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Die Konsolidierung von Special Purpose Entities nach IFRS, US-GAAP und HGB

Title: Die Konsolidierung von Special Purpose Entities nach IFRS, US-GAAP und HGB

Term Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thomas Herbrich (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Wie erfolgt die Konsolidierung von Special Purpose Entities nach HGB, IFRS und US-GAAP?
Mit dem Zusammenbruch des amerikanischen Energiekonzerns Enron im Jahr 2001 rückte die Bilanzierungspraxis bezüglich der Verwendung von Zweckgesellschaften in den Vordergrund. Aus Finanzierungsgründen hatte Enron Vermögensgegenstände und Schulden aus der Konzernbilanz ausgelagert, um die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegenüber den Abschlussadressaten zu verschleiern. Dieses Motiv ist in der Konzernrechnungslegung weiterhin ein beliebtes Mittel, um beispielsweise bestimmte bilanzpolitische Ziele, unter anderem eine Verbesserung der Eigenkapitalquote, zu erreichen.
Aktuell ist das Thema der Special Purpose Entities sehr interessant, da in der Subprime-Krise viele Banken mit deren SPE in den Medien sind. So war in der Süddeutschen Zeitung am 03.04.2008 zu lesen, dass die WestLB und BayernLB ihre riskanten Wertpapiergeschäfte in ausländische SPE abschieben, um ihre Bilanz zu säubern. „Der Dresdner Bank drohen neue Schwierigkeiten mit ihrer kriselnden Zweckgesellschaft K2, in der risikobehaftete Wertpapiere gebündelt sind“, titelte das Handelsblatt am 04.10.2008.
Interessant ist weiterhin, wie die IFRS und die US-GAAP ihre Gesetze zur Konsolidierung von SPE änderten und aktuell durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz neue Regeln zu dieser Konsolidierung entstehen.
Zunächst werden die Gründe und Zwecke der Konzernrechnungslegung kurz erörtert. Danach wird eine Definition von Special Purpose Entities und deren Gründung erläutert. Anschließend erfolgt eine Betrachtung der gesetzlichen Bestimmungen für die Konsolidierung von SPE basierend auf den Rechtskreisen national in Form des Handelsgesetzbuches (HGB) und international, zum Einem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und zum Anderen nach den US-Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe und Zwecke der Konzernrechnungslegung

2.1 Gründe der Konzernrechnungslegung

2.2 Zwecke der Konzernrechnungslegung

3. Definition von Special Purpose Entities

4. Die Konsolidierung von SPE nach dem HGB

5. Die Konsolidierung von SPE nach den IFRS

6. Die Konsolidierung von SPE nach den US-GAAP

6.1 Begriff Variable Interest Entity im US-GAAP

6.2 Konsolidierung von VIE nach US-GAAP

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Konsolidierung von Special Purpose Entities (SPE) und untersucht, wie Unternehmen diese Zweckgesellschaften nutzen, um Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus der Konzernbilanz auszugliedern. Ziel ist es, die unterschiedlichen regulatorischen Ansätze nach HGB, IFRS und US-GAAP gegenüberzustellen und die Wirksamkeit der jeweiligen Konsolidierungsvorschriften zur Verhinderung der Bilanzmanipulation kritisch zu würdigen.

  • Analyse der Beweggründe für die Gründung von Special Purpose Entities
  • Gegenüberstellung der nationalen (HGB) und internationalen (IFRS, US-GAAP) Rechnungslegungsstandards
  • Untersuchung des "Control-Konzepts" und seiner praktischen Anwendung
  • Diskussion der Problematik von "Off-Balance-Effect"-Gestaltungen
  • Bewertung der Transparenz und Aussagekraft von Konzernabschlüssen

Auszug aus dem Buch

3. Definition von Special Purpose Entities

Der Begriff der Special Purpose Entity wird für Unternehmen verwendet, mit deren Gründung ein konkret definierter, eng abgesteckter Zweck verfolgt wird. Bei diesem Ziel kann es sich beispielsweise um ein Leasinggeschäft, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten oder um eine Verbriefung von Finanzinstrumenten handeln. Andere Bezeichnungen für die SPE sind auch Objekt- oder Zweckgesellschaften, Special Purpose Vehicle (besonders in Großbritannien) oder auch Variable Interest Entities. Der Begriff der Variable Interest Entity ist in den US-GAAP definiert. Er ist weiter gefasst als der Begriff SPE und wird später genauer erläutert.

Die Rechtsform der SPE ist dabei unerheblich, sie kann die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, eines Treuhandfonds, einer Personengesellschaft oder einer anderen Nicht-Kapitalgesellschaft innehaben.

„SPE werden oft mit rechtlichen Vereinbarungen gegründet, die der Entscheidungsmacht ihres Vorstands, Treuhänders oder des Managements der SPE strenge und manchmal dauerhafte Schranken auferlegen. Häufig legen diese Bestimmungen fest, dass die Geschäftspolitik, die die laufende Tätigkeit der SPE festlegt, nicht geändert werden kann, außer vielleicht durch ihren Gründer oder Sponsor (d. h. sie arbeiten unter einem sog. „Autopilot“).“ Weitere Kennzeichnungen für die SPE sind die minimale Ausstattung an Eigenkapital und die geringe oder fehlende gesellschaftsrechtliche Beteiligung des Unternehmens der SPE, welches die SPE gegründet hat und den primären Nutzen daraus zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der Bilanzierung von Zweckgesellschaften nach dem Enron-Skandal und steckt das Ziel der Untersuchung ab.

2. Gründe und Zwecke der Konzernrechnungslegung: Dieses Kapitel erläutert, warum Konzernabschlüsse notwendig sind und welchen Informationsbedürfnissen externer Adressaten sie dienen.

3. Definition von Special Purpose Entities: Es wird definiert, was Special Purpose Entities sind, welche Zwecke sie erfüllen und wie sie operativ strukturiert sind.

4. Die Konsolidierung von SPE nach dem HGB: Dieser Abschnitt analysiert die nationalen Regeln zur Konsolidierung und das Konzept der einheitlichen Leitung.

5. Die Konsolidierung von SPE nach den IFRS: Hier wird der Fokus auf das "Control-Konzept" und die spezifischen Interpretationen durch SIC 12 gelegt.

6. Die Konsolidierung von SPE nach den US-GAAP: Es wird die Behandlung von Variable Interest Entities (VIE) nach FIN 46 R detailliert untersucht.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Schwierigkeiten bei der regulatorischen Erfassung von SPE.

Schlüsselwörter

Special Purpose Entities, SPE, Konzernrechnungslegung, Konsolidierung, HGB, IFRS, US-GAAP, Variable Interest Entity, VIE, Bilanzierung, Off-Balance-Effect, Zweckgesellschaft, Beherrschung, Control-Konzept, Abschlussadressaten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung und Konsolidierung von Special Purpose Entities (SPE) unter Anwendung verschiedener internationaler und nationaler Rechnungslegungsstandards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Motive zur Ausgliederung von Vermögenswerten, die Definition von Zweckgesellschaften und der Vergleich der Konsolidierungspflicht nach HGB, IFRS und US-GAAP.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie SPE genutzt werden, um Bilanzen zu gestalten, und wie die Standardsetter auf diese Praktiken reagieren, um eine realistische Darstellung der Konzernlage sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Standardanalyse, bei der regulatorische Texte und aktuelle Entwicklungen wie das BilMoG in Bezug zu den beschriebenen bilanzpolitischen Gestaltungsformen gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Konzernrechnungslegung, eine Definition von SPE und eine detaillierte Prüfung der Konsolidierungsvorschriften in den drei untersuchten Rechtskreisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Konzernabschluss, Special Purpose Entities, Konsolidierung, Bilanzpolitik und Variable Interest Entities sind die entscheidenden Begriffe.

Welchen Einfluss hatte der Enron-Skandal auf die Thematik?

Der Zusammenbruch von Enron hat die Bilanzierungspraxis bezüglich Zweckgesellschaften stark in den Fokus der Öffentlichkeit und der Standardsetter gerückt, da das Unternehmen diese zur Verschleierung von Schulden missbrauchte.

Was ist das Besondere am "Autopilotmechanismus"?

Der Autopilotmechanismus beschreibt eine rechtliche Struktur, bei der die Geschäftstätigkeit einer SPE vorab fixiert ist, sodass das Management keine operativen Entscheidungen mehr treffen kann, was eine Konsolidierung nach herkömmlichen Kriterien erschwert.

Warum ist die Konsolidierung nach US-GAAP komplexer?

Aufgrund der Einführung des Vier-Stufen-Prinzips und der Identifikation als "Meistbegünstigter" bei Variable Interest Entities ist eine Einzelfallprüfung erforderlich, die quantitativ und qualitativ sehr aufwendig ist.

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Details

Title
Die Konsolidierung von Special Purpose Entities nach IFRS, US-GAAP und HGB
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
2,3
Author
Thomas Herbrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V136397
ISBN (eBook)
9783640447251
ISBN (Book)
9783640447503
Language
German
Tags
Konsolidierung Special Purpose Entities IFRS US-GAAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Herbrich (Author), 2008, Die Konsolidierung von Special Purpose Entities nach IFRS, US-GAAP und HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136397
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