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Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate

Title: Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate

Term Paper , 2007 , 13 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Pascal Verheyen (Author)

Business economics - Investment and Finance
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1. Einführung
Der Import, aber noch mehr der Export ist seit Jahren überaus wichtig in Deutschland. Der Export übersteigt den Import regelmäßig und erreichte in 2006 ein Volumen von 732 Milliarden Euro . Dieser Export ist für alle Länder, aber insbesondere für Deutschland äußerst wichtig. Insbesondere der Exportüberschuss (mehr Export als Import) ist besonders wichtig, da hierdurch die Zahlungsbilanz im Gleichgewicht gehalten wird. Die Dienstleistungsbilanz und die Übertragungsbilanz würden sonst eine dauerhafte Unterdeckung aufweisen .
Güter, die den Export in Deutschland besonders antreiben, sind Autos bzw. Autoteile, Maschinen, chemische Produkte und elektrotechnische Erzeugnisse. Der größte Teil dieser Produkte geht nach Frankreich; die USA und Großbritannien folgen dann auf den Plätzen zwei und drei.
Bei diesem lukrativen Auslandsgeschäft (Export) sind die Risiken wesentlich höher als bei Geschäften mit dem Inland. Die Güter sind länger unterwegs, der Schuldner ist nicht vor Ort, die Bonität ist nicht immer sofort ersichtlich und die Auftragswährung ist nicht immer die Inlandswährung.
Um diese Risiken in Grenzen zu halten, installieren die Unternehmen, die mit dem Ausland Handel betreiben, ein Risk-Management. Eine „Unterabteilung“ dieses Risk-Management ist das Währungsmanagement.

2. Währungsrisiko und Währungsmanagement
Der Begriff „Risiko“ kann, bezogen auf den Außenhandel und Geschäften mit dem Ausland, sehr subjektiv aufgefasst werden. Eine eindeutige Erklärung des Begriffes kann man nicht geben, da jede Person und jedes Unternehmen den Begriff anders für sich einstuft. In der Literatur wird deshalb auch oft von „Entscheidungen unter Risiko“ gesprochen, d.h. das ein Ergebnis einer unternehmerischen Entscheidung nur mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten prognostiziert werden kann. Die Ergebnisse einer „Entscheidungen unter Risiko“ können also fast nie mit 100%iger Sicherheit im vor hinein festgelegt werden .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Währungsrisiko und Währungsmanagement

3. Begriff Devisen und Derivate

4. Methoden zur Absicherung von Währungsrisiken

4.1 Devisenkassageschäft

4.2 Devisentermingeschäfte

4.3 Devisenoptionsgeschäfte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Währungsmanagements für international agierende Unternehmen und erläutert praxisorientierte Methoden zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken durch den Einsatz von Finanzderivaten.

  • Grundlagen des Währungsrisikos und dessen Kategorisierung
  • Definition und Bedeutung von Devisen und Derivaten im Außenhandel
  • Analyse des Devisenkassageschäfts als Basis-Instrument
  • Einsatzmöglichkeiten von Devisentermingeschäften zur Risikominimierung
  • Strategische Anwendung von Devisenoptionsgeschäften und Optionspositionen

Auszug aus dem Buch

4.2 Devisentermingeschäfte

Devisentermingeschäfte gehören zu den unbedingten Termingeschäften. Unbedingtes Termingeschäft bedeute, dass beide Vertragspartner verpflichtet sind, dieses Geschäft zum vereinbarten Zeitpunkt zu erfüllen. Der Exporteur muss den zugesagten Betrag liefern (auch wenn evtl. sein Lieferant gar nicht zahlt oder der Kurs sich für ihn zum positiven gedreht hat); der Importeur muss den zugesagten Betrag von seinem Vertragspartner abnehmen (auch dann, wenn die Ware nicht geliefert wurde oder auch hier der Währungskurs zum positiven für den Importeur gedreht hat). Sollten die zugrunde liegenden Geschäfte für den Importeur oder den Exporteur zeitlich nicht funktionieren (Lieferengpässe der Währungen, der Ware etc.), so kann die Bank eine Prolongation des Geschäftes vorschlagen. Damit verlängert sich das Devisentermingeschäft und die Konditionen werden neu ausgehandelt.

Das Risiko ist, wie bereits vorher erläutert, dass ein Deviseneingang oder ein Devisenausgang zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. Zahlungsziel 6 Monate) einen „falschen“ Wert besitzt. Der Exporteur bekommt weniger Geld für seine Waren, der Importeur muss mehr Geld für seine eingeführten Waren bezahlen.

