Roman- und Epochenvergleich zweier erfolgreicher Romane

"Bridget Jones´s Diary" und "Pride and Prejudice"


Hausarbeit, 2007
18 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vergleich zwischen “Bridget Jones´s Diary” und “Pride and Prejudice”
2.1 Allgemeiner Romanvergleich
2.2 Vergleich: Mr. Darcy
2.3 Vergleich der Protagonistinnen
2.3.1 Pride and Prejudice: Charakterisation Elizabeth Bennet
2.3.2 Bridget Jones´s Diary: Charakterisation Bridget Jones
2.4 Die Motive „Stolz“ und „Vorurteil“ in Austens Roman
2.5 Die Motive „Stolz“ und „Vorurteil“ in Fieldings Roman

3. Ein Epochenvergleich
3.1 Die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert
3.2 Die Rolle der Frau im 20. Jahrhundert

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Ausarbeitung geht es um einen Vergleich zwischen Helen Fieldings Roman „Bridget Jones Diary“ und Jane Austens Roman „Pride and Prejudice“. Es werden Ähnlichkeiten, aber auch die Unterschiede der beiden Romane herausgearbeitet.

Auch wenn man bei der Figur von Bridget Jones nicht gleich an Jane Austen denkt, so erkennt man doch schnell, dass Fieldings Figuren Charakterzüge der Romanhelden aus „Pride and Prejudice“ aufweisen. In einem Internet-Chat der Times antwortet Helen Fielding auf die Frage, ob sie es bereits zu Beginn des Romans beabsichtigte, dass ihr Romaninhalt dem von „Pride and Prejudice“ ähnelt. „Yes. I shamelessly stole the plot. I thought I had been very well market-researched over a number of centuries.“ (Fielding 1998: www.time.com)

Die beiden Protagonistinnen und Romanhelden werden untersucht, gefolgt von den Hauptmotiven der Romane: “Stolz” und “Vorurteil”. Abschließend werde ich die Rolle der Frau im 19. und 20. Jahrhundert vergleichen.

2. Vergleich zwischen “Bridget Jones´s Diary” und “Pride and Prejudice”

2.1 Allgemeiner Romanvergleich

Beim lesen der beiden Romane „Bridget Jones´s Diary“ und „Pride and Prejudice“ erkennt man auf den ersten Blick kaum Parallelen, außer das in beiden Romanen einer der Protagonisten „Darcy“ heißt. Auf den zweiten Blick bemerkt man allerdings, dass es doch einige Ähnlichkeiten in den beiden Werken gibt. So möchten die Mütter ihre Töchter in beiden Romanen gerne mit einem Mann zusammen sehen und stellen ihnen auch passende Männer vor.

Doch sowohl Bridget, als auch Elizabeth verlieben sich in einen anderen. Bridget in Daniel Cleaver: „Daniel Cleaver, though. Love his wicked disolute air, while being v. successful and clever.“(Fielding 1996,p.18)

“The gentlemen did approach; and when Mr. Wickham walked into the room, Elizabeth felt that she had neither been seeing him before, nor thinking of him since, with the smallest degree of unreasonable admiration.” (Austen 1980,p60)

Auch die beiden Protagonistinnen weisen sehr viele Ähnlichkeiten auf. Diese werden in Kapitel 2.3 dieser Ausarbeitung näher untersucht.

2.2 Vergleich: Mr. Darcy

Bei einem Vergleichversuch der beiden Romane fällt als erstes auf, dass in beiden Geschichten einer der Romanhelden „Darcy“ heißt und sowohl Bridget, wie auch Elizabeth verlieben sich in ihn. Der einzige Unterscheid der beiden ist der unterschiedliche Vorname, bei Austen „Fitzwilliam Darcy“ und bei Fielding „Mark Darcy“ Die beiden Protagonistinnen lernen ihren jeweiligen „Darcy“ auf einer Gesellschaftsfeier kennen. Bridget Jones lernt ihn auf dem jährlichen „New Year´s. Day Turkey“(Fielding 1996, p.8) der Alconburys kennen und Elizabeth Bennet trifft ihn zum ersten Mal auf einem Ball in Netherfield.

