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Direktinvestitionen einer deutschen Kapitalgesellschaft in Tschechien - Steuerliche Rahmenbedingungen, Organisationsalternativen und Handlungsempfehlungen

Title: Direktinvestitionen einer deutschen Kapitalgesellschaft in Tschechien - Steuerliche Rahmenbedingungen, Organisationsalternativen und Handlungsempfehlungen

Diploma Thesis , 2003 , 106 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Petra Sedlackova (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Durch den Wegfall von Ländergrenzen, Deregulierung der Finanzmärkte, Verringerung von Transaktionskosten
und Verkürzung von Informationslaufzeiten verstärkt sich der Druck auf Unternehmen
im internationalen Wettbewerb. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sehen Unternehmen
in einer Investition im Ausland. Motive für diese Entscheidung sind unter anderem das Erschließen
vielversprechender Absatzmärkte zur langfristigen Erfolgssteigerung, das Verlagern personalkostenintensiver
Prozesse in „Niedriglohnländer“ und der Anreiz der Investitionsförderung.
Wie zahlreiche Umfragen belegen, gewinnen die mittel- und osteuropäischen Länder als Investitionsstandort
in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung.1 Durch die wirtschaftliche Entwicklung
in diesen Ländern wachsen zunehmend neue und sehr kaufkräftige Märkte vor Ort heran, die
eine echte Alternative zum heimischen Markt darstellen. In den vergangenen zehn Jahren haben
ausländische Investoren die mittel- und osteuropäischen Länder nicht einzeln, sondern als eine einheitliche
Region betrachtet und so ihre Investitionsentscheidungen getroffen. Inzwischen hat sich
jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Erfolg aus dem Verständnis für die Besonderheiten der
einzelnen Volkswirtschaften resultiert.
Von den ersten EU-Beitrittskandidaten der Mittel- und osteuropäischen Länder bietet die Tschechische
Republik2 das größte Potential. [...]

1 Im August/ September 1993 wurde z.B. eine Befragung deutscher Unternehmen durch die Deutsch-Tschechische
Industrie- und Handelskammer durchgeführt. Die Befragten wurden dabei nach dem Zufallsprinzip unbeachtet von Branchen,
Größenordnungen oder Regionen ausgewählt. Hierbei haben 87,2% der befragten Unternehmen die Tschechische
Republik als den Markt angegeben. Vgl. Buccoliero, S., Unternehmenstätigkeit, 1997, Online im Internet, URL: www.fhwuerzburg.
de/fh/fb/ bwl/Offiziel/BWT/pages/pp/2/buccolerio.htm, Erstelldatum: 1997, Abfragedatum: 06.10.2002.
2 Solange die Tschechische Republik nicht EU-Mitglied ist, sind folgende Merkmale zu beachten. Es gibt keine Mutter-
Tochterrichtlinie, keine Schiedskonvention und kein Appellgericht (Europäischer Gerichtshof). Zur Umsetzung der Mutter-
Tochterrichtlinie ins tschechische Recht siehe Vgl. Parent-Subsidiary Directive, 2003, Online im Internet, URL:
www.pwcglobal.com/cz/eng/ins-sol/publ/Alerts/2003/PwC_070103_EUTaxFlash_ en.pdf , Erstelldatum: 07.01.2003,
Abfragedatum: 15.02.2003.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Rechtliche Ausgestaltung des Auslandsengagements

