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Inklusion von Menschen mit Behinderung in der heutigen Gesellschaft

Title: Inklusion von Menschen mit Behinderung in der heutigen Gesellschaft

Seminar Paper , 2023 , 31 Pages

Autor:in: Tabea Rastetter (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Begriff und dem Konzept der Inklusion von Menschen mit Behinderung in der heutigen Gesellschaft. Es wird folgenden Fragen nachgegangen: Was verkörpert Inklusion nun wirklich? Lässt sich diese Frage überhaupt beantworten? Und die viel wichtigere Frage: Wie steht es um die praktische Umsetzung von Inklusion?

Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, sich der Beantwortung dieser Fragen ein Stück anzunähern. Im Folgenden werden zunächst relevante Begriffe für diese Thematik erläutert. Des Weiteren werden notwendige gesetzliche Grundlagen, vor allem die der Behindertenpolitik, dargestellt. Anschließend wird tiefer in den Themenkomplex eingestiegen, in dem die Umsetzung der Inklusion aus theoretischem, aber auch aus praktischem Blickwinkel beleuchtet wird. Dabei wird explizierter auf zwei Teilhabebereiche eingegangen: Arbeit und Bildung. Darüber hinaus gibt es noch weitere Bereiche, welche aus Umfangsgründen vernachlässigt werden. Fortführend werden die bestehenden Handlungsbedarfe und ergänzend dazu die Verwirklichungsmöglichkeiten aufgeführt. Zu guter Letzt gibt es eine Diskussion über die Realistik von Inklusion und ein zusammenfassendes Schlusswort.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Behinderung

2.2 Inklusion und Exklusion

3 Gesetzliche Grundlagen

3.1 Grund- und Menschenrechte

3.2 Behindertenrechtskonvention

3.3 SGB IX

4 Umsetzung von Inklusion – Theorie vs. Praxis

4.1 Ein Einblick in die Teilhabebereiche

4.1.1 Arbeit

4.1.2 Bildung

5 Handlungsbedarfe und Verwirklichungsmöglichkeiten

6 Diskussion: Wie realistisch ist Inklusion wirklich?

7 Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Konzept der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung im Hinblick auf dessen Realisierbarkeit als Menschenrecht gegenüber dem Vorwurf der utopischen Realitätsferne. Dabei wird analysiert, wie gesetzliche Rahmenbedingungen auf theoretischer Ebene mit der komplexen Praxis in den Bereichen Arbeit und Bildung kollidieren.

  • Analyse des Behinderungsbegriffs im Wandel von Exklusion zu Inklusion.
  • Untersuchung der rechtlichen Grundlagen durch UN-BRK und SGB IX.
  • Kritische Reflexion der Umsetzung von Inklusion im Arbeits- und Bildungssektor.
  • Identifikation von Handlungsbedarfen zur Überwindung gesellschaftlicher Barrieren.
  • Diskussion der Rolle gesellschaftlicher Einstellungen und individueller Verantwortung.

Auszug aus dem Buch

4 Umsetzung von Inklusion – Theorie vs. Praxis

„Reg dich nicht auf, du gehörst doch dazu, deine Teilhabe ist doch gesichert – zumindest auf dem Papier der politischen Verordnung,“¹ denn wer glaubt, dass in einer modernen Gesellschaft, in welcher wir leben, alle Menschen gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfahren, der lebt in einer Utopie.²

Dass Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Leben auf vermeidbare Barrieren stoßen, die sie behindern, realisieren nur wenige. Auch das Recht auf Anderssein wurde so an sich nie akzeptiert (und wird es heute auch noch nicht). Sonderstrukturen, wie besondere Wohnformen, Sonderkindergärten und -schulen, WfbMs oder allgemeine Fördereinrichtungen, galten auf Seiten der Sozialpolitik und Wohlfahrtsgesellschaft, als besondere Errungenschaften. Vergessen wird dabei, dass dieser Sonderweg keine vermeintlich bessere Alternative für den Menschen darstellt, den er*sie sich selbstständig ausgesucht hat – nein – vielmehr bilden diese Sonderstrukturen die einzige Möglichkeit. Sie sind alternativlos und bilden keine eigenständige Entscheidung ab.³

