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Wie Kopfrechenspiele die Motivation, Emotion und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen können

Eine empirische Studie zum Vergleich von Eckenrechnen mit einer Alternative

Title: Wie Kopfrechenspiele die Motivation, Emotion und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen können

Master's Thesis , 2023 , 104 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, wie Lernspiele, hier im Sinne von Kopfrechenspielen, die Emotion, Motivation und Performanz, insbesondere von leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern beeinflussen.

Um sich der Fragestellung zu nähern, soll zunächst allgemein auf die inhaltlichen Kompetenzen der Arithmetik im Grundschulunterricht eingegangen werden, bevor die Kompetenz des Kopfrechnens genauer beleuchtet und in den Lehrplan der Grundschulen des Landes Nordrhein-Westfalen eingeordnet wird. Im Anschluss werden die theoretischen Konzepte der Motivation und Emotion dargestellt, jeweils mit einer vorangestellten Begriffsbestimmung, einer anschließenden theoretischen Grundlage und der Einordnung der Bedeutung für den schulischen Unterricht. In einem weiteren Kapitel wird das Konzept der Lernspiele genauer erläutert, wobei auch auf die verschiedenen Spielformen und die Bedeutung des Übens für den Lernzuwachs eingegangen wird. Anschließend folgt ein weiteres theoretisch basiertes Kapitel zur schulischen Leistung und deren Bedeutung für das Lernen.

Die theoretischen Grundlagen sollen das Verständnis für die Ergebnisse der folgenden empirischen Untersuchung zur Beeinflussung der Emotion, Motivation und Performanz durch Kopfrechenspiele unterstützen. Hierzu werden die Kopfrechenspiele „Eckenrechnen“ und „Kuddelmuddel“ miteinander verglichen. Die Studie wurde mit 126 Schülerinnen und Schülern aus sechs Lerngruppen des vierten Schuljahres in drei nordrhein-westfälischen Grundschulen durchgeführt. Im Anschluss an die Darstellung und Interpretation der Studienergebnisse auf qualitativer und quantitativer Ebene werden die Limitationen dargestellt. Zuletzt wird eine Antwort auf die Studienfrage, ob das Spiel „Kuddelmuddel“ positivere Emotionen, Motivation und eine höhere Performanz im Gegensatz zu dem Spiel „Eckenrechnen“ bei den Schülerinnen und Schülern evozieren konnte, gegeben.

Excerpt


Gliederung

1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?

