Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Agiles Projektmanagement und untersucht die Nützlichkeit von Personas.
Heute richten nicht nur junge Start-ups der Softwareentwicklung, sondern auch große Unternehmen verschiedener Branchen ihr Projektmanagement agil aus. Sportmarkenhersteller Adidas, Mobilfunkanbieter Telekom, Automobilkonzern Daimler und viele weitere nutzen den agilen Ansatz, um ihr Projektmanagement zu stärken. Agilität ist dabei als ein Mindset zu verstehen, in dem wechselnde Umweltbedingungen keine Hindernisse für den Projekterfolg darstellen. Der neue Ansatz klingt vielversprechend. Aber was steckt dahinter?
Die Anforderungen der Kunden richtig und genau zu verstehen, ist für den Projekterfolg essenziell. Im agilen Projektmanagement gibt es hierzu viele Techniken, unter anderem das Anwenden sogenannter Personas. Diese Technik wurde 1999 von Alan Cooper erfunden und wird in großen Unternehmen wie Microsoft und Zalando genutzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Einordnung und aktuelle Relevanz
1.2 Projektmanagement versus Prozessmanagement
2. Agiles Projektmanagement
2.1 Agile Werte
2.2 Agile Prinzipien
2.3 Agile Techniken
2.4 Agile Methoden (Scrum)
3. Personas
3.1 Definition und Zielsetzung
3.2 Entwicklung und Implementation
3.3 Möglichkeiten und Grenzen
4. Reflexion
4.1 Einschätzung der Nützlichkeit von Personas
4.2 Bezugnahme zur praktischen Fragestellung
4.3 Weiterführende Gedanken
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des agilen Projektmanagements und analysiert die spezifische Technik der "Personas" hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und ihres Nutzens für eine kundenorientierte Projektgestaltung.
- Grundlagen und Entstehung des agilen Projektmanagements
- Werte, Prinzipien und Methoden (Scrum) des agilen Arbeitens
- Definition, Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten von Personas
- Kritische Reflexion der Stärken und Grenzen der Persona-Methode
- Transfer der Erkenntnisse in ein praktisches Anwendungsszenario (Coaching Spirale Chile)
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition und Zielsetzung
Eine Persona ist eine fiktive Person, die erstellt wird, um eine typische Kundengruppe zu repräsentieren. Damit vereint sie mehrere Bedürfnisse. Personas haben einen Namen, Alter und Kontextangaben wie Familienstand, Wohnort und Hobbys. Sie besitzen Vorlieben, Ziele, Motive und viele weitere Eigenschaften. Auch wird ihnen ein konkretes äußeres Erscheinungsbild in Form von Fotos zugeordnet. Ziel ist es, einen Menschen zu kreieren, der völlig real und authentisch wirkt. Die Mitarbeiter sollen ein möglichst lebendiges Bild vom Kunden vor Augen haben (Preußig, 2018b). Durch das Hineinversetzen in die Persona kann ein Produkt aus dieser Perspektive bewertet werden. Gleichermaßen können Schwachstellen und Optimierungsmöglichkeit identifiziert sowie herausgefunden werden, welche Stärken das Produkt aus Kundensicht bereits aufweist (Grudin & Pruitt, 2002). Aus diesen Erkenntnissen lassen sich konkrete Ideen für neue Iterationen ableiten. Der abstrakte Kunde soll durch die Persona plastisch und greifbar gemacht werden.
Während in Zielgruppenbeschreibungen von „Personen zwischen 40 und 50 Jahren mit einem akademischen Beruf und einer gewissen Einkommensspanne“ gesprochen wird, würde man hier etwa „Johannes Landmann, 43 Jahre, 3500€ Monatseinkommen“ erstellen. Für verschiedene Kundentypen werden unterschiedliche Personas entwickelt. Sie können je nach Größe der vertretenen Gruppe gewichtet werden. In der Praxis fallen Beschreibungen oftmals sehr detailliert aus und können durchaus eine ganze DIN-A4-Seite umfassen (Preußig, 2018a).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Grenzen klassischer linearer Projektmodelle und führt in die Entstehung sowie die zeitgemäße Relevanz des agilen Projektmanagements ein.
2. Agiles Projektmanagement: Hier werden die theoretischen Grundpfeiler wie agile Werte, Prinzipien sowie das Modell von Scrum erläutert, die den Rahmen für agiles Arbeiten bilden.
3. Personas: Dieser Teil definiert die Persona-Technik, beschreibt den Prozess ihrer Entwicklung und erörtert sowohl das Anwendungspotenzial als auch die methodischen Einschränkungen.
4. Reflexion: Das Kapitel reflektiert den Nutzen der Methode, überträgt sie auf ein konkretes, hypothetisches Szenario und identifiziert weiteren wissenschaftlichen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Agiles Projektmanagement, Personas, Scrum, Agile Werte, Agile Prinzipien, Kundenzentrierung, Anforderungsanalyse, Iterationen, Benutzerorientierung, User Stories, Coaching, Effektivität, Kundengruppe, Produktentwicklung, Prozessmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Unterstützung von kundenorientiertem, agilem Projektmanagement durch den Einsatz der Persona-Technik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die agilen Arbeitsweisen, die Modellierung von Nutzerprofilen (Personas) sowie deren Integration in den Projektlebenszyklus.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Mehrwert von Personas für die präzise Identifikation von Kundenbedürfnissen in agilen Projekten zu untersuchen und kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?
Es wird eine Literaturarbeit durchgeführt, die agile Frameworks und nutzerzentrierte Design-Methoden theoretisch herleitet und anschließend anhand einer Fallbetrachtung reflektiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definition von agilen Prinzipien, die Ausarbeitung der Persona-Technik sowie deren praktische Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe wie Agilität, Personas, Scrum, Kundenfokus und Anforderungsmanagement beschreiben den Kerninhalt am besten.
Warum ist eine Unterscheidung zwischen Projekt- und Prozessmanagement laut Autor wichtig?
Der Autor argumentiert, dass agile Prinzipien primär auf den Prozess abzielen, während ein Projekt übergeordnete Bereiche wie Personal oder Beschaffung umfasst, weshalb die Bezeichnung "agiles Projektmanagement" oft unpräzise ist.
Wie lässt sich die Wirksamkeit von Personas in der praktischen Arbeit überprüfen?
Die Wirksamkeit zeigt sich laut Text daran, ob Mitarbeiter im Arbeitsalltag die Personas tatsächlich als Entscheidungshilfe nutzen, indem sie beispielsweise fiktive Namen in fachliche Diskussionen einbeziehen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Agiles Projektmanagement. Einschätzung und Nützlichkeit von Personas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1364399