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Digitale Selbstdarstellung. Züchten soziale Medien eine Generation Narzissten?

Titel: Digitale Selbstdarstellung. Züchten soziale Medien eine Generation Narzissten?

Hausarbeit , 2023 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Adam Ladkani (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Analyse untersuchen wir die Rolle der Selbstdarstellung in sozialen Medien und fragen uns, ob diese Plattformen eine Generation digitaler Narzissten fördern. Wir erkennen, dass die Frage in ihrer derzeitigen Formulierung zu vereinfacht ist, und versuchen daher, die verschiedenen Arten sozialer Medien und ihre individuellen Auswirkungen auf die Selbstdarstellung zu erfassen.

Im digitalen Zeitalter hat sich die Selbstdarstellung, die Shakespeare einst als menschliches Grundverhalten erkannte, auf eine neue Ebene verlagert: die sozialen Medien. Dieser Analyse widmet sich der kritischen Untersuchung der Rolle, die soziale Medien in dieser modernen Form der Selbstdarstellung spielen. Dabei wird die weit verbreitete Behauptung in Frage gestellt, soziale Medien züchten eine Generation digitaler Narzissten. Die Vielfältigkeit der "sozialen Medien" als Kategorie, von Facebook und Instagram über WhatsApp bis hin zu Online-Rollenspielen und Foren, wird dabei in Betracht gezogen, um eine nuancierte Antwort auf diese Frage zu geben. Die Rolle der Selbstdarstellung in den sozialen Medien und die daraus resultierende Konsequenzen werden eingehend beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.0 Narzismus

2.1 Begriffsbedeutung, Ursprung und Alltagsgebrauch

2.2 Narzissmus als wissenschaftlicher Begriff

2.2.1 Was sind die auffälligsten Symptome von Narzissmus?

2.2.2 Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung

3.0 Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken

3.1 Selbstdarstellung

3.2 Impression Management

3.3 Social Media

3.4 Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken

3.5 Was ist eine "Verhaltenstherapie"?

4.0 Konsequenzen und Herausforderungen in den sozialen Netzwerken

4.1 Überforderung und Verunsicherung

4.2 Konkurrenzproblem

4.3 Suchtgefahr

4.4 Cybermobbing

4.5 Gefahr: die Inszenierung und Realität überlappen

4.6 Grooming

4.7 Datenschutzgefährdung

4.8 Adressierungsfehler

4.9 Angst vor der sozialen Isolation

5.0 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht diskursiv, inwieweit soziale Netzwerke die Selbstdarstellung und Selbstpräsentation von Jugendlichen beeinflussen und ob diese Prozesse die Herausbildung narzisstischer Persönlichkeitsstrukturen oder Verhaltensweisen begünstigen bzw. fördern.

  • Die psychologische Bedeutung und Entstehung von Narzissmus.
  • Soziologische Mechanismen der Selbstdarstellung und des "Impression Managements".
  • Die Rolle von sozialen Medien als Plattform für digitale Identitätskonstruktion.
  • Konsequenzen wie Überforderung, Konkurrenzdruck und Cybermobbing.
  • Die kritische Reflexion des Einflusses von Influencern und Scheinrealitäten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Selbstdarstellung

"Die Hölle, das sind die anderen.“5 Die Quelle aller Selbstdarstellung entspringt, Sartre folgend, aus dem Druck, den der Blick der anderen Menschen auf uns ausübt. Im Gegensatz zur dinglichen Welt um uns herum, in der alles "an sich" ist und das Ding kein Bewusstsein von sich hat, wird sich der Mensch im Gewahr werden des fremden Blicks seiner selbst bewusst. Er ist nicht "mit sich selbst identisch", in diesem Augenblick ist er nicht einmal autonom "für sich", denn der Andere konstituiert sein Selbst nun mit, macht ihm bewusst, dass er nicht nur erkennendes Subjekt, sondern auch erkanntes Objekt für andere Subjekte ist (Vgl. Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie). Nicht wenigen wird ihr Ausgeliefertsein gegenüber dem fremden Blick geradezu metaphysisch bewusst und dieser machtvolle Blick bewirkt schamhafte Abwehrreflexe:

"Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze." 6

Sich entlarvt fühlend, die eigene bloße Erscheinung für nicht angemessen genug haltend, zeigen die biblischen Urahnen Adam und Eva sich nicht länger, "wie Gott sie schuf", sondern stellen sich beschürzt, verhüllt, auf jeden Fall verändert dar.

