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Unterricht zu Corona-Zeiten. Neue Kriterien, Rahmenbedingungen und Konzepte

Titel: Unterricht zu Corona-Zeiten. Neue Kriterien, Rahmenbedingungen und Konzepte

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jule Mönnichs (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Die Hausarbeit überprüft, inwiefern Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer auf die Situation des Lehrens und Lernens ins Zeiten der Corona-Pandemie zu übertragen sind.

Die sich im Jahr 2020 entwickelnde Corona-Pandemie bestimmt weiterhin unseren Alltag. Besonders Schülerinnen und Schüler sind von den einschränkenden Maßnahmen der letzten Jahre stark betroffen. Die Ausbreitung des Virus führte zu zahlreichen Schulschließungen, sodass der Unterricht in der Schule nicht mehr durchgeführt werden konnte und eine Verlagerung in das häuslich familiäre Umfeld stattfand, in das Lernen auf Distanz. Mit Hilfe dieses Konstrukts sollte den Schülerinnen und Schülern weiterhin die Möglichkeit auf Bildung gewährt werden, so entstand eine Schnittstelle zwischen dem formellen Kontext Schule und dem informellen Kontext, wie Familie, Freizeit und Peers.

Beim Lernen entwickelten sich neue Gegebenheiten, sodass die Lehrkräfte mit der Bereitstellung von Fernlernangeboten das Lernen Zuhause initiierten und Eltern hierbei im besten Fall das Lernen gestalteten, indem sie den Kindern einen geeigneten Rahmen schufen und sie begleiteten. Das selbstständige Lernen trat als wichtiger Bestandteil in den Vordergrund, Schülerinnen und Schüler mussten sich neuen Lernstoff in den Unterrichtsfächern selbst aneignen und Aufgaben über Online-Plattformen bearbeiten, wobei sich die Verwendung von digitalen Medien als unerlässliche Voraussetzung herausstellte. Die genannten Veränderungen gingen mit einer Umstrukturierung des Unterrichts zu Zeiten der Pandemie einher, sodass sich die Übertragung von schulischen Unterrichtsqualitäten auf das Lernen auf Distanz schwierig gestaltete.

An dieser Leerstelle versucht die folgende wissenschaftliche Arbeit anzusetzen, indem eine theoretische und kritische Diskussion darüber geführt wird, inwiefern die Kriterien lernwirksamen schulischen Unterrichts anhand des Konzepts nach H. Meyer auf das Distanzlernen zu übertragen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kennzeichen und Merkmale des lernwirksamen schulischen Unterrichts

3. Unterricht und Lernen in Zeiten der Corona-Pandemie

3.1. Kriterien des lernwirksamen „Fernunterrichts“

3.2. Zehn Merkmale guten schulischen Unterrichts nach Hilbert Meyer

3.2. Übertragung der lernwirksamen schulischen Unterrichtsmerkmale nach H. Meyer auf den „Fernunterricht“

4. Chancen des „Fernunterrichts“ für die Praxis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die etablierten Kriterien des lernwirksamen schulischen Unterrichts (basierend auf dem Konzept von H. Meyer) auf den während der Corona-Pandemie forcierten Fernunterricht übertragen werden können, und welche Implikationen sich hieraus für zukünftige Schulpraxis und Schulentwicklung ergeben.

  • Kriterien lernwirksamen schulischen Unterrichts
  • Herausforderungen des Lernens auf Distanz während der Pandemie
  • Analyse und Transfer des Konzepts von H. Meyer auf den Fernunterricht
  • Digitalisierung der Bildung als Chance für die Schulentwicklung
  • Rolle von Rahmenbedingungen, Kommunikation und Feedback im digitalen Lernen

Auszug aus dem Buch

3.1. Kriterien des lernwirksamen „Fernunterrichts“

Durch die Verlagerung des schulischen Präsenzunterrichts in den „Fernunterricht“ mussten Lehrkräfte schnellstmöglich eine Alternative erstellen, um die Inhalte weiterhin lernwirksam an die Schülerinnen und Schüler herantragen zu können. Die JIMplus Studie 2020 veröffentlichte, dass nur rund 16 Prozent von 1.002 Befragten den synchronen „Fernunterricht“ nutzten, wobei Aufgabenpakete, die von den Lehrkräften zusammengestellt wurden und zur Bearbeitung für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung standen, häufiger (30 Prozent) Verwendung fanden (vgl. JIMplus, 2020, S.5). Die Lernenden fühlten sich nach eigenen Angaben von einer solchen Menge an Arbeitsaufgaben erschlagen und alleingelassen (vgl. Andresen et al., 2020, S.17). Doch wie hätten solche Probleme verhindert werden können und wie gestaltet sich ein qualitativer motivationsfördernder „Fernunterricht“?

