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Die antike Mythologie in der Naturlyrik des Barock. Von Göttern, Nymphen und Titaniden

Titel: Die antike Mythologie in der Naturlyrik des Barock. Von Göttern, Nymphen und Titaniden

Hausarbeit , 2019 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Marie Will (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit strebt an, das außergewöhnliche Phänomen der Co-Existenz christlicher und heidnischer Themen in der Barocklyrik aufzudecken, indem spezifische Götter der antiken Mythologie identifiziert und der Grund für ihre fortgesetzte Präsenz in der Naturlyrik, trotz der Dominanz des christlichen Gottes, untersucht wird.

Im Kontext der politischen und religiösen Stabilität, die während der Konsolidierungsphase in Europa erreicht wurde, erlebte die Kirche eine Wiederbelebung, was sich in der Kunst und Literatur, insbesondere in der Verstärkung christlicher Themen, widerspiegelte (vgl. Hartmann „Das große Kunstlexikon“). Dennoch fand erstaunlicherweise auch der heidnische Glaube Platz in der Barocklyrik und Literatur. Durch eine detaillierte Analyse ausgewählter Werke untersucht diese Arbeit die Darstellung antiker Götter und Göttinnen in der Naturlyrik und erforscht die Gründe für ihre beständige Präsenz neben dem allgegenwärtigen christlichen Gottesbild.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Eine Einführung in das Zeitalter des Barock und seine Lyrik

III Eine Einführung in die Götter und Göttinnen der antiken Mythologie

IV Eine Analyse dreier barocker Naturgedichte

IV.I Friedrich Spee – Liebesgang der Gesponß Jesu, im anfang der Sommerzeit

IV.II Simon Dach – An eine Nymfe

IV.III Martin Opitz – An Asterien

V Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Präsenz und Funktion der antiken Mythologie innerhalb der Naturnaturlyrik des Barock. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dichter diese mythologischen Figuren in ihre Werke integrierten und inwieweit sie dabei im Spannungsfeld zwischen christlich geprägtem Weltbild und heidnischer Tradition agierten, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die spezifischen Beweggründe und ästhetischen Funktionen dieser Integration herauszuarbeiten.

  • Historischer Kontext der Barocklyrik
  • Antike Göttersysteme und ihre Bedeutung
  • Die Rolle der Natur in barocken Naturgedichten
  • Analyse und Interpretation ausgewählter Gedichte (Spee, Dach, Opitz)
  • Spannungsfeld zwischen Christentum und antiker Mythologie

Auszug aus dem Buch

IV.I Friedrich Spee – Liebesgang der Gesponß Jesu, im anfang der Sommerzeit

Einen guten Einstieg in die Thematik findet sich in einem Gedicht von Friedrich Spee. Friedrich Spee (auch Friedrich Spee von Langenfeld, 1591 – 1635) war einer der bereits zu seiner Zeit bekanntesten Kirchenliedschreiber Deutschlands (vgl. Schäfer 642). Nach seinem Studium der Theologie und Philosophie schloss er sich dem Jesuitenorden in Trier an, doch nachdem sein Antrag, als Missionar nach Indien zu reisen, abgelehnt wurde, wandte er sich dem Schreiben von Kirchenliedern zu (vgl. Schneider 642). Aus seiner Feder stammen über 100 Lieder, die meisten davon Lobesgesänge, von denen viele noch heute in christlichen Gottesdiensten gesungen werden, als Beispiele zu nennen sind das Adventslied „O Heiland, reiß die Himmel auf“, das Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ und das Osterlied „Die ganze Welt, Herr Jesu Christ“ (vgl. Schäfer).

Aufgrund der zahlreichen noch heute bekannten Kirchenlieder Spees sind seine Naturdichtungen im Laufe der letzten Jahrhunderte in den Hintergrund gerückt, wodurch Spee heute hauptsächlich als christlicher Liederschreiber und Kritiker der Hexenverfolgung bekannt ist (vgl. Schneider 642). Doch insbesondere im letzten Jahrzehnt seines kurzen Lebens verfasste Spee eine Vielzahl von Gedichten, die nicht den christlichen Glauben als Grundlage hatten, sondern die Beobachtung und Beschreibung von Naturphänomenen. Ein Beispiel hierfür sind die Gedichte „Der trübe Winter“ und „Frühling“, die gänzlich ohne eine Erwähnung Jesu, Gottes oder des Glaubens auskommen. Die meisten von Spees Naturdichtungen verknüpfen jedoch den christlichen Glauben mit der Naturbeobachtung. In dem Buch Trutznachtigall, das erst 2016 neu herausgegeben wurde, sind über 50 Lieder und Gedichte gesammelt; viele davon Naturdichtungen auf christlicher Basis.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung definiert das Zeitalter des Barock als eine Epoche der Normenvielfalt und Instabilität, in der die Naturlyrik sowohl christliche als auch heidnisch-mythologische Züge annahm.

II Eine Einführung in das Zeitalter des Barock und seine Lyrik: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung der deutschen Lyrik im 17. Jahrhundert, die durch Reformbestrebungen zur Metrik und die Etablierung humanistischer poetischer Ideale gekennzeichnet war.

III Eine Einführung in die Götter und Göttinnen der antiken Mythologie: Hier wird der theoretische Rahmen für die griechische und römische Mythologie gesteckt, wobei deren Bedeutung für das Weltverständnis und die Interaktion mit den Menschen dargelegt wird.

IV Eine Analyse dreier barocker Naturgedichte: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Interpretation der Werke von Friedrich Spee, Simon Dach und Martin Opitz, um die spezifische Mythologie-Rezeption aufzuzeigen.

V Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, dass die Autoren trotz christlicher Verankerung mythologische Motive zur poetischen Ausschmückung und Darstellung von Naturerscheinungen nutzten.

Schlüsselwörter

Barock, Naturlyrik, Antike Mythologie, Friedrich Spee, Simon Dach, Martin Opitz, Trutznachtigall, Götter, Nymphen, Titanen, Christentum, Naturbeobachtung, Literaturgeschichte, 17. Jahrhundert, Lyriktheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration antiker mythologischer Motive in der deutschen Naturlyrik des Barock und beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen christlichem Glauben und mythologischer Tradition.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Lyrik, den Eigenschaften antiker Götter sowie einer detaillierten Werkanalyse ausgewählter Barockdichter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Verwendung mythologischer Figuren in Zeiten einer christlich dominierten Weltanschauung zu erforschen und deren Funktion innerhalb der Naturlyrik zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen (Literaturgeschichte) mit einer textnahen Interpretation (Werkanalyse) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils ein spezifisches Gedicht von Friedrich Spee, Simon Dach und Martin Opitz, um die Mythologie-Rezeption der jeweiligen Autoren herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Barock, antike Mythologie, Naturlyrik, Christentum, sowie die Namen der drei untersuchten Autoren.

Welche spezifische Rolle spielt das Gedicht von Friedrich Spee in dieser Analyse?

Spees „Liebesgang der Gesponß Jesu“ dient als Beispiel dafür, wie der Autor Naturbeobachtungen nicht nur christlich deutet, sondern erstmals mythologische Elemente als drittes Element einbindet.

Warum wählt die Arbeit ausgerechnet die Autoren Spee, Dach und Opitz aus?

Diese drei Dichter gelten als repräsentativ für die Epoche und zeigen unterschiedliche Herangehensweisen bei der Verknüpfung von kirchlicher Tradition und dem Interesse an antiken Stoffen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die antike Mythologie in der Naturlyrik des Barock. Von Göttern, Nymphen und Titaniden
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Natur-Lyrik
Note
2,3
Autor
Marie Will (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V1368684
ISBN (PDF)
9783346898791
ISBN (Buch)
9783346898807
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Naturlyrik Natur-Lyrik Lyrikanalyse Naturlyrikanalyse Vergleichende Lyrikanalyse Antike Mythologie Barocklyrik Götter Nymphen Titaniden Antike Mythologie in Naturlyrik Naturlyrik des Barock Barocke Naturlyrik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Will (Autor:in), 2019, Die antike Mythologie in der Naturlyrik des Barock. Von Göttern, Nymphen und Titaniden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368684
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