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Probleme im Schriftspracherwerb

Title: Probleme im Schriftspracherwerb

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: nicht benotet

Autor:in: Tanja Knüppel (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Durch die Pisastudie ist auch der Anfangsunterricht im Fach Sprache in die Diskussion
geraten, da er scheinbar qualitativ nicht hochwertig genug ist. Ein Großteil der
Lehrer1 verwendet im Erstleseunterricht eine Fibel, was offensichtlich häufig aus
verschiedenen Gründen nicht zum erwünschten Erfolg führt. Immer mehr Kinder
haben scheinbar Probleme im Schriftspracherwerb, bei immer weniger Kindern verläuft
das Lesen- und Schreibenlernen reibungslos.
Es gibt nun einige Konzepte, die ohne Fibel arbeiten. Zwei davon, vielleicht die
momentan populärsten, möchte ich hervorgreifen: „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen
Reichen und das Konzept „Richtig lesen und schreiben lernen von Anfang an“
von Norbert Sommer-Stumpenhorst.
Beide Ansätze sind nicht unumstritten. Besonders Eltern sind skeptisch, ob ihre Kinder
mit diesen Konzepten wirklich das Lesen und Schreiben lernen, da sie methodisch
stark vom traditionellen Fibelunterricht abweichen, der den Eltern bekannt ist.
Andererseits sehen Anhänger der Lehrgänge diese oft als „Wundermittel“, mit dem
jedes Kind Lesen und Schreiben lernt, es sei nur eine Frage der Zeit.
In dieser Arbeit möchte ich darstellen, wie Jürgen Reichen bzw. Norbert Sommer-
Stumpenhorst vorgehen, wenn sie bei einem Kind Probleme im Schriftspracherwerb
feststellen. Dabei werde ich mich speziell auf das „Lautieren“ konzentrieren. Ebenso
werde ich versuchen die Frage zu beantworten, wo bei den jeweiligen Konzepten (im
Hinblick auf diese Probleme) die Vor- und Nachteile liegen.
Ich werde zunächst den Kern der beiden Konzepte kurz darstellen. Dann werde ich
definieren, was ich unter „Problemen im Schriftspracherwerb“ verstehe, bevor ich
auf die dort vorgeschlagenen Hilfen bei Problemen im Schriftspracherwerb eingehe.
Zum Ende der Arbeit vergleiche ich beide Konzepte miteinander und bewerte sie im
Schlussteil.

1 Immer, wenn ich in meiner Arbeit von Lehrern spreche, sind selbstverständlich ebenso Lehrerinnen
gemeint. Der Übersichtlichkeit halber werde ich jedoch nur von Lehrern sprechen. Gleiches gilt für
Schüler und Schülerinnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenfassung beider Konzepte

2.1. Zusammenfassung des Konzepts „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen Reichen

2.2. Zusammenfassung des Konzepts „Richtig schreiben lernen von Anfang an“ von Norbert Sommer-Stumpenhorst.

3. Definition: Probleme im Schriftspracherwerb

4. Probleme im Schriftspracherwerb (Schwerpunkt: Lautierungsprobleme)

4.1. Jürgen Reichen

4.1.1. Vorgesehene Lautierungsübungen

4.1.2. Vorschläge bei Lautierungsproblemen

4.2. Norbert Sommer-Stumpenhorst

4.2.1. Vorgesehene Lautierungsübungen

4.2.2. Vorschläge bei Lautierungsproblemen

5. Vergleich beider Konzepte

6. Schlussbetrachtung

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ansätze von Jürgen Reichen und Norbert Sommer-Stumpenhorst im Bereich des Schriftspracherwerbs, mit einem besonderen Fokus auf die Bewältigung von Lautierungsproblemen bei Grundschulkindern.

  • Vergleichende Analyse der didaktischen Konzepte "Lesen durch Schreiben" und "Richtig schreiben lernen von Anfang an".
  • Definition von Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb außerhalb diagnostizierter Lese-Rechtschreib-Schwächen.
  • Untersuchung der Rolle des Lehrers und der Bedeutung von Lautierungsübungen.
  • Bewertung der Vor- und Nachteile beider Ansätze im Hinblick auf Lernmotivation und individuelle Förderung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Vorgesehene Lautierungsübungen:

Das Ziel des Lehrgangs von Reichen ist es, ein Wort in seine Wortfolge zerlegen und dann phonetisch aufschreiben können. Dazu muss der Schüler die Laute erkennen, sie unterscheiden und sie zerlegen können. Als Hilfe dient ihm die Anlauttabelle, mit der er von Anfang an den ganzen Buchstabenbestand zur Verfügung hat.

