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Die Förderung der Lesemotivation in der Grundschule

Praktische Maßnahmen zur Motivationsförderung und geschlechtsspezifische Motivationsprobleme

Title: Die Förderung der Lesemotivation in der Grundschule

Term Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Junge (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, bildet die Lesefähigkeit eine wichtige Grundvoraussetzung. Ohne sie sind viele Bereiche des täglichen Lebens nicht erschließbar. Gerade unter diesem Aspekt war es umso erschreckender anzusehen, welche Ergebnisse die Pisa - Studie der Öffentlichkeit präsentiert hat. Die Befunde bezüglich der Lesemotivation von Schülern gaben an, dass 42% der teilnehmenden deutschen 15-Jährigen nie zum Vergnügen lesen, wobei nicht nur das Lesen von Büchern sondern auch von Zeitungen und Zeitschriften eingeschlossen wurde.

Da mein Thema jedoch „Förderung von Lesemotivation in der Grundschule“ heißt, könnte man sich die Frage stellen, warum Befunde der PISA-Studie genannt werden, die nicht die Leistung der Grundschüler, sondern die der 15-jährigen Schulabgänger aufzeigen. Grund dafür ist, dass diese schlechten Ergebnisse am Anfang der Schulzeit begründet liegen. Gelingt es den Grundschullehrern nicht von Anfang an „Lesen“ als etwas Lustvolles und Bereicherndes zu vermitteln, werden die Kinder das Lesen auch nicht als etwas persönlich Wertvolles sehen und möglicherweise bereits während der Grundschulzeit dem Buch den Rücken zuwenden und zu anderen Medien wie Computer oder Spielkonsole abwandern. Die zentrale Frage der ist, welche sozialen Faktoren sich fördernd und hemmend auf die Lesemotivation von Kindern auswirken und inwiefern die Grundschule dazu beitragen kann, dass eine langfristige Lesefreude bei den Schülern entsteht.

Als erstes wird die familiäre Umgebung als wichtiger Einflussfaktor bei der Entstehung von Lesemotivation eines Menschen behandelt. Als zweiter wichtiger Einflussfaktor wird die Schule thematisiert, wobei ich mich auf die Grundschule beschränken werde. Angefangen mit Motivationsproblemen zu Beginn des Anfangsunterrichts über Probleme im weiterführenden Leseunterricht bis hin zum Motivationsproblem bei den Jungen. Geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten werden erläutert und Erklärungsversuche gegeben. Zusätzlich werden schulische Lösungsperspektiven aufgezeigt. Das letzte Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit praktischen Fördermöglichkeiten, d.h. es zeigt Verfahren, die der Grundschullehrer im Unterricht einsetzen kann damit die Lesemotivation seiner Schüler ansteigt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffstheoretische und konzeptionelle Überlegungen

2.1 Zum Begriff der Lesemotivation

2.2 Extrinsische und intrinsische Lesemotivation

2.3 Der Zusammenhang von Lesekompetenz und Lesemotivation

3 Soziale Einflussfaktoren auf die Lesemotivation der Grundschüler

3.1 Die Bedeutung des Leseklimas in der Familie

3.2 Die Bedeutung der Schule

4 Motivationsprobleme im Leseunterricht

4.1 Motivationsprobleme beim Schulanfang und im Erstleseunterricht

4.2 Motivationsprobleme im weiterführenden Leseunterricht

4.3 Die Bedeutung des Geschlechts: Gründe für Motivationsprobleme bei Jungen

5 Praktische Möglichkeiten zur Lesemotivationsförderung im Unterricht

5.1 Die anregende Leseumgebung

5.2 Kinderbücher als Klassenlektüre

5.3 Vorlesen und Autorenbegegnungen

5.4 Lesefreude mit der Lesekiste

6 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Lesemotivation von Grundschulkindern und analysiert, welche Rolle die Schule bei der Förderung einer langfristigen Lesefreude spielt, um dem negativen Trend sinkender Lesebegeisterung entgegenzuwirken.

  • Theoretische Grundlagen der Lesemotivation (intrinsisch vs. extrinsisch)
  • Soziale Einflussfaktoren (Familie und schulische Umgebung)
  • Analyse von Motivationsproblemen im Leseunterricht und bei Jungen
  • Praktische Fördermaßnahmen (Leseecke, Klassenlektüre, Autorenbegegnungen, Lesekiste)

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Bedeutung des Leseklimas in der Familie

Aus der Lesesozialisationsforschung ist bekannt, dass die Familie den frühesten und wirksamsten Einfluss auf die Leseaktivität, Leseentwicklung und Lesemotivation der Kinder hat (vgl. Hurrelmann 2002, S. 138).