Betrachtet man die Entwicklung der Behindertenhilfe der letzten fünf Jahrzehnte, so lässt sich sehen, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, etwa Großbritannien oder die USA, kaum Entwicklung im Bereich der Großeinrichtungen erreicht hat. Die sogenannte De-Institutionalisierung hat das Ziel, Langzeit-Einrichtungen auf lange Zeit weitestgehend abzuschaffen und sie durch ambulante Dienste zu ersetzen. Trotz sozialraumorientierter Überlegung und Planung, bilden Institutionen der Behindertenhilfe weiterhin Lebensformen geprägt von Fremdbestimmung – manche bezeichnen sie auch als Parallelwelten. Es ist deutlich zu sehen, dass der Lebensraum von Menschen mit Beeinträchtigung (egal welcher Art), von Menschen ihresgleichen geprägt ist. Sie leben und arbeiten mit diesen anderen Menschen zusammen, ohne dass sie sich dies aktiv selbst ausgesucht hätten und werden darüber hinaus stetig von Fachkräften der Eingliederungshilfe beaufsichtigt, angeleitet und kontrolliert. Unabhängig von einer mangelnden De-Institutionalisierung, lässt sich festhalten, dass Einrichtungen der Behindertenhilfe an sich zu groß sind und oft eine exklusive Lage haben. Vergleiche mit anderen Ländern verdeutlichen diese These zusätzlich.⁴

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitung in die Thematik der sozialen Exklusion, Vorstellung der Fragestellung und Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2 Begriffsdefinitionen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Behinderungsbegriff, inklusive der Konzepte von Disability Studies, ICF und der Abgrenzung zu Inklusion und Exklusion.

3 Gesetzliche Grundlagen: Analyse der menschenrechtlichen Fundamente und der gesetzlichen Verankerung durch die UN-BRK sowie das SGB IX in Deutschland.

4 Umsetzung von Inklusion – Theorie vs. Praxis: Kritische Untersuchung der Spannungsfelder zwischen inklusiven Leitbildern und der institutionellen Wirklichkeit in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Bildung.

5 Handlungsbedarfe und Verwirklichungsmöglichkeiten: Erörterung der Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion, wie interdisziplinäre Vernetzung und veränderte gesellschaftliche Haltungen.

6 Diskussion: Wie realistisch ist Inklusion wirklich?: Reflexive Auseinandersetzung über die Utopie-Dimension der Inklusion und die Bedeutung persönlicher Einstellung und Verantwortung.

7 Schlusswort: Fazit zur Inklusionsdebatte mit dem Appell an die gesellschaftliche Umsetzungsbereitschaft und die Notwendigkeit vermehrter Berührungspunkte im Alltag.

Schlüsselwörter

Inklusion, Exklusion, Menschenrechte, Behindertenrechtskonvention, SGB IX, Teilhabe, Behinderung, Diskriminierung, Soziale Gerechtigkeit, Arbeitsmarkt, Bildungssystem, Empowerment, Selbstbestimmung, Barrierefreiheit, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen dem Menschenrecht auf Inklusion und der gesellschaftlichen Realität für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf theoretischen Begriffsdefinitionen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der konkreten Umsetzung in den Bereichen Arbeit und Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob Inklusion ein erreichbares Menschenrecht darstellt oder ob sie in der heutigen, leistungsorientierten Gesellschaft eher eine Utopie bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoriegestützte Analyse unter Einbeziehung relevanter Literatur sowie eigener reflektierter Praxiserfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Diskrepanz zwischen der UN-BRK-Theorie und dem Praxisalltag, wobei insbesondere die segregierenden Strukturen in Werkstätten und Sonderschulen kritisch hinterfragt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Inklusion, Exklusion, Teilhabe, UN-BRK, soziale Gerechtigkeit und Barrierefreiheit aus.

Warum spielt das "Doppelmandat" der Sozialen Arbeit eine Rolle?

Es wird aufgezeigt, dass Sozialarbeitende die Menschenrechte als festen Bestandteil ihres Handelns fokussieren müssen, anstatt nur reine Hilfe- und Kontrollfunktionen auszuüben.

Welchen Stellenwert räumt die Autorin der "gesellschaftlichen Psychologie" ein?

Die Autorin betont, dass nicht nur Gesetze entscheiden, sondern die kollektive Haltung der Gesellschaft – Ängste und Unsicherheiten vor dem Unbekannten müssen durch tägliche Berührungspunkte abgebaut werden.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Kindern für die Inklusion?

Kinder werden als beste Ausgangspunkte für eine inklusive Gesellschaft gesehen, da sie in der Regel noch keine Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung besitzen, sofern diese nicht von Eltern übernommen werden.

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Details

Title
Inklusion von Menschen mit Behinderung in der heutigen Gesellschaft
Author
Tabea Rastetter (Author)
Publication Year
2023
Pages
31
Catalog Number
V1367861
ISBN (PDF)
9783346897336
ISBN (Book)
9783346897343
Language
German
Tags
inklusion menschen behinderung gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tabea Rastetter (Author), 2023, Inklusion von Menschen mit Behinderung in der heutigen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367861
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