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Rolle und Einfluss Sozialer Netzwerke. Euromaidan-Revolution 2013/14 und Proteste in Belarus 2020 im Vergleich

Titel: Rolle und Einfluss Sozialer Netzwerke. Euromaidan-Revolution 2013/14 und Proteste in Belarus 2020 im Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Yevgen Lozynskyy (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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In dieser Arbeit soll die Rolle und der Einfluss von sozialen Netzwerken auf politische Revolutionen anhand zweier konkreter, empirischer Beispiele untersucht und anschließend miteinander verglichen werden. Die Forschungsfrage, die in diesem Kontext beantwortet werden soll, lautet: Inwieweit unterscheidet sich die Rolle und der Einfluss Sozialer Netzwerke bei der Euromaidan-Revolution 2013/14 in der Ukraine und den Protesten in Belarus im Jahr 2020? Die Struktur der Arbeit unterteilt sich in die Abschnitte Historischer Kontext, Analytischer Teil sowie Zusammenfassung und Fazit.

Zum allgemeinen Verständnis der politischen Situation in der Ukraine und in Belarus erfolgt zunächst eine Einordnung in den historischen Kontext. Dabei werden die Verläufe und die Folgen der beiden Protestbewegungen skizziert. Im Analytischen Teil dieser Arbeit wird die Rolle und der Einfluss sozialer Netzwerke auf die Euromaidan-Revolution 2013/14 sowie auf die Proteste in Belarus im Jahr 2020 untersucht. Anschließend erfolgt ein Vergleich der Analyseergebnisse, um die unterschiedlichen Funktionen, Wirkungsmechanismen und Facetten der Rolle und des Einsatzes sozialer Netzwerke auf die oben genannten Ereignisse herauszuarbeiten. Schließlich werden in der Zusammenfassung die wichtigsten Erkenntnisse nochmal festgehalten, die Forschungsfrage beantwortet und ein kurzer Ausblick gegeben.

Die digitale Transformation und insbesondere die Entwicklung und Etablierung sozialer Netzwerke hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen beispiellosen Informations- und Meinungsaustauch ermöglicht. Dies führt dazu, dass klassische Medien nicht mehr die einzigen relevanten Publikations- und Kommunikationskanäle darstellen, sondern Bürger sich deutlich einfacher öffentlichkeitswirksam äußern und über Plattformen wie Facebook, Twitter oder Telegram an politischen Debatten teilnehmen können. Insbesondere in autoritären Regimen bieten digitale Plattformen Bürgern die Möglichkeit, sich zu vernetzen, zu mobilisieren und organisierten politischen Widerstand zu leisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

2.1. Die Euromaidan-Revolution 2013/14

2.2. Die Proteste in Belarus im Jahr 2020

3. Analytischer Teil

3.1. Soziale Netzwerke und die Euromaidan-Revolution 2013/14

3.2. Soziale Netzwerke und die Proteste in Belarus im Jahr 2020

3.3. Vergleich der Untersuchungsergebnisse

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht vergleichend, inwieweit die Rolle und der Einfluss von sozialen Netzwerken bei der Euromaidan-Revolution 2013/14 in der Ukraine und den Protesten in Belarus im Jahr 2020 variieren und welche Bedeutung digitale Plattformen für diese demokratischen Bewegungen hatten.

  • Rolle sozialer Netzwerke bei politischen Revolutionen
  • Vergleich der Protestbewegungen in der Ukraine und Belarus
  • Funktionen von digitalen Plattformen zur Mobilisierung
  • Einfluss staatlicher Repression auf die digitale Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3.1. Soziale Netzwerke und die Euromaidan-Revolution 2013/14

Als der ukrainische Journalist und Aktivist Mustafa Nayyem am 21. November 2013 seine Follower auf Facebook fragte „Ich gehe auf den Maidan – wer kommt mit?“ ahnte er nicht, welche Tragweite sein Post haben werde. Nur wenige Stunden später versammelten sich tausende Ukrainerinnen und Ukrainer auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Wie Onuch (2015: S.171) in ihrer Untersuchung herausstellt, wurden innerhalb kurzer Zeit nach der offiziellen Bekanntgabe der Aussetzung des Assoziierungsabkommen mit der EU, neben Nayyems Post etwa weitere 250 Beiträge auf Facebook und Twitter von oppositionellen Politikern, Journalisten und zivilgesellschaftlichen Aktivisten veröffentlicht, die die Euromaidan-Bewegung erst ins Rollen brachten. Auch im weiteren Verlauf der „Revolution der Würde“ nahmen die Aktivitäten in den sozialen Medien eine zentrale Rolle ein. MacDuffee Metzger / Tucker (2017: S.179 ff.) identifizieren in diesem Zusammenhang drei zentrale Funktion: die Organisations- bzw. Mobilisationsfunktion, die Informationsfunktion sowie die Netzwerkfunktion. Onuch (2015: S. 179) arbeitet heraus, dass 37,2% der Demonstrierenden ihr Erscheinen damit begründen, dass sie auf Facebook gesehen haben, wie ihre Freunde an den Protesten teilnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung des Einflusses digitaler Netzwerke auf politische Revolutionen anhand der Beispiele Ukraine und Belarus.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert die politischen Hintergründe und den Verlauf der Euromaidan-Revolution 2013/14 sowie der belarussischen Proteste 2020 als Grundlage für die spätere Analyse.

2.1. Die Euromaidan-Revolution 2013/14: Dieser Abschnitt beschreibt die Ereignisse der Revolution der Würde, die durch die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens ausgelöst wurde und zum Sturz des Janukowitsch-Regimes führte.

2.2. Die Proteste in Belarus im Jahr 2020: Hier werden die massiven Proteste gegen Lukaschenko nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen und die anschließende gewaltsame Unterdrückung durch den Staatsapparat behandelt.

3. Analytischer Teil: Der analytische Teil vergleicht die Nutzung und Wirkung von sozialen Netzwerken in beiden Ländern unter Berücksichtigung der unterschiedlichen politischen Reaktionen.

3.1. Soziale Netzwerke und die Euromaidan-Revolution 2013/14: Dieses Unterkapitel analysiert, wie soziale Medien effektiv zur Organisation, Mobilisierung und Informationsverbreitung auf dem Maidan genutzt wurden.

3.2. Soziale Netzwerke und die Proteste in Belarus im Jahr 2020: Hier wird untersucht, wie der Nachrichtendienst Telegram in Belarus eine zentrale Rolle einnahm, bevor das Regime mit Internetabschaltungen reagierte.

3.3. Vergleich der Untersuchungsergebnisse: Dieser Abschnitt stellt die unterschiedlichen Dynamiken gegenüber, wobei insbesondere die bessere Vorbereitung des belarussischen Regimes im Vergleich zum ukrainischen Beispiel hervorgehoben wird.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und resümiert, dass soziale Medien zwar in beiden Fällen eine wichtige Rolle spielten, ihr Einfluss in Belarus jedoch durch staatliche Repressionen stärker begrenzt wurde.

Schlüsselwörter

Euromaidan, Belarus, Soziale Netzwerke, Politische Revolution, Demokratisierung, Mobilisierung, Telegram, Facebook, Janukowitsch, Lukaschenko, Digitaler Widerstand, Politische Kommunikation, Zivilgesellschaft, Digitale Transformation, Assoziierungsabkommen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Rollen und den Einfluss sozialer Netzwerke bei Protestbewegungen in der Ukraine 2013/14 und in Belarus 2020.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind politische Transformation, digitale Mobilisierung, autoritäre Herrschaftssicherung und die strategische Nutzung digitaler Plattformen durch Oppositionelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Forschungsfrage zu klären, inwieweit sich die Dynamik der Netzwerknutzung bei den beiden Protestbewegungen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine vergleichende Analyse auf Grundlage etablierter wissenschaftlicher Sekundärliteratur zu den beiden Ereignissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, eine detaillierte Analyse der Netzwerknutzung in beiden Ländern und einen direkten Vergleich der Untersuchungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Euromaidan, Belarus, soziale Netzwerke, Revolution, Demokratisierung und digitale Mobilisierung beschreiben den Kern der Arbeit.

Welche Rolle spielt der Nachrichtendienst Telegram speziell im Fall Belarus?

Telegram fungierte in Belarus aufgrund der Zensur traditioneller Medien als zentrales Medium für Organisation und unzensierten Informationsaustausch, was das Regime zu drastischen Gegenmaßnahmen wie Internetabschaltungen bewegte.

Warum war der Einfluss sozialer Netzwerke am Ende in Belarus geringer als bei der Euromaidan-Revolution?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das belarussische Regime besser auf die digitale Strategie der Opposition vorbereitet war und durch gezielte Internetblockaden sowie eine frühzeitige Kriminalisierung der Plattformnutzung die Wirkung der Netzwerke erfolgreich eindämmen konnte.

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Details

Titel
Rolle und Einfluss Sozialer Netzwerke. Euromaidan-Revolution 2013/14 und Proteste in Belarus 2020 im Vergleich
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Veranstaltung
Kommunikation & Künstliche Intelligenz
Note
1,3
Autor
Yevgen Lozynskyy (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1366334
ISBN (PDF)
9783346894717
ISBN (Buch)
9783346894724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle einfluss sozialer netzwerke euromaidan-revolution proteste belarus vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yevgen Lozynskyy (Autor:in), 2021, Rolle und Einfluss Sozialer Netzwerke. Euromaidan-Revolution 2013/14 und Proteste in Belarus 2020 im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366334
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Leseprobe aus  15  Seiten
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