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Die Manifestation des Genie-Gedankens im Zusammenhang mit dessen Menschlichkeit und Göttlichkeit in Gedichten des Sturm und Drang

Goethes "Prometheus", Stolbergs "Der Genius" und Herders "Der Genius der Zukunft"

Titel: Die Manifestation des Genie-Gedankens im Zusammenhang mit dessen Menschlichkeit und Göttlichkeit in Gedichten des Sturm und Drang

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2.7

Autor:in: Clemens Depner (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit werden drei Gedichte des Sturm und Drang miteinander auf ihren Umgang mit dem Genius-Gedanken hin verglichen. Das Genie war eines der zentralen Themen in der Sturm und Drang Epoche und wurde von bekannten Dichtern wie Goethe, Stolberg oder Herder explizit in lyrischer Form als Stoff verarbeitet. Wie genau das geschah - und wo die Unterschiede liegen - wird in dieser Hausarbeit ausführlich eruiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER GENIE-GEDANKE ALS ZENTRALES THEMA DES STURM UND DRANG

3. UNTERSUCHUNG DER GEDICHTE AUF ELEMENTE DER MENSCHLICHKEIT UND GÖTTLICHKEIT

3.1 MANIFESTATION DES GENIE-GEDANKEN IM GEDICHT

3.2 DAS VERHÄLTNIS DES GENIES ZUM MENSCHLICHEN

3.3 DAS VERHÄLTNIS DES GENIES ZUM GÖTTLICHEN

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Literarisierung des Genie-Motivs während der Epoche des Sturm und Drang, mit einem besonderen Fokus auf die Schnittstelle zwischen Menschlichkeit und Göttlichkeit. Ziel ist es, anhand der drei Gedichte "Prometheus" von Johann Wolfgang von Goethe, "Der Genius" von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg und "Der Genius der Zukunft" von Johann Gottfried Herder aufzuzeigen, wie unterschiedliche Konzepte von Genialität ästhetisch verarbeitet und in Bezug auf göttliche Attribute oder menschliche Existenz interpretiert werden.

  • Die begriffliche Entwicklung und Bedeutung des Genie-Gedankens im 18. Jahrhundert.
  • Die Rolle der Natur als Inspirationsquelle und Instanz des Genies.
  • Kontrastive Analyse der Genie-Darstellung bei Goethe, Stolberg und Herder.
  • Das Spannungsfeld zwischen göttlicher Inspiration und menschlicher Selbstbestimmung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Manifestation des Genie-Gedanken im Gedicht

In der Einleitung klang bereits an, dass der Geniebegriff mit der Zeit einen Wandel vollzogen hat. Was zuerst eine Charaktereigenschaft war, wurde schon bald zu einer Person. Doch natürlich wurde der Geniegedanke nicht immer anhand einer Person dargestellt. Und selbst wenn der Genie-Gedanke seine Manifestation in einer Person findet, ist noch längst nicht jede Manifestation gleich. Wie wird die Person beschrieben? Welche Eigenschaften trägt sie? Wie verhält sie sich? Dies sind wichtige Fragen, denn die Antworten darauf lassen uns die Literarisierung des Genie-Gedanken in klareren Konturen sehen.

Wenden wir uns Stolberg zu, so sollten wir bereits eine Sache im Vorhinein festhalten. Stolberg war ein „nachdrücklicher Vertreter einer ‚Begeisterungs‘- oder ‚Inspirationspoetik‘.“ Hinter dieser Auffassung befindet sich die Überzeugung, dass Poetik unter keinen Umständen zu lästiger Arbeit werden solle. Das Dichten sei purer Wohlgefallen; das Feilen und Bearbeiten von Gedichten wird in den Hintergrund gedrängt. Es ist nicht verwunderlich, dass Stolberg vom Göttinger Hain jenes Mitglied war, das den Gedanken des Sturm und Drang am nächsten stand. Seiner Empfindung nach „umschweben“ den Dichtenden „strahlende Göttererscheinungen“. Außerdem soll sich die Dichtung stets zu Gott heben. Stolberg versteht den wahren Dichter also als eine Figur, die in ihrem Schreiben von Gott inspiriert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in das zentrale Genie-Motiv der Epoche ein und definiert die Forschungsfrage, die sich mit der Schnittstelle von Menschlichkeit und Göttlichkeit in ausgewählten Gedichten befasst.

2. DER GENIE-GEDANKE ALS ZENTRALES THEMA DES STURM UND DRANG: Hier wird der historische Wandel des Geniebegriffs vom lateinischen Schutzgeist zum schöpferischen Individuum sowie der Konflikt zwischen bürgerlichem Selbstverständnis und aufklärerischer Regelpoetik beleuchtet.

3. UNTERSUCHUNG DER GEDICHTE AUF ELEMENTE DER MENSCHLICHKEIT UND GÖTTLICHKEIT: Dieser Hauptteil analysiert die drei ausgewählten Werke im Hinblick darauf, wie die Genie-Figuren jeweils ihre Beziehung zur Welt, zur Natur und zu göttlichen Kräften gestalten.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass allen untersuchten Genies eine Abhängigkeit von übergeordneten Instanzen gemein ist, während dennoch individuelle Strategien der Originalität verfolgt werden.

Schlüsselwörter

Sturm und Drang, Genie-Gedanke, Genieästhetik, Goethe, Prometheus, Stolberg, Herder, Menschlichkeit, Göttlichkeit, Inspiration, Naturanschauung, Originalität, Schöpfertum, Literaturgeschichte, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das bedeutende Motiv des Genies in literarischen Werken der Sturm und Drang-Zeit manifestiert wird, wobei ein Fokus auf die Verbindung zwischen menschlichen Aspekten und göttlichen Attributen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Geniebegriff, die Rolle der Natur als Inspirationsinstanz, das Spannungsverhältnis zwischen Dichter und religiösen Vorstellungen sowie die Autonomie des schöpferischen Geistes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse von Gedichten Goethes, Stolbergs und Herders aufzuzeigen, wie das Genie als eine Figur dargestellt wird, die zwischen Menschlichkeit und Göttlichkeit vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die textnahe Interpretation mit ideengeschichtlichen Kontextualisierungen des Sturm und Drang verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Manifestation des Genie-Gedanken, das Verhältnis zur Natur und zum Göttlichen bei den drei Autoren analysiert und gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Genieästhetik, Originalität, Panentheismus, Inspiration und die explizite Bezugnahme auf die Natur definieren.

Wie unterscheidet sich Goethes Prometheus von den anderen Genie-Figuren?

Im Gegensatz zu den anderen untersuchten Figuren, die sich durch eine oft demütige Hingabe an eine Instanz auszeichnen, zeigt Goethe einen rebellischen Prometheus, der aus eigener Kraft und im Konflikt mit den Göttern schafft.

Welche Rolle spielt die Natur bei Stolberg?

Stolberg begreift die Natur als die fundamentale Spenderin aller Gaben, der sich das Genie unterordnet, um seine schöpferische Inspiration zu empfangen.

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Details

Titel
Die Manifestation des Genie-Gedankens im Zusammenhang mit dessen Menschlichkeit und Göttlichkeit in Gedichten des Sturm und Drang
Untertitel
Goethes "Prometheus", Stolbergs "Der Genius" und Herders "Der Genius der Zukunft"
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Seminar
Note
2.7
Autor
Clemens Depner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1369165
ISBN (PDF)
9783346900401
ISBN (Buch)
9783346900418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sturm und Drang Goethe Genius Lyrik Genie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Depner (Autor:in), 2022, Die Manifestation des Genie-Gedankens im Zusammenhang mit dessen Menschlichkeit und Göttlichkeit in Gedichten des Sturm und Drang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369165
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Leseprobe aus  16  Seiten
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