Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate


Hausarbeit, 2007

13 Seiten, Note: bestanden


Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

2. Währungsrisiko und Währungsmanagement

3. Begriff Devisen und Derivate

4. Methoden zur Absicherung von Währungsrisiken
4.1 Devisenkassageschäft
4.2 Devisentermingeschäfte
4.3 Devisenoptionsgeschäfte

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kurssicherungsinstrumente

Abbildung 2: Optionspositionen

1. Einführung

Der Import, aber noch mehr der Export ist seit Jahren überaus wichtig in Deutschland. Der Export übersteigt den Import regelmäßig und erreichte in 2006 ein Volumen von 732 Milliarden Euro[1]. Dieser Export ist für alle Länder, aber insbesondere für Deutschland äußerst wichtig. Insbesondere der Exportüberschuss (mehr Export als Import) ist besonders wichtig, da hierdurch die Zahlungsbilanz im Gleichgewicht gehalten wird. Die Dienstleistungsbilanz und die Übertragungsbilanz würden sonst eine dauerhafte Unterdeckung aufweisen[2].

Güter, die den Export in Deutschland besonders antreiben, sind Autos bzw. Autoteile, Maschinen, chemische Produkte und elektrotechnische Erzeugnisse. Der größte Teil dieser Produkte geht nach Frankreich; die USA und Großbritannien folgen dann auf den Plätzen zwei und drei.

Bei diesem lukrativen Auslandsgeschäft (Export) sind die Risiken wesentlich höher als bei Geschäften mit dem Inland. Die Güter sind länger unterwegs, der Schuldner ist nicht vor Ort, die Bonität ist nicht immer sofort ersichtlich und die Auftragswährung ist nicht immer die Inlandswährung.

Um diese Risiken in Grenzen zu halten, installieren die Unternehmen, die mit dem Ausland Handel betreiben, ein Risk-Management. Eine „Unterabteilung“ dieses Risk-Management ist das Währungsmanagement.

2. Währungsrisiko und Währungsmanagement

Der Begriff „Risiko“ kann, bezogen auf den Außenhandel und Geschäften mit dem Ausland, sehr subjektiv aufgefasst werden. Eine eindeutige Erklärung des Begriffes kann man nicht geben, da jede Person und jedes Unternehmen den Begriff anders für sich einstuft. In der Literatur wird deshalb auch oft von „Entscheidungen unter Risiko“ gesprochen, d.h. das ein Ergebnis einer unternehmerischen Entscheidung nur mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten prognostiziert werden kann. Die Ergebnisse einer „Entscheidungen unter Risiko“ können also fast nie mit 100%iger Sicherheit im vor hinein festgelegt werden[3].

Es wird trotz dieser vagen Umschreibung mit dem Begriff „Risiko“ gearbeitet. Risiken im Auslandsgeschäft kann man noch unterteilen. Mit den eigentlichen Risiken befasst sich das Risk-Management (Risikogestaltung: setzt sich aus den Teilbereichen Risikoumverteilung, Risikoverminderung und Risikokompensation)[4]. Von einer kompletten Risikoübernahme durch das Unternehmen kann dann gesprochen werden, wenn dem Bereich Risk-Management kaum Bedeutung in einem Unternehmen beigemessen wird.

Ein wichtiger bzw. nicht zu vernachlässigender Bereich des Risk-Management ist die Risikovermeidung. Diese wird gemanagt durch den Teilbereich „Währungsmanagement“.

Die Risiken im Bereich Währungen sind[5]:

1. Wechselkurrisiko, darunter versteht man unter Umständen täglich wechselnden, stark schwankenden Kursränderungen der Inlandswährung zu den Verträgen stehenden Auslandswährung.
2. Währungsrisiko, darunter ist Veränderung der Währungsparitäten zu verstehen (Auf- und Abwertung)
3. Erfüllungsrisiko; benennt das Risiko, das entstehen kann, wenn einer der Vertragsparteien die Währung (Devisen) nicht vertragsmäßig liefern oder abnehmen kann.
4. Transferrisiko, ist das (politische) Risiko, das dann bedeutend wird, wenn aufgrund staatlicher Reglements Währungseinfuhr oder –ausfuhr zum Erfüllungszeitpunkt nicht erlaubt ist.

Um diesen genannten Risiken entgegenzutreten, hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten der Begriff des Währungsmanagements gebildet. Denn vor allem die Wechselkursrisiken bei Unternehmen mit erheblichem Auslandsanteil sind nicht zu unterschätzen. Beträge, die erst in einigen Monaten gezahlt werden sollen (Forderungen) oder Zahlungen, die in einiger Zeit getätigt werden sollen (Verbindlichkeiten), verändern sich evtl. drastisch in die falsche Richtung, wenn sich die Wechselkurse der beiden Währungen (z.B. € und $) verändern.

Das Währungsmanagement stellt sich nun das Ziel, in gewissen Bandbreiten das Risiko der Wechselkurse zu minimieren oder sogar komplett auszuschalten.

Dazu muss das originäre Risiko der Währungen erkannt und analysiert werden, zukünftige Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge in Fremdwährung müssen zusammengestellt werden (evtl. zeitlich und betragsmäßig geordnet) und die in den Kaufverträgen genannte Währung muss in ihrem Verlauf prognostiziert werden. Geeignete Gegenmaßnahmen sind danach einzuleiten. Diese Maßnahmen sind mit dem dafür zu zahlenden Preis gegeneinander abzuwägen[6]. Dabei haben die Währungsmanager eines Unternehmens zu entscheiden, ob die Risiken im Währungsbereich komplett abgesichert werden sollen, nur teilweise oder auch gar nicht abgesichert werden sollen. Häufig entscheidend dabei ist sowohl der Preis als auch die Flexibilität, die eine solche Absicherung kosten würde.

Im nächsten Abschnitt sollen grundlegende Begriffe erläutert werden.

[...]


[1] Fonds-Magazin, Ausgabe 1, Februar 2007, S. 16

[2] Jahrmann, Fritz-Ulrich, Außenhandel, Leipzig 2004, S. 25

[3] Stephan, Jürgen: Entscheidungsorientierte Wechselkurssicherung, Bergisch Gladbach 1989, S. 9

[4] Jahrmann, Fritz-Ulrich, a.a.O., S. 292

[5] Jacobs, Rolf; Piesskalla, Michael A.: Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken; in: Sparkassen RatgeberService Außenwirtschaft; 7., überarbeitete Auflage, Suttgart 2003, S. 26 ff.

[6] Beike, Rolf: Devisenmanagement; Hamburg 1995, S. 3

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Veranstaltung
Finanzdienstleistungen
Note
bestanden
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V136308
ISBN (eBook)
9783640443789
ISBN (Buch)
9783640443529
Dateigröße
750 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzderivate, Währungsrisiken
Arbeit zitieren
Pascal Verheyen (Autor), 2007, Das Management von Währungsrisiken durch Finanzderivate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136308

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