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Sigmund Freuds Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung

Methodische Grundlagen, Grundannahmen und Kritik

Title: Sigmund Freuds Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Gräbner (Author)

Pedagogy - General
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In dieser Hausarbeit werden wir uns mit der von Sigmund Freund begründeten Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung beschäftigen und dabei auf die methodischen Grundlagen und Grundannahmen eingehen. Im Anschluss soll zudem eine kritische Darstellung erfolgen. Unser Ziel ist es, die oben genannte Theorie in ihren Kernaussagen darzustellen, indem die einzelnen Theorieaspekte nacheinander erläutert und ansatzweise in Verbindung gebracht werden.

Die Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung lässt sich der Gruppe der Entwicklungstheorien zuordnen. Sie unterscheidet sich von anderen einflussreichen Ansätzen, wie beispielsweise der Epistemologie Jean Piagets insofern, als dass sie der Kernannahme zugrunde liegt, dass sich das Verhalten eines Menschen nicht ausschließlich durch bewusste psychische Vorgänge erklären lässt. Die wissenschaftliche Bedeutung der von Freud begründeten Theorie besteht darin, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Entstehung eine neuartige Betrachtungsweise der menschlichen Psyche beinhaltete. Es ist gewissermaßen eine Kränkung des menschlichen Selbstverständnisses, da hierbei die Behauptung angestellt wird, dass der Mensch in seinem Wesen nicht „Herr in seinem eigenen Haus“ ist.

In der nun folgenden Arbeit werden wir zunächst die methodischen Grundlagen, die zur Entstehung dieser Theorie führten, erläutern. Im Anschluss daran sollen die daraus abgeleiteten Grundannahmen, zu denen die Trieblehre, die psycho-sexuelle Entwicklungsstufen, der psychische Apparat sowie die psychischen Qualitäten zählen, dargestellt werden. Zum Schluss wollen wir Stärken und Schwächen der Theorie aufzeigen, die zu einer kritischen Einschätzung im Schlussteil befähigen sollen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodische Grundlagen

3. Grundannahmen der psycho-sexuellen Entwicklungstheorie

3.1 Die Trieblehre

3.2 Die psycho-sexuellen Entwicklungsstufen

3.3 Der psychische Apparat

3.4 Die psychischen Qualitäten

4. Kritik

4.1 Stärken

4.2 Schwächen

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud in ihren methodischen Grundlagen und zentralen Annahmen darzustellen, um anschließend eine fundierte kritische Einordnung der Theorie und ihrer Kernaussagen vorzunehmen.

  • Historische Entwicklung der psychoanalytischen Methodik
  • Die Trieblehre und die psychische Energie (Libido)
  • Phasenmodell der psycho-sexuellen Entwicklung
  • Strukturmodell der Psyche (Es, Ich, Über-Ich)
  • Kritische Reflexion der psychoanalytischen Theoriebildung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Trieblehre

Triebe sind die Fähigkeit, auf physiologische Prozesse mit einem Spannungszustand zu reagieren, welcher von der Person als Erregung wahrgenommen wird. Die Reaktionen, welche auf diese Spannungszustände folgen, werden hierbei nicht konkret eingeschlossen, weshalb es möglich wird, dass Einflüsse der Umwelt, Überlegungen und Erfahrung die Reaktionen modifizieren können. Sie sind also nicht bereits vorweg festgelegt. Aus diesem Grund sind Triebe letztlich mehr als ein bloßer Instinkt (vgl. Brenner; 1967: 27ff.).

Den von Freud angenommenen Trieben liegt dabei eine biologisch verankerte Struktur zugrunde, welche dualistisch geprägt ist. Sie setzt sich aus dem „Eros“ (=Lebenstrieb) sowie dem „Thanatos“ (=Destruktionstrieb) zusammen. Das Ziel des Eros ist es, immer größere Einheiten herzustellen und die bereits bestehenden Bindungen zu erhalten. Das Ziel des Thanatos ist es dagegen, diese Bindungen wieder aufzuheben und auf diese Weise Dinge zu zerstören. (vgl. Freud; 2001: 62). Beide Triebe können sich sowohl kombinieren als auch gegeneinander wirken und sind zu nicht näher bestimmbaren Anteilen miteinander gemischt (vgl. Brenner; 1967: 31).

