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Die Ironie. Betrachtung aus linguistischer Sicht

Title: Die Ironie. Betrachtung aus linguistischer Sicht

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Annekatrin Lau (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem sehr umfangreichen Thema der Ironie und ihre Betrachtungsweise aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Sehr viele Sprachwissenschaftler haben sich seit den sechziger Jahren intensiv mit dem Phänomen Ironie auseinandergesetzt und sind teilweise auf sehr unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Verwendung von Ironie im Sprachgebrauch sowie ihrer sprachlichen Markierung gekommen. Im ersten Teil der Arbeit widme ich mich den Definitionen für Ironie sowie ihrer geschichtlichen Vergangenheit. In einem weiteren Schritt werden Eigenschaften der Ironie vorgestellt, um ihre Vielfältigkeit aufzuzeigen und anschließend die dadurch entstehende Problematik der Einordnung der Ironie in eine sprachwissenschaftliche Kategorie. Da es in der einschlägigen Literatur die unterschiedlichsten Ansätze und Theorien zur Klassifizierung der Ironie gibt, habe ich mich für die am weit verbreiteten Erklärungsmodelle entschieden, um einen kleinen Einblick in die Ironie als linguistisches Problem geben zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Begriff Ironie

1.1. Definitionen

1.2. Problematik der Ironie - Definition

1.3. Ironie und Linguistik

2. Ironie im Wandel der Zeit

2.1. Ironie in der Antike

2.2. Ironie in der Romantik

2.3. Ironie in der Moderne

3. Eigenschaften der Ironie

3.1. Indirektheit

3.2. Ironiesignale

3.3. Kontext- und Situationsabhängigkeit

3.4. Verstoß gegen Konversationsmaximen

3.5. Wertung

3.6. Humor / Komik

3.7. Sprachästhetik

4. Ironie als linguistisches Problem

4.1. Erste sprachwissenschaftliche Ansätze

4.2. Erklärungsmodelle

4.2.1. Pragmatik

4.2.1.1. Theorie der konversationellen Implikatur

4.2.1.2. Echoic Mention Theory

4.2.2. Sprechakttheorie

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Ironie aus sprachwissenschaftlicher Perspektive, mit dem Ziel, die Problematik ihrer linguistischen Kategorisierung aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie sich Ironie im Sprachgebrauch markiert, welche theoretischen Erklärungsmodelle existieren und wie sie als indirekte Kommunikationsform funktioniert.

  • Historische Entwicklung der Ironie von der Antike bis zur Moderne
  • Linguistische Merkmale und Eigenschaften ironischer Äußerungen
  • Der Zusammenhang zwischen Ironie, Humor und Sprachästhetik
  • Pragmatische Erklärungsmodelle (z. B. Konversationsmaximen, Sprechakttheorie)
  • Die Herausforderung der Abgrenzung von Ironie und wörtlicher Bedeutung

Auszug aus dem Buch

1.1. Definitionen

Für den Begriff der Ironie gibt es unzählige Definitionen und Definitionsansätze. Drei davon möchte ich zu Beginn einmal vorstellen: „Die Ironie (griech. eironea – Verstellung) ist eine Äußerung, die oft – aber nicht zwingend – das Gegenteil des Gesagten meint, mit scheinbarer Ernsthaftigkeit den gegnerischen Standpunkt ins Widersprüchliche zieht. Im Gegensatz zum Humor ist Ironie eher kritisch und nicht um Zustimmung bemüht. [...]“1 „Ironie (von griechisch eironea: Verstellung), rhetorische Verstellungskunst, bei der der Redner mit dem Ziel, den Zuhörer bewusst zu täuschen oder für Erheiterung zu sorgen, offenkundig das Gegenteil von dem vorgibt, was er ist oder was er meint. Philosophisch bediente sich Sokrates in den Dialogen Platons mit den Sophisten häufig der rhetorischen Figur der Ironie, um durch naives Fragen seine Gesprächs – partner in Begründungsnot zu bringen (sokratische Ironie). Zunächst hielt er sich mit seiner eigenen Meinung zurück, stellte sich unwissend und ließ sich belehren, ehe er durch Schlussfolgerungen seine Gegner in Widersprüche verwickelte, um ihnen das Geständnis abzubringen, im Grunde selbst unwissend zu sein.[...]2 „Ironie ist Verstellung, Spott der in feine Worte gekleidet ist und den nicht gleich jeder erkennt.“3

