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Über die Zukunft unserer Bildung

Anmerkungen zu Friedrich Nietzsches Bildungskritik

Titel: Über die Zukunft unserer Bildung

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 15

Autor:in: Christian Arenz (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Frühjahr des Jahres 1872 hielt Friedrich Nietzsche vor der Akademischen Gesellschaft in Basel eine Vortragsreihe mit dem Namen „Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten“. In diesen sehr „wagnerisch“ geprägten Vorträgen kritisiert Nietzsche die Bildungsanstalten auf mehreren Ebenen, wobei er hierbei die deutsche Volksschule, die deutsche Realschule, das deutsche Gymnasium und die deutsche Universität im Terminus „Bildungsanstalt“ subsumiert. Die bis heute zu den weniger erschlossenen Werken zählende Vortragsreihe gewinnt in der Zeit des Bologna Prozesses, des Abiturs nach 12 Jahren und der Frage nach der Zukunft unserer Bildung wieder an Bedeutung. Doch wo setzt Nietzsche seine Kritik an und was beinhaltet sie?
Es steht außer Frage, dass das Bildungssystem des 19. Jahrhunderts nicht mit dem unseren verglichen werden kann, sondern lediglich Ähnlichkeiten aufgezeigt werden können, welche von der Kritik Nietzsches einbezogen werden. So müssen zunächst einmal über die damaligen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten Merkmale des Bildungssystems des 19. Jahrhunderts beschrieben werden. Anschließend wird der Bildungsbegriff Nietzsches genauer eingegrenzt, indem Nietzsches „Genius“ beschrieben wird.
Nun kann die eigentliche Kritik Nietzsches anhand zweier Dimensionen entwickelt werden, worauf hin dann konkret das Gymnasium, die Universität und die Lehrerausbildung aus Sicht Nietzsches unter die Lupe genommen wird. Die Ähnlichkeiten zu unserem Bildungssystem werden dann in der abschließenden Schlussbemerkung noch einmal ihre Aufmerksamkeit finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KENNZEICHEN DES BILDUNGSSYSTEMS DES 19. JAHRHUNDERTS

3. NIETZSCHES BILDUNGSKRITIK

3.1 DER „GENIUS“

3.2 DIE KRITIK DER GESELLSCHAFTLICHEN – POLITISCHEN DIMENSION DES BILDUNGSWESENS

3.3 DIE KRITIK DER PÄDAGOGISCHEN DIMENSION

3.4 DIE KRITIK DES INSTITUTIONALISIERTEN BILDUNGSWESENS

3.4.1 Das Gymnasium

3.4.2 Die Universität

3.5 DIE KRITIK AM PHILOLOGEN

4. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Friedrich Nietzsches Bildungskritik, wie sie in seinen „Baseler Vorträgen“ von 1872 formuliert wurde, und setzt diese in Bezug zum gesellschaftlichen und bildungspolitischen Kontext des 19. Jahrhunderts sowie zur heutigen Bildungssituation.

  • Analyse des historischen Hintergrunds: Industrialisierung und ökonomische Verwertung von Bildung.
  • Untersuchung des metaphysischen Bildungsbegriffs und der Bedeutung des „Genius“.
  • Kritik an der institutionellen Ausgestaltung von Gymnasium und Universität.
  • Reflektion über die Rolle des Philologen als Bildungslehrer und die Problematik der Lehrerausbildung.
  • Vergleichende Perspektive auf aktuelle Entwicklungen im Bildungswesen.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Das Gymnasium

In den „Baseler Vorträgen“ entfaltet Nietzsche seine Kritik am Gymnasium am Beispiel des Sprachunterrichts. Dabei bezieht sich Nietzsche auf die Bildungsidee des Neuhumanismus, welche am Ende des 2. Kapitels dieser Abhandlung durch das Zitat von Schwanitz umrissen wurde. Dieses stellt die Sprache als den primären Gegenstand der Bildung des Menschen fest. Der historische Aspekt, dass die europäische Bildungsidee von der Sprachbildung her begriffen werden kann, kann hier nicht weiter ausgeführt werden. Vielmehr soll auf Nietzsches Bewusstsein dieser Bildungsidee hingewiesen werden, indem er die Gymnasialbildung am Beispiel der Sprachbildung thematisiert.

