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Geschlechtergerechte Sprache. Anwendung im Zyklus 4 an luxemburgischen Grundschulen

Titel: Geschlechtergerechte Sprache. Anwendung im Zyklus 4 an luxemburgischen Grundschulen

Bachelorarbeit , 2023 , 135 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, den Stellenwert der geschlechtergerechten Sprache bei luxemburgischen Grundschullehrkräften aus dem Zyklus 4 zu ermitteln. Dazu werden die theoretischen Grundlagen und die Entwicklung der geschlechtergerechten Sprache in den letzten Jahrzehnten erläutert. Verschiedene Möglichkeiten der nominalen Personenreferenz werden beschrieben und anhand von Studien analysiert. Darüber hinaus werden der aktuelle Forschungsstand und die Relevanz geschlechtergerechter Sprache im Schulunterricht untersucht. Die Befragung von fünf luxemburgischen Lehrkräften soll Aufschluss darüber geben, wie diese zur inklusiven Sprachvermittlung stehen und inwieweit sie bereits geschlechtergerechte Sprache im Unterricht verwenden.

Im deutschsprachigen Raum wird mittlerweile in vielen Bereichen eine geschlechtergerechte Sprache verwendet: sowohl mündlich im Radio oder in der Tagesschau im Fernsehen als auch durch die schriftliche Verankerung im Rechtschreibwörterbuch Duden. Daraus lässt sich schließen, dass die geschlechtergerechte Sprache nicht mehr als akademisches Randthema zu betrachten ist. Vielmehr ist die inklusive Sprache "in der Mitte der Gesellschaft angekommen". Gendern ist im weitesten Sinne ein sprachliches Verfahren, um Gleichberechtigung, sprich die gleiche und gerechte Behandlung von Männern und Frauen im Sprachgebrauch, zu erreichen. Gendern bedeutet demnach die Implementierung einer geschlechtergerechten Sprache. Die deutsche Sprache lässt auf vielfältige Weise und häufig ohne großen Aufwand eine sprachliche Gleichbehandlung von Personen jeglicher Geschlechtsidentität zu. Einheitliche Regeln existieren aktuell jedoch noch nicht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Arbeit liegen keine Studien zur Beurteilung von geschlechtergerechter Sprache durch luxemburgische Lehrkräfte oder zu deren Einbezug in den Sprachunterricht vor. In der vorliegenden Arbeit wird aber auf eine Studie zurückgegriffen, die Sylvie Kerger und Laurence Brasseur 2021 zu den Geschlechterdarstellungen in Schulbüchern für luxemburgische Grundschulen durchgeführt haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Politischer und legaler Rahmen

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Sprachliche Grundlagen

3.1.1 Definition von Geschlecht

3.1.2 Einordnung in den Zusammenhang der feministischen Diskussion

3.1.3 Definition geschlechtergerechter Sprache

3.1.4 Problematische Umsetzung der geschlechtergerechten Sprache im Alltag

3.2 Möglichkeiten zur nominalen Personenreferenz im Deutschen

3.2.1 Generisches Maskulinum

3.2.2 Generisches Femininum

3.2.3 Doppelnennung

3.2.4 Unterstrich

3.2.5 Klammerschreibweise

3.2.6 Binnen-I

3.2.7 Genderstern

3.2.8 Verwendung genderneutraler Begriffe

3.2.9 Substantivierte Adjektive und Partizipien

3.2.10 Sachbezeichnungen

3.2.11 Geschlechtsneutrale Ausdrücke

3.2.12 Kurzwörter

3.2.13 Direkte Rede

3.2.14 Mithilfe eines Adjektivs umformulieren

3.2.15 Mit dem Passiv oder mit ‚wir‘ umschreiben

3.2.16 Relativsätzen bilden

3.2.17 Zwischenfazit

3.3 Geschlechtergerechte Sprache im Deutschunterricht

3.3.1 Relevanz geschlechtergerechter Sprache im Unterricht

3.3.2 Aktueller Forschungsstand

4 Methodologie

4.1 Forschungsansatz

4.1.1 Qualitatives Vorgehen

4.1.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

4.2 Methoden der Datenerhebung

4.2.1 Stichprobe

4.2.2 Ablauf der Datenerhebung

4.2.3 Interview

4.3 Methoden der Datenanalyse

4.3.1 Codierung und Kategorienbildung

4.3.2 Ethikrichtlinien

5 Daten

5.1 Dokumentation und Darstellung

5.1.1 Geschlechtergerechte Sprache: Verständnis, private Verwendung von Personenbezeichnungen, Bewusstsein durch öffentliche Berichterstattung und Thematisierung im Studium

5.1.2 Integration von geschlechtergerechter Sprache im Unterricht

5.1.3 Herausforderungen im Unterricht

5.2 Analyse und Interpretation

6 Diskussion und Limitationen in Bezug auf die Forschungsfrage

7 Persönliches Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Stellenwert der geschlechtergerechten Sprache bei luxemburgischen Grundschullehrkräften im Zyklus 4 zu ermitteln und deren Umgang mit inklusiver Sprache im Unterricht zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit geschlechtergerechte Sprache Einzug in den Schulunterricht gehalten hat und welche Ansätze zur Umsetzung von den Lehrpersonen verfolgt werden.

