Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Analyse des European Social Survey 2018. Wie extreme politische Einstellungen die Beteiligung in sozialen Netzwerken beeinflussen

Titel: Analyse des European Social Survey 2018. Wie extreme politische Einstellungen die Beteiligung in sozialen Netzwerken beeinflussen

Hausarbeit , 2020 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit konzentriert sich auf das zunehmende Phänomen, dass rechtsextreme Individuen, Antisemit*innen, Neonazis und Parteien wie die AfD soziale Netzwerke nutzen, um ihre Ansichten zu verbreiten, Unterstützer*innen zu rekrutieren und zu mobilisieren. Angesichts dieser Tendenz besteht das Hauptziel darin, zu untersuchen, ob Menschen mit extremen politischen Einstellungen und Haltungen eine stärkere Beteiligung in sozialen Netzwerken aufweisen als Menschen, die neutralere Einstellungen haben oder sich der politischen Mitte zugehörig fühlen.

Folgende Forschungsfrage soll beantwortet werden: Inwieweit beeinflussen politische Einstellungen und Haltungen die Wahrscheinlichkeit der politischen Beteiligung in den sozialen Netzwerken?

Ziel der Arbeit ist also die Abhängigkeit der Partizipationswahrscheinlichkeit von politischen Einstellungen bzw. der politischen Selbstpositionierung zu untersuchen. Da die politische Einstellung ein Komplexes Konstrukt darstellt, das viele Dimensionen aufweist, soll sich in dieser Arbeit auf zwei Aspekte politischer Einstellungen beschränkt werden: Zum einen auf die Haltung bzw. Einstellung zum Thema Migration und zum anderen auf die Wahl der Partei. Es soll also herausgefunden werden, ob die Partizipationswahrscheinlichkeit bei Menschen die Migration gegenüber besonders offen oder besonders kritisch/ablehnend gegenüberstehen, höher ist als bei Menschen mit vergleichsweise neutralen Einstellungen. Auch soll analysiert werden, ob AfD- und Linke-Wähler*innen eine höhere Online-Partizipationswahrscheinlichkeit aufweisen als Wähler*innen aller anderen Parteien (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP).

Um die Forschungsfrage zu beantworten, wird wie folgt vorgegangen: Im zweiten Kapitel soll der theoretische Bezugsrahmen der Arbeit dargestellt werden. Aus einem Teil der theoretischen Annahmen werden dann die in der Arbeit zu testenden Hypothesen abgeleitet. Im dritten Abschnitt soll sich ein Überblick über die existierenden Forschungsergebnisse, die es zum interessierenden Zusammenhang gibt, verschafft werden. Im vierten Kapitel soll auf die verwendeten Daten eingegangen und das methodische Vorgehen erläutert werden. Im fünften Abschnitt werden die Ergebnisse der logistischen Regressionsanalyse vorgestellt. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst und im Hinblick auf die Fragestellung und die aufgestellten Hypothesen diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie & Hypothesen

3. Forschungsstand

4. Daten und Methoden

5. Ergebnisse

5.1. Testung von H1

5.2. Testung von H2

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern extreme politische Einstellungen und Haltungen zur Migration die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass sich Individuen politisch in sozialen Netzwerken beteiligen. Dabei soll geklärt werden, ob Anhänger extremerer Positionen eine höhere Online-Partizipationsneigung aufweisen als Personen, die sich der politischen Mitte zugehörig fühlen.

  • Einfluss politischer Einstellungen auf die Online-Partizipation
  • Analyse der Parteiwahl als Indikator für politische Positionen
  • Untersuchung von Einstellungen zum Thema Migration
  • Testung des Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungsmodells
  • Empirische Auswertung auf Basis des European Social Survey 2018

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In demokratischen Gesellschaften ist es von enormer, systemerhaltender Bedeutung, dass möglichst viele und am besten alle Gesellschaftsmitglieder*innen politisch partizipieren. Es gilt: Wer nicht partizipiert, wer seine Meinung nicht zum Ausdruck bringt, wird nicht gehört. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt in diesem Kontext als besonders problematisch und demokratiegefährdend, die politische Wahl stellt wohl mit Abstand die wichtigste Partizipationsform dar. Jedoch sind Bürger*innen – zu mindestens in partizipativen Demokratiemodellen – auch innerhalb der Wahlperioden Teil der politischen Willensbildung (vgl. Engelmann et al. 2019: 249). Mithilfe von Demonstrationen, Petitionen, politischen Ehrenämtern oder der Teilnahme am öffentlichen Diskurs, kann der einzelne Mensch der eigenen Meinung Ausdruck verleihen, auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und damit letzten Endes auch auf politische Entscheidungen einwirken (vgl. Bürger et al. 2014).