Beide Darcies werden zu Beginn der Romane als sehr wohlhabend und hoch angesehen in der Gesellschaft beschrieben:

„Do you remember Mark,darling? He´s one of those top-notch barristers. Masses of money. Divorced.” ( Fielding 1996, p.9) und

“ ...,but his friend Mr. Darcy soon drew the attention of the room by his fine, tall person, handsome features, noble mien, and the report which was in general circulation within five minutes after his entrance, of his having ten-thousand a-year.” (Austen 1980,p.10)

Beide besitzen große Anwesen. Austens Darcy ein herrschaftliches Wohnhaus, genannt „Pemberley“ und Fieldings Darcy lebt in einem Haus in der „Holland Park Avenue, London“. Beim Anblick dieses Hauses wird Bridget sprachlos. (vgl. Fielding 1996, p 227)

Weitere Eigenschaften, die beide Darcies aufweisen, sind ihre negativen Charakterzüge. Bridget kritisiert seinen Kleidungsgeschmack, als sie ihn das erste Mal sieht: „He turned round, revealing that what had seemed from the back like a harmless navy sweater was actually a V-neck diamond-pattern in shades of yellow and blue.” (Fielding 1996, p.13) Für Sie ist sein Modegeschmack zu altmodisch. Desweiteren beschwert dich Bridget darüber, dass er sie nicht nach ihrer Telefonnummer gefragt hat: „It´s not that I wanted him to take my phone number or anything but I didn´t want him to make it perfectly obvious to everyone that he didn´t want to.” (Fielding 1996, p.16) Sie vermutet, dass er sie nicht attraktiv findet und sie deshalb nicht fragt. Ähnlich ergeht es auch Elizabteh Bennet. Sie findet Fitzwilliam Darcy viel zu stolz, arrogant und eingebildet:

„...;for he was discovered to be proud , to be above his company, and above being pleased; and not all his arge estate in Debyshire could then save him from having a most forbidding, disagreeable countenance, and being unworthy to be compared with his friend.” (Austen 1980, p.10)

Elizabeth beklagt sich außerdem, dass er sie nicht zum Tanz auffordert und schlecht über sie spricht: “ She is tolerable, but not handsome enough to tempt me.”

Doch neben ihren schlechten Eigenschaften helfen doch beide Darcies einem Familienmitglied der Romanheldin. Fitzwilliam Darcy bezahlt Mr. Wickham, damit er Elizabeths Schwester Lydia heiratet und somit den Ruf der Familie wieder herstellt:

„And so, Darcy did everything – made up the match, gave the money, paid the fellow´s debts, and got him his commission!” (Austen 1980,p.283)

Mark Darcy hilft Bridgets Mutter aus dem Gefängnis, da sie wegen Betrugs verhaftet wird.

Eine weitere Parallele die beide Romane aufweisen ist, dass sich die beiden Protagonistinnen erst sehr spät in Darcy verlieben, denn es stellt sich heraus, dass die beiden Darcies diejenigen sind, die die „vorzüglichen Eigenschaften“(le Faye 2002, p.188) vereinen, während dies bei Wickham und Cleaver anfangs nur den Anschein hat.

2.3 Vergleich der Protagonistinnen

2.3.1 Pride and Prejudice: Charakterisation Elizabeth Bennet

Elizabeth Bennet ist die zweitälteste der fünf Bennet-Schwestern. Sie ist 20 Jahre alt. (vgl. Austen 1980, p126)

Da die Geschichte fast nur aus der Perspektive von Elizabeth Bennet erzählt wird, kann der Leser sich kaum ein Bild über sie machen. Man erfährt nur die Meinungen anderer zu ihrem Aussehen.