Eine stimulierende sprachliche Umgebung befördert das Lesen, denn Gespräche bilden das Bewusstsein für Sprache aus, was es wiederum erleichtert, etwas Gelesenes zu verstehen. Die Eltern lesen ihren Kinder aus einem Buch vor, es werden Märchen erzählt, Kinderreime aufgesagt und Lieder gesungen. Diese Tätigkeiten sind von so enormer Bedeutung, da dieser Umgang mit der Sprache das primäre System der Alltagssprache und das sekundäre System der Literatursprache verbindet (vgl. Lührs 2009, S. 17). Das heißt diese „präliterarischen Kommunikationen“ erleichtern den Kindern den Übergang von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit (vgl. ebd.). Sie können als Vorstufe zum Lesen gesehen werden, vor allem wenn die Kinder dabei aktiv und spielerisch beteiligt werden.

„Die Häufigkeit und Art solchen Umgangs mit dekontextualisierter Sprache […] fördern nachweislich Lesefreude, -dauer und -häufigkeit der Kinder“ (Hurrelmann 2002, S. 138f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problematik anhand von PISA-Ergebnissen und Erläuterung der zentralen Forschungsfrage zur Bedeutung sozialer Faktoren für die Lesemotivation.

2 Begriffstheoretische und konzeptionelle Überlegungen: Definition von Lesemotivation, Abgrenzung von intrinsischer und extrinsischer Motivation sowie Erläuterung des Zusammenhangs zur Lesekompetenz.

3 Soziale Einflussfaktoren auf die Lesemotivation der Grundschüler: Untersuchung des familiären Leseklimas und der Rolle der Schule bei der Prägung der kindlichen Lesemotivation.

4 Motivationsprobleme im Leseunterricht: Aufzeigung von Hürden beim Leseerwerb, dem „Leseknick“ im weiterführenden Unterricht sowie geschlechtsspezifischer Motivationsunterschiede.

5 Praktische Möglichkeiten zur Lesemotivationsförderung im Unterricht: Vorstellung konkreter methodischer Verfahren wie Klassenbüchereien, Lektürearbeit, Autorenbegegnungen und Lesekisten.

6 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse mit dem Appell an eine verstärkte Kooperation zwischen Elternhaus und Schule zur Förderung lebenslanger Lesemotivation.

Schlüsselwörter

Lesemotivation, Grundschule, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Leseförderung, Lesefreude, Leseinteresse, Vorlesekultur, Leseklima, Leseknick, Autorenbegegnung, Lesekiste, Erstleseunterricht, Familienkultur, Lesevorbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Faktoren, die die Lesemotivation von Grundschulkindern beeinflussen, und sucht nach Wegen, diese im schulischen Kontext zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die sozialisatorischen Einflüsse von Familie und Schule, die Analyse von Motivationsbarrieren und die Vorstellung praktischer didaktischer Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, welche sozialen Faktoren sich fördernd oder hemmend auswirken und wie die Schule konkret zur langfristigen Lesefreude beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse aktueller Lesesozialisationsforschung und Studien wie PISA oder IGLU basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Analyse sozialer Einflüsse, die Identifikation von Motivationsproblemen bei verschiedenen Schülergruppen und eine Evaluation praktischer Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lesesozialisation, intrinsische Motivation, Leseförderung und den Einfluss von Lesevorbildern.

Warum ist die familiäre Umgebung für die Lesemotivation so entscheidend?

Die Familie bildet laut Lesesozialisationsforschung den frühesten und wirksamsten Einflussbereich, da sie durch Vorlesen und ein positives Leseklima die Grundlagen für die spätere Leseentwicklung legt.

Welche Rolle spielen Jungen bei der Lesemotivation?

Jungen zeigen tendenziell eine geringere Lesemotivation als Mädchen, oft bedingt durch Rollenbilder und eine in der Schule wahrgenommene Feminisierung literarischer Themen, was gezielte männlichkeitsorientierte Ansätze erfordert.

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Details

Title
Die Förderung der Lesemotivation in der Grundschule
Subtitle
Praktische Maßnahmen zur Motivationsförderung und geschlechtsspezifische Motivationsprobleme
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Sarah Junge (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V136547
ISBN (eBook)
9783640450961
ISBN (Book)
9783640450930
Language
German
Tags
Leseförderung Erstleseunterricht Lesemotivation geschlechtsspezifische Leseunterschiede Kinderliteratur Lesemotivationsprobleme intrinsische Motivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Junge (Author), 2009, Die Förderung der Lesemotivation in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136547
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