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Das Phänomen der Großstadt im Expressionismus. Vergleichende Untersuchung von Heyms "Gott der Stadt" und Stadlers "Die Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht"

Titel: Das Phänomen der Großstadt im Expressionismus. Vergleichende Untersuchung von Heyms "Gott der Stadt" und Stadlers "Die Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht"

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zunächst wird das Großstadtmotiv gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Allgemeinen beleuchtet und mit empirischen Daten gespickt, um einen kognitiv nachvollziehbaren Zugang zu der derzeitig vorherrschenden Situation zu gewährleisten. Daran anknüpfend gilt es diese Epoche in einen historischen Kontext einzubetten, der gekoppelt mit dem Industrialisierungsphänomen eine endpersonalisierte Atmosphäre hervorruft, was die Poeten dazu veranlasst hat, diese Weltanschauung mittels ihrer Dichtkunst entgegenzutreten. Demnach wird die Frage zu klären sein, ob und wie der Mensch in einem vom Menschen künstlich erschaffenem Umfeld existieren kann und inwiefern sich das rasant wachsende Großstadtbild auf die Gefühlswelt der Individuen auswirkt. Wie zuvor oben beschrieben, werde ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit auf die Thematik der Großstadt in Georg Heyms "Der Gott der Stadt" und Ernst Stadlers "Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht" besonders kritisch Bezug genommen, wobei die Hauptmotive der jeweiligen Autoren gegenübergestellt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sowohl in ihrer Form als auch inhaltlich, herauszuarbeiten. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Darstellungsweise der Großstadt und dessen berauschenden Reize gelenkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die historische Entwicklung der Großstadt und der damit einhergehende Einfluss auf das Wahrnehmungsvermögen der Menschen

3 Die Großstadtempfindung aus lyrischer Sicht

3.1 Interpretation Georg Heyms Der Gott der Stadt

3.2 Interpretation Ernst Stadlers Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht

4 Gegenüberstellung expressionistischer Alleinstellungsmerkmale der beiden Gedichte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Großstadt im Expressionismus anhand einer vergleichenden Analyse der Gedichte "Der Gott der Stadt" von Georg Heym und "Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht" von Ernst Stadler, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Darstellung urbaner Räume herauszuarbeiten.

  • Historischer Kontext der Verstädterung um 1900
  • Einfluss technischer Neuerungen auf die menschliche Wahrnehmung
  • Dämonisierung und Entfremdung als Motive im Expressionismus
  • Vergleich zwischen apokalyptischer Wut und ästhetischer Faszination
  • Die Rolle der Großstadt als Auslöser für den Identitätsverlust des Individuums

Auszug aus dem Buch

3.2 Interpretation Ernst Stadlers Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht

Augenscheinlich entspricht der formale Aufbau des Gedichts mit der Realisierung einer für Stadler gängigen Methodik, nämlich der hymnischen Langzeile, nicht den Maßstäben des Naturalismus. „Die Destruktion der Form“ ist als stilistisches Pendant zu werten, dass die inhaltlichen Grenzen zu übersteigen, gewährleisten soll. Ebenso schließt sich das stark alternierende jambische Metrum mit ausschließlich männlichen Kadenzen und variierender Anzahl an Hebungen dieser Unregelmäßigkeit an und verleiht dem Gedicht, allein aufgrund einer Formbegutachtung, bereits einen aus Konventionen herausbrechenden Charakter.

Bei näherer Betrachtung und unter Berücksichtigung des inhaltlichen Wendepunktes am Ende der achten Zeile, ist Die Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht als Sonett mit 14 Langzeilen zu identifizieren, dessen erste Hälfte weniger Hebungen pro Zeile aufweist als die Zweite. Lediglich das durchgängige paarhafte Reimschema hält die formhafte Konstruktion als Ganzes zusammen und widerspricht dem zunächst undurchsichtigen Verscharakter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Begriff des Expressionismus ein und erläutert die thematische Relevanz der Großstadt sowie die Zielsetzung der vergleichenden Untersuchung zweier zentraler Gedichte.

2 Die historische Entwicklung der Großstadt und der damit einhergehende Einfluss auf das Wahrnehmungsvermögen der Menschen: Hier wird der historische Hintergrund der rasanten Verstädterung zwischen 1890 und 1910 beleuchtet und deren psychologische sowie soziale Auswirkungen auf den Menschen dargelegt.