Über Elizabeths äußeres Erscheinungsbild gibt es mehrere Meinungen. Sie wird von ihrer Mutter im Vergleich zu ihren Schwestern Jane und Lydia als nicht besonders hübsch bezeichnet. (vgl. Austen 1980,p6) Doch durch eine Diskussion mit Charlotte erfährt der Leser, dass Elizabeth „a lively, intelligent girl is whose only chance of a fullfilled life is through marriage. She is of a romantic disposition.” (Marsh 1998,p.49)

Auch Darcy hat eine Meinung über sie. Darcy begeistert besonders „the beautiful expression of her dark eyes“(Austen 1980, p20) und je länger sich die beiden kennen, desto attraktiver findet er sie. Miss Bingley hat eine andere Meinung über sie. Sie findet Elizabeths “manners were pronounced to be very bad indeed, a mixture of pride and impertinence; she had no conversation, no style, no taste, no beauty.” (Austen 1980, p.29)

Der Erzähler selbst gibt keine Beschreibung über Elizabeths äußeres Erscheinungsbild ab und auch Elizabeth spricht nicht über ihr Aussehen.

Ihre Eltern sind nicht besonders klug und haben nur eine sehr niedrige Mitgift für ihre Hochzeit. Sie trifft in dem Roman Wickham, der sehr hübsch und reich ist und bei einer Hochzeit die Kluft zwischen den beiden Gesellschaften schließen könnte. (vgl. Marsh 1998,p.49)

Elizabeth ist sehr selbstbewusst. Sie ist ein temperamentvoller und offener Mensch. Für das 19. Jahrhundert ist sie eine sehr emanzipierte und offene Person. Sie sagt zu allem und jedem ihre eigene Meinung und lässt sich darin nicht beeinflussen.

That is as it happens. It does not necessarily follow that a deep, intricate character is more or less estimable than such a one as yours.” (Austen 1980, p.34)

Ihre Mutter, Mrs. Bennet möchte nicht, dass sie in der Gesellschaft auch ihre direkten Kommentare preisgibt und ermahnt sie regelmäßig.

„Lizzy, remember where you are, and do not run on in the wild manner that you are suffered to do at home.“(Austen 1980,p.34)

Auch Darcy gegenüber sagt sie immer offen ihre Meinung und provoziert ihn auf diese Weise. Auf Diskussionen mit ihm lässt die sich jedoch nie ein.

Elizabeths Direktheit ist für viele Leute in der Gesellschaft ein großes Problem, mit dem nicht jeder ihrer Gesprächspartner zurechtkommt. Doch bei einigen gesellschaftlichen Veranstaltungen weiß selbst sie, dass sie dort ihre Meinung nicht offen sagen kann. Ein Beispiel, dafür ist, als ihre Schwester Lydia ihren Mann Wickham das erste Mal ihrer Familie vorstellt. Elizabeth steht auf und verlässt den Raum, damit sie nicht die Kontrolle verliert und ihrer Schwester die Meinung zu deren schlechten Verhalten sagt. (vgl. Austen 1980, p. 231) Als Lydia ihr am nächsten Tag trotzdem von ihrer Hochzeit erzählen möchte antwortete Elizabeth ihr: „No, really. I think there cannot be too little said on the subject.“(Austen 1980, p.233)

Ein wichtiges Thema in Stolz und Vorurteil ist die Bildung. Elizabeth verfügt über eine nicht abgeschlossene Bildung. Bei einem Gespräch mit Lady Catherine de Burgh gesteht Elizabeth ihr, dass sie keine Erzieherin hatten. Diese ist daraufhin geschockt, denn Elizabeth kann nur wenig Klavier spielen und auch kaum singen. Zeichnen kann sie gar nicht. Dabei sind nach Miss Bingley´s Urteil dies mit die wichtigsten Dinge, die eine Frau beherrschen sollte.

„A woman must have a thorough knowledge of music, singing, drawing, dancing, and the modern languages, to deserve the word; and besides all this, she must possess a certain something in her air and manner of walking, the tone of her voice, her address and expression, ort he word will be but half deserved.“(Austen 1980,p.33)

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Roman- und Epochenvergleich zweier erfolgreicher Romane
Untertitel
"Bridget Jones´s Diary" und "Pride and Prejudice"
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V136626
ISBN (eBook)
9783640450220
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Roman-, Epochenvergleich, Romane, Bridget, Jones´s, Diary, Pride, Prejudice
Arbeit zitieren
Nadine Bellinghausen (Autor), 2007, Roman- und Epochenvergleich zweier erfolgreicher Romane, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136626

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