Schulanfänger wissen in der Regel, dass die Schrift aus Buchstaben besteht. Die Lautstruktur ist ihnen jedoch meist fremd. Daher muss man Lautierungsübungen mit ihnen machen, wobei die Schwierigkeit in der Mehrdeutigkeit der Laute besteht. Der Lehrer sollte die Übungen nicht nur auf den Anlaut und den Endlaut beschränken. Die Lautierungsübungen gelten als Vorübung zum Schreiben. Sie erfordern eine hohe Konzentration. Auch umgekehrte Lautierungsübungen, bei denen das geschriebene Wort in Laute zerlegt wird, sind notwendig. Nach den Lautierungsübungen sollte man die Wörter aufschreiben lassen, denn das Schreiben und nicht das Lautieren steht im Mittelpunkt des Unterrichts. Dabei werden Fehler toleriert, um die natürliche Motivation nicht zu zerstören. Es sei denn es handelt sich um grobe Lautfehler.

Für den Lehrer gilt hierbei das „Prinzip der minimalen Hilfe“. Das bedeutet, dass der Schüler selbständig arbeitet und der Lehrer ihm nur hilft, wenn es unbedingt nötig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Krise des traditionellen Fibelunterrichts und stellt die Notwendigkeit alternativer Konzepte zur Förderung der Schreibkompetenz vor.

2. Zusammenfassung beider Konzepte: Es werden die methodischen Grundzüge von Jürgen Reichen und Norbert Sommer-Stumpenhorst erläutert, wobei besonderes Augenmerk auf die Rolle der Anlauttabelle und des Lehrers gelegt wird.

3. Definition: Probleme im Schriftspracherwerb: Dieses Kapitel grenzt allgemeine Lernschwierigkeiten im Unterricht von klinischen Diagnosen wie Legasthenie ab und thematisiert Lautierungsprobleme.

4. Probleme im Schriftspracherwerb (Schwerpunkt: Lautierungsprobleme): Eine detaillierte Betrachtung der spezifischen Übungsformen und Hilfestellungen bei Lautierungsschwierigkeiten in beiden vorgestellten Konzepten.

5. Vergleich beider Konzepte: Eine Gegenüberstellung der Ansätze hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten, insbesondere der Selbstständigkeit des Lernens, und ihrer methodischen Unterschiede.

6. Schlussbetrachtung: Ein kritisches Resümee über die Eignung der Konzepte für verschiedene Schülertypen und die Herausforderungen im schulischen Alltag.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Lesen durch Schreiben, Richtig schreiben lernen von Anfang an, Lautieren, Anlauttabelle, Erstleseunterricht, Lernmotivation, Didaktik, Lautierungsübungen, Individuelles Lernen, Fehlerkultur, Lautisolierung, Rechtschreibförderung, Pädagogik, Sprachgefühl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die zwei populären pädagogischen Konzepte zum Schriftspracherwerb von Jürgen Reichen und Norbert Sommer-Stumpenhorst und bewertet deren Wirksamkeit bei der Bewältigung von Lernproblemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Erstleseunterricht, der Einsatz von Anlauttabellen, die Rolle des selbstgesteuerten Lernens und der Umgang mit Schwierigkeiten beim Lautieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die didaktischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Ansätze aufzuzeigen und zu klären, wie Lehrer bei Lautierungsproblemen unterstützen können, ohne die Lernmotivation der Kinder zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich der theoretischen Grundlagen sowie der methodischen Anwendung der Konzepte in der Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte einzeln zusammengefasst, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Lautierungsübungen und Empfehlungen bei auftretenden Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schriftspracherwerb, Lautieren, Anlauttabelle, Individualisierung, Lernmotivation und die spezifischen Autorenkonzepte.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Lehrers in beiden Konzepten?

Bei Reichen agiert der Lehrer primär als Berater nach dem "Prinzip der minimalen Hilfe", während Sommer-Stumpenhorst eine stärker strukturierte Technikvermittlung und Lernstandskontrollen (HSSP) vorsieht.

Wie gehen die Konzepte mit Fehlern um?

Beide Ansätze tolerieren Fehler, um die natürliche Motivation zu erhalten, wobei Sommer-Stumpenhorst Fehler tendenziell stärker als Diagnoseinstrument für weitere gezielte Übungen nutzt.

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Details

Title
Probleme im Schriftspracherwerb
College
Bielefeld University  (FB Germanistik)
Course
Didaktik des Erstleseunterrichts
Grade
nicht benotet
Author
Tanja Knüppel (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V13667
ISBN (eBook)
9783638192590
Language
German
Tags
Probleme Schriftspracherwerb Didaktik Erstleseunterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Knüppel (Author), 2002, Probleme im Schriftspracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13667
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