Als wesentliche Voraussetzung kann zunächst die Stimmigkeit der Rahmenbedingungen benannt werden. Hierbei gelten klare Vorstellungen zur Vermittlung von Lerninhalten als unverzichtbar. Hilfestellungen der Kultusministerkonferenz (KMK) für den „Fernunterricht“ sollten für alle Lehrkräfte zu Orientierungszwecken zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren wären nach Klieme schulübergreifende Regelungen vor allem auf Länderebene notwendig, um unter anderem faire Prüfungsvorbereitungen für die höheren Jahrgänge zu gewährleisten (vgl. Klieme, 2020, S.122). Daran anknüpfend stellt die Vorbereitung der Lehrkräfte sowie der Lernenden für die neue Situation ein weiteres Kriterium der Rahmenbedingungen dar, um sich mit Ängsten und Herausforderungen aktiv auseinandersetzen zu können und ggf. Strategien zu entwickeln, die den „Fernunterricht“ erleichtern (vgl. Boeckmann et al., 2020, S.9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die durch die Corona-Pandemie bedingte Verlagerung des Unterrichts in den häuslichen Kontext und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Übertragbarkeit schulischer Qualitätskriterien auf das Lernen auf Distanz.

2. Kennzeichen und Merkmale des lernwirksamen schulischen Unterrichts: Dieses Kapitel erläutert auf Basis relevanter bildungswissenschaftlicher Studien die Grundlagen und Sicht- sowie Tiefenstrukturen, die einen lernwirksamen Präsenzunterricht auszeichnen.

3. Unterricht und Lernen in Zeiten der Corona-Pandemie: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen Anforderungen des Fernunterrichts und führt das Konzept von H. Meyer ein, um es kritisch auf die Bedingungen des Distanzlernens zu applizieren.

4. Chancen des „Fernunterrichts“ für die Praxis: Hier werden Potenziale der digitalen Transformation und Innovationen aus der Pandemiezeit aufgezeigt, die als Chance für eine langfristige Weiterentwicklung der schulischen Lehr- und Lernkultur dienen können.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass schulische Qualitätsmerkmale zwar prinzipiell übertragbar sind, jedoch kontextspezifische Anpassungen in der Planung, Kommunikation und Motivationsförderung erfordern.

Schlüsselwörter

Fernunterricht, Corona-Pandemie, lernwirksamer Unterricht, Hilbert Meyer, Distanzlernen, Unterrichtsqualität, digitale Medien, Schulentwicklung, konstruktive Unterstützung, kognitive Aktivierung, Lernprozess, Lehrkräfte, Schülerschaft, Bildungswissenschaften, Rahmenbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unterricht gestaltet sein muss, um auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie lernwirksam zu sein, und inwieweit bewährte Qualitätsstandards für Präsenzunterricht auf den digitalen Fernunterricht übertragbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die fachlichen Qualitätsmerkmale von Unterricht (insbesondere nach Hilbert Meyer), die Herausforderungen des Homeschoolings, die Bedeutung digitaler Infrastruktur sowie die notwendige Transformation des traditionellen Schulverständnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine wissenschaftliche Diskussionsbasis zu schaffen, die aufzeigt, wie Lehrkräfte durch eine reflektierte Übertragung didaktischer Prinzipien die Qualität des Lernens auf Distanz sichern und durch digitale Innovationen sogar verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen bildungswissenschaftlichen Konzepten zur Unterrichtsqualität basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung von Unterrichtsqualität durch Sicht- und Tiefenstrukturen, die spezifische Analyse des Fernunterrichts während der Pandemie sowie die systematische Gegenüberstellung von Meyer’schen Gütekriterien mit den praktischen Anforderungen des Distanzlernens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Fernunterricht“, „lernwirksamer Unterricht“, „Unterrichtsqualität“, „Digitalisierung“ und „Schulentwicklung“ geprägt.

Welche Rolle spielt die „kognitive Aktivierung“ im Distanzunterricht?

Die kognitive Aktivierung bleibt auch auf Distanz zentral, erfordert jedoch aufgrund der fehlenden direkten Begleitung durch die Lehrkraft eine noch stärkere Systematisierung der Lernmaterialien und eine gezielte Nutzung interaktiver Elemente, um ein tiefgreifendes Verständnis zu fördern.

Inwiefern beeinflusst das „Häusliche Umfeld“ den Lernerfolg?

Das häusliche Umfeld bildet die Basis für den Fernunterricht, wobei Faktoren wie ein ruhiger Arbeitsplatz, technische Ausstattung und ein motivierendes, aber nicht kontrollierendes Elternhaus entscheidende Rahmenbedingungen darstellen, die den Lernerfolg maßgeblich beeinflussen.

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Details

Titel
Unterricht zu Corona-Zeiten. Neue Kriterien, Rahmenbedingungen und Konzepte
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jule Mönnichs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1368252
ISBN (PDF)
9783346897435
ISBN (Buch)
9783346897442
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterricht corona hilbert meyer neue Konzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jule Mönnichs (Autor:in), 2022, Unterricht zu Corona-Zeiten. Neue Kriterien, Rahmenbedingungen und Konzepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368252
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Leseprobe aus  17  Seiten
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