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Die reformpädagogische Bewegung unter besonderer Betrachtung Peter Petersens

Geschichte, Konzepte, Umsetzung

Title: Die reformpädagogische Bewegung unter besonderer Betrachtung Peter Petersens

Term Paper , 2009 , 49 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Hecht (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Petersen deutet die Welt und die Erziehung vor allem aus seiner christlichen Verwurzelung heraus. Der Mensch bedarf vor allem deshalb der Erziehung weil er aus der Natur herausgefallen ist. Erziehung vollzieht sich primär funktional, das heißt nicht durch absichtsvolle Planung, sondern durch „die gesamte den Menschen umgebende Wirklichkeit“ . Die absichtsvolle Erziehung ist ein Teilbereich der Erziehung, die nach Petersen auf Bildung abzielt und nur handlungsorientiert zum Erfolg führen kann. Aufgrund seines biographischen Hintergrundes und reformpädagogischer Erziehungsauffassungen überhöht Petersen die Gemeinschaftsidee. In der Dorfgemeinschaft, in der Petersen aufwuchs und durch seine christliche Auffassung lernte er, dass der Einzelne eine Verpflichtung zum Dienst am anderen Menschen hat. In der Diskussion um das Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft hebt Petersen deutlich den Wert der Gemeinschaft hervor.
Petersens Menschenbild ist die Grundlage seiner pädagogischen Konzeption. Diese ist nicht ohne Weiters auf die heutige Regelschule übertragbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Teil I: Die Reformpädagogische Bewegung

1. Zum Begriff reformpädagogische Bewegung

2. Vorläufer der Reformpädagogischen Bewegung

3. Die Jugendbewegung

4. Die Bewegung „vom Kind aus“

Berthold Otto

5. Bewegungen und Strömungen der reformpädagogischen Bewegung

5.1. Die Landerziehungsheimbewegung

5.2. Die Kunsterziehungsbewegung

5.3. Die Arbeitsschulbewegung

Teil II: Die Pädagogik Peter Petersens

1. Leben und Werk

2. Petersens Konzept der realistischen Erziehungswissenschaft und seine anthropologischen Voraussetzungen

3. Pädagogische Tatsachenforschung

4. Die Führungslehre des Unterrichts

Führung im Unterricht - Führung des Unterrichts

5. Der Jena Plan

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Entstehung, die wesentlichen Konzepte und die praktische Umsetzung der reformpädagogischen Bewegung mit einem besonderen Fokus auf das Wirken von Peter Petersen. Das Hauptziel ist es, die theoretischen Fundamente, wie die "realistische Erziehungswissenschaft" und den "Jena-Plan", darzustellen und deren Relevanz sowie Kritikpunkte im Kontext der historischen Entwicklung und der heutigen Schulpraxis zu evaluieren.

  • Historische Einordnung der reformpädagogischen Bewegung um 1900.
  • Die pädagogischen Ansätze von Berthold Otto und die "Bewegung vom Kinde aus".
  • Strukturen und Prinzipien der Landerziehungsheime und der Kunsterziehungsbewegung.
  • Peter Petersens Konzept der "realistischen Erziehungswissenschaft" und die pädagogische Tatsachenforschung.
  • Der "Jena-Plan" als praktisches Modell für Schulleben und Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3. Pädagogische Tatsachenforschung

Die pädagogische Tatsachenforschung ist die Forschungsmethode der Erziehungswissenschaft Petersens, die als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis fungiert. Sie hat die Aufgabe, die Erziehungswirklichkeit auf ihre Tatsachen, Abläufe, Strukturen, Wirkungen zu überprüfen, zu deuten und dadurch zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen. Erst die pädagogische Tatsachenforschung verleiht der Erziehungswissenschaft ihren Wissenschaftscharakter.

Dabei wird der Begriff Pädagogische Tatsache wörtlich verstanden, nämlich als Tat-Sache mit pädagogischem Bezug. Dies schließt alles ein, „was inner- und außerhalb der Schule geschieht und pädagogische Beziehung hat[…]. Die Tatsache ist nicht gleich einer Sache, sondern gleich einer Sache der Tat, einer Sache des Geschehens; also Tatsache= Begriff und Aussage.“

So werden zum Beispiel Abläufe von Erziehungs- und Unterrichtsprozessen oder der Einsatz von Erziehungs- und Unterrichtsmittel ebenso erforscht wie deren Wirkung auf das Schülerverhalten. Dabei können ähnliche pädagogische Tatsachen (z.B. das Bestrafen, das Zensieren) je nach Schulmodell unterschiedliche pädagogische Bedeutungen erhalten, da sie von schulspezifischen Normen abhängig sind. Die Normen müssen deshalb im Forschungsprozess aufgedeckt werden.

Pädagogische Tatsachenforschung als Forschungsmethode ist seit 1912 von Aloys Fischer bekannt, im Zusammenhang mit der experimentellen Pädagogik. Sie stützt sich auf Beobachtung und Beschreibung des pädagogischen Geschehens und sammelt, ordnet, deutet alle gefundenen Tatsachen aus den jeweiligen Bedingungen heraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff reformpädagogische Bewegung: Definition und historische Einordnung der Reformbewegung um 1900 als Reaktion auf das traditionelle Bildungssystem.

2. Vorläufer der Reformpädagogischen Bewegung: Vorstellung wichtiger Vordenker wie Langbehn, Nietzsche und de Lagarde, die eine kulturelle und pädagogische Erneuerung forderten.

3. Die Jugendbewegung: Analyse der Jugendbewegung als eigenständige Strömung und ihre wechselseitige Beeinflussung mit der pädagogischen Reformbewegung.

4. Die Bewegung „vom Kind aus“: Darstellung der Hinwendung zum Kind als Ausgangspunkt der Erziehung, geprägt unter anderem durch Berthold Otto.

5. Bewegungen und Strömungen der reformpädagogischen Bewegung: Überblick über zentrale Schulreform-Ansätze wie Landerziehungsheime, Kunsterziehung und Arbeitsschule.

6. Leben und Werk: Biografische Skizze von Peter Petersen und sein Weg zur Professur für Pädagogik in Jena.

7. Petersens Konzept der realistischen Erziehungswissenschaft und seine anthropologischen Voraussetzungen: Erläuterung von Petersens Menschenbild und seinem Verständnis von Erziehung und Bildung.

8. Pädagogische Tatsachenforschung: Einführung der von Petersen entwickelten empirischen Forschungsmethode zur Analyse von Erziehungswirklichkeit.

9. Die Führungslehre des Unterrichts: Erläuterung von Petersens didaktischen Prinzipien und der Rolle der Lehrperson als Führer in der pädagogischen Situation.

10. Der Jena Plan: Zusammenfassung des Jena-Plan-Konzepts, insbesondere der Stammgruppenorganisation und der Wochenplanarbeit.

11. Fazit: Kritische Reflexion der Übertragbarkeit von Petersens Ideen auf die heutige Schule.

Schlüsselwörter

Reformpädagogik, Peter Petersen, Jena-Plan, Erziehungswissenschaft, pädagogische Tatsachenforschung, Landerziehungsheim, Kunsterziehung, Arbeitsschule, Gemeinschaftserziehung, pädagogische Situation, Schülerzentrierung, Lebensgemeinschaftsschule, Schulentwicklung, Bildungsreform, freie Unterrichtsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Geschichte, die theoretischen Konzepte und die praktischen Modelle der reformpädagogischen Bewegung, wobei das pädagogische Lebenswerk von Peter Petersen im Mittelpunkt steht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Reformansätze der Landerziehungsheime, die Kunsterziehungsbewegung, die Arbeitsschulbewegung sowie die detaillierte Ausarbeitung des Jena-Plans und Petersens pädagogische Forschungsmethodik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Petersens Erziehungswissenschaft, um aufzuzeigen, wie Reformideen entstanden sind und welche Anregungen sie für moderne Schulsituationen bieten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der reformpädagogischen Literatur und einer Analyse von Petersens Originalwerken, insbesondere im Hinblick auf die pädagogische Tatsachenforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Darstellung der reformpädagogischen Strömungen und eine tiefgehende Analyse der Pädagogik Peter Petersens, einschließlich seiner Führungslehre und des Jena-Plans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Reformpädagogik, Jena-Plan, realistische Erziehungswissenschaft, pädagogische Tatsachenforschung und Gemeinschaftserziehung zusammenfassen.

Was versteht Peter Petersen unter dem "Jena-Plan"?

Der Jena-Plan ist ein pädagogisches Gesamtkonzept, das den traditionellen Klassenunterricht durch Stammgruppen, Wochenplanarbeit, Gesprächskreise und eine "Schulwohnstube" ersetzt, um die Selbsttätigkeit der Kinder zu fördern.

Inwieweit lässt sich Petersens Konzept heute noch nutzen?

Trotz notwendiger kritischer Distanz, etwa gegenüber Petersens Gemeinschaftsideologie, bietet der Jena-Plan wertvolle Ansätze für moderne Binnendifferenzierung, Gruppenarbeit und eine ganzheitliche Leistungsbeurteilung.

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Details

Title
Die reformpädagogische Bewegung unter besonderer Betrachtung Peter Petersens
Subtitle
Geschichte, Konzepte, Umsetzung
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Julia Hecht (Author)
Publication Year
2009
Pages
49
Catalog Number
V137046
ISBN (eBook)
9783640448302
ISBN (Book)
9783640448470
Language
German
Tags
Reformpädagogik Jena-Plan Pädagogische Tatsachenforschung Führungslehre des Unterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Hecht (Author), 2009, Die reformpädagogische Bewegung unter besonderer Betrachtung Peter Petersens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137046
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