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Moralisches Handeln aus Selbstinteresse

Gibt es rein altruistische Handlungen?

Title: Moralisches Handeln aus Selbstinteresse

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anika Nagel (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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In der vorliegenden Arbeit wird von der These
ausgegangen, dass es keine moralisch guten Handlungen gibt, ohne dass ein minimaler Anteil an Selbstinteresse verfolgt wird. Es wird zuerst der Versuch einer Definition der moralisch guten Handlung an sich unternommen, auf die ich mich auf
den darauffolgenden Seiten beziehe. Anschließend wird auf die Theorie von moralischem Handeln aus Selbstinteresse und des ethischen Egoismus eingegangen und diese anhand der Ausführungen von Anton Leist und Julia Annas dargestellt und diskutiert. Um die Grenze zwischen einer rein altruistischen Handlung und einer
„nur“ guten Handlung zu präzisieren werde ich versuchen den Begriff Altruismus als solches zu analysieren und anknüpfend prüfen inwiefern dieser mit einer moralischen Handlung gleichzusetzen ist. Abschließend steht Frage, ob es rein altruistische Handlungen gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum handeln wir moralisch?

3. Moralisches Handeln aus Selbstinteresse

3.1. Ethischer Egoismus

4. Altruismus

5. Gibt es eine rein altruistische Handlung?

6. Schlussbemerkungen

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen moralisch gutem Handeln und dem persönlichen Selbstinteresse. Dabei geht sie der zentralen Forschungsfrage nach, ob es überhaupt rein altruistische Handlungen geben kann oder ob in jede vermeintlich uneigennützige Tat ein notwendiger Anteil an Selbstinteresse einfließt.

  • Analyse des Begriffs der moralisch guten Handlung
  • Diskussion des ethischen Egoismus nach Julia Annas
  • Untersuchung moralischer Normen und Interessen nach Anton Leist
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Altruismus-Begriff nach John Elster
  • Differenzierung zwischen Selbstinteresse und ethischem Egoismus

Auszug aus dem Buch

3. Moralisches Handeln aus Selbstinteresse

Da Selbstinteresse ein Antonym zu Altruismus darstellt, dürfte beides in keiner Form miteinander vereinbar sein. Jedoch gibt es Handlungen, die moralisch gut sind und dem Akteur trotzdem zu einem Nutzen verhelfen. Meist ist dies lediglich ein gutes Gefühl, welches wiederum zum eigenen Wohlbefinden beiträgt und somit zum persönlichen Glück. Kann man aber behaupten, dass wirklich ausnahmslos jeder Akteur einer moralisch guten Handlung einen gewissen Anteil an Selbstinteresse verfolgt?

Anton Leist fasst Moral als eine Institution auf, die zur Lösung von Interessenkonflikten dient und bezeichnet moralische Normen als eine Kategorie sozialer Normen. In seiner, auf zwei Argumenten basierenden, Sozialthese der Begründung, stellt er die Behauptung auf, Moralbegründungen seien nur ein Ausweisen gegenüber Interessen. Als Belege für eine Divergenz von Moral und Interessen stellt er das Motivations-Argument und das Selbstinteresse-Argument auf. Erstes besagt, dass die Moral Forderungen an uns stellt, wir nur aufgrund unserer Motive zu praktischen Forderungen Stellung nehmen können und die Begründung aus Interessen, also aus der Motivation heraus, die einzig mögliche ist. Mit dem Selbstinteresse – Argument will Leist zum Ausdruck bringen, dass die Moral Ansprüche und Forderungen zu Gunsten von anderen erhebt, und deshalb dies die Art der Begründung ist, bei der man von seinen eigenen Interessen ausgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem moralischen Handelns und stellt die These auf, dass moralisch gute Handlungen stets mit einem gewissen Grad an Selbstinteresse verbunden sind.

2. Warum handeln wir moralisch?: Dieses Kapitel beleuchtet konsequentialistische Ansätze und die Theorie des ethischen Egoismus von Julia Annas im Hinblick auf die Beweggründe menschlichen Verhaltens.

3. Moralisches Handeln aus Selbstinteresse: Hier wird anhand von Anton Leist erörtert, wie Moral als Institution zur Interessenabwägung dient und warum ein gewisses Maß an Selbstinteresse in moralischen Handlungen unvermeidbar erscheint.

3.1. Ethischer Egoismus: Dieser Abschnitt vertieft die Diskussion um Tugenden und die Glückseligkeitslehre, wobei untersucht wird, inwiefern der eigene Nutzen eine Rolle in der ethischen Rechtfertigung spielt.

4. Altruismus: Das Kapitel analysiert den Begriff des Altruismus und hinterfragt kritisch, ob uneigennützige Handlungen wie Spenden oder Hilfeleistungen tatsächlich frei von Selbstinteresse sind.

5. Gibt es eine rein altruistische Handlung?: Auf Basis der Ausführungen von Christiopher Jencks wird die Möglichkeit absolut rein altruistischer Handlungen diskutiert, wobei anonyme Hilfe als Beispiel dient.

6. Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass rein altruistische Handlungen eine Seltenheit sind, dies jedoch für den moralischen Wert der Handlungen nicht zwingend abträglich sein muss.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Untermauerung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Moral, Altruismus, Selbstinteresse, Ethischer Egoismus, Tugendethik, Utilitarismus, Handlungsfolgen, Motivation, Soziale Normen, Interessenkonflikt, Glückseligkeit, Eudämonismus, Gemeinwohl, Anonyme Hilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Moral und Selbstinteresse und geht der Frage nach, ob Handlungen, die als moralisch gut gelten, zwingend eigennützige Anteile enthalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Ethik des Egoismus, die Definition von Altruismus sowie die soziologischen und psychologischen Motive hinter moralischem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grenze zwischen Altruismus und einer "nur" guten, weil interessengeleiteten Handlung zu bestimmen und zu prüfen, ob rein altruistisches Handeln existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine philosophische Diskursanalyse, in der theoretische Ansätze von Autoren wie Anton Leist, Julia Annas und John Elster kritisch diskutiert und aufeinander bezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, warum Menschen moralisch handeln, wie moralische Normen mit Interessen konkurrieren und ob selbstloses Handeln angesichts menschlicher Psychologie möglich ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Moral, Altruismus, Selbstinteresse, Ethischer Egoismus und Tugendethik.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Egoismus und Selbstinteresse?

Anhand von Anton Leists Definition wird Egoismus als explizite moralische Bewertung betrachtet, während Selbstinteresse als wertfreier Begriff für Interessen einer Person dient.

Welche Rolle spielt die Anonymität bei Spenden?

Anonyme Spenden werden als Indikator für potenziell rein altruistische Handlungen diskutiert, da hier der Wunsch nach sozialer Anerkennung als Motiv entfällt.

Wird Tugendhaftigkeit durch Eigeninteresse entwertet?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es nicht verwerflich ist, wenn tugendhaftes Handeln auch dem Akteur ein gutes Gefühl oder Anerkennung verschafft, solange keine materielle Bereicherung im Vordergrund steht.

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Details

Title
Moralisches Handeln aus Selbstinteresse
Subtitle
Gibt es rein altruistische Handlungen?
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Moralische Praxis und ethische Begriffe
Grade
1,0
Author
Anika Nagel (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V136758
ISBN (eBook)
9783640445080
ISBN (Book)
9783640467983
Language
German
Tags
Moralisches Handeln Selbstinteresse Gibt Handlungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Nagel (Author), 2009, Moralisches Handeln aus Selbstinteresse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136758
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