1.2 Steuerlich optimale Rechtsform

1.3 Generelle Prämissen und Vorgehensweise

2 Steuerlich relevante Rechtsvorschriften des Engagements in Tschechien

2.1 Doppelbesteuerungsabkommen

2.2 Betriebsstätte

2.2.1 Begriffsbestimmung

2.2.2 Betriebsstättensondertatbestände

2.2.3 Kapitalausstattung der tschechischen Betriebsstätte

2.3 Tochterkapitalgesellschaft

2.3.1 Begriffsbestimmung

2.3.2 Mögliche Formen der Tochtergesellschaften in Tschechien

2.3.3 Gesellschafterfremdfinanzierung

2.4 Devisenrechtliche Bestimmungen und Kapitaltransfer

2.5 Investitionsförderung und Investitionsschutz in Tschechien

2.6 Zwischenergebnis

3 Betriebsstätte in Tschechien

3.1 Gründungsphase

3.1.1 Allgemeines

3.1.2 Steuerliche Besonderheiten bei der Errichtung einer Betriebsstätte in Tschechien

3.1.2.1 Ertragsteuern

3.1.2.2 Verkehrsteuern

3.1.3 Steuerbelastung bei der Überführung von Wirtschaftsgütern in die tschechische Betriebsstätte

3.1.4 Möglichkeiten der Verlustverrechnung

3.2 Laufende Besteuerung

3.2.1 Im Gewinnfall

3.2.1.1 Besteuerung in Tschechien

3.2.1.2 Besteuerung in Deutschland

3.2.2 Im Verlustfall

3.2.2.1 Besteuerung in Tschechien

3.2.2.2 Besteuerung in Deutschland

3.2.3 Steuerbelastungsrechnung

3.3 Finanzierung der tschechischen Betriebsstätte

3.3.1 Allgemeines

3.3.2 Eigenkapital der Betriebsstätte

3.3.3 Fremdkapital der Betriebsstätte

3.3.4 Steuerbelastungsrechnung

3.4 Belastungsvergleich zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung

3.5 Zwischenergebnis

4 Tochterkapitalgesellschaft in Tschechien

4.1 Gründungsphase

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Steuerliche Besonderheiten bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft in Tschechien

4.1.2.1 Ertragsteuern

4.1.2.2 Verkehrsteuern

4.1.3 Steuerbelastung bei der Überführung von Wirtschaftsgütern in die tschechische Tochterkapitalgesellschaft

4.1.4 Möglichkeiten der Verlustverrechnung

4.2 Laufende Besteuerung

4.2.1 Im Gewinnfall

4.2.1.1 Besteuerung in Tschechien

4.2.1.2 Besteuerung in Deutschland

4.2.2 Im Verlustfall

4.2.2.1 Besteuerung in Tschechien

4.2.2.2 Besteuerung im Deutschland

4.2.3 Steuerbelastungsrechnung

4.3 Fremdfinanzierung der tschechischen Tochterkapitalgesellschaft

4.3.1 Allgemeines

4.3.2 Im Gewinnfall

4.3.2.1 Besteuerung in Tschechien

4.3.2.2 Besteuerung in Deutschland

4.3.3 Im Verlustfall

4.3.3.1 Tschechische Grundeinheit erwirtschaftet Verluste

4.3.3.2 Inländisches Stammhaus erwirtschaftet Verluste

4.3.4 Steuerbelastungsrechnung

4.4 Belastungsvergleich zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung

4.5 Zwischenergebnis

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die steuerliche Vorteilhaftigkeit eines Direktinvestitionsengagements einer deutschen Mutterkapitalgesellschaft in Tschechien. Ziel ist es, dem Investor einen Leitfaden für die steueroptimale Rechtsformwahl (Betriebsstätte versus Tochterkapitalgesellschaft) und Finanzierungsstruktur (Eigen- versus Fremdkapital) unter Berücksichtigung der tschechischen und deutschen Steuergesetze sowie des Doppelbesteuerungsabkommens bereitzustellen.

  • Steuerliche Rahmenbedingungen für Betriebsstätten und Tochterkapitalgesellschaften
  • Analyse der Besteuerung im Gewinn- und Verlustfall
  • Steuerbelastungsvergleich zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung
  • Berücksichtigung von Investitionsförderung und Investitionsschutz

Auszug aus dem Buch

1.2 Steuerlich optimale Rechtsform

Charakteristisch für grenzüberschreitend tätige Unternehmen ist, dass sie ihre Produktionspotenziale räumlich dezentralisiert auf mehrere Länder verteilen und sich in diversen Volkswirtschaften unternehmerisch betätigen. Um am Marktgeschehen teilnehmen zu können, stellt sich für ein internationales Unternehmen daher die Frage nach der rechtlichen Ausgestaltung des Auslandsengagements.

Bei der Wahl der Rechtsstruktur ist die von der jeweiligen Rechtsform abhängige Gesamtsteuerlast zu berücksichtigen. Trotz der Wichtigkeit dieser Größe darf allerdings eine Reihe nicht steuerlicher Faktoren, wie z.B. die Haftung (Personengesellschaft-Kapitalgesellschaft), der Personalaufwand (GmbH-AG), die Dauer der Betätigung (BS), das Auftreten am Markt (Publizität des Handelsregisters) und die Rechtsform der deutschen Anteilseigner als Entscheidungskriterium nicht vernachlässigt werden.

