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Empathiekonstruktionen in Erzähltexten

Titel: Empathiekonstruktionen in Erzähltexten

Hausarbeit , 19 Seiten

Autor:in: Lena Santos (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Hausarbeit ist es, die Empathiekonstruktionen im Roman "Ich bin voller Hass - und das liebe ich" von Joachim Gärtner zu untersuchen, sowie die Stellung der beiden Jugendlichen in der Gesellschaft und speziell im Kontext ihrer Schule. Darüber hinaus wird auf die alternativen Inklusionsstrategien eingegangen und auf die Ursachen für den Amoklauf als Ausdruck ihrer Verzweiflung und aufgrund ihres Festhaltens an falschen Vorbildern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1. Empathiekonstruktionen in Erzähltexten

2.2. Inklusion und Exklusion

3. Analyse

3.1. Soziale Strukturen im Beispieltext

3.2. Inklusionsstrategien

3.3. Einfluss sozialer Beziehungen

3.4. Genderspezifische Erwartungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Empathie in literarischen Erzähltexten anhand des Romans "Ich bin voller Hass — und das liebe ich" von Joachim Gaertner. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die soziale Stellung der beiden jugendlichen Protagonisten, Eric Harris und Dylan Klebold, im Kontext ihrer Schule sowie gesellschaftlicher Inklusions- und Exklusionsmechanismen dargestellt wird und wie durch alternative Inklusionsstrategien sowie das Festhalten an gewaltvollen Vorbildern der Amoklauf als Ausdruck ihrer Verzweiflung motiviert wird.

  • Empathiekonstruktionen in der erzählenden Literatur
  • Soziologische Konzepte zu Inklusion und Exklusion
  • Analyse sozialer Strukturen und Rollen an der Columbine High School
  • Einfluss von Vorbildern und Medien auf die Weltanschauung der Täter
  • Genderspezifische Erwartungshaltungen bei männlichen Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.1.Soziale Strukturen im Beispieltext

Die bedeutsamsten sozialen Strukturen der beiden jugendlichen Protagonisten, Eric Harris und Dylan Klebold, lassen sich in ihrer Schule, der Columbine High School, auffinden. Eine Rangordnung in einer gesellschaftlichen Gruppe ist ein bekanntes Phänomen. In ihrer Schule gab es die Jocks, die als Anführer galten und „bei allen Aktivitäten die Ersten“ waren. Eric und Dylan waren in der Hierarchie die Untersten, die alles „zehnfach“ abbekamen. Die anderen Schüler hatten Freude daran, „sie nieder[zu]schlafen, sie gegen die Schließfächer [zu] drängen, in den Magen [zu] schlagen, auf die Füße [zu] treten, ihnen ein Bein [zu] stellen, Essen auf sie [zu] werfen, sie aus[zu]lachen“. Diese Beschreibung eines Mitschülers impliziert die Außenseiterrolle der beiden Jugendlichen und deren psychische Belastung, weil sie von allen vorgeführt wurden.

Darüber hinaus sagten Mitschüler über sie aus, sie „passten nicht mal zu den Verlieren“. Diese Aussage betont die hochgradige Sonderstellung der beiden in der Schule. Eric und Dylan waren zurückgezogene Jugendliche, deren innere Auffassung lediglich durch ihre privaten Tagebuch-, oder Blogeinträge im Nachhinein ersichtlich wurde. In der Schule wirkten sie stark und gaben vor, dass ihnen das Verhalten der anderen nichts ausmachen würde. In Wahrheit sah es jedoch deutlich anders aus. In seinem Tagebuch schreibt Eric, „[i]ch hasse euch dafür, dass ihr mich von so vielem, was Spaß macht, ausgeschlossen habt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Identifikation mit literarischen Figuren ein und legt das Ziel fest, die Empathiekonstruktionen im Roman "Ich bin voller Hass — und das liebe ich" sowie die soziale Ausgrenzung der Protagonisten zu untersuchen.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen der Empathieentwicklung beim Lesen sowie die soziologischen Konzepte von Inklusion und Exklusion nach Luhmann und Stichweh.

