In dieser Arbeit wird gezeigt, wie die Kreativität von Grundschulkindern erfolgreich mit der Entwicklung und Anwendung von Streetart auf dem Schulgelände gefördert wird. Die These lautet, dass man durch die Entwicklung und Anwendung von Streetart im Schulhort die Kreativität bei Kindern der dritten bis fünften Klassen unterstützen kann. Der Fokus der Facharbeit liegt auf der kreativen Entfaltung der Kinder im Alltag und auf das Heranführen an Veränderung der Oberflächen durch sogenannte "Cans" (Sprühdosen). Von der Theorie bis zur Praxis wird alles genau beschrieben, zudem sind Beobachtungen, Verlaufspläne und Reflexionen zu finden.
Der Hintergrund der Arbeit ist folgender: Da die Kinder, die ich betreue, in urbanen Gebieten aufwachsen, genauso wie es bei mir damals war, ist es mir ein Anliegen, die Schönheit und Vielfalt dieser im besonderen Maße zu vermitteln. Täglich sind wir, die Bewohner einer Großstadt, einer Bombardierung froher Farben und Ideenreichtum ausgesetzt, ohne es bewusst zu bemerken. Die Häuserwände, die Schallschutzmauern, die Brücken, ja sogar die Dächer dieser Stadt sind voller Kunst. Straßenkunst. Streetart. Eine unglaubliche Vielzahl an Crew-Graffitis, Botschaften und Cartoon-Figuren schmücken fast jede Fläche dieser Stadt. Wenn man die Augen aufhält und sich die Zeit nimmt, diese zu entdecken, wird man fündig werden.
In meiner pädagogischen Arbeit bin ich immer wieder mit Graffiti-Künstlern in Berührung gekommen, weil sie einfach meine Arbeitskollegen waren. Dazu kam meine Neigung, kreative und außergewöhnliche Dinge zusammen mit den Kindern zu planen. Streetart umfasst so viel und ich kann auf eine vielfältige Weise die Kinder mit Ideen anregen, zudem ist es eine anerkannte Kunstform, die ihresgleichen sucht und immer wieder Schlagzeilen macht. Auch die Tatsache, dass die Einrichtung, in der ich arbeite, erst neu eröffnet wurde und man dort aktiv mitgestalten kann, schuf die Gelegenheit, mit den Kindern zusammen - über meine Facharbeit hinaus - Streetart wöchentlich anzubieten. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass Kreativität eine der Schlüsselkompetenzen ist, die Kinder bis hin zum Erwachsenenalter resilienter machen kann, in dem sie aktiv ihre Umgebung und ihre Umwelt selbst schöpferisch umgestalten können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenbegründung
1.2 These
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Kreativität
2.1.1 Wann kam der Begriff Kreativität auf und was ist Kreativität?
2.1.2 Was ist ästhetische Bildung?
2.1.3 Schule als kreativ hemmender Ort?
2.1.4 Was kann Kreativität von Kindern blockieren?
2.1.5 Wie kann man Kreativität fördern?
2.2 Was ist Streetart?
2.3 Projektarbeit
2.3.1 Was sind die Ziele einer Projektarbeit?
2.3.2 Aufbau eines Projekts
2.3.3 Partizipation - Welche Stufen der Beteiligung können erreicht werden?
2.3.4 Was ist der Situationsansatz und welche Rolle spielt dieser bei der Projektarbeit mit Kindern?
3 Praktische Umsetzung
3.1 Bedingungsanalyse
3.1.1 Externe Faktoren
3.1.2 Interne Faktoren
3.1.3 Soziokulturelle Voraussetzungen
3.1.4 Individuelle Voraussetzungen
3.2 Situationsanalyse
3.3 Beobachtungen
3.4 Projektdarstellung
4 Angebote
4.1 Grobziel und Feinziele
4.2 Tägliches Angebot 1: Whiteboards als Zeichenfläche nutzen
4.2.1 Planung
4.2.2 Materielle und organisatorische Bedingungen
4.2.3 Durchführung
4.2.4 Reflexion
4.3 Tägliches Angebot 2: Tablett Zeichnungen
4.3.1 Planung
4.3.2 Materielle und organisatorische Bedingungen
4.3.3 Durchführung
4.3.4 Reflexion
4.4 Zusätzliche Unterstützungen durch Bücher
4.5 Angebot: Graffito erstellen – Ausmalen
4.5.1 Planung
4.5.1.1 Planung: Überzeugungsarbeit Lehrer & Schulleitung
4.5.1.2 Planung: Der Einkauf
4.5.1.3 Planung: Die Umfrage
4.5.2 Materielle und organisatorische Bedingungen
4.5.3 Durchführung
4.5.4 Reflexion
4.6 Gesamtreflexion des Angebotes
4.6.1 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
4.6.2 Reflexion der Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz
5 Schlussbemerkung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Kreativität von Schulkindern der dritten bis fünften Klasse im Schulhort durch die Implementierung eines Streetart-Projekts gezielt zu fördern. Dabei wird untersucht, ob durch die aktive Auseinandersetzung mit künstlerischen Ausdrucksformen und der eigenständigen Gestaltung des Umfelds die schöpferischen Fähigkeiten sowie die Resilienz der Kinder nachhaltig gestärkt werden können.
