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Austins Sprechakttheorie

Title: Austins Sprechakttheorie

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anne Skroblin (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Summary Excerpt Details

Als der Philosophieprofessor John Langshaw Austin im Jahre 1955 in Oxford anfing, seine Vorlesung zu halten, war er sich noch nicht darüber im Klaren, dass er damit die bisherigen Theorien in der Sprachphilosophie (und Sprachwissenschaft) größtenteils entwerten und revolutionieren würde.
Austin ahnte am Beginn seiner Vorlesung, dass es möglich ist, ‚to do things with words’. Nun, da er im Laufe seiner Vorlesung die Möglichkeit eine strikten Differenzierung zwischen performativen und konstativen Äußerungen aufgeben musste, stellte sich die Frage: Tut man vielleicht etwa immer etwas mit Worten? Austin verstand – und das ist das Revolutionäre, dass alle (!) Äußerungen Handlungen sind. Handlungen können jedoch nicht wahr oder falsch sein. Sie glücken oder missglücken.
Ausgehend von dieser Erkenntnis entwickelte Austin seine Sprechakttheorie (die später von seinem Schüler John Searle weiterentwickelt wurde).

In dieser Arbeit wird zum einem Austins Erkenntnisweg während dieser Vorlesung skizziert: Über den Versuch, eine Taxonomie zwischen performativen und konstativen Äußerungen aufzustellen; über die Einsicht, dass auch konstative Äußerungen eigentlich implizit performativ sind; hin zur Aufgabe dieses Versuchs mit der Konsequenz, alles Äußern als Handeln aufzufassen und somit die Sprechakttheorie zu begründen.
Zum anderen wird besonders die Sprechakttheorie an sich mitsamt ihren Teilakten beleuchtet und mittels Beispielen, Schaubildern und einer Zeichnung erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das Problem

2 Austins Weg zur Sprechakttheorie

2.1 Performative versus konstative Äußerungen

2.1.1 Performative Äußerungen

2.1.1.1 Über das Glücken und Missglücken von performativen Äußerungen

2.1.1.2 Verdeutlichung durch Lycan

2.1.1.3 Explizit performative Äußerungen versus implizit performative Äußerungen

2.1.2 Der performative und konstative Teil in Äußerungen

2.1.3 Die Konklusion

3 Austins Sprechakttheorie

3.1 Die Teilakte in Austins Sprechakttheorie

3.1.1 Der lokutionäre Akt

3.1.1.1. Der phonetische Akt

3.1.1.2 Der phatische Akt

3.1.1.3 Der rhetische Akt

3.1.1.4 Ergo

3.1.2 Der illokutive Akt

3.1.2.1 Illokutionäre Rollen

3.1.3 Der perlokutive Akt

3.2 Der Sprechakt im Ganzen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht John Langshaw Austins Sprechakttheorie, um zu verdeutlichen, dass sprachliche Äußerungen nicht nur als konstatierende Aussagen mit Wahrheitsgehalt fungieren, sondern als vollzogene Handlungen betrachtet werden müssen, die in spezifischen sozialen Kontexten glücken oder missglücken können.

  • Abgrenzung zwischen performativen und konstativen Äußerungen
  • Analyse der Bedingungen für das Gelingen von Sprechakten
  • Strukturierung der Teilakte: lokutionärer, illokutionärer und perlokutionärer Akt
  • Untersuchung der expliziten und impliziten Performativität
  • Bedeutung von Kontext und Intentionalität für den Sprechakt

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1. Der phonetische Akt

Man benutzt die Sprechorgane, um Geräusche zu äußern. Dies bezeichnet Austin als phonetischen Akt. Hier vollzieht man Handlungen durch Bewegungen der Lippen, der Zunge, den Gebrauch des Kehlkopfes usw. Es ist also ein Phonations- und Artikulationsprozess, der gewissen Lautbildungsregeln unterliegt. Für unseren Beispielsatz (5) produzieren wir in diesem Teilakt die Laute [d], [e:], [], [h], [u ], [n] [t] etc. und verbinden sie zu dieser Lautkette [de: hunt ıst bısıç]. In diesem Teilakt äußert man Phone.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Problem: Einführung in die Ausgangslage von Austins Vorlesung, in der er erkennt, dass es Äußerungen gibt, die Handlungen vollziehen, statt nur wahr oder falsch zu sein.

2 Austins Weg zur Sprechakttheorie: Erläuterung der schrittweisen Abgrenzung zwischen performativen und konstativen Äußerungen sowie der Erkenntnis, dass Äußerungen grundsätzlich Handlungen darstellen.

3 Austins Sprechakttheorie: Detaillierte Darstellung der Teilakte eines Sprechaktes, unterteilt in lokutionäre, illokutionäre und perlokutionäre Akte.

Schlüsselwörter

Sprechakttheorie, John Langshaw Austin, Performative Äußerung, Konstative Äußerung, Lokutionärer Akt, Illokutionärer Akt, Perlokutionärer Akt, Sprechakt, Intentionalität, Sprachphilosophie, Gelingen, Handlungsbegriff, Sprechorgane, Äußerung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Umwälzung der Sprachphilosophie durch John Langshaw Austin, insbesondere mit der Einführung der Sprechakttheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Unterscheidung von performativen und konstativen Äußerungen sowie die detaillierte Klassifizierung der verschiedenen Ebenen eines Sprechaktes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Austins Theorie nachvollziehbar zu erklären und die Erkenntnis zu vermitteln, dass Äußerungen Handlungen sind, die an Konventionen gebunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Exegese von Austins Werk „How to do things with Words“ unter Einbeziehung sekundärliterarischer Interpretationen, etwa von Lycan.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entwicklung der Theorie aus dem Problem der Abgrenzung sowie die systematische Aufschlüsselung des Sprechakts in lokutionäre, illokutionäre und perlokutionäre Teilakte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Neben dem zentralen Begriff der Sprechakttheorie sind Performative, Illokution und die Handlungsdimension der Sprache essenziell für die Charakterisierung der Arbeit.

Was zeichnet nach Austin den lokutionären Akt aus?

Der lokutionäre Akt bildet die Basis und umfasst die rein sprachliche Produktion von Lauten, Wörtern und deren referenzieller Bedeutung.

Wie unterscheiden sich illokutionärer und perlokutionärer Akt in ihrer Wirkung?

Während der illokutionäre Akt die Intention des Senders (die Funktion der Äußerung) umfasst, bezieht sich der perlokutionäre Akt auf die tatsächliche Reaktion oder Wirkung beim Empfänger.

Warum kann eine Äußerung trotz korrekter Artikulation misslingen?

Eine Äußerung misslingt, wenn sie ihre Funktion nicht erfüllt, etwa weil die Intention vom Adressaten nicht erkannt wird oder die perlokutionäre Wirkung ausbleibt.

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Details

Title
Austins Sprechakttheorie
College
http://www.uni-jena.de/
Course
Sprachphilosophie
Grade
1
Author
Anne Skroblin (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V137016
ISBN (eBook)
9783640449514
ISBN (Book)
9783640449361
Language
German
Tags
Austin Searle Sprechtakt konstativ performativ wahr falsch glücken missglücken Lokution Illokution Perlokution Rhem Phem Phon Handlung Performativum Lycan Äußerung Aussage Handeln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Skroblin (Author), 2004, Austins Sprechakttheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137016
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