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Pädagogische Psychologie in der Realität des Schulalltags. Theoretische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel

Title: Pädagogische Psychologie in der Realität des Schulalltags. Theoretische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem beobachteten Fallbeispiel im schulischen Kontext mithilfe einer theoretisch fundierten Auseinandersetzung.

Der Bereich der pädagogischen Psychologie beschäftigt sich bezogen auf das Thema "Motivation" spezifisch mit Situationen des Lehrens und Lernens, also daraus resultierend mit der Lernmotivation. Dieser Teilbereich meint die "Bereitschaft eines Lernenden, sich aktiv, dauerhaft und wirkungsvoll mit bestimmten Themengebieten auseinanderzusetzen, um neues Wissen zu erwerben." Ist diese "Bereitschaft" der SuS gegeben, so ließen sich Arbeitsaufträge zur Wissensvermittlung genau und effizient bearbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Situationsschilderung

2. Perspektivwechsel

3. Formulierung der Hypothesen

4. Theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel

4.1 Motivation

4.2 Emotionen

5. Lösungsvorschläge

6. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert eine konkrete Unterrichtssituation, in der ein Lehrer auf vergessene Hausaufgaben mit der Androhung mündlicher Leistungskontrollen reagiert, und untersucht die psychologischen Hintergründe der beteiligten Akteure sowie alternative Lösungsansätze.

  • Analyse der Dynamik zwischen Lehrkraft und Schülerschaft bei Disziplinierung
  • Psychologische Einordnung von Motivation und extrinsischen Anreizsystemen
  • Untersuchung von Leistungsemotionen wie Langeweile und deren Auswirkungen
  • Bewertung von pädagogischen Lösungsansätzen zur Förderung von Autonomie und Kompetenz
  • Reflexion über die Anwendbarkeit theoretischer Konzepte im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

1. Situationsschilderung

Am 10.11.2020 hält der Lehrer Herr L. eine Unterrichtsstunde im Geschichtskurs der Klasse 7. Es ist die 1. Stunde an diesem Tag. Das Thema ist die „Merkmale einer mittelalterlichen Stadt“. Insgesamt befinden sich 14 Schüler und 13 Schülerinnen im Raum. Der Lehrer kontrolliert zu Beginn der Stunde die Vollständigkeit der Hausaufgaben. Jonas und 2 weitere SuS erklären (stotternd), dass sie die Hausaufgabe vergessen hätten. Herr L. murmelt nur, dass dies ja nicht das erste Mal sei und Jonas fast jede Woche die Aufgaben nicht hätte. Der Lehrer fragt (genervt) was sie denn nun tun könnten. Die SuS schweigen (bedrückt) und rutschen (nervös) auf ihrem Platz hin und her. Nach einer kurzen Pause sucht Herr L. ein paar Notizen aus seiner Tasche und sagt zu Jonas: „Dadurch, dass Jonas so vergesslich sei müsse er nun eine mündliche LK absolvieren.“ Die anderen SuS schauen Herr L. und Jonas (schockiert) an. Eine Schülerin sagt (leise), dass sie „Gott sei Dank“ ihre Aufgaben gemacht habe.

Herr L. beginnt mit einigen Ja / Nein Fragen. Jonas beantwortet diese (schnell und präzise). Anschließend stellt Herr L. offene Fragen. Jonas benötigt (etwas) Zeit für die Antwort. Er beantwortet die Fragen, nachdem sein Banknachbar die passende Antwort (leise) hinter vorgehaltener Hand zuflüstert. Der Lehrer stellt drei weitere Fragen. Der Banknachbar von Jonas sagt weitere Male die Antwort vor. Am Ende der Leistungskontrolle fragt Herr L. wie Jonas sich selbst einschätze. Jonas antwortet (kurz): „Gut…“. Herr C fragt wie sich der Banknachbar von Jonas einschätze. Der Schüler antwortet nicht. Herr C fährt fort und sagt (streng), dass er gesehen habe wie er Jonas vorgesagt habe. Dafür müsse er Jonas eigentlich die Note 6 geben. Jonas und sein Banknachbar schauen sich (kurz schockiert) an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Situationsschilderung: Detaillierte Darstellung eines Unterrichtsbeispiels, in dem ein Lehrer durch die Ankündigung von Leistungskontrollen auf fehlende Hausaufgaben reagiert.

2. Perspektivwechsel: Ein tabellarischer Vergleich der Gedanken, Gefühle und Absichten der verschiedenen Akteure (Lehrer, Jonas, Banknachbar, Klasse) während der Situation.

3. Formulierung der Hypothesen: Aufstellung von Annahmen bezüglich Motivation und Langeweile als Auslöser für das beobachtete Verhalten der Schüler.

4. Theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel: Wissenschaftliche Analyse der Situation anhand motivierender Anreizmodelle und der Appraisal-Theorie zur Erklärung von Leistungsemotionen.

5. Lösungsvorschläge: Entwicklung alternativer pädagogischer Ansätze, wie Token-Systeme oder die Förderung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Deci und Ryan.

6. Reflexion: Kritische Rückschau auf die Wirksamkeit der Maßnahmen und die Übertragbarkeit theoretischer Modelle in die schulische Praxis.

Schlüsselwörter

Pädagogische Psychologie, Lernmotivation, Leistungsemotionen, Hausaufgaben, extrinsische Motivation, Appraisal-Theorie, Autonomie, Kompetenzerleben, Unterrichtsinteraktion, Lehrer-Schüler-Beziehung, Binnendifferenzierung, Fallanalyse, Leistungskontrolle, Schulpraxis, Motivationsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert eine Fallstudie aus einem Praxissemester, in der pädagogisch-psychologische Theorien auf das Verhalten von Lehrern und Schülern bei Konfliktsituationen rund um Hausaufgaben angewendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Motivation, die Entstehung von Emotionen im Unterricht, der Einsatz von Belohnungssystemen sowie die Förderung von Schülerautonomie und Kompetenzerleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen von extrinsischen Disziplinierungsmaßnahmen zu hinterfragen und evidenzbasierte Lösungswege aufzuzeigen, um die Lernbereitschaft und Motivation der Schüler nachhaltig zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Fallanalyse, bei der eine beobachtete Unterrichtssituation mit Modellen der Motivationspsychologie und Emotionstheorien in Kontext gesetzt und diskutiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische Schilderung, eine Analyse der unterschiedlichen Akteursperspektiven, eine theoretische Begründung des Verhaltens und die Erarbeitung pädagogischer Handlungsalternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Motivationssteigerung, Leistungsemotionen, schulische Interaktion und pädagogische Professionalisierung beschreiben.

Welche Rolle spielt die "Langeweile" in diesem Szenario?

Langeweile wird als deaktivierend negative Leistungsemotion klassifiziert, die bei den Schülern durch eine als monoton empfundene Aufgabenstellung entsteht und zum Vermeidungsverhalten (Hausaufgabenvergessen) führt.

Warum wird ein Token-Programm als Lösung vorgeschlagen?

Es dient als positives Anreizsystem, um erwünschtes Verhalten (Hausaufgaben machen) zu belohnen und so die extrinsische Motivation der Schüler durch greifbare Vorteile zu steigern.

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Details

Title
Pädagogische Psychologie in der Realität des Schulalltags. Theoretische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V1363357
ISBN (PDF)
9783346891402
ISBN (Book)
9783346891419
Language
German
Tags
pädagogische psychologie realität schulalltags theoretische auseinandersetzung fallbeispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Pädagogische Psychologie in der Realität des Schulalltags. Theoretische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1363357
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