3 Die Großstadtempfindung aus lyrischer Sicht: Dieses Kapitel analysiert die ambivalente Haltung der Künstler gegenüber der Stadt, welche zwischen berauschender Faszination und der Wahrnehmung der Stadt als kranker, zerstörerischer Ort schwankt.

3.1 Interpretation Georg Heyms Der Gott der Stadt: Es folgt eine detaillierte Interpretation des Gedichts von Heym, wobei die dämonische, apokalyptische Darstellung der Großstadt und deren Rückkopplung auf den Menschen im Vordergrund steht.

3.2 Interpretation Ernst Stadlers Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht: Dieses Kapitel widmet sich der Interpretation des Stadler-Gedichts und arbeitet die hymnische Form sowie den Kontrast zwischen beklemmender Zugfahrt und ekstatischem Erlebnis heraus.

4 Gegenüberstellung expressionistischer Alleinstellungsmerkmale der beiden Gedichte: Die beiden Autoren werden verglichen, wobei die unterschiedlichen Nuancen in der Darstellung der Großstadt durch Heym und Stadler sowie ihre gemeinsamen Schnittmengen diskutiert werden.

5 Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Analyseergebnisse und stellt fest, dass Stadlers Fokus auf Einkehr und Reflexion eine Möglichkeit des kognitiven Ausbruchs bietet, die bei Heym zugunsten einer Darstellung des unvermeidbaren Identitätsverlusts fehlt.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Großstadt, Georg Heym, Ernst Stadler, Literaturwissenschaft, Verstädterung, Industrialisierung, Identitätsverlust, Lyrik, Sinneseindruck, Simultanität, Moderne, Entfremdung, Ambivalenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die literarische Auseinandersetzung mit dem Großstadtphänomen in der expressionistischen Lyrik mittels einer vergleichenden Interpretation von zwei ausgewählten Gedichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verstädterung, der technologische Fortschritt, die Wahrnehmung von Anonymität und Entfremdung sowie die Suche des Individuums nach Identität in einer industriell geprägten Umwelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Großstadt bei Georg Heym und Ernst Stadler zu identifizieren und die jeweilige formale sowie inhaltliche Gestaltung der Gedichte kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse und einen komparativen Vergleich der beiden expressionistischen Werke unter Berücksichtigung formaler Aspekte sowie inhaltlicher Motive.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des Großstadtthemas, die allgemeine expressionistische Sicht auf die Stadt sowie die ausführliche Analyse und Gegenüberstellung von Heyms "Der Gott der Stadt" und Stadlers "Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Expressionismus, Großstadt, Entfremdung, Industrialisierung, Identitätsverlust sowie die spezifische dichterische Auseinandersetzung mit moderner Wahrnehmung.

Wie unterscheidet sich Heyms Darstellung von Stadlers Interpretation der Großstadt?

Während Heym die Stadt als dämonischen, apokalyptischen Ort darstellt, der das Individuum vernichtet, zeigt Stadler eine ambivalente Haltung, in der die Fahrt durch die Stadt sowohl Beklemmung als auch ekstatische Euphorie auslösen kann.

Welche Rolle spielt der "Baal" in Heyms Gedicht?

Der Baal fungiert in Heyms Werk als Personifikation der Großstadt selbst, ein tyrannisches Wesen, das von den Menschen Opfergaben verlangt und den unaufhaltsamen, zyklischen Untergang der Individuen symbolisiert.

Was bedeutet der "prozeßhafte Charakter" der Kreisbewegung bei Heym?

Er beschreibt die Beobachtung, dass die Katastrophe bei Heym nicht das Ende der Welt bedeutet, sondern der Großstadt-Alltag wie gewohnt am nächsten Morgen zyklisch von Neuem beginnt.

Wie bewertet der Autor Stadlers "hymnische Langzeile"?

Der Autor interpretiert Stadlers Abkehr von klassischen Formen als bewusste "Destruktion der Form", die es ermöglicht, die inhaltlichen Grenzen zu überschreiten und die ekstatische Erlebnisfähigkeit des lyrischen Ichs kunstvoll darzustellen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Phänomen der Großstadt im Expressionismus. Vergleichende Untersuchung von Heyms "Gott der Stadt" und Stadlers "Die Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht"
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1365403
ISBN (eBook)
9783346892607
ISBN (Buch)
9783346892614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomen großstadt expressionismus vergleichende untersuchung heyms gott stadt stadlers fahrt kölner rheinbrücke nacht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Das Phänomen der Großstadt im Expressionismus. Vergleichende Untersuchung von Heyms "Gott der Stadt" und Stadlers "Die Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1365403
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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