Wenn man das Bild weiterspinnen möchte, so drängt sich der Vergleich zu heutiger Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken auf. Es wirkt so, als fände sich heute ein großer Teil der Social Media Communities für den fremden Blick nicht mehr gut genug, so dass man digitale Feigenblätter zu virtuellen Schurzen flechtet und diverse Filter und Bildbearbeitungsprogramme nutzt, um nicht die blanke, bloße Person in ihrem vermuteten Ungenügen zu präsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Selbstdarstellung und Darstellung der zentralen Forschungsfrage, ob soziale Medien eine Generation narzisstischer Menschen züchten.

2.0 Narzismus: Beleuchtung der Begriffsgeschichte und der psychologischen Kriterien einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sowie deren Ursprünge.

3.0 Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken: Analyse der theoretischen Grundlagen von Selbstdarstellung und Impression Management im Kontext von digitalen Netzwerken.

4.0 Konsequenzen und Herausforderungen in den sozialen Netzwerken: Untersuchung der spezifischen Risiken für Jugendliche, von Konkurrenzdruck und Suchtgefahr bis hin zu Cybermobbing und Datenschutzproblemen.

5.0 Resümee: Zusammenführung der Ergebnisse und Stellungnahme zu den negativen Auswirkungen exzessiver medialer Selbstdarstellung auf das Selbstbild Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Narzissmus, Selbstdarstellung, Soziale Netzwerke, Impression Management, Jugendliche, Identitätsbildung, Cybermobbing, Scheinrealität, Selbstwertgefühl, Influencer, Medienpsychologie, digitale Identität, psychische Gesundheit, Suchtgefahr, soziale Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie soziale Netzwerke die Selbstdarstellung und das Selbstbild von Jugendlichen prägen und ob die dort praktizierte Form der Selbstdarstellung narzisstische Persönlichkeitszüge fördern kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die psychologische Definition von Narzissmus, soziologische Theorien zur Selbstdarstellung (Impression Management), die Dynamiken sozialer Medien sowie die gesundheitlichen und sozialen Risiken für Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, diskursiv darzustellen, inwiefern soziale Netzwerke durch ihre Architektur und Funktionen zur Förderung einer narzisstischen Generation beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursive und analytische Auseinandersetzung mit der Literatur, empirischen Studien (wie der JIM-Studie) sowie psychologischen und soziologischen Grundlagenwerken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Narzissmus und der Selbstdarstellung sowie in eine detaillierte Analyse spezifischer Probleme in sozialen Netzwerken, wie Konkurrenz, Suchtpotenziale und Mobbing.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Narzissmus, Selbstdarstellung, Soziale Netzwerke, Impression Management und Jugendliche charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Like"-Funktion in der Argumentation des Autors?

Die "Like"-Funktion wird als eine Art "Währung" betrachtet, die als soziale Belohnung fungiert und das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, was zu Suchtverhalten und ständigem Konkurrenzdruck führt.

Welchen Einfluss haben Influencer auf das Selbstbild der Zielgruppe?

Influencer tragen laut Autor dazu bei, eine "Scheinrealität" zu suggerieren, die durch Filter und Inszenierungen den Normierungsdruck erhöht und Jugendliche dazu verleitet, ihre eigene Identität an unerreichbaren Idealen auszurichten.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitale Selbstdarstellung. Züchten soziale Medien eine Generation Narzissten?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Psychologie)
Veranstaltung
Kommunikation und Interaktion
Note
1,3
Autor
Adam Ladkani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
23
Katalognummer
V1366808
ISBN (eBook)
9783346897626
ISBN (Buch)
9783346897633
Sprache
Deutsch
Schlagworte
#Selbstdarstellung #Sozialenetzwerke #Narzismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adam Ladkani (Autor:in), 2023, Digitale Selbstdarstellung. Züchten soziale Medien eine Generation Narzissten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366808
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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