Diese Arbeit untersucht die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika im Hinblick auf institutionelle Pfadabhängigkeiten, die die Akteure in der Außenpolitik in ihrem Verhalten beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
1. BEMERKUNGEN ZUR FRAGESTELLUNG, METHODIK, ANNAHMEN UND HYPOTHESEN
2. LITERATURÜBERBLICK
3. THEORETISCHER TEIL:
3.1 Institutionenbegriff und Zentrale Annahmen des Historischen Institutionalismus
3.2 Wandel von Institutionen aus der Sicht des historischen Institutionalismus
4. EMPIRISCHER TEIL: DIE VERFASSUNG UND IHRE INSTITUTIONELLE WIRKUNG FÜR DAS POLITIKFELD DER AUßENPOLITIK
4.1 Akteure der Außenpolitik und ihre konstitutionell festgelegten Kompetenzen – Institutionelle Rahmenbedingungen für Politik und Geschichte
4.1.1 Institutionell bedingte Pfadabhängigkeiten und ihre Wirkung
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika als institutionelles Regelwerk und untersucht, inwieweit daraus resultierende Pfadabhängigkeiten die US-Außenpolitik historisch und in der Gegenwart strukturieren und beeinflussen.
- Historischer Institutionalismus als theoretischer Erklärungsrahmen
- Die Verfassung als formales institutionelles Regelwerk
- Kompetenzverteilung zwischen Präsident und Kongress in der Außenpolitik
- Analyse institutioneller Pfadabhängigkeiten an Fallbeispielen
- Diskussion über institutionellen Wandel und Stabilität
Auszug aus dem Buch
4.1 Akteure der Außenpolitik und ihre konstitutionell festgelegten Kompetenzen – Institutionelle Rahmenbedingungen für Politik und Geschichte
Mit der Verabschiedung des Verfassungstextes auf dem Verfassungskonvent in Philadelphia von 1787 schufen die Gründungsväter einen konstitutionellen Rahmen für die Politik, oder besser politische Entscheidungsprozesse, welcher weitreichende institutionelle Restriktionen für die entsprechenden Akteure vorsah. Dieser Rahmen sah eine strikte Trennung der drei Gewalten Legislative, Exekutive und Judikative vor. So heißt es in der Verfassung der USA zur Kompetenzverteilung der Verfassungsorgane Präsident und Konngress: „All legislative Powers herein granted shall be vested in a Congress of the United States, which shall consist of a Senate and House of Representatives.“ Währenddessen sämtliche exekutiven Kompetenzen beim Präsidenten der USA liegen: „The executive Power shall be vested in a President of the United States of America.“ Es wird sich hier auf die beiden Verfassungsorgane Präsident und Kongress beschränkt, da de facto und ursprünglich auch de jure, nur diese beiden Körperschaften über Kompetenzen in der Außenpolitik verfügen. Wir werden gleich sehen, wie diese Kompetenzen gestaltet sind. Es ist aber vorab nötig sich diese, für durch die Erfahrung parlamentarisch Regierungssysteme geprägte Europäer, Eigenart des amerikanischen Regierungssystem zu verdeutlichen: Die konstitutionelle Gewaltentrennung von Exekutive und Judikative. Dieses Verständnis ist eine notwendige Vorrausetzung für die spätere Betrachtung der Kompetenzaufteilung, aber auch das Konkurrenz, wie das teils informelle Kollegialitätsverhältnis der Körperschaften.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung und den interdisziplinären Ansatz zur Analyse der US-Verfassung unter Berücksichtigung von Pfadabhängigkeiten.
1. BEMERKUNGEN ZUR FRAGESTELLUNG, METHODIK, ANNAHMEN UND HYPOTHESEN: Darlegung des Hypothesensets und Erläuterung der methodischen Herangehensweise an die Thematik.
2. LITERATURÜBERBLICK: Kurze Zusammenschau der relevanten Fachliteratur zur historischen Entwicklung der USA um 1787.
3. THEORETISCHER TEIL: Erläuterung des theoretischen Frameworks des „historischen Institutionalismus“ und Definition zentraler Begriffe wie Institution und Pfadabhängigkeit.
3.1 Institutionenbegriff und Zentrale Annahmen des Historischen Institutionalismus: Konzeptionelle Abgrenzung des Institutionenbegriffs und Erläuterung der Annahme, dass Institutionen politische Ereignisse strukturieren.
3.2 Wandel von Institutionen aus der Sicht des historischen Institutionalismus: Untersuchung der Bedingungen für institutionellen Wandel durch exogene Faktoren und „critical junctures“.
4. EMPIRISCHER TEIL: DIE VERFASSUNG UND IHRE INSTITUTIONELLE WIRKUNG FÜR DAS POLITIKFELD DER AUßENPOLITIK: Untersuchung der US-Verfassung als institutioneller Kontext für das Feld der Außenpolitik.
4.1 Akteure der Außenpolitik und ihre konstitutionell festgelegten Kompetenzen – Institutionelle Rahmenbedingungen für Politik und Geschichte: Analyse der Kompetenzverteilung zwischen Präsident und Kongress und der historischen Entwicklungslinien.
4.1.1 Institutionell bedingte Pfadabhängigkeiten und ihre Wirkung: Überprüfung der Hypothesen anhand der institutionellen Vorgaben und Fallbeispielen wie dem „war powers act“.
5. FAZIT: Zusammenführung der Untersuchungsergebnisse und Bestätigung des Einflusses institutioneller Regelwerke auf das politische Handeln.
Schlüsselwörter
US-Verfassung, Historischer Institutionalismus, Pfadabhängigkeit, Außenpolitik, Gewaltenteilung, Institutionen, Präsident, Kongress, Kompetenzverteilung, Politikfeld, Handlungsalternativen, Verfassungskonvent, Politische Entscheidungsprozesse, Institutionelles Regelwerk
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Verfassung der Vereinigten Staaten als institutionelles Regelwerk und analysiert, wie diese die Außenpolitik durch Pfadabhängigkeiten über Jahrhunderte hinweg strukturiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen den historischen Institutionalismus, die konstitutionelle Gewaltenteilung in den USA sowie die Interaktion zwischen Präsident und Kongress im Bereich der Außenpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie institutionelle Rahmenbedingungen, die 1787 geschaffen wurden, die Handlungsspielräume heutiger politischer Akteure in der Außenpolitik maßgeblich prägen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein interdisziplinärer, theoriegeleiteter Ansatz des historischen Institutionalismus angewendet, um historische Ereignisse und institutionelle Strukturen systematisch zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den historischen Institutionalismus und einen empirischen Teil, der die Kompetenzverteilung zwischen Präsident und Kongress und deren institutionelle Wirkungen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen US-Verfassung, Pfadabhängigkeit, Historischer Institutionalismus, Außenpolitik, Gewaltenteilung sowie die Akteure Präsident und Kongress.
Warum wurde das Politikfeld der Außenpolitik für die Fallstudie gewählt?
Das Politikfeld wurde gewählt, da es eine hohe historische Relevanz besitzt und die institutionellen Kompetenzüberschneidungen zwischen den Verfassungsorganen besonders deutlich hervortreten.
Welche Rolle spielt die „Iran-Contra Affäre“ in der Argumentation?
Die Iran-Contra Affäre dient als Beispiel, um zu zeigen, wie Akteure versuchen, bestehende institutionelle Pfadabhängigkeiten durch illegale Prozedere zu umgehen, was die restriktive Wirkung des Regelwerks unterstreicht.
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- B.A. Jan-Frederik Kremer (Author), 2008, Die Verfassung der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136764