des Doppelgänger-Motivs als mentale Verbindung zwischen Protagonist und Antagonist.
  • Die Untersuchung moralischer Grauzonen bei vermeintlich "guten" Figuren durch Gewalt und Egoismus.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit Machtmotiven und der Philosophie hinter dem Kampf Gut gegen Böse.

Auszug aus dem Buch

3 Lord Voldemort – Die Personifikation des Bösen

Bereits durch den Namen deutet Rowling an, dass es sich um eine böse Figur handelt. „Vol de Mort“ ist Französisch und lässt sich mit “Flug des Todes“ oder „Schwingen des Todes“ übersetzen. Auch der Name seiner Anhänger „Todesser“ und ihrer Markierung, dem „Dunklen Mal“, deuten klar in diese Richtung. Es handelt sich bei ihm um eine Figur, die zwischen Mensch und Dämon steht. Alles an seiner Darstellung ist dunkel und sein Aussehen ist unmenschlich.

„Weißer als ein Schädel, mit weiten, scharlachrot lodernden Augen und einer Nase, die so platt war wie die einer Schlange, mit Schlitzen als Nüstern...“

Bewundernd wird er von seinen Anhängern als „Dunkler Lord“ bezeichnet, was seine Verbindung zur dunklen Seite zeigt. Seine Gegner nennen ihn „Der, dessen Name nicht genannt werden darf“, wodurch ihre Angst vor ihm und damit auch indirekt seine Grausamkeit verdeutlicht wird.

Dies stellt seine erste Parallele zum Teufel dar. Die Leute haben Angst, den Namen des Teufels zu sagen, um ihn nicht zu beschwören, was auch bei Voldemort im letzten Teil der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das grundlegende Thema des Kampfes zwischen Gut und Böse ein und stellt die Forschungsfrage nach der Einordnung von Rowlings Werk in die moderne fantastische Literatur.

2 Der Kampf Gut gegen Böse: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rollenverteilung zwischen dem "Auserwählten" Harry Potter und der Verkörperung des Bösen, Lord Voldemort, sowie die Bedeutung von Liebe als abgrenzendes Motiv.

3 Lord Voldemort – Die Personifikation des Bösen: Hier wird der Antagonist als dämonisches Wesen analysiert, dessen Namensgebung, Aussehen und Rassenideologie eine Parallele zu realen Vorbildern sowie dem Teufel aufzeigen.

4 Die Ambiguität des Bösen: Dieses Hauptkapitel untersucht die Aufhebung der Schwarz-Weiß-Malerei durch die Analyse von Figuren wie der Rumtreiber, Severus Snape, Barty Crouch sr. und Albus Dumbledore, die trotz ihrer Zugehörigkeit zur "guten" Seite dunkle Facetten und teils grausame Methoden aufweisen.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Böse in der modernen fantastischen Literatur laut Rowling primär im Inneren des Menschen verankert ist und daher auch die "guten" Helden nicht vor einer eigenen dunklen Seite bewahrt.

6 Quellen: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Harry Potter, Gut und Böse, Lord Voldemort, Ambiguität, Fantastische Literatur, Doppelgänger-Motiv, Machtgier, Moral, Dämonisch, Gewalt, Joanne K. Rowling, Charakterentwicklung, Symbolismus, Identität, Schwarze Magie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung des Bösen in der „Harry Potter“-Romanreihe von Joanne K. Rowling und untersucht, wie die Autorin die klassische moralische Einteilung in Gut und Böse durch komplexe Charakterzeichnungen durchbricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Verkörperung des Bösen durch Voldemort, das psychologische Doppelgänger-Motiv zwischen Harry und Voldemort sowie die moralische Ambivalenz von scheinbar guten Charakteren wie Snape oder Dumbledore.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass Rowlings Werk durch die Verlagerung des Bösen in das Innere des Menschen die Grenzen der fantastischen Kinder- und Jugendliteratur überschreitet und eine realistischere, moderne Darstellung von Dualismen bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf die Untersuchung von Charakterentwicklung, Symbolik, Motivforschung (z.B. Gotik-Elemente) und den Rückgriff auf philosophische Konzepte (z.B. Nietzsche).

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Voldemort als personifiziertem Bösen, die Analyse von Charakteren wie Snapes Verbundenheit zur Dunkelheit und die kritische Beleuchtung der "Rumtreiber" sowie Albus Dumbledores dunkler Vergangenheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Ambiguität, das "Dämonische", die Aufhebung des Schwarz-Weiß-Denkens, die Machtmotivierung sowie die innere Zerrissenheit der Helden.

Wie unterscheidet sich Harry von Voldemort trotz ihrer engen Verbindung?

Obwohl sie viele Gemeinsamkeiten wie Waisendasein oder ihre Verbindung zueinander teilen, liegt der entscheidende Unterschied in der bewussten Entscheidung: Harry wählt aktiv das Gute, während Voldemort sich konsequent für den Weg des Bösen entscheidet.

Warum wird Albus Dumbledore im Vergleich zu Harry als ambivalent eingestuft?

Dumbledore trägt durch seine Zusammenarbeit mit Grindelwald und seine Manipulation von Harry eine "dunkle Schuld" mit sich, die zeigt, dass selbst die Verkörperung des Guten nicht frei von moralisch fragwürdigen Handlungen für ein "höheres Wohl" ist.

Welche Rolle spielt die Erziehung oder das Umfeld für das Böse in der Reihe?

Die Analyse deutet an, dass das Böse oft aus biografischen Kränkungen, Machtstreben oder fehlender Empathie erwächst, wie es besonders eindringlich bei der Entwicklung von Tom Riddle im Waisenhaus oder bei Voldemorts Ideologie der Überlegenheit dargestellt wird.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Bösen in der fantastischen Gegenwartsliteratur. Am Beispiel "Harry Potter"
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Germanistik und Kunstwissenschaften)
Veranstaltung
Das Böse in der Literatur
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
31
Katalognummer
V1362917
ISBN (PDF)
9783346887139
ISBN (Buch)
9783346887146
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung bösen gegenwartsliteratur beispiel harry potter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Darstellung des Bösen in der fantastischen Gegenwartsliteratur. Am Beispiel "Harry Potter", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1362917
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Leseprobe aus  31  Seiten
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