Das Video von Rezo vor der Europawahl 2019 („Zerstörung der CDU“), in welchem er „heftig gegen die Regierenden austeilt“ und die anschließende Diskussion um die Frage, inwieweit das Video (aufgrund der hohen Reichweite von 16Mio Klicks) das Ergebnis der Europawahl beeinflusst haben könnte, verdeutlicht, dass auch individuelle politische Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken (User-generated content) externe Quellen politischer Information darstellen (vgl. Schweiger 2017: 69, 116), die einen Einfluss auf die politische Willensbildung haben können (vgl. Bond et al. 2012). Diese Erkenntnis und die gleichzeitige Erkenntnis, dass sich die politische Meinungsbildung mehr und mehr in den Online-Bereich verlagert, veranlasst die Partizipationsforschung dazu, posten, teilen, kommentieren und liken als ‚neue‘ Formen unkonventioneller politischer Partizipation zu berücksichtigen (vgl. Schweiger 2017: 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz politischer Partizipation ein und begründet die Untersuchung von Online-Beteiligung als neue, unkonventionelle Form politischen Engagements.

2. Theorie & Hypothesen: Hier wird das Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungsmodell (RSM-Modell) als theoretischer Bezugsrahmen eingeführt und daraus spezifische Hypothesen zu Parteiwahl und Migrationseinstellungen abgeleitet.

3. Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über bestehende empirische Studien zu den Faktoren politischer Online-Partizipation und identifiziert Forschungslücken hinsichtlich politischer Einstellungen.

4. Daten und Methoden: Hier werden der Datensatz des European Social Survey 2018 sowie die Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen für die logistische Regressionsanalyse beschrieben.

5. Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die deskriptiven Analysen sowie die Ergebnisse der logistischen Regressionsmodelle zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

5.1. Testung von H1: Dieses Unterkapitel analysiert den Einfluss der Parteiwahl auf die Wahrscheinlichkeit der politischen Partizipation in sozialen Netzwerken.

5.2. Testung von H2: Dieses Unterkapitel untersucht, wie die Einstellung zum Thema Migration die Partizipationswahrscheinlichkeit beeinflusst.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, diskutiert die Validität der Hypothesen und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Politische Partizipation, soziale Netzwerke, Online-Beteiligung, Parteiwahl, Migration, European Social Survey, logistische Regression, politisches Interesse, politische Einstellungen, RSM-Modell, unkonventionelle Partizipation, politische Willensbildung, demokratieförderndes Potenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Menschen mit extremen politischen Einstellungen oder spezifischen Haltungen zum Thema Migration sich häufiger politisch in sozialen Netzwerken engagieren als Menschen aus der politischen Mitte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft Theorien zur politischen Partizipation mit aktuellen Phänomenen der digitalen Kommunikation, insbesondere dem Posten, Teilen und Kommentieren politischer Inhalte in Netzwerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Abhängigkeit der Online-Partizipationswahrscheinlichkeit von der individuellen Parteiwahl sowie der Einstellung zu migrativen Prozessen empirisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine quantitative Datenanalyse durchgeführt, wobei binär-logistische Regressionen auf Basis der Daten des European Social Survey 2018 (ESS9) zum Einsatz kommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Hypothesen anhand des RSM-Modells, eine methodische Beschreibung, eine deskriptive Datenbetrachtung und die statistische Auswertung der Regressionsmodelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind die politische Online-Partizipation, politische Ausrichtung (Parteiwahl), Migration, politische Selbstwirksamkeit sowie die Ressourcen- und Einstellungstheorien der Partizipationsforschung.

Wie wirkt sich die Parteiwahl auf das Online-Engagement aus?

Die Analysen zeigen, dass insbesondere AfD- und Linke-Wähler eine statistisch signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für die politische Online-Partizipation aufweisen als Wähler der CDU/CSU.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Einstellung zur Migration und der Partizipation?

Es zeigt sich, dass sowohl Personen mit einer sehr kritischen als auch einer sehr aufgeschlossenen Haltung gegenüber Migration eine höhere Partizipationswahrscheinlichkeit besitzen als Personen mit einer neutralen Einstellung.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse des European Social Survey 2018. Wie extreme politische Einstellungen die Beteiligung in sozialen Netzwerken beeinflussen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Gesellschaftswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
35
Katalognummer
V1363030
ISBN (PDF)
9783346888129
ISBN (Buch)
9783346888136
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politische Partizipation logistische Regression politische Einstellungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Analyse des European Social Survey 2018. Wie extreme politische Einstellungen die Beteiligung in sozialen Netzwerken beeinflussen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1363030
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  35  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum