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Wann eine Maxime moralisch ist

Die Begriffe Gesetz, Prinzip, Maxime, Gebot und Imperativ und ihre Zusammenhänge in Kants ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten’

Title: Wann eine Maxime moralisch ist

Term Paper , 2004 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Skroblin (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Immanuel Kant entwarf in seiner ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten’ ein Überprüfungskriterium, an dem im Idealfall kontrolliert werden kann, ob die Handlung oder der Gedanke hinter der Handlung moralisch gut ist.
In dieser Arbeit wird dieses Gerüst nachvollzogen. Die zentralen Begriffe werden sukzessive erklärt und in Beziehung zueinander gestellt. Am Ende kann aus den bis dahin erschlossenen Begriffen Kants Goldstück, der Kategorische Imperativ, entfaltet und verstanden werden – und damit die Frage beantwortet werden: Wann ist eine Handlung (oder der Gedanke dahinter) moralisch?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Das Gesetz

2 Prinzipien

2.1 Das subjektive Prinzip

2.1.1 Durch den guten Willen gesteuerte Maximen

2.1.2 Durch Neigungen gesteuerte Maximen

2.2 Das objektiven Prinzip

2.2.1 Das objektive Prinzip als Gebot

2.2.1.1 Der Imperativ

2.2.1.1.1 Der hypothetische und der kategorische Imperativ

2.2.1.1.1.1 Der hypothetische Imperativ

2.2.1.1.1.2 Der kategorische Imperativ

3 Zusammenfassendes Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das von Immanuel Kant in der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" entworfene System aus Gesetzen und Prinzipien zu analysieren. Dabei soll geklärt werden, welche Kriterien notwendig sind, um eine Handlung nach Kant als moralisch gut zu definieren.

  • Die begriffliche Differenzierung zwischen Gesetz, Prinzip, Maxime, Gebot und Imperativ.
  • Die Rolle des "guten Willens" als Triebfeder moralischen Handelns.
  • Die Unterscheidung zwischen subjektiven Maximen und objektiven Gesetzen.
  • Die Analyse der hypothetischen gegenüber dem kategorischen Imperativ.
  • Die philosophische Einordnung des Menschen als Natur- und Vernunftwesen.

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1.2 Der kategorische Imperativ

Den hypothetischen Imperativen entgegen steht also der kategorische. Dieser ist objektiv notwendig und dadurch an sich gut. Er duldet keinen Widerspruch. Da er an sich schon gut ist, ist er auch moralisch gut. Dies impliziert, dass er nicht erst gut wird, wenn er auf eine Absicht bezogen ist. Auch ist er nicht gut, weil durch ihn ein positives Ergebnis im nachhineinein als gut bestimmt wird. Er ist also unbedingt, einfach aus sich selbst heraus und a priori moralisch gut. Der kategorische Imperativ sollte immer und für jeden gelten und kann dadurch als apodiktisches Prinzip bezeichnet werden. Da nun jeder gemäß dem kategorischen Imperativ handeln sollte, ist dies der Maßstab für jeden einzelnen Menschen, an diesem seine Maximen auszurichten. Der kategorische Imperativ ist also dieses praktische Gesetz, „was allen vernünftigen Wesen auch subjektiv zum praktischen Prinzip dienen würde, wenn Vernunft volle Gewalt über das Begehrungsvermögen hätte“.

Ihm sollte der Mensch Achtung entgegenbringen; ihm gemäß soll der gute Wille die Triebfeder jeder Handlung sein. Es liegt durch den kategorischen Imperativ also ein Sollen vor, dass der Einzelne wollen soll, aber nicht nur, weil er es soll, sondern weil er es will. Es ist also ein Gebot, dass ein Vernunftwesen nicht zwingen müsste, ihm zu gehorchen. Und durch dieses Wesen des kategorischen Imperativs ist es auch eklatant, wie dieser zu lauten hat, nämlich: „handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“ In der subjektiven Handlung muss also immer die Gesamtheit der Vernunftwesen mitgedacht werden und zwar derart, dass man denkt, was wäre, wenn jeder Mensch so handelte. Es muss also die subjektive Handlung als objektive gedacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Menschen als widersprüchliches Wesen zwischen Triebhaftigkeit und Vernunft und führt die Fragestellung nach dem moralisch Guten bei Kant ein.

1 Das Gesetz: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Gesetzes, wobei zwischen Naturgesetzen und den für Vernunftwesen relevanten, selbst auferlegten Gesetzen unterschieden wird.

2 Prinzipien: Hier werden die Grundlagen des Handelns als subjektive und objektive Prinzipien definiert.

2.1 Das subjektive Prinzip: Dieser Abschnitt definiert die Maxime als persönlichen Grundsatz des Einzelnen und untersucht deren Abhängigkeit vom guten Willen oder von Neigungen.

2.1.1 Durch den guten Willen gesteuerte Maximen: Es wird analysiert, wie eine Maxime durch den guten Willen moralisch a priori gut wird.

2.1.2 Durch Neigungen gesteuerte Maximen: Hier wird dargelegt, dass Maximen, die auf Neigungen wie Glückseligkeitsstreben basieren, zwar pflichtgemäß, aber nicht moralisch sind.

2.2 Das objektiven Prinzip: Es wird der Übergang vom individuellen subjektiven Prinzip zum allgemein gültigen objektiven Gesetz vollzogen.

2.2.1 Das objektive Prinzip als Gebot: Das objektive Prinzip wird als Gebot charakterisiert, dem der Mensch als Naturwesen durch Pflicht folgen muss.

2.2.1.1 Der Imperativ: Der Imperativ wird als Formel der Handlungsbestimmung eingeführt, die den Willen bei Diskrepanzen zwischen Neigung und Vernunft nötigt.

2.2.1.1.1 Der hypothetische und der kategorische Imperativ: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die zwei Arten von Imperativen bei Kant.

2.2.1.1.1.1 Der hypothetische Imperativ: Es wird erklärt, dass dieser Imperativ Handlungen nur unter einer Bedingung oder zu einem bestimmten Zweck (als Mittel) fordert.

2.2.1.1.1.2 Der kategorische Imperativ: Dieser Abschnitt erläutert das absolut notwendige, objektive Prinzip, welches als apodiktischer Maßstab für moralisches Handeln dient.

3 Zusammenfassendes Schlusswort: Das Schlusswort fasst zusammen, dass wahre Moralität bei Kant nur in der Handlung aus Pflicht und Achtung vor dem kategorischen Imperativ liegt.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Moral, Maxime, Gesetz, Pflicht, Kategorischer Imperativ, Hypothetischer Imperativ, Vernunftwesen, Guter Wille, Autonomie, Neigung, Handlungsethik, Prinzipien, Glückseligkeit, Gebot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das moralphilosophische System Immanuel Kants und klärt die zentralen Begriffe, die den Rahmen für moralisches Handeln bilden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Gesetzen, Maximen und Imperativen innerhalb der kantischen Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, welche Kriterien notwendig sind, um eine Handlung oder einen Gedanken nach Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" als moralisch gut zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin verwendet eine textanalytische Methode, um die philosophischen Begriffe anhand der Primärliteratur von Kant und ergänzender Sekundärliteratur systematisch zu definieren und in Beziehung zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von subjektiven Prinzipien (Maximen) und objektiven Prinzipien (Gesetze/Gebote) und differenziert dabei detailliert zwischen hypothetischen und kategorischen Imperativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Kant, Moral, Maxime, kategorischer Imperativ, Pflicht, Autonomie und guter Wille.

Warum reicht es laut der Arbeit nicht aus, einfach nur "gut" zu handeln?

Weil zufälliges oder willkürliches Handeln, das nur auf Neigungen basiert, nach Kant nicht den moralischen Anspruch der Notwendigkeit und Allgemeingültigkeit erfüllt.

Inwiefern unterscheidet sich der kategorische vom hypothetischen Imperativ?

Der hypothetische Imperativ ist an Zwecke und Bedingungen (Mittel-Zweck-Relation) geknüpft, während der kategorische Imperativ absolut, unbedingt und unabhängig von äußeren Absichten moralisch gut ist.

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Details

Title
Wann eine Maxime moralisch ist
Subtitle
Die Begriffe Gesetz, Prinzip, Maxime, Gebot und Imperativ und ihre Zusammenhänge in Kants ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten’
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,3
Author
Anne Skroblin (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V137022
ISBN (eBook)
9783640447862
ISBN (Book)
9783640448012
Language
German
Tags
Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Gesetz Prinzip Maxime Gebot Imperativ kategorischer Imperativ KI Moral moralisch Handlung guter Wille Neigung hypothetischer Imperativ Handlungsethik Vernunftwesen Wille moralisch gut GMS Naturwesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Skroblin (Author), 2004, Wann eine Maxime moralisch ist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137022
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