2. Arithmetik im Mathematik-Unterricht der Grundschule

2.1 Begriffsbestimmung Kopfrechnen

2.2 Die Bedeutung des Kopfrechnens für die Entwicklung mathematischer Fähigkeiten

2.3 Kopfrechnen im Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalen

3. Die Bedeutung von Emotionen und Motivation im Mathematik-Unterricht

3.1 Motivation im Mathematikunterricht

3.1.1 Begriffsbestimmung Motivation

3.1.2 Theoretische Grundlagen der Motivation im Schulunterricht

3.2 Emotionen im Mathematikunterricht

3.2.1 Begriffsbestimmung Emotion

3.2.2 Theoretische Grundlagen der Emotion im Schulunterricht

3.2.3 Diskrete und dimensionale Emotionsmodelle

3.2.4 Die Bedeutung angenehmer Emotionen im (Mathematik-)Unterricht

3.2.5 Die Bedeutung unangenehmer Emotionen im (Mathematik-)Unterricht

4. Spiele im Mathematik-Unterricht

4.1 Begriffsbestimmung und Merkmale des Spiels

4.2 Lernchancen und Ziele für den Einsatz von Spielen im (Mathematik-)Unterricht

4.3 Spielformen und Eingrenzung

4.4 Anforderungen an das Spiel im Mathematik-Unterricht

4.5 Das Üben durch Lernspiele

4.6 Aktueller Forschungsstand

5. Leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Mathematik-Unterricht

5.1 Begriffsbestimmung Leistung

5.2 Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler

5.3 Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler

6. Wie Kopfrechenspiele die Emotion, Motivation und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen – eine Studie

6.1 Vorstellung der Lerngruppen

6.2 Durchführung der Studie

6.3 Darstellung der Erhebungsmethoden

6.4 Beschreibung der Auswertung der Fragebögen

6.5 Darstellung der Ergebnisse

6.5.1 Qualitative Ergebnisse der Studie

6.5.1.1 Darstellung der Ergebnisse der Schülerin 1

6.5.1.2 Interpretation der Ergebnisse der Schülerin 1

6.5.1.3 Darstellung der Ergebnisse der Schülerin 74

6.5.1.4 Interpretation der Ergebnisse der Schülerin 74

6.5.1.5 Darstellung der Ergebnisse des Schülers 110

6.5.1.6 Interpretation der Ergebnisse des Schülers 110

6.5.2 Quantitative Ergebnisse der Studie

6.5.2.1 Darstellung der Ergebnisse durchschnittlicher Schülerinnen und Schüler

6.5.2.2 Interpretation der Ergebnisse durchschnittlicher Schülerinnen und Schüler

6.5.2.3 Darstellung der Ergebnisse leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

6.5.2.4 Interpretation der Ergebnisse der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler

6.5.2.5 Darstellung der Ergebnisse der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler

6.5.2.6 Interpretation der Ergebnisse der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler

6.6 Limitation der Studie

7. Zusammenfassung, Ausblick und Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Diese Masterthesis untersucht, inwiefern der Einsatz von Kopfrechenspielen bei leistungsschwachen Grundschulkindern positive Auswirkungen auf deren emotionale Verfassung, ihre Lernmotivation sowie ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit (Performanz) im Mathematikunterricht hat.

  • Vergleich von kompetitiven ("Eckenrechnen") und kooperativen ("Partner finden") Spielformen
  • Analyse der emotionalen Reaktionen von Lernenden im Mathematikunterricht
  • Zusammenhang zwischen Motivation, Lernfreude und mathematischer Performanz
  • Identifikation motivationaler Faktoren bei leistungsschwachen Schülern
  • Empirische Untersuchung in verschiedenen vierten Schulklassen

Auszug aus dem Buch

1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?

Denkt man an ein spielendes Kind, so assoziiert man vermutlich zuerst ein lachendes Gesicht, freudige Bewegungen wie das Hüpfen und die völlige Konzentration auf das Tun. Das Kind verliert sich in einer eigenen (Fantasie-)Welt, in der es kaum ablenkbar ist. Es ruht in sich selbst und verfolgt eigene Regeln und Ziele, die das Spiel ganz individuell machen. Das Spiel kann aber auch laut und tobend sein oder andere Kinder werden in das eigene Spiel mit einbezogen. Eines haben aber alle Spielsituationen gemeinsam: Das Kind hat Spaß beim Spielen.

Zugegebenermaßen ist es wahrscheinlich, dass man sich hier ein spielendes Kleinkind vorstellt, was in dieser Arbeit zwar keinerlei Relevanz hat, jedoch eine wichtige Grundvorstellung bildet.

Das Spiel zählt zu den ersten Tätigkeiten, die ein Mensch in seiner Entwicklung eigenständig aufnimmt. So spielen bereits Säuglinge, indem sie nach Gegenständen greifen und diese betrachten oder später mit anderen Personen interagieren, zum Beispiel (z.B.) durch das Lachen. Dabei ist das Spiel nicht zweckfrei, sondern bereitet das Kind zunehmend auf das spätere Leben als erwachsene Person vor (vgl. Hauser 2021, S.87). Das Hüpfen fördert die Grobmotorik, Malen die Feinmotorik, Gesellschaftsspiele die sozialen Kompetenzen und die Sprache. Kurz gesagt: Spielen bedeutet Lernen.

Blicken wir nun in einen Klassenraum, genauer gesagt auf Schülerinnen und Schüler, die gerade im Mathematik-Unterricht sitzen, sieht man freudige und aufmerksame Lernende, die sich melden und eifrig mitschreiben. Man blickt aber auch auf Schülerinnen und Schüler, die aus dem Fenster sehen, in ihr Heft malen oder mit dem Nachbarn oder der Nachbarin sprechen. Die zweiteren Lernenden beschreiben die Mathematik als zu schwierig oder sie haben Angst vor Fehlern. Ihnen fehlen die mathematischen Fähigkeiten der Grundrechenarten und die Begeisterung für das Schulfach Mathematik ist sehr gering.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kopfrechenspiele im Mathematik-Unterricht – Spielspaß oder Spielfrust?: Einleitende Betrachtung der Bedeutung des Spielens für die kindliche Entwicklung und die Übertragung dieser positiven Aspekte auf den Mathematikunterricht.