  • Grundlagen und historische Entwicklung geschlechtergerechter Sprache
  • Analyse nominaler Personenreferenzformen im Deutschen
  • Untersuchung der Relevanz und praktischen Integration im Unterricht
  • Qualitative Analyse von Interviews mit luxemburgischen Grundschullehrkräften

Auszug aus dem Buch

3.1 Sprachliche Grundlagen

Der Begriff ‚Geschlecht‘ hat vier unterschiedliche Bedeutungen. Zunächst wird auf der sprachlichen Ebene zwischen dem grammatikalischen und dem semantischen Geschlecht differenziert. Des Weiteren gibt es das biologische Geschlecht, auch ‚Sexus‘ genannt, sowie das soziale Geschlecht, das auch als ‚Gender‘ bezeichnet wird. Im Folgenden sollen die einzelnen Aspekte näher beleuchtet werden: Beim grammatikalischen Geschlecht (1) wird zwischen dem Maskulinum (dem Mann), dem Femininum (der Frau) und dem Neutrum (dem Kind) unterschieden. Im hier gewählten Beispiel stimmen das grammatikalische und das biologische Geschlecht überein, was jedoch nicht immer der Fall sein muss. Zahlreiche Substantive, die in der Grammatik ein Geschlecht besitzen, haben in Wirklichkeit keines. Beispielsweise heißt es ‚die Brücke‘, obwohl Verbindungswege weder weiblich noch männlich sein können. Das semantische Geschlecht (2) nimmt auf Personenbezeichnungen Bezug, die inhaltlich auf ein Geschlecht verweisen. So enthält das Substantiv ‚Schwester‘ das Merkmal ‚weiblich‘, das Substantiv ‚Bruder‘ hingegen das Merkmal ‚männlich‘. Das biologische Geschlecht (3) steht von Geburt an fest im Personalausweis, gilt für Menschen und Tiere und wird für Personenbezeichnungen vorwiegend auch in der Grammatik verwendet (beispielsweise: der Fremde oder die Fremde). Oft stimmt das biologische Geschlecht mit dem sozialen überein. Es kommt jedoch auch vor, dass sich ein Mensch nicht mit dem Geschlecht identifiziert, das ihm bei der Geburt zugewiesen wurde, oder dass sich die Person gar keinem Geschlecht oder aber beiden zugehörig fühlt. Das soziale Geschlecht (4) ist eng mit gesellschaftlichen Rollen und sozialen Eigenschaften verbunden; so wird Frauen unter anderem nachgesagt, sie seien kommunikativ, während Männer als eher wortkarg gelten. Überdies existieren verschiedene Stereotype über Frauen und Männer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema geschlechtergerechte Sprache und Begründung des Fokus auf luxemburgische Grundschulen.

2 Politischer und legaler Rahmen: Darlegung internationaler und nationaler Vorgaben hinsichtlich Gleichstellung und Inklusion im Bildungswesen.

3 Theoretische Grundlagen: Erläuterung sprachlicher Begriffe, Methoden der Personenreferenz und Diskussion der Relevanz für den Unterricht.

4 Methodologie: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes und des Ablaufs der Datenerhebung anhand von Experteninterviews.

5 Daten: Dokumentation und Interpretation der Interviewergebnisse hinsichtlich Verständnis, Anwendung und Herausforderungen.

6 Diskussion und Limitationen in Bezug auf die Forschungsfrage: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands.

7 Persönliches Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Autorin und Ausblick auf künftigen Handlungsbedarf.

Schlüsselwörter

Generisches Maskulinum, geschlechtergerechte Sprache, Grundschullehrkräfte, Inklusion, Sprachentwicklung, Sprachwandel, Genderkompetenz, qualitative Inhaltsanalyse, Personenbezeichnungen, Diversität, luxemburgische Grundschulen, Stereotype, Gleichberechtigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Umgang und Stellenwert geschlechtergerechter Sprache bei luxemburgischen Grundschullehrkräften des Zyklus 4.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die theoretische Definition, gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, Möglichkeiten der Personenreferenz im Deutschen sowie die praktische Umsetzung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Inwieweit hat eine geschlechtergerechte Sprache Einzug in den Schulunterricht bei luxemburgischen Grundschullehrkräften aus dem Zyklus 4 gefunden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mit halb-strukturierten Experteninterviews, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Sprache, eine Analyse verschiedener Möglichkeiten zur geschlechtergerechten Referenz sowie eine empirische Untersuchung anhand von Interviews mit fünf Lehrkräften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Generisches Maskulinum, geschlechtergerechte Sprache, luxemburgische Grundschullehrkräfte und Sprachwandel.

Wie stehen die interviewten Lehrkräfte zur geschlechtergerechten Sprache?

Die Befragten bewerten das Thema mehrheitlich positiv und als bedeutsam für ein inklusives Umfeld, sehen jedoch in der praktischen Umsetzung und durch fehlende klare Richtlinien Herausforderungen.

Welche Hindernisse werden bei der Umsetzung im Unterricht genannt?

Neben der Gewöhnung und dem erhöhten Arbeitsaufwand werden insbesondere Bedenken bezüglich möglicher Leseflussstörungen, besonders bei mehrsprachigen Kindern, angeführt.

Ende der Leseprobe aus 135 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtergerechte Sprache. Anwendung im Zyklus 4 an luxemburgischen Grundschulen
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
135
Katalognummer
V1369531
ISBN (PDF)
9783346901361
ISBN (Buch)
9783346901378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtergerechte sprache anwendung zyklus grundschulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Geschlechtergerechte Sprache. Anwendung im Zyklus 4 an luxemburgischen Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369531
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