Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education

Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung

Title: Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Heutzutage werden Kinder und Jugendliche verschiedenen Risiken und Unsicherheiten, wie z.B. Armut, psychischen Belastungen und Suchtverhalten der Eltern, ausgesetzt. Dennoch kommt es vor, dass sich diese Menschen trotz allem zu gesunden und kompetenten Individuen entwickeln. Das allgemeine Ziel der Resilienzforschung ist nun, ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, welche Faktoren und Bedingungen dazu führen, dass sich ein Kind trotz ausgesetzter Risiken und Belastungen gesund und positiv entwickeln kann.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Inwiefern können Risiko- und Schutzfaktoren die kindliche Entwicklung beeinflussen? Dazu erörtere ich zu Beginn das Resilienzkonzept. Anschließend werde ich zwei der wohl wichtigsten Längsschnittstudien in diesem Bereich ausführen. Erstens die "Kauai-Studie" von Emmy Werner und Ruth Smith und zweitens die "Bielefelder Invulnerabilitätsstudie"von Günter Esser.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zum Resilienzkonzept

3. Studien zur Resilienz

3.1 Die „Kauai-Längsschnittstudie“

3.2 Die „Bielefelder-Invulnerabilitätsstudie“

4. Risikofaktoren

4.1 Biologische Risikofaktoren

4.2 Familiäre und soziale Risikofaktoren

5. Schutzfaktoren

5.1 Schutzfaktoren des Individuums

5.2 Schutzfaktoren der Familie

5.3 Schutzfaktoren des Umfeldes

6. Gegenseitige Wirkung Risiko- und Schutzfaktoren

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung, mit dem Ziel, die komplexen Wechselwirkungen zwischen belastenden Lebensumständen und individuellen Bewältigungsstrategien zu verstehen.

  • Grundlagen des Resilienzkonzepts
  • Analyse bedeutender Resilienz-Längsschnittstudien
  • Differenzierung zwischen biologischen, familiären und sozialen Risikofaktoren
  • Klassifizierung von Schutzfaktoren auf individueller Ebene und im familiären Umfeld
  • Untersuchung der dynamischen Wechselwirkung von Risiko- und Schutzfaktoren

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „Kauai-Längsschnittstudie“

Die Kauai-Längsschnittstudie zählt zu den ersten entwicklungspsychologischen Längsschnittstudien. Bei dieser untersuchten Emmy Werner und Ruth Smith den Einfluss einer Vielzahl biologischer und psychosozialer Risikofaktoren, kritischer Lebensereignisse und Schutzfaktoren auf die Entwicklung von Kindern. Dazu wurden 698 des Geburtenjahrgangs 1955 der hawaiianischen Insel Kauai untersucht (vgl. ebd.,S.33). Über 40 Jahre hinweg wurden diese Menschen beobachtet, interviewt und Daten über ihre Gesundheits- und Lebenssituation erhoben. Dies wurde zu gewissen Messzeitpunkten im Alter von 1, 2, 10, 18, 32 und 40 Jahren durchgeführt.Dennoch wurde die erste Daten bereits bei einer pränatalen Untersuchung erstellt.

Ein Drittel der Untersuchten lebte mit einer hohen Risikobelastung, wie z.B. familiäre Disharmonie und chronische Armut. Werner und Smith stellten wiederum bei einem Drittel dieser Risikogruppe fest, dass diese sich trotzdem gut entwickelten und keine Verhaltensauffälligkeiten, wie die übrigen zwei Drittel, aufzeigten. Diese Probanden, welche sich als „resilient“ erwiesen, waren z.B. in der Lage Beziehungen einzugehen, fanden eine Arbeit und waren optimistisch. Verglichen mit den andern Probanden, welche unter denselben schwierigen Bedingungen aufwuchsen, zeigte sich im Alter von 40 Jahren auch eine geringere Todesrate, weniger chronische Gesundheitsprobleme und weniger Scheidungen. Im Gegenteil zeigten diese protektive Faktoren auf verschiedenen Ebenen, wie z.B. eine emotionale Bezugsperson, hohe Sozialkompetenzen, positive Selbstwirksamkeit und einen stabilen Familienzusammenhalt. Diese protektiv oder schützend sind Prozesse und Faktoren gemeint, welche den Kindern und späteren Erwachsenen helfen, sich trotz schwieriger Bedingungen positiv zu entwickeln (vgl. Fröhlich-Gildhoff, Rönnau-Böse 2015, S.16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und verdeutlicht die zentrale Fragestellung, inwiefern Risiko- und Schutzfaktoren die Entwicklung von Kindern beeinflussen können.

2. Allgemeines zum Resilienzkonzept: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und grenzt ihn von einer bloßen Persönlichkeitseigenschaft ab.

3. Studien zur Resilienz: Es werden zwei maßgebliche Längsschnittstudien vorgestellt, die Erkenntnisse über die langfristige Entwicklung von Kindern unter Risikobedingungen liefern.

4. Risikofaktoren: Die Definition und Einteilung von Risikofaktoren in biologische sowie familiäre und soziale Belastungsfaktoren stehen hier im Mittelpunkt.

5. Schutzfaktoren: Dieses Kapitel widmet sich der Identifikation und Gliederung schützender Faktoren auf Ebene des Individuums, der Familie und des sozialen Umfeldes.

6. Gegenseitige Wirkung Risiko- und Schutzfaktoren: Die komplexe dynamische Interaktion zwischen Belastungen und Ressourcen sowie deren kumulative Wirkung werden hier analysiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Resilienz kein statisches Merkmal ist, sondern durch das ständige Zusammenspiel von Faktoren im Kontext der Lebensumwelt entsteht.

Schlüsselwörter

Resilienz, kindliche Entwicklung, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Kauai-Studie, Bielefelder-Invulnerabilitätsstudie, protektive Prozesse, Vulnerabilität, psychische Gesundheit, Entwicklungspsychopathologie, psychosoziale Belastung, Selbstwirksamkeit, Stressfolgen, Widerstandsfähigkeit, Ressourcen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Resilienzforschung und untersucht, warum sich manche Kinder trotz belastender Lebensumstände gesund und kompetent entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Kerngebiete umfassen das Resilienzkonzept, die Wirkung von verschiedenen Risiko- und Schutzfaktoren sowie deren Wechselspiel im Entwicklungsverlauf.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Inwiefern können Risiko- und Schutzfaktoren die kindliche Entwicklung beeinflussen?

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Resilienzforschung und bedeutsame Längsschnittstudien systematisch auswertet und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Längsschnittstudien sowie die detaillierte Klassifizierung und Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren auf verschiedenen Ebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Resilienz, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, protektive Prozesse und die Dynamik der kindlichen Entwicklung geprägt.

Was unterscheidet resiliente Kinder laut der Kauai-Studie von nicht-resilienten Kindern?

Resiliente Kinder zeigen unter anderem positive Sozialkompetenzen, eine höhere Selbstwirksamkeit und einen stabilen Familienzusammenhalt trotz widriger Bedingungen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Risiko- und Schutzfaktoren laut Kapitel 6 nicht immer absolut?

Faktoren können kontextabhängig wirken; was in einem Kontext schützend wirkt, kann sich in einem anderen Umfeld anders auswirken oder die Ambiguität von Multifinalität widerspiegeln.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Course
Frühe Hilfen und Resilienzförderung
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V1364676
ISBN (PDF)
9783346889973
ISBN (Book)
9783346889980
Language
German
Tags
Resilienz Sozialraum Familie Frühförderung Kindheit Schutzfaktoren Risikofaktoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1364676
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint