Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Konzept der qualitativen Forschung und insbesondere des Erlebensprotokolls zu untersuchen und dessen Einsatz als wissenschaftliches Erhebungsinstrument zu diskutieren. Dabei wird das Augenmerk auf die Beschreibungen und Metaphern gerichtet, die zur Erfassung alltäglicher Aktivitäten wie das Fahrstuhlfahren verwendet werden. Ein Schlüsselaspekt ist das Verständnis, wie Selbstreflexion und persönliche Reaktionen in die Wissenschaft einfließen können. Darüber hinaus wird diese Arbeit die Entwicklung der Beschreibung anhand von zwei von der Autorin erstellten Erlebensprotokollen vergleichen und diskutieren. Dies umfasst eine kritische Betrachtung dessen, was ein Erlebensprotokoll zu einer wissenschaftlichen Methode macht und welche Rolle die scheinbar "banalen" oder "alltäglichen" Aspekte des menschlichen Lebens in der wissenschaftlichen Forschung spielen.
Inhaltsverzeichnis
1.Zusammenfassung der Hausarbeit
1.1 Einleitung
2. Erlebensprotokoll zum Thema „Fahrstuhlfahren“
3. Grundlagen Qualitativer Forschung
3.1 Das Erlebensprotokoll
3.2 Die Postulate der qualitativen Forschung angewendet auf das Erlebensprotokoll
3.3 Einordnung des Erlebensprotokolls in die Kennzeichen der qualitativen Forschung
3.4 Beschreiben als wissenschaftliches Verfahren
4. Vergleich meiner Erlebensprotokolle
4.1 Das Erlebensprotokoll ist ein wissenschaftliches Erhebungsinstrument
5. Diskussion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Erlebensprotokollen als qualitative Erhebungsmethode in der Wirtschaftspsychologie und analysiert, inwieweit das subjektive Beschreiben als wissenschaftliches Verfahren zur Erkenntnisgewinnung beitragen kann.
- Grundlagen und theoretische Einordnung der qualitativen Forschung
- Methodik und wissenschaftliche Fundierung des Erlebensprotokolls
- Prozessanalyse durch den Vergleich zweier Erlebensprotokolle
- Bedeutung des subjektiven Erlebens für den Zugang zum Unbewussten
- Wissenschaftliche Relevanz der phänomenologischen Beschreibung
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Erlebensprotokoll
Das Vorgehen, auf welches ich nun eingehen möchte, ist das Erlebensprotokoll. Dieses Erhebungsinstrument generiert Informationen durch die Selbstreflexion des Autors_der Autorin. Der Umgang mit Etwas beziehungsweise das Erleben eines Individuums mit einem Gegenstand steht im Mittelpunkt. Es geht um Alltägliches und Banales, welches anscheinend „zu ordinär“ ist, um grundlegend einen tieferen Sinn zu haben. Tätigkeiten, wie das Blumengießen oder eben das Fahrstuhlfahren werden in dieser Form näher untersucht. Es ist wichtig auf das, was einem in dem Moment in den Sinn kommt und auf die Grundqualitäten einzugehen (Pohl, 2020a). In Erlebensprotokollen wird auf Beschreibungen und Metaphern zurückgegriffen und auch das das Einbringen von Fehlleistungen wie tabuisierten Themen oder anscheinend „Irrelevantes“ ist erwünscht (Pohl, 2020a). Ziel ist es Zugang zum Seelischen zu erlangen und das Unbewusste zur Oberfläche zu bringen um so an den Kern, die Qualitäten zu gelangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Zusammenfassung der Hausarbeit: Die Arbeit gliedert sich in drei Teile, beginnend mit einem Erlebensprotokoll, gefolgt von einer theoretischen Einordnung und einem abschließenden Vergleich zweier Protokolle.
1.1 Einleitung: Hier wird das Ziel der Arbeit dargelegt, die qualitative Forschungsmethode des Erlebensprotokolls methodisch zu begründen und zu prüfen.
2. Erlebensprotokoll zum Thema „Fahrstuhlfahren“: Es handelt sich um eine detaillierte, subjektive Aufzeichnung des Erlebens beim Fahrstuhlfahren, die als empirische Basis dient.
3. Grundlagen Qualitativer Forschung: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipien der qualitativen Forschung und deren Fokus auf das individuelle Erleben.
3.1 Das Erlebensprotokoll: Der Abschnitt definiert das Erlebensprotokoll als ein Werkzeug der Selbstreflexion zur Erschließung unbewusster Qualitäten.
3.2 Die Postulate der qualitativen Forschung angewendet auf das Erlebensprotokoll: Hier wird geprüft, inwiefern die gängigen qualitativen Forschungspostulate mit dem Erlebensprotokoll kompatibel sind.
3.3 Einordnung des Erlebensprotokolls in die Kennzeichen der qualitativen Forschung: Die Methode wird anhand von sechs qualitativen Qualitätsmerkmalen wie Alltagsnähe, Offenheit und Prozesscharakter evaluiert.
3.4 Beschreiben als wissenschaftliches Verfahren: Es wird erörtert, warum phänomenologisches Beschreiben eine legitime wissenschaftliche Methode innerhalb der qualitativen Forschung darstellt.
4. Vergleich meiner Erlebensprotokolle: In diesem Teil werden zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten verfasste Protokolle gegenübergestellt, um die Entwicklung der reflexiven Kompetenz aufzuzeigen.
4.1 Das Erlebensprotokoll ist ein wissenschaftliches Erhebungsinstrument: Abschließend wird begründet, dass das subjektive Erlebensprotokoll trotz seiner unstrukturierten Form ein valides wissenschaftliches Instrument ist.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und die Forschungsfragen final beantwortet, wobei die Eignung des Erlebensprotokolls bestätigt wird.
Schlüsselwörter
Erlebensprotokoll, qualitative Forschung, Wirtschaftspsychologie, Selbstreflexion, Phänomenologie, wissenschaftliches Verfahren, subjektives Erleben, Unbewusstes, Deskription, Morphologie, Forschungsmetodik, Einzelfallstudie, Erhebungsinstrument, Qualitäten, Hermeneutik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Erlebensprotokoll als qualitative Erhebungsmethode und der wissenschaftlichen Validierung von subjektiven Beschreibungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der qualitativen Forschung, der Anwendung von Erlebensprotokollen und der wissenschaftstheoretischen Einordnung des Beschreibens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass das Erlebensprotokoll trotz seines subjektiven Charakters ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Untersuchung seelischer Prozesse ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die phänomenologische Beschreibung sowie eine komparative Analyse zweier selbst verfasster Protokolle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Überprüfung anhand qualitativer Kriterien und einen praktischen Vergleich der Entwicklung der eigenen Schreibkompetenz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Erlebensprotokoll, qualitative Forschung, phänomenologische Beschreibung, Unbewusstes und Reflexivität.
Welche Rolle spielen Metaphern in der Analyse?
Metaphern dienen laut der Arbeit als "Tor" zum Unbewussten, da sie es ermöglichen, komplexe emotionale Zustände bildhaft darzustellen und so leichter zu analysieren.
Warum ist der Vergleich zweier Protokolle für die Autorin relevant?
Der Vergleich dient dazu, die persönliche methodische Entwicklung und die zunehmende Fähigkeit, tiefere Qualitäten und unbewusste Strukturen zu erfassen, zu dokumentieren.
- Arbeit zitieren
- Marle Ganovsky (Autor:in), 2021, Qualitative Forschung. Analyse und Anwendung des Erlebensprotokolls, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368578