Für Nietzsche findet sich der Höhepunkt des Bildungsverfalls in der Journalistik wieder, da sie den über die Sprachbildung des Menschen eröffneten Weltbezug nicht gibt und dieser nur noch in einer reduzierten Form stattfindet. So schiebt sich die Journalistik zwischen die Wissenschaftsbereiche und die Öffentlichkeit um dieser die Wissenschaft in reduzierter sprachlicher Form zu vermitteln. Da somit einer breiteren Masse die Wissenschaftsbereiche nahe gebracht werden, geht die Tendenz der Journalistik einher mit dem schon angesprochenen Aspekt der „Erweiterung der Bildung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor führt in die Vortragsreihe Nietzsches ein und skizziert den Plan, die damaligen Bildungsanstalten im Kontext des 19. Jahrhunderts sowie in Bezug auf heutige Debatten zu untersuchen.

2. KENNZEICHEN DES BILDUNGSSYSTEMS DES 19. JAHRHUNDERTS: Es wird dargelegt, wie die Industrialisierung und die staatliche Verstaatlichung des Schulwesens Bildung zunehmend unter ökonomische Verwertungsaspekte stellten.

3. NIETZSCHES BILDUNGSKRITIK: Dieses Hauptkapitel erläutert Nietzsches Verständnis des „Genius“ und analysiert in differenzierten Unterpunkten die Kritik an den gesellschaftlichen, pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen des Bildungswesens.

4. SCHLUSSBEMERKUNG: Die Kritik an den Bildungsanstalten und dem Philologen wird als Kreislauf zusammengeführt, der die Problematik der Lehrerausbildung verdeutlicht und Parallelen zur Gegenwart zieht.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Bildungskritik, Bildungsanstalten, Genius, Industrialisierung, Bildungsverfall, Sprachbildung, Gymnasium, Universität, Philologie, Neuhumanismus, ökonomische Nutzbarkeit, Bildungsbegriff, Kulturverlust, Baseler Vorträge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kritische Auseinandersetzung von Friedrich Nietzsche mit dem Bildungssystem des 19. Jahrhunderts, ausgehend von seiner Vortragsreihe „Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Wechselwirkung zwischen Industrialisierung, staatlicher Bildungspolitik und dem Ideal einer metaphysisch fundierten Bildung, verkörpert durch den „Genius“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Nietzsches Kritik an den institutionellen Bildungsanstalten (Gymnasium, Universität) aufzuarbeiten und die Relevanz dieser Überlegungen für moderne Bildungsdebatten zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Nietzsches Texten unter Einbeziehung des historischen Kontextes sowie weiterführender Fachliteratur, um die Bildungskritik systematisch in verschiedenen Dimensionen zu entfalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des „Genius“-Begriffs sowie eine detaillierte Kritik an den gesellschaftlich-politischen, pädagogischen und institutionellen Dimensionen des Bildungssystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungskritik, Nietzsche, Bildungsanstalten, Ökonomisierung und den „Genius“-Begriff definiert.

Warum bezeichnet Nietzsche Schulen als „Anstalten der Lebensnoth“?

Nietzsche nutzt diesen Begriff, um Schulen abzugrenzen, die lediglich der Spezialisierung für die Arbeitswelt und der ökonomischen Verwertung dienen, im Gegensatz zu wahren „Anstalten der Bildung“.

Welche Rolle spielt die Journalistik in Nietzsches Bildungskritik?

Nietzsche sieht in der Journalistik eine Form der reduzierten Wissensvermittlung, die den Menschen den Zugang zum tieferen „Sprachkönnen“ verwehrt und somit den Bildungsverfall fördert.

Inwiefern lässt sich Nietzsches Kritik auf das heutige Bildungssystem übertragen?

Der Autor deutet an, dass aktuelle Strukturen wie das Abitur nach 12 Jahren oder Bachelor-Master-Studiengänge Parallelen zu Nietzsches Kritik an einer rein funktionalen, schnellen Ausbildung aufweisen.

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Details

Titel
Über die Zukunft unserer Bildung
Untertitel
Anmerkungen zu Friedrich Nietzsches Bildungskritik
Hochschule
Universität des Saarlandes  (katholische Theologie)
Note
15
Autor
Christian Arenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V136664
ISBN (eBook)
9783640448678
ISBN (Buch)
9783640448364
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunft Bildung Anmerkungen Friedrich Nietzsches Bildungskritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Arenz (Autor:in), 2009, Über die Zukunft unserer Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136664
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Leseprobe aus  13  Seiten
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