Diese Arbeit gibt eine allgemeine Definition der Mafia und beschreibt die größten mafiösen Gruppierungen rund um die Welt.
Weiterhin wird der Frage nachgegangen, wie sich mafiöse Organisationen in die Politik einmischen und in welchen Bereichen sie tätig sind. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet eine genaue Ausführung über die japanische Mafia, die Yakuza.
Hier werden die historischen Aspekte aufgegriffen und es wird ein Einblick in die allgemeine Komplexität der Yakuza Clans gegeben. Nachfolgend wird auf die Fragestellung eingegangen, was das Besondere an der Yakuza ist und auf welche Bereiche diese Organisation Einfluss nimmt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition Mafia
3 Bekannteste Organisationen
3.1 Italien
3.1.1 Cosa Nostra in Sizilien
3.1.2 Camorra in Neapel
3.1.3 ´Ndrangheta in Kalabrien
3.2 Mexiko
3.3 Kolumbien
3.4 USA
3.5 Osteuropa
4 Tätigkeitsbereiche von mafiösen Organisationen
5 Politik
6 Yakuza
6.1 Besonderheiten der Yakuza
6.1.1 Tattoos
6.1.2 Implantate
6.1.3 Kleidung und Styling
6.1.4 Autos
6.1.5 Frauen bei der Yakuza
6.2 Yubitsume
6.3 Einflussbereiche der Yakuza
6.3.1 Einnahmequellen
6.3.2 Drogenhandel
6.3.3 Schutzgelderpressung
6.3.4 Glücksspiel
6.3.5 Sexgewerbe
6.3.6 Baugewerbe
6.4 Brutalität
7 Bekämpfung der Yakuza
8 Schluss
9 Bibliografie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen, Tätigkeitsfelder und gesellschaftlichen Auswirkungen mafiöser Organisationen weltweit, mit einem besonderen Fokus auf die japanische Yakuza, um zu ergründen, welchen Einfluss diese Gruppen auf Politik und Wirtschaft nehmen und welche historischen sowie kulturellen Besonderheiten sie kennzeichnen.
- Definition und weltweite Verbreitung mafiöser Strukturen
- Einfluss organisierter Kriminalität auf Politik und Wirtschaft
- Historische Herkunft und soziokulturelle Identität der Yakuza
- Struktur und interne Regelwerke der Yakuza-Syndikate
- Einnahmequellen sowie Methoden der Geldbeschaffung und Brutalität
Auszug aus dem Buch
6.1.1 Tattoos
They were not ordinary tattoos, but magnificent, full-color designs of samurai warriors, flowers, and dragons that stretched across the body from neck to calf. (Kaplan, Dubro, S. XVI)
Die japanische Tätowierkunst wird als irezumi bezeichnet und hat noch größere Bedeutung als das Fingerabschneiden (yubitsume). Ursprünglich kommt das Tätowieren aus der Edo-Zeit (1603-1867), in der verurteilte Verbrecher mit Linien im Gesicht oder auf den Armen tätowiert und damit als Kriminelle stigmatisiert wurden. Dadurch war es ihnen nicht mehr möglich in der japanischen Gesellschaft einen Platz zu finden. Die einzige Möglichkeit, die sie noch hatten, war der Beitritt zur Yakuza. Heute gelten vor allem die großen Ganzkörpertätowierungen als Zeichen großen Mutes. Die Fertigstellung eines solchen Tattoos mit der klassischen Tätowiermethode, dem Stechen von Hand (tebori), dauert mehrere Jahre und kostet sehr viel Geld. Bis heute übernimmt der Clanboss für seine Untergebenen die Kosten des Tätowierens.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch persönliche Erfahrungen während der Corona-Pandemie und legt das Ziel fest, die Funktionsweise der Yakuza im Vergleich zu anderen Mafiagruppierungen zu analysieren.
2 Definition Mafia: Dieses Kapitel klärt die etymologische Herkunft des Begriffs „Mafia“ und definiert die organisierte Kriminalität sowie die hierarchischen Strukturen mafiöser Familien.
3 Bekannteste Organisationen: Es wird ein Überblick über verschiedene bedeutende Mafiagruppen in Italien, Mexiko, Kolumbien, den USA und Osteuropa gegeben, die jeweils spezifische kriminelle Schwerpunkte aufweisen.
4 Tätigkeitsbereiche von mafiösen Organisationen: Der Fokus liegt hier auf den finanziellen Hauptquellen wie Drogen- und Waffenhandel sowie den Mechanismen der Geldwäsche, insbesondere durch Glücksspiel.
5 Politik: Hier wird analysiert, wie mafiöse Organisationen durch Korruption, Bestechung und direkte Einflussnahme auf Wahlkämpfe versuchen, politische Entscheidungsprozesse zu steuern.
6 Yakuza: Das Hauptkapitel widmet sich der Geschichte, dem hierarchischen Aufbau und den besonderen kulturellen sowie rituellen Gepflogenheiten der Yakuza-Syndikate in Japan.
7 Bekämpfung der Yakuza: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Herausforderungen bei der Bekämpfung der Yakuza und stellt fest, dass staatliche Bemühungen oft an Korruption und gesellschaftlicher Akzeptanz scheitern.
8 Schluss: Der Autor zieht ein reflektiertes Fazit, in dem er die vollständige Ausrottung mafiöser Gruppierungen aufgrund ihrer tiefen sozioökonomischen Verwurzelung als kaum realisierbar einschätzt.
Schlüsselwörter
Mafia, Yakuza, Organisierte Kriminalität, Cosa Nostra, Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Korruption, Yubitsume, Irezumi, Geldwäsche, Japan, Politik, Syndikate, Menschenhandel, Samurai-Tradition
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der organisierten Kriminalität und analysiert dabei die Strukturen und den Einfluss mafiöser Gruppierungen weltweit mit einem starken Fokus auf die japanische Yakuza.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung mafiöser Strukturen, deren Einfluss auf Politik und Wirtschaft, sowie die spezifischen Identitätsmerkmale und Regeln innerhalb der Yakuza.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Komplexität der Yakuza aufzuzeigen, deren Besonderheiten im Vergleich zu anderen Mafiagruppen zu verdeutlichen und zu hinterfragen, wie stark sich diese Organisation in die Gesellschaft integriert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Internetrecherche sowie der Aufarbeitung von Fachliteratur, um die historische und soziologische Komplexität des Themas korrekt darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine weltweite Übersicht bekannter Organisationen, eine Analyse politischer Einflussnahmen sowie eine tiefgehende Betrachtung der Yakuza hinsichtlich ihrer Riten, Einnahmequellen und Brutalität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mafia, Yakuza, Organisierte Kriminalität, Korruption, Geldwäsche und die spezifisch japanischen Konzepte wie Yubitsume und Irezumi.
Welche Bedeutung haben Tattoos bei der Yakuza?
Traditionell dienten großflächige Ganzkörpertätowierungen (Irezumi) als Stigmatisierung für Kriminelle, wandelten sich jedoch zu einem Symbol für Mut, Zusammengehörigkeit und Zugehörigkeit zum Yakuza-Milieu.
Warum ist die Bekämpfung der Yakuza so schwierig?
Die Bekämpfung gestaltet sich äußerst schwierig, da die Yakuza fest in die japanische Gesellschaft und Wirtschaft integriert ist, ein komplexes Netz an Korruption unterhält und oft als „Ordnungsmacht“ wahrgenommen wird, die unorganisierte Kriminalität verhindert.
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- Sabine Meister (Author), 2023, Mafiöse Organisationen am Beispiel der Yakuza, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366777