Produktverantwortung und integrierte Produktpolitik


Seminararbeit, 2009

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Produktverantwortung
2.1 Grundlagen der Verantwortung
2.2 Grundlagen der Unternehmensverantwortung
2.3 Grundlagen des CSR-Konzeptes
2.4 Produktverantwortung nach dem KrW-/AbfG

3. Integrierte Produktpolitik
3.1 Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Produktbegriffs
3.2 Grundlagen des Lebenszyklus und Life Cycle Assessment
3.3 Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Produktpolitik
3.4 Das Konzept der integrierten Produktpolitik

4. Produktverantwortung entlang des Produktlebenszyklus
4.1. Verantwortung der Produzenten
4.2. Verantwortung der Lieferanten
4.3 Verantwortung der Konsumenten

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Dimensionen der CSR

Abbildung 2: Zusammenfassung § 23 Abs. 2 KrW-/AbfG

Abbildung 3: Die kreislaufwirtschaftliche Zielhierarchie

Abbildung 4: Strategien für einen nachhaltigen Konsum

1. Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, begriffliche Grundlagen für das ABWL-Seminar „Produktverantwortung und Wertschöpfungsmanagement“ zu schaffen. Um sich an die spezielle Thematik dieser Seminararbeit – „Produktverantwortung und Integrierte Produktpolitik“ – anzunähern, werden im Kapitel zwei die allgemeine Verantwortung, die Unternehmensverantwortung und das darauf aufbauende Konzept CSR dargelegt. Daran anschließend wird im Kapitel 2.4 an die Produktverantwortung nach dem KrW-/AbfG herangeführt.

Im Kapitel drei werden die Grundlagen zum Verständnis der Integrierten Produktpolitik geschaffen. Hierfür wird vor allem die Thematik der Produktpolitik intensiver untersucht. Es folgt die Vorstellung des eigentlichen Konzeptes IPP im Kapitel 3.4.

Im Kapitel vier wird versucht, die Kapitel zwei und drei miteinander zu verbinden. Dafür wird genauer auf einzelne Akteure entlang des Produktlebenszyklus eingegangen, um deren Verantwortungsrolle in Bezug auf die Produkte genauer darzustellen.

Im letzten Kapitel wird dann die Rolle der Produktverantwortung für die Wertschöpfung als Fazit dieser Arbeit dargestellt.

2. Grundlagen der Produktverantwortung

In diesem zweiten Abschnitt sollen die Grundlagen für das Verständnis der Produktverantwortung gelegt werden. Dabei wird in den Kapiteln 2.1 bis 2.3 auf unterschiedliche Ausprägungen der Verantwortung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre eingegangen. Diese sollen vor allem darstellen, dass es eine weitreichendere Verantwortung der Unternehmen, als innerhalb des KrW-/AbfG forciert, gibt.

Diese Thematik wird dann im weiteren Verlauf der Arbeit noch mehrmals - vor allem aber im Kapitel 4.1 - angesprochen.

2.1 Grundlagen der Verantwortung

Um sich an den Begriff der Produktverantwortung anzunähern, ist es zunächst sinnvoll, Verantwortung an sich näher zu analysieren. Definitionsgemäß ist der mittlerweile materiell-rechtlich geprägte Begriff „Verantwortung“ die Pflicht Konsequenzen aus Handlungen, also dem Tun oder Unterlassen, zu tragen.[1] Dabei kann zwischen Eigenverantwortung, die Pflicht zum Tragen der Konsequenzen, die aus dem eigenen Handeln resultieren und Fremdverantwortung, die Pflicht für das Verhalten anderer einzustehen, unterschieden werden.[2] Die Aktivierung individueller Verantwortung für das eigene Handeln und die daraus resultierenden Wirkungen auf die Umwelt, erfolgt auf Basis sinnlicher Wahrnehmung der Umwelt(re)aktionen.[3]

2.2 Grundlagen der Unternehmensverantwortung

Auf rechtlicher Basis bildet das Gewerberecht den grundsätzlichen Rahmen zur Erreichung der unternehmerischen Ziele und legt dabei fünf Unternehmensverantwortungsbereiche fest:[4]

- Arbeitsstättenverantwortung
- Produktverantwortung
- Umweltverantwortung
- Organisationsverantwortung
- Betriebswirtschaftliche Verantwortung.