Die vorliegende Arbeit wird auf der Basis einer zugunsten der Tschechischen Republik getroffenen Standortentscheidung die Vorteilhaftigkeit des unternehmerischen Engagements einer deutschen Mutterkapitalgesellschaft in Form von BS bzw. TKapG unter dem Aspekt der Besteuerung untersuchen. Eine weitere Möglichkeit ist die Gründung einer PersG in Tschechien. Da aber die tschechische Offene Handelsgesellschaft (tOHG) und Kommanditgesellschaft (tKG) den deutschen Rechtsformen gleichgestellt werden, entspricht die steuerliche Behandlung der Beteiligung an einer tschechischen PersG (mit Ausnahme des Kommanditisten) in wesentlichen Punkten der einer tschechischen Betriebsstätte (tBS). Somit erübrigt sich eine gesonderte Behandlung der PersG und es kann auf die Ergebnisse der BS verwiesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik internationaler Direktinvestitionen und Definition des Ziels, die steueroptimale Rechtsform für einen Investor in Tschechien zu finden.

2 Steuerlich relevante Rechtsvorschriften des Engagements in Tschechien: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere des Doppelbesteuerungsabkommens, sowie der Kriterien für Betriebsstätten und Tochterkapitalgesellschaften.

3 Betriebsstätte in Tschechien: Detaillierte steuerliche Analyse der Betriebsstätte, ihrer Gründung, laufenden Besteuerung, Finanzierung und Verlustverrechnung.

4 Tochterkapitalgesellschaft in Tschechien: Vertiefte Untersuchung der Tochterkapitalgesellschaft unter Berücksichtigung von Gründung, Besteuerung, Finanzierungsaspekten und spezifischen Herausforderungen.

5 Fazit: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für deutsche Investoren zur steueroptimalen Gestaltung ihrer Tschechien-Investition.

Schlüsselwörter

Direktinvestition, Tschechien, Betriebsstätte, Tochterkapitalgesellschaft, Steuerbelastung, Doppelbesteuerungsabkommen, Eigenfinanzierung, Fremdfinanzierung, Quellensteuer, Verlustverrechnung, Investitionsförderung, Rechtsform, Steuersatz, Körperschaftsteuer, Unternehmensbesteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die steuerlichen Aspekte bei der Direktinvestition einer deutschen Kapitalgesellschaft in Tschechien, um eine optimale Rechtsform- und Finanzierungsstruktur zu ermitteln.

Welche Rechtsformen werden primär verglichen?

Die Untersuchung vergleicht schwerpunktmäßig die tschechische Betriebsstätte (tBS) mit der tschechischen Tochterkapitalgesellschaft (tTKapG).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, dem deutschen Investor durch einen Steuerbelastungsvergleich eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, welche Rechtsform und Finanzierungsart für ihn steueroptimal ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die kasuistische Veranlagungssimulation, um anhand von Zahlenbeispielen periodische Steuerbelastungsunterschiede zwischen den Rechtsformalternativen zu simulieren.

Welche zentralen Themen werden im Hauptteil behandelt?

Neben der rechtlichen Ausgestaltung werden die Gründungsphase, laufende Besteuerung bei Gewinn oder Verlust, sowie spezifische Finanzierungsaspekte (Eigen- vs. Fremdkapital) ausführlich analysiert.

Welche Bedeutung haben die Investitionsförderungen für den Investor?

Investitionsförderungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Standortentscheidung und bieten durch Steueranreize oder Zuschüsse erhebliche Möglichkeiten zur Senkung der Gesamtsteuerbelastung.

Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung von Eigen- und Fremdkapital bei einer Tochterkapitalgesellschaft?

Die Fremdfinanzierung bietet durch den Zinsabzug Vorteile bei der Bemessungsgrundlage, während die Eigenfinanzierung bei Ausschüttungen unter bestimmten Bedingungen durch das Halbeinkünfteverfahren oder Schachtelprivilegien steuerlich attraktiver sein kann.

Was ist das Ergebnis der Analyse bezüglich der Haftungsbeschränkung?

Trotz der steuerlichen Vorteile der Betriebsstätte in manchen Szenarien gewinnt die Tochterkapitalgesellschaft durch ihre Haftungsbeschränkung an Bedeutung, wobei der Mantelkauf als Option zur Minderung hoher Gründungsmodalitäten betrachtet wird.

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Details

Title
Direktinvestitionen einer deutschen Kapitalgesellschaft in Tschechien - Steuerliche Rahmenbedingungen, Organisationsalternativen und Handlungsempfehlungen
College
http://www.uni-jena.de/  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung)
Grade
2,7
Author
Petra Sedlackova (Author)
Publication Year
2003
Pages
106
Catalog Number
V13701
ISBN (eBook)
9783638192811
Language
German
Tags
Direktinvestitionen Kapitalgesellschaft Tschechien Steuerliche Rahmenbedingungen Organisationsalternativen Handlungsempfehlungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Sedlackova (Author), 2003, Direktinvestitionen einer deutschen Kapitalgesellschaft in Tschechien - Steuerliche Rahmenbedingungen, Organisationsalternativen und Handlungsempfehlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13701
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