Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Konzept des handlungsorientierten Unterrichts.
Zunächst sollen der Begriff der Handlung skizziert und theoretische Grundlagen und Merkmale, sowie Dimensionen des Konzeptes nachgezeichnet werden, um danach die Notwendigkeit von handlungsorientiertem Unterricht zu begründen.
Weiterhin sollen praktische Beispiele aufgezeigt werden, um die Anschaulichkeit geeigneter Methoden darzustellen. Dabei wird besonders auf den Projektunterricht als handlungsorientierten Unterricht eingegangen.
In einem abschließenden Fazit soll kritisch Stellung zum Konzept und zur Durchführung des handlungsorientierten Unterrichts bezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen handlungsorientierten Unterrichts
2.1 Merkmale
2.2 Dimensionen
3. Notwendigkeit handlungsorientierten Unterrichts
4. Praktische Beispiele
4.1 Projektunterricht
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept des handlungsorientierten Unterrichts auseinander, um dessen theoretische Grundlagen zu beleuchten und die Notwendigkeit für diesen pädagogischen Ansatz in der modernen Schule zu begründen.
- Historische Herleitung des Konzepts
- Definition von Handlung und Handlungsorientierung
- Dimensionen und Merkmale für die praktische Anwendung
- Begründung der Notwendigkeit durch veränderte Lebenswelten
- Praxisbeispiel: Projektunterricht
Auszug aus dem Buch
2. Theoretische Grundlagen handlungsorientierten Unterrichts
Die Idee, Denken und Handeln im Unterricht miteinander zu verbinden ist relativ alt. So lässt sich das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts auf viele Ansätze früherer pädagogischer Überlegungen zurückführen: „Tatanschauung (Fröbel) – Arbeitsschulprinzip (Kerschensteiner) – learning by doing (Dewey) – das Igenium des Praktischen (Möller) – Bildung durch Gebrauch der Hände und Füße (Wetterling) – das Denken an den Sachen entlang (O. Wagner) – operationales Lernen (Piaget) – das schöpferische Tun (Metzger)“ (Bönsch, 1998, S. 72).
Gekennzeichnet sind diese Ansätze durch das Prinzip der Anschaulichkeit und des Handelnlassens (vgl. Wörterbuch Neue Schule, 1998, S. 13).
Dabei muss der Begriff des Handelns konkretisiert werden, da nicht jede Tätigkeit als Handlung im Sinne des vorliegenden Konzeptes verstanden werden kann. Eine Handlung ist demnach eine „sinnbestimmte […] Bearbeitung einer Thematik, […] die immer kognitive Elemente (Überlegen, Erörtern, Planen, Steuerung der Durchführung, Bewertung der Ergebnisse) enthält, mit der man sich identifiziert […], die Gebrauchswert hat und die häufig praktische Tätigkeiten (Herstellen, Bauen, Zeichnen, Mitteilen, Durchführen) und Ergebnisse (Bilder, Collagen, Modelle, Ausstellungen […]) zum Inhalt hat“ (Bönsch, 1998, S. 72).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieser Abschnitt skizziert den Begriff der Handlung sowie die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen handlungsorientierten Unterrichts: Hier werden die historischen Ansätze, die Merkmale ganzheitlichen Lernens sowie die verschiedenen Dimensionen der Handlungsorientierung detailliert erläutert.
3. Notwendigkeit handlungsorientierten Unterrichts: Das Kapitel begründet, warum handlungsorientierter Unterricht angesichts abstrakter werdender Lebenswelten essenziell für die Entwicklung von Denkstrukturen ist.
4. Praktische Beispiele: Dieser Teil zeigt auf, wie das Konzept in der Schulpraxis angewendet werden kann, insbesondere durch den Fokus auf den Projektunterricht.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Bedeutung und den Stellenwert des handlungsorientierten Ansatzes in der heutigen Bildungslandschaft.
Schlüsselwörter
Handlungsorientierter Unterricht, Ganzheitliches Lernen, Projektunterricht, Handlungsprodukte, Schüleraktivität, Lebensweltorientierung, Pädagogik, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Selbsttätigkeit, Handlungskompetenzen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Notwendigkeit des handlungsorientierten Unterrichts als Gegenentwurf zum rein rezeptiven Lernen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Definition des Handlungsbegriffs, die Merkmale und Dimensionen der Handlungsorientierung sowie deren Anwendung im Projektunterricht.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, den Mehrwert von handlungsorientiertem Unterricht für die Lernmotivation und den Sinnzusammenhang in der Schule aufzuzeigen und zu begründen.
Welche methodischen Ansätze werden diskutiert?
Es werden verschiedene Dimensionen der Handlungsorientierung, von der Projektarbeit bis hin zu simulierten Wirklichkeiten, kritisch analysiert.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung von Merkmalen und Dimensionen sowie die praktische Umsetzung im Projektunterricht.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Schlüsselbegriffe wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Selbsttätigkeit und Praxisrelevanz definieren.
Wie definiert das Dokument eine „Handlung“ im Unterrichtskontext?
Eine Handlung wird als sinnbestimmte Bearbeitung einer Thematik verstanden, die kognitive Elemente sowie praktische Tätigkeiten umfasst und einen identitätsstiftenden Gebrauchswert besitzt.
Warum hält der Autor den handlungsorientierten Unterricht für notwendig?
Aufgrund der zunehmenden Abstraktion der modernen Welt müssen SchülerInnen in der Schule die Möglichkeit erhalten, durch tätige Auseinandersetzung und sinnliche Erfahrungen Denkstrukturen aufzubauen.
- Quote paper
- Robert Pilgrim (Author), 2009, Handlungsorientierter Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136699