Mit den Devisentermingeschäften versuchen die Währungsmanager, dieses Risiko auszuschalten. Zwei Vertragspartner (üblicherweise Händler und Hausbank) vereinbaren ein Währungsgeschäft für die Zukunft. Dadurch erhält der Händler eine feste Kalkulationsbasis und weiß genau, welchen Betrag er bekommt oder bezahlen muss. Je nach Währung und Land gibt es zu den heute vereinbarten Devisenkurse werden mit Auf oder Abschläge auf den Kassakurs vereinbart. Aufschläge heißen Report, Abschläge heißen Deport. Diese Auf- und Abschläge (auch Swapsätze) richten sich nach dem Inlandszins, dem Auslandszins des jeweiligen Landes und der Laufzeit des Devisentermingeschäftes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Exports für Deutschland und begründet die Notwendigkeit eines effektiven Währungsmanagements zur Risikobegrenzung im Auslandsgeschäft.

2. Währungsrisiko und Währungsmanagement: Dieses Kapitel definiert den Begriff des unternehmerischen Risikos im Außenhandel und kategorisiert verschiedene Risikofelder wie Wechselkurs-, Erfüllungs- und Transferrisiken.

3. Begriff Devisen und Derivate: Hier werden die terminologischen Grundlagen gelegt, wobei zwischen Sorten und Devisen unterschieden und die Funktionsweise von derivativen Finanzinstrumenten erklärt wird.

4. Methoden zur Absicherung von Währungsrisiken: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der Absicherungsinstrumente, unterteilt in Devisenkassageschäfte, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Relevanz einer fundierten Absicherungsstrategie zusammen und betont das Zusammenspiel von Risk-Management und langjährigen Geschäftsbeziehungen.

Schlüsselwörter

Währungsmanagement, Außenhandel, Währungsrisiko, Finanzderivate, Export, Wechselkurs, Devisenkassageschäft, Devisentermingeschäft, Devisenoptionen, Risikoprämie, Call-Option, Put-Option, Swapsätze, Risikominimierung, Kurssicherung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Währungsrisiken, denen deutsche Unternehmen im internationalen Exportgeschäft ausgesetzt sind, und zeigt Wege der Absicherung auf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Risikomanagement, die Funktionsweise von Devisenmärkten sowie die spezifischen Instrumente zur Kurssicherung, insbesondere Derivate.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Methoden vorzustellen, mit denen Unternehmen Wechselkursrisiken minimieren oder ausschalten können, um eine feste Kalkulationsbasis für Auslandsgeschäfte zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Fachliteratur und theoretischen Konzepten des Finanzmanagements im Bereich der Währungssicherung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Währungsrisiken und eine detaillierte Erläuterung der Finanzinstrumente (Kassa-, Termin- und Optionsgeschäfte).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Währungsmanagement, Export, Wechselkursrisiko, Derivate, Kurssicherung und Risikoprämie.

Wie unterscheidet sich ein Devisentermingeschäft von einer Option?

Während beim Devisentermingeschäft eine verbindliche Verpflichtung zur Erfüllung zu einem festen Kurs besteht, bietet die Option dem Käufer das Wahlrecht, das Geschäft wahrzunehmen oder bei günstigerer Marktlage verfallen zu lassen.

Was bedeuten die Begriffe "Report" und "Deport" im Kontext der Termingeschäfte?

Report bezeichnet einen Aufschlag auf den Kassakurs, während Deport einen Abschlag darstellt; diese resultieren aus Zinsdifferenzen zwischen den Währungsräumen.

Was ist das Risiko beim Kauf einer Devisenoption?

Das Risiko des Käufers beschränkt sich ausschließlich auf die bereits gezahlte Optionsprämie, welche bei Nichtausübung der Option nicht erstattet wird.

Was versteht man unter "in the money" und "out of the money" bei Optionen?

"In the money" bedeutet, dass die Option einen inneren Wert besitzt, da der aktuelle Kurs für den Käufer vorteilhaft ist; "out of the money" bedeutet, dass die Option keinen inneren Wert hat und eine Ausübung unwirtschaftlich wäre.

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Details

Title
Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Course
Finanzdienstleistungen
Grade
bestanden
Author
Pascal Verheyen (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V136308
ISBN (eBook)
9783640443789
ISBN (Book)
9783640443529
Language
German
Tags
Finanzderivate Währungsrisiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Verheyen (Author), 2007, Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136308
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