2.1. Empathiekonstruktionen in Erzähltexten: Hier wird die Rolle des Erzählers, der Einfluss der Ähnlichkeitsrelation und die Wirkung von Mitleid sowie Spannung auf den Leser analysiert.

2.2. Inklusion und Exklusion: Das Kapitel behandelt den Übergang von Totalinklusion im Mittelalter zur heutigen Partialinklusion sowie das Phänomen von Exklusionsakkumulationen.

3. Analyse: In diesem Teil erfolgt die Untersuchung der sozialen Dynamiken im Roman, insbesondere die isolierte Stellung der jugendlichen Protagonisten.

3.1. Soziale Strukturen im Beispieltext: Analyse der Hierarchie an der Columbine High School und der Rolle der Täter als gesellschaftliche Außenseiter.

3.2. Inklusionsstrategien: Beschreibung der kriminellen und konstruierten Versuche der Protagonisten, durch Internetpräsenz und Gewalt Anerkennung zu finden.

3.3. Einfluss sozialer Beziehungen: Untersuchung des Einflusses von gewaltvollen Vorbildern wie dem dritten Reich, Musik und Videospielen auf die Täter.

3.4. Genderspezifische Erwartungen: Analyse der Drucksituation bei männlichen Jugendlichen und der Kompensation fehlender Anerkennung durch Radikalisierung.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Amoklauf als verzweifelter Ausbruch aus der gesellschaftlichen Exklusion und der zugewiesenen Rolle als Außenseiter zu deuten ist.

Schlüsselwörter

Empathie, Inklusion, Exklusion, Columbine High School, Eric Harris, Dylan Klebold, Sozialstruktur, Amoklauf, Identifikation, Außenseiterrolle, psychische Belastung, Radikalisierung, Jugendkultur, Literaturanalyse, Gewaltprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert anhand des Romans "Ich bin voller Hass — und das liebe ich" von Joachim Gaertner, wie Empathie mit literarischen Figuren konstruiert wird, die gesellschaftliche Normen missachten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Empathie in der Literatur, gesellschaftliche Inklusions- und Exklusionsmechanismen, soziale Hierarchien an Schulen sowie die psychologischen Faktoren, die zu einer Radikalisierung führen können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die beiden Protagonisten Eric Harris und Dylan Klebold in ihrem sozialen Umfeld konstruiert werden und welche Rolle dabei ihre Ausgrenzung sowie ihr Versuch der "exkludierten Inklusion" spielen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans, die durch soziologische und psychologische Fachliteratur gestützt wird, um das Verhalten der fiktionalisierten Charaktere zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Empathie- und Inklusionsgrundlagen sowie eine detaillierte Analyse der sozialen Strukturen, Inklusionsstrategien im Internet, den Einfluss von Gewalt-Vorbildern und genderspezifische Erwartungsdrucks auf die Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Empathie, Exklusion, soziale Strukturen, Außenseiterrolle und Radikalisierung.

Warum entwickeln Leser trotz der Gräueltaten Empathie für die Täter im Roman?

Laut der Arbeit wird dies durch das Fehlen einer Erzählinstanz, die ungefilterten Tagebucheinträge und die detaillierte Schilderung der sozialen Ausgrenzung der Jugendlichen beim Rezipienten evoziert.

Welche Rolle spielt das Internet bei den Inklusionsversuchen der Protagonisten?

Das Internet fungiert als geschützter Raum, in dem Eric und Dylan eine erfundene Identität aufbauen können, um Anerkennung zu finden, die ihnen im realen Schulalltag systematisch verwehrt wird.

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Details

Titel
Empathiekonstruktionen in Erzähltexten
Autor
Lena Santos (Autor:in)
Seiten
19
Katalognummer
V1367759
ISBN (PDF)
9783346898135
ISBN (Buch)
9783346898142
Sprache
Deutsch
Schlagworte
empathiekonstruktionen erzähltexte literatur didaktik schule hausarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Santos (Autor:in), Empathiekonstruktionen in Erzähltexten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367759
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Leseprobe aus  19  Seiten
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