Zusammenfassung der Kapitel

Der Begriff Ironie: Dieses Kapitel führt in die terminologische Vielschichtigkeit der Ironie ein und beleuchtet erste definitorische Ansätze sowie die Relevanz für die Linguistik.

Ironie im Wandel der Zeit: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung des Ironiebegriffs, von der sokratischen Methode in der Antike über die Ästhetisierung in der Romantik bis zur modernen Deutung als Ausdruck gesellschaftlicher Reflexion.

Eigenschaften der Ironie: Hier werden zentrale Charakteristika wie Indirektheit, Kontextabhängigkeit, der Verstoß gegen Konversationsmaximen sowie der Zusammenhang mit Humor und Ästhetik detailliert analysiert.

Ironie als linguistisches Problem: Dieser Teil befasst sich mit wissenschaftlichen Erklärungsmodellen, darunter die pragmatische Theorie der konversationellen Implikatur und die Einordnung der Ironie innerhalb der Sprechakttheorie.

Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Schwierigkeit einer einheitlichen Kategorisierung der Ironie und hebt ihre schillernde, kontextabhängige Natur hervor.

Schlüsselwörter

Ironie, Linguistik, Pragmatik, Konversationsmaximen, Sprechakttheorie, Indirektheit, Sokratische Ironie, Sprachästhetik, Kommunikation, Humor, Komik, Kontextabhängigkeit, Rhetorik, Bedeutung, Deutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der sprachwissenschaftlichen Untersuchung der Ironie und versucht, dieses vielschichtige Phänomen theoretisch einzugrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung der Ironie, ihre linguistischen Eigenschaften, die Verbindung zum Humor sowie moderne linguistische Erklärungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Einblick in die Ironie als linguistisches Problem zu geben und aufzuzeigen, warum eine einfache, allgemeingültige Kategorisierung in der Sprachwissenschaft schwerfällt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender literarischer Quellen, Ansätze und linguistischer Modelle, um die verschiedenen Aspekte der Ironie zu beleuchten.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung, die spezifischen Eigenschaften der Ironie – etwa den Verstoß gegen Konversationsmaximen – und detaillierte Erklärungsmodelle wie die Pragmatik oder Sprechakttheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ironie, Linguistik, Pragmatik, Sprechakttheorie und die Abgrenzung von Ironie als indirekte Ausdrucksform.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Ironie in der Antike von der Moderne?

Während in der Antike die sokratische Ironie als Mittel der Erkenntnisgewinnung durch gezielte Verstellung diente, wird sie in der Moderne als Phänomen der Reizüberflutung und Orientierungslosigkeit zur Reflexion gesellschaftlicher Missstände eingesetzt.

Warum ist es laut der Arbeit so schwierig, Ironie linguistisch präzise zu definieren?

Da Ironie keinem festen grammatischen Muster folgt, sondern stets von der Sprechsituation und dem gemeinsamen Hintergrundwissen der Kommunikationspartner abhängt, lässt sie sich nicht rein strukturell festmachen.

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Details

Title
Die Ironie. Betrachtung aus linguistischer Sicht
College
Dresden Technical University  (Institut für Romanistik)
Course
Der spanische Witz
Grade
2,0
Author
Annekatrin Lau (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V136773
ISBN (eBook)
9783640446506
ISBN (Book)
9783668122161
Language
German
Tags
Ironie Betrachtung Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annekatrin Lau (Author), 2005, Die Ironie. Betrachtung aus linguistischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136773
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