Was ist alltäglicher als essen? Essen ist eines der natürlichsten und selbstverständlichsten Bedürfnisse der Menschen. Jedoch ist die Nahrung für den Menschen auch essenziell lebensnotwendig. Obgleich es das Natürlichste und Lebensnotwendigste der Welt ist, haben viele Menschen in der heutigen Zeit ein Problem mit Essen.
Da immer mehr Menschen unter Essstörungen leiden, hat dieses Thema zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Essstörungen werden in drei Krankheitsbilder unterteilt, die Anorexia nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) und die Binge-Eating-Disorder.
Die Betroffenen unterscheiden sich sehr in ihrem äußeren Erscheinungsbild, was sie jedoch gemeinsam haben ist, dass das Essen zu einem erheblichen psychosomatischen Problem wurde. Das Essen dominiert das Leben dieser Betroffenen. Auf der anderen Seite ist die Adipositas (Übergewicht), diese ist definitionsgemäß, keine Essstörung und auch nicht zwangsläufig mit pathologischem Essverhalten verbunden.
Jedoch nimmt auch hier die Zahl der Menschen zu, die darunter leiden. Doch wieso leiden so viele Menschen an Essstörungen und Übergewicht? Wieso gibt es immer mehr Betroffene und wie werden sie therapiert? Diese Fallstudie zielt darauf ab, einen groben Überblick über die verschiedenen Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen zu geben, Unterschiede/Gemeinsamkeiten zu Störungen im Erwachsenenalter aufzuzeigen und geht dann ganz detailliert auf die einzelnen Formen der Essstörungen ein sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Therapien darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter
2.1 Störungen mit Beginn im Säuglings- und Kindesalter
2.1.1 Regulationsstörungen
2.1.2 Bindungsstörungen
2.1.3 Tiefgreifende Entwicklungsstörungen
2.1.4 Enuresis und Enkopresis
2.2 Störungen mit Beginn im Kindesalter
2.2.1 Angststörung
2.2.2 Zwangsstörung
2.2.3 Tics
2.2.4 Hyperkinetische und Aufmerksamkeitsstörungen
2.2.5 Störungen des Sozialverhaltens
2.2.6 Umschriebene Entwicklungsstörungen
2.3 Störungen mit Beginn im Jugendalter
2.3.1 Depression
2.3.2 Esstörungen
2.3.3 Substanzmissbrauch
3. Unterschiede und Parallelen zu Störungen im Erwachsenenalter
4. Konzept: Wirksamer Umgang mit Esstörungen
4.1 Problemsituation
4.2 Epidemiologie
4.3 Formen der Esstörungen
4.4 Ätiologie und Risikofaktoren
4.5 Folgeschäden der Esstörungen
4.6 Umgang mit dem Störungsbild: Behandlungsmöglichkeiten
4.7 Umgang mit dem Störungsbild: Was können Freunde, Bekannte und Angehörige tun?
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Fallstudie verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über verschiedene Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen zu geben, wobei ein besonderer Fokus auf der detaillierten Analyse von Esstörungen liegt, um Möglichkeiten und Grenzen therapeutischer Interventionen aufzuzeigen.
- Übersicht über psychische Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter.
- Differenzierung zwischen Störungsbildern im Kindesalter und im Erwachsenenalter.
- Analyse der Ätiologie, Epidemiologie und Risikofaktoren von Esstörungen.
- Darstellung evidenzbasierter therapeutischer Ansätze und Behandlungsmöglichkeiten.
- Leitfaden für Angehörige und das soziale Umfeld Betroffener im Umgang mit Esstörungen.
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Bindungsstörungen
Eine unsichere Bindung ist nicht gleichbedeutend mit einer Bindungsstörung. Bindungsstörungen sind Folgestörungen nach andauernden emotionalen oder körperlichen Entbehrungen Entzügen, Verlusterfahrungen oder Isolation, Deprivation. Nach ICD-10 können zwei Typen von Bindungsstörungen auftreten: die ungehemmte und die gehemmte (reaktive) Bindungsstörung.
Bei Interventionsmaßnahmen ist es sehr wichtig, ein langfristiges stabiles Umfeld zu schaffen. Das Kind sollte eine selektive Bezugsperson als dauerhaften Ansprechpartner haben. Dies wird zum Teil durch Pflegefamilien gewährleistet, wenn es bei der Herkunftsfamilie nicht möglich ist. Stabilität, Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit und Schutz müssen von dem Kind erlebt werden. Präventive Maßnahmen versuchen das Deprivationsrisiko zu verringern, indem die Eltern-Kind-Beziehung frühzeitig gefördert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Esstörungen und definiert den Rahmen der Fallstudie als wissenschaftliche Beratung für das Feld der Störungen im Kindes- und Jugendalter.
2. Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel gibt einen strukturierten Überblick über verschiedene psychische Störungen, unterteilt in ihre jeweiligen Altersgruppen und Symptomatik.
3. Unterschiede und Parallelen zu Störungen im Erwachsenenalter: Das Kapitel vergleicht die Anforderungen an die Therapie bei Kindern und Erwachsenen unter Berücksichtigung körperlicher und entwicklungsbedingter Besonderheiten.
4. Konzept: Wirksamer Umgang mit Esstörungen: Hier werden umfassend Ursachen, Verbreitung, Erscheinungsformen und therapeutische Hilfsangebote bei Esstörungen detailliert erörtert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Dringlichkeit des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit von frühzeitiger Erkennung und einem achtsamen Umgang mit Betroffenen.
Schlüsselwörter
Esstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung, Bindungsstörungen, Kindesalter, Jugendalter, Therapie, Psychotherapie, Prävention, Ätiologie, Sozialverhalten, ICD-10, Entwicklungspsychologie, Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen, wobei ein Schwerpunkt auf der fundierten Analyse von Esstörungen und den Möglichkeiten ihrer therapeutischen Behandlung liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen Regulationsstörungen, Bindungs- und Angststörungen, Tics, ADHS, Störungen des Sozialverhaltens sowie spezifisch Esstörungen und deren epidemiologische und therapeutische Aspekte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über verschiedene Störungsbilder zu geben und die Möglichkeiten sowie Grenzen von therapeutischen Ansätzen im Kontext der Esstörungen beratend darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller psychologischer und medizinischer Erkenntnisse, unterstützt durch Statistiken und diagnostische Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-5.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der kindlichen Entwicklungsstörungen sowie eine tiefgehende Analyse von Esstörungen inklusive Entstehungsursachen, Folgen und Behandlungswegen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?
Die zentralen Schlagworte sind Esstörungen, Entwicklungspsychologie, Psychotherapie, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Prävention.
Wie unterscheidet sich die Therapie bei Kindern von der bei Erwachsenen?
Aufgrund des noch unausgereiften Immunsystems und des schnelleren Stoffwechsels bei Kindern müssen therapeutische Maßnahmen entwicklungsseitig angepasst werden, da Kinder eine andere Belastbarkeit aufweisen.
Welche Rolle spielen soziale Medien bei Esstörungen laut der Autorin?
Soziale Medien wirken als störungsaufrechterhaltender Faktor, da sie durch ständigen Vergleich den Druck zur Perfektion erhöhen und durch Bestätigungen (Likes) für das äußere Erscheinungsbild das Essverhalten negativ beeinflussen können.
- Citation du texte
- Xenia Rosewood (Auteur), 2020, Entwicklungsstörungen im Kinder- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1363816