- Forschung zur Kreativitätsförderung bei Kindern
- Anwendung des Situationsansatzes in der Hortarbeit
- Praktische Erprobung von Streetart (Whiteboards, Digitales Zeichnen, Spraydosen)
- Reflexion über Partizipation und pädagogische Handlungskompetenz
Auszug aus dem Buch
1.1 Themenbegründung
Da die Kinder, die ich betreue, in urbanen Gebieten aufwachsen, genauso wie es bei mir damals war, ist es mir ein Anliegen, die Schönheit und Vielfalt dieser im besonderen Maße zu vermitteln. Täglich sind wir, die Bewohner einer Großstadt, einer Bombardierung froher Farben und Ideenreichtum ausgesetzt, ohne es bewusst zu bemerken. Die Häuserwände, die Schallschutzmauern, die Brücken, ja sogar die Dächer dieser Stadt sind voller Kunst. Straßenkunst. Streetart. Eine unglaubliche Vielzahl an Crew-Graffitis, Botschaften und Cartoon-Figuren schmücken fast jede Fläche dieser Stadt. Wenn man die Augen aufhält und sich die Zeit nimmt, diese zu entdecken, wird man fündig werden. In meiner pädagogischen Arbeit bin ich immer wieder mit Graffiti-Künstlern in Berührung gekommen, weil sie einfach meine Arbeitskollegen waren. Dazu kam meine Neigung, kreative und außergewöhnliche Dinge zusammen mit den Kindern zu planen. Streetart umfasst so viel und ich kann auf eine vielfältige Weise die Kinder mit Ideen anregen, zudem ist es eine anerkannte Kunstform, die ihresgleichen sucht und immer wieder Schlagzeilen macht. Auch die Tatsache, dass die Einrichtung, in der ich arbeite, erst neu eröffnet wurde und man dort aktiv mitgestalten kann, schuf die Gelegenheit, mit den Kindern zusammen - über meine Facharbeit hinaus - Streetart wöchentlich anzubieten. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass Kreativität eine der Schlüsselkompetenzen ist, die Kinder bis hin zum Erwachsenenalter resilienter machen kann, in dem sie aktiv ihre Umgebung und ihre Umwelt selbst schöpferisch umgestalten können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation des Verfassers, die urbane Umgebung als Inspirationsquelle für Kinder zu nutzen, und postuliert die These, dass Streetart die Kreativität fördert.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert Konzepte wie Kreativität, ästhetische Bildung, Streetart sowie die theoretischen Fundamente der Projektarbeit und des Situationsansatzes.
3 Praktische Umsetzung: Analysiert die Rahmenbedingungen der Einrichtung, die kindliche Ausgangssituation und stellt die methodische Vorbereitung des Projekts vor.
4 Angebote: Dokumentiert die konkreten Praxisangebote mittels Whiteboards, Zeichentabletts und einer Spraydosen-Aktion inklusive ausführlicher Reflexion und Auswertung.
5 Schlussbemerkung und Ausblick: Resümiert die Projektergebnisse, reflektiert die aufgetretenen Herausforderungen wie Personalmangel und Wintersemester-Bedingungen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben.
Schlüsselwörter
Kreativitätsförderung, Streetart, Schulhort, Grundschule, Situationsansatz, Ästhetische Bildung, Partizipation, Projektarbeit, Medienkompetenz, Hand-Augen-Koordination, Kinder, Urbaner Raum, Graffiti, Pädagogische Handlungskompetenz, Resilienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der gezielten Förderung der Kreativität bei Kindern der dritten bis fünften Klasse durch die Anwendung von Streetart-Elementen im pädagogischen Hortalltag.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Kreativität und ästhetischer Bildung, die Prinzipien des Situationsansatzes in der Projektarbeit sowie die praktische Durchführung von Kunstangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch praktische Streetart-Angebote künstlerische Fähigkeiten, Partizipation und die Kreativität der Kinder zu steigern und diese nachhaltig in den Hortalltag zu integrieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine handlungsorientierte Methode im Sinne des Situationsansatzes, ergänzt durch bedarfsanalytische Schritte, Umfragen und eine schriftliche Reflexion der pädagogischen Arbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Situationsanalyse der Einrichtung sowie die detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion spezifischer Angebote wie Whiteboard-Gestaltung, Tablett-Zeichnen und eine Graffito-Aktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kreativitätsförderung, Streetart, Partizipation, Situationsansatz und die Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz des Erziehers.
Wie gehen die Kinder mit dem Angebot der Spraydosen um?
Die Kinder zeigten großes Interesse, wobei der Umgang mit den Erwachsenen-orientierten Dosen eine motorische Herausforderung darstellte, die jedoch durch hohe Motivation und schrittweise Anleitung gemeistert wurde.
Wie integriert der Verfasser digitale Medien in das kreative Projekt?
Neben analogen Methoden nutzt der Autor ein Zeichentablett mit speziellen Apps, um den Kindern moderne digitale Zeichenwerkzeuge näherzubringen und die Medienkompetenz zu stärken.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2023, Kreativitätsförderung von Schulkindern der dritten bis fünften Klasse durch die Entwicklung und Anwendung von Streetart im Schulhort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367715