Ausdruck der Triebe ist die auf Lustgewinn gerichtete psychische Energie, welche Freud als „Libido“ bezeichnet. Beide Triebe versorgen die Psyche mit dieser Energie und treiben das Individuum zur Tätigkeit an (vgl. Brenner; 1967: 26). Dies geschieht nach dem „Lustprinzip“, da die von der Person erlebte Erregung nach möglichst unmittelbarer lustvoller Triebbefriedigung strebt und Unlust vermeiden will. Letztlich sind die durch die Triebe erzeugten Bedürfnisspannungen sogar Ursache jeder denkbaren Aktivität. Dies liegt nach Freud zum einen daran, dass sämtliche Tätigkeiten des Menschen ausnahmslos auf den Abbau der wahrgenommenen Erregung gerichtet sind und zum anderen an der inbegriffenen Konsequenz, dass dieser Prozess erneut beginnt, sobald ein Zustand der Entspannung durch Triebbefriedigung wieder verlassen wurde (vgl. Freud; 2001: 61). Somit werden die Triebe bei Freud zum Motor jeder menschlichen Aktivität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Freuds Theorie dar und umreißt die Struktur der Arbeit von den Grundlagen bis zur kritischen Würdigung.

2. Methodische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Psychoanalyse durch die klinische Arbeit von Freud und die Entwicklung der Techniken Hypnose und freie Assoziation.

3. Grundannahmen der psycho-sexuellen Entwicklungstheorie: Hier werden die zentralen Säulen der Theorie behandelt, insbesondere die Trieblehre, das Stufenmodell, das Instanzenmodell der Psyche sowie die verschiedenen Bewusstseinsebenen.

4. Kritik: In diesem Teil werden sowohl die innovativen Stärken als auch die methodischen und inhaltlichen Schwächen der psychoanalytischen Theorie diskutiert.

5. Schlussteil: Das abschließende Kapitel fasst den bleibenden Einfluss Freuds auf die Psychologie und angrenzende Wissenschaften zusammen.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Sigmund Freud, psycho-sexuelle Entwicklung, Trieblehre, Eros, Thanatos, Libido, psychischer Apparat, Es, Ich, Über-Ich, Ödipuskonflikt, Bewusstseinsebenen, Traumdeutung, Wissenschaftskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud, ihren theoretischen Grundannahmen sowie ihrer methodischen Basis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Trieblehre, das Entwicklungsstufenmodell, den psychischen Apparat (Instanzenmodell) sowie die kritische Reflexion des wissenschaftlichen Wertes dieser Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Kernaussagen der Freudschen Theorie verständlich darzulegen und sie einer wissenschaftlichen Prüfung hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen zu unterziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse relevanter Fachquellen basiert, um die Konzepte Freuds systematisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Psychoanalyse, die detaillierte Darstellung der Triebtheorie, die verschiedenen Lebensphasen, den psychischen Apparat und die psychischen Qualitäten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der psycho-sexuellen Entwicklung vor allem die Begriffe Es, Ich und Über-Ich, die Libido sowie die kritische Debatte um die empirische Überprüfbarkeit der Psychoanalyse.

Wie unterscheidet Freud zwischen den Trieben Eros und Thanatos?

Der Eros ist der Lebens- und Verbindungstrieb, der Einheiten bilden will, während der Thanatos als Destruktionstrieb die Aufgabe hat, Bindungen zu lösen und Dinge zu zerstören.

Warum wird die Psychoanalyse oft für ihre mangelnde Überprüfbarkeit kritisiert?

Die Kritik beruht darauf, dass viele psychoanalytische Konzepte retrospektiv und spekulativ entstanden sind und eine eindeutige Falsifizierbarkeit, wie sie in modernen Wissenschaften gefordert wird, oft fehlt.

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Details

Title
Sigmund Freuds Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung
Subtitle
Methodische Grundlagen, Grundannahmen und Kritik
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Patrick Gräbner (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V136747
ISBN (eBook)
9783640443819
ISBN (Book)
9783640443550
Language
German
Tags
Freud psychosexuelle Entwicklung; ENtwicklung SIgmund Freud
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Gräbner (Author), 2006, Sigmund Freuds Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136747
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