In der vorliegenden Hausarbeit sollen die sprachlichen Phänomene der französischen Jugendsprache anhand von Erläuterungen und Beispielen näher untersucht werden. Ziel ist es, die strukturellen Merkmale der Jugendsprache darzustellen, um anschließend bestimmten Unterhaltungen Folge leisten zu können.
Zu Beginn der Hausarbeit geht es erst einmal allgemein um die Darstellung des Diasystems einer Sprache. Darauf folgt die Verortung der Jugendsprache als diastratische Varietät in das Diasystem, bevor unter Punkt drei die Analyse der Jugendsprache selbst ihren Anfang nimmt.
Zunächst soll geklärt werden, was genau unter Jugendsprache verstanden werden kann. Anschließend erfolgt eine Darstellung der Funktionen jugendlichen Sprechens samt einer ausführlichen Untersuchung der strukturellen Merkmale. Hierbei werden grammatische Phänomene, semantische und formale Prozesse sowie phraseologische Phänomene dargestellt und an Anwendungsbeispielen verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Diasystem der Sprache
2.1 Das Diasystem einer Sprache im Überblick
2.2 Diastratische Varietäten
3. Jugendsprache in Frankreich
3.1 Der Begriff ‘Jugendsprache’
3.2 Funktionen
3.3 Strukturelle Merkmale
3.3.1 Grammatische Phänomene
3.3.2 Semantische Prozesse
3.3.3 Formale Prozesse
3.3.4 Phraseologische Phänomene
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die sprachlichen Phänomene der französischen Jugendsprache zu untersuchen, um deren strukturelle Merkmale darzustellen und ein Verständnis für diese diastratische Varietät zu ermöglichen.
- Einordnung der Jugendsprache in das Diasystem der Sprache
- Analyse der Funktionen und der sozialen Identitätsbildung
- Untersuchung grammatischer, semantischer und formaler Sprachprozesse
- Betrachtung des Verlan als zentrales Phänomen
- Einfluss von Fremdsprachen und soziokulturellen Gegebenheiten
Auszug aus dem Buch
Der Begriff ‘Jugendsprache’
Die Jugendsprache ist noch ein relativ neues Gebiet der Forschung, europaweit nahm sie ihre Anfänge zu Beginn der 1980er-Jahre (Neuland 2008: 21). Als Phänomen einer Gruppensprache ist sie in erster Linie der Diastratik zuzuordnen. Die Sprechstile Jugendlicher bilden sich in der Kommunikation innerhalb einer Gruppe durch „übereinstimmende Normen und Wertsetzungen“ (Neuland 2008: 35) heraus. Daraus resultiert eine Vielfalt an jugendlichen Sprechweisen. Dennoch sind bei der Betrachtung der Jugendsprache die Dimensionen der Diaphasik und Diatopik miteinzubeziehen. Je nach Situation und Gesprächspartner drücken sich Jugendliche unterschiedlich aus und passen ihren Wortschatz dementsprechend an. Ebenso hat jede Region ihre eigene Mundart, die als Grundlage zur Entwicklung der jeweiligen Jugendsprache dient und dementsprechend auch von Region zu Region variiert (Görke 2015: 27).
Das wohl wichtigste Charakteristikum der Jugendprache ist ihre Schnelllebigkeit. Da Jugendliche in ihrem Sprachgebrauch sehr flexibel sind, unterliegt die Sprache der Jugend ständigen Veränderungen. Sie zeichnet sich durch „einen großen Grad an Kreativität und Innovation“ (Sinner 2014: 156) aus. Zudem weist die Jugendsprache ein hohes Ausmaß an Heterogenität auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas anhand eines authentischen Gesprächsbeispiels und darlegung des Ziels, die Jugendsprache für Außenstehende verständlicher zu machen.
2. Diasystem der Sprache: Theoretische Grundlegung durch Erläuterung des Diasystems und Einordnung diastratischer Varietäten als Teil der sprachlichen Architektur.
3. Jugendsprache in Frankreich: Hauptteil, der den Begriff, die Funktionen, sowie grammatische, semantische, formale und phraseologische Besonderheiten der Jugendsprache in Frankreich beleuchtet.
4. Schluss: Resümee der wichtigsten Erkenntnisse über die Schnelllebigkeit der Jugendsprache und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Schlüsselwörter
Jugendsprache, Französisch, Varietätenlinguistik, Diastratik, Verlan, Soziolekt, Sprachwandel, Gruppensprache, Wortschatz, Metapher, Aphärese, Apokope, Phraseologismen, Mehrsprachigkeit, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der französischen Jugendsprache als diastratische Varietät und untersucht deren sprachliche Charakteristika.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die soziolinguistische Einordnung, die Funktionen der Jugendsprache sowie deren spezifische grammatische, semantische und formale Strukturmerkmale.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die komplexen Mechanismen der französischen Jugendsprache verständlich zu machen, um die Kommunikation zwischen Jugendlichen und Außenstehenden besser nachvollziehbar zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Untersuchung linguistischer Phänomene anhand von Beispielen aus der Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse funktionaler Aspekte und eine detaillierte Auseinandersetzung mit grammatischen Neuerungen, semantischen Prozessen, Wortkürzungen und phraseologischen Verbindungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendsprache, Verlan, Varietätenlinguistik, Diastratik und soziokulturelle Einflüsse.
Warum ist der Verlan laut Autor mit einem Stigma behaftet?
Das Stigma resultiert aus dem französischen Wunsch nach sprachlicher Homogenität sowie der Herkunft des Verlan aus den sozioökonomisch benachteiligten Pariser Vororten.
Wie unterscheiden sich Apokope und Aphärese in der Jugendsprache?
Die Apokope ist die Kürzung am Wortende, während die Aphärese die Kürzung am Wortanfang bezeichnet; letztere wird von Jugendlichen vermehrt eingesetzt, um die Abgrenzung zur Erwachsenensprache zu verdeutlichen.
- Arbeit zitieren
- Jana Müller (Autor:in), 2020, Jugendsprache als diastratische Varietät des Französischen. Strukturelle Merkmale und Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1365536