In diesem Zusammenhang lassen sich interdependente Aufgabenfelder unternehmerischer Verantwortung ausmachen, denen in CSR-Programmen gleichermaßen Rechnung getragen werden kann und sollte. Sie können als Grundpfeiler einer zukunftsfähigen CSR-Strategie betrachtet werden.

Allgemein kann angemerkt werden, dass Unternehmen, die verantwortungsbewusst handeln, langfristig erfolgreicher in Bezug auf Wirtschaftlichkeit sind.[5] Unternehmensverantwortung kann – anders als CSR, die eher aus einem neuen Bewusstsein heraus agiert – als verfassungsrechtlich zu begründende Konzeption verstanden werden.[6]

2.3 Grundlagen des CSR-Konzeptes

Das traditionelle Verständnis des Unternehmens mit der Verantwortung gegenüber den Shareholdern wurde nicht erst mit der Veröffentlichung des Grünbuches der EU zur sozialen Verantwortung des Unternehmens aus dem Jahr 2001 erweitert - vielmehr ist das Phänomen gesellschaftlicher Verantwortung seit dem frühen 18. Jahrhundert bis zum heutigen Tag herangereift.[7] Jedoch kann die Definition der EU als diejenige genannt werden, die auf das CSR-Verständnis innerhalb des europäischen Raumes einen folgenschweren Einfluss genommen hat.[8]

In dem bereits angesprochenen Grünbuch wird CSR „als ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“[9], definiert.

Man unterscheidet zwischen der internen und externen Dimension der CSR, die in Abb. 1 näher vorgestellt werden sollen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Dimensionen der CSR; eigene Darstellung in Anlehnung an Europäische Kommission 2001b, S. 9-17.

Innerhalb der einschlägigen Literatur werden zusätzlich ökonomische Faktoren eines Unternehmens (Vermögen, Ergebnis, Verwendung des Gewinns) und der verantwortliche Umgang mit diesen Faktoren als Aktionsfeld der CSR betrachtet.[10]

2.4 Produktverantwortung nach dem KrW-/AbfG

Bereits im Artikel 22a GG wird die Verantwortung des Staates für zukünftige Generationen sowie für deren natürliche Lebensgrundlagen durch die Gesetzgebung und - nach Maßgabe von Gesetz und Recht – durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung diskutiert.[11] Dieser Verantwortung versucht der Staat beispielsweise innerhalb des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, das am 06. Oktober 1994 verkündet wurde, durch die Einführung der Paragraphen 22 bis 26 gerecht zu werden.[12] In diesem dritten Teil des KrW-/AbfG wird auf die unterschiedlichen Themengebiete der gesetzlich geprägten Produktverantwortung genauer eingegangen.[13]

[...]


[1] Vgl. Gröschner 1998, S. 62; Nobbe/Pinter/Vögele 1993, S. 25.

[2] Vgl. Nobbe/Pinter/Vögele 1993, S .25.

[3] Vgl. Zabel 2001, S. 147.

[4] Vgl. Nobbe/Pinter/Vögele 1993, S. 27-33.

[5] Die Aufgabenfelder der Unternehmensverantwortung sind Mensch, Umwelt, natürliche Ressourcen sowie Gesellschaft und Kapital. Vgl. Kirchhoff 2006, S. 15-18.

[6] Vgl. Engemann/Kestler/Scheunemann 2007, S. 9; Gröschner 1998, S. 61.

[7] Vgl. Homann 2004, S. 1; Czymmek/Freier/Hesselbarth 2008, S. 241-242.

[8] Vgl. Czymmek/Freier/Hesselbarth 2008, S. 243.

[9] Europäische Kommission 2001b, S. 7.

[10] Vgl. Engemann/Kestler/Scheunemann 2007, S. 14.

[11] Vgl. GG Art. 20a.

[12] Vgl. Köller 1996, S. 72.

[13] Diese Themengebiete sind Produktverantwortung, Verbote, Beschränkungen und Kennzeichen, Rücknahme- und Rückgabepflicht, freiwillige Rücknahmen sowie Besitzerpflichten nach Rücknahmen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Produktverantwortung und integrierte Produktpolitik
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Wirtschaftswissenschaftliches Institut - Lehrstuhl für betriebliches Umweltmanagement)
Veranstaltung
Produktverantwortung und Wertschöpfungsmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V136345
ISBN (eBook)
9783640463756
Dateigröße
776 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Produktverantwortung, Produktpolitik
Arbeit zitieren
Marvin Sczepek (Autor), 2009, Produktverantwortung und integrierte Produktpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136345

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