2. Arithmetik im Mathematik-Unterricht der Grundschule: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Kopfrechnens, eingebettet in den Lehrplan und die Entwicklung mathematischer Fähigkeiten.

3. Die Bedeutung von Emotionen und Motivation im Mathematik-Unterricht: Fundierte Darstellung theoretischer Konzepte zu Lernmotivation und Emotionen sowie deren Wechselwirkungen im schulischen Lernprozess.

4. Spiele im Mathematik-Unterricht: Abhandlung über Funktionen, Lernchancen und Anforderungen an Lernspiele im Vergleich zu reinem Übungsrechnen.

5. Leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Mathematik-Unterricht: Differenzierung zwischen verschiedenen Leistungsgruppen und Attribution von Erfolg und Misserfolg.

6. Wie Kopfrechenspiele die Emotion, Motivation und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen – eine Studie: Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Lerngruppen, der Erhebungsmethodik und Darstellung der qualitativen sowie quantitativen Ergebnisse.

7. Zusammenfassung, Ausblick und Fazit: Synthese der Studienergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen und Diskussion der pädagogischen Relevanz.

Schlüsselwörter

Kopfrechenspiele, Mathematikunterricht, Grundschule, Lernmotivation, Leistungsmotivation, Emotionen, Performanz, leistungsschwache Schüler, Eckenrechnen, Partner finden, Arithmetik, Lernspiele, Schulpädagogik, empirische Studie, Attributionsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von speziellen Kopfrechenspielen („Eckenrechnen“ und „Partner finden“) auf die Motivation, die emotionalen Zustände und die schulische Performanz von leistungsschwachen Grundschulkindern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Studie verknüpft Erkenntnisse aus der Arithmetikdidaktik, der Motivationspsychologie und der pädagogischen Emotionsforschung unter den Aspekten des spielerischen Lernens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob kooperative Spiele demotivierende Effekte kompetitiver Kopfrechenspiele bei leistungsschwachen Lernenden abmildern und so zu einem effektiveren, emotional positiveren Lernen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde eine empirische Vergleichsstudie in sechs vierten Klassen durchgeführt, die durch Fragebögen, Beobachtungsprotokolle und Einzelinterviews erhoben wurde.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Lernchancen von Spielen und die anschließende detaillierte Auswertung und Interpretation der Studienergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Kopfrechenspiele, Leistungsmotivation, Lernemotionen, leistungsschwache Schüler und die spezielle didaktische Gegenüberstellung von Wettbewerbs- und Kooperationsspielen.

Warum wurde das Spiel "Partner finden" als Interventionsmaßnahme gewählt?

Aufgrund der kooperativen Struktur des Spiels wurde vermutet, dass es weniger frustrierend auf leistungsschwache Schüler wirkt als das kompetitive Spiel "Eckenrechnen", bei dem schnell Leistungsunterschiede sichtbar werden.

Welche Rolle spielt die emotionale Lage der Schüler für ihre Leistung?

Die Arbeit belegt, dass angenehme Emotionen (z.B. Freude, Motivation) das Lernen erleichtern, während unangenehme Gefühle (z.B. Angst, Scham, Frustration) zu Vermeidungsverhalten führen und die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses mindern können.

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Details

Title
Wie Kopfrechenspiele die Motivation, Emotion und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen können
Subtitle
Eine empirische Studie zum Vergleich von Eckenrechnen mit einer Alternative
College
University of Wuppertal
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
104
Catalog Number
V1366472
ISBN (PDF)
9783346907554
ISBN (Book)
9783346907561
Language
German
Tags
Didaktik Mathematikdidaktik Mathematik Grundschule Lernspiele Lernspiel Kopfrechnen Kopfrechnenspiel Eckenrechnen Vier-Ecken-Rechnen leistungsschwach Schüler Emotion Performanz Motivation Studie Unterricht Matheunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Wie Kopfrechenspiele die Motivation, Emotion und Performanz leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler beeinflussen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366472
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