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Gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsansprüche in Unternehmenskaufverträgen

Titel: Gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsansprüche in Unternehmenskaufverträgen

Seminararbeit , 2021 , 31 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sebastian Geßner (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema dieser Arbeit lautet "Gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsansprüche in Unternehmenskaufverträgen". Regelungen zur Gewährleistungshaftung sind von großer Bedeutung bei einem Unternehmenskauf, welcher sowohl für den Käufer, als auch für den Verkäufer mit Risiken verbunden ist. Daraus resultiert für beide Vertragsparteien das Bedürfnis nach Rechtssicherheit einerseits und möglichst großer Transparenz über Zustand, Beschaffenheit, Werthaltigkeit, in der Unternehmung liegende Chancen und Risiken und damit die angemessene Unternehmensbewertung andererseits. Daher sollte die Gewährleistungshaftung von den beteiligten Parteien möglichst genau geprüft, richtig eingeschätzt und klar vertraglich geregelt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Typologie von Unternehmenskäufen

2.1.1 Asset Deal

2.1.2 Share Deal

2.2 Gewährleistung

3 Wann liegt ein Mangel vor?

3.1 Gewährleistungs- und Haftungsrecht im BGB

3.1.1 Gewährleistung beim Asset Deal – BGB

3.1.2 Gewährleistung beim Share Deal – BGB

3.2 Gewährleistungs- und Haftungsrecht im HGB

4 Rechtsfolgen bei Vorliegen eines Mangels

4.1 Mängelbeseitigung

4.2 Kaufpreisanpassung

4.3 Schadensersatz

4.4 Rücktrittsrecht und Rückabwicklung

4.5 Verjährung

5 Vertragliche Regelungen

5.1 Erfordernis vertraglicher Regelungen

5.2 Garantien

5.2.1 Rechtliche Ausgestaltung der Garantien

5.2.1.1 Zeitpunkt

5.2.1.2 Selbstständiges Garantieversprechen

5.2.1.3 Beschaffenheitsgarantie

5.2.1.4 Einfache Garantie

5.2.1.5 Kenntnisgarantie

5.2.2 Materieller Inhalt und Umfang der Garantien

5.2.2.1 Rechtliche Mängel

5.2.2.2 Sachmängel

5.2.2.3 Garantie über das rechtliche Eigentum

5.2.2.4 Steuergarantie

5.2.2.5 Bilanzgarantie

5.2.2.6 Garantie zur Geschäftsführung zwischen Vertragsschluss und Übergang

5.2.3 Rechtsfolgen von Garantieverletzungen

5.2.3.1 Naturalrestitution

5.2.3.2 Schadensersatz in Geld

5.2.3.3 Rücktritt

5.2.3.4 Haftungsbegrenzung

5.2.3.5 Verjährung

5.2.3.6 Garantiekatalog

5.2.4 Freistellungen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit analysiert die Komplexität der gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüche beim Unternehmenskauf. Ziel ist es aufzuzeigen, warum die im Gesetz verankerten Regelungen für die Praxis oft unzureichend sind und wie Parteien durch maßgeschneiderte vertragliche Mechanismen Risiken verteilen und Rechtssicherheit schaffen können.

  • Differenzierung der Gewährleistungsmechanismen bei Asset Deals und Share Deals.
  • Die Rolle und rechtliche Ausgestaltung verschiedener Garantiearten.
  • Rechtsfolgen bei Garantieverletzungen und Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung.
  • Bedeutung der Due Diligence als Grundlage für das Risikomanagement.
  • Bewertung der Rücktrittsoptionen und deren praktische Limitationen.

Auszug aus dem Buch

5.2.3.4 Haftungsbegrenzung

Gerade dann, wenn der Verkäufer objektive Garantien, möchte dieser üblicherweise vertraglich regeln, dass er nicht wegen jedes noch so geringen Garantieverstoßes in Anspruch genommen wird. Deshalb vereinbaren die Vertragsparteien in der Praxis für gewöhnlich mehrere Schranken, die entweder auf Tatbestandsseite das Bestehen oder auf Rechtsfolgenseite die Geltendmachung von Garantieverletzungen ausschließen.

So wird als Aufgriffsschwelle zunächst eine sog. de-minimis-Grenze vereinbart. Dort stehen dem Käufer keine Garantieansprüche zu, soweit dieser durch die Garantieverletzung entstehenden Schaden einen, von der Transaktionsgröße abhängigen Mindestbetrag nicht überschreitet. Ebenso ist vertraglich sicherzustellen, welche Rechtsfolge es hat, wenn der vereinbarte Mindestbetrag überschritten wird. Folglich ist zu regeln, ob der Verkäufer in diesem Fall den gesamten Schaden ersetzen muss (sog. Freigrenze) oder nur den Betrag, der die de-minimis-Grenze überschreitet (sog. Freibetrag).

In Verbindung mit der de-minimis-Grenze wird häufig noch ein zweiter Schwellenwert vereinbart, welcher als Threshold oder Basket bezeichnet wird. Die Basket-Klausel wird auch Bagatellklausel genannt. Hier haftet der Käufer erst, wenn die Summe verschiedener einzelner Mängel betragsmäßig einen vereinbarten Mindestsammelbetrag überschreitet. Die Geltendmachung der Garantieanprüche seitens des Käufers eines Unternehmens hängt also davon ab, ob die Gesamtsumme der Forderungen einen bestimmten Betrag, den sogenannten Basket oder Threshold, überschreitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Gewährleistungsansprüche bei Unternehmenskäufen und das daraus resultierende Bedürfnis nach Rechtssicherheit.

2 Theoretische Grundlagen: Abgrenzung der verschiedenen Unternehmenskaufstrukturen und allgemeine Definition der Gewährleistung.

3 Wann liegt ein Mangel vor?: Erläuterung der Mangelbegriffe im BGB und HGB sowie deren spezifische Anwendung beim Asset und Share Deal.

4 Rechtsfolgen bei Vorliegen eines Mangels: Analyse der Rechtsbehelfe wie Mängelbeseitigung, Kaufpreisanpassung und Schadensersatz.

5 Vertragliche Regelungen: Untersuchung der Notwendigkeit vertraglicher Garantien, deren Gestaltungsmöglichkeiten und Haftungsbeschränkungen.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit eines eigenständigen, vertraglich geregelten Haftungssystems.

Schlüsselwörter

Unternehmenskauf, Gewährleistung, Garantien, Asset Deal, Share Deal, Mängelhaftung, BGB, Kaufpreisanpassung, Schadensersatz, Due Diligence, Haftungsbegrenzung, Bilanzgarantie, Freistellung, Rücktrittsrecht, Verjährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Ausgestaltung von Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen bei dem Verkauf von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Asset und Share Deals, die vertragliche Gestaltung von Garantien sowie die Limitationen der gesetzlichen Mängelhaftung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es zu verdeutlichen, dass das gesetzliche System oft nicht ausreicht und eine sorgfältige vertragliche Gestaltung für beide Parteien zur Risikominimierung notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse durch Auswertung von Gesetzestexten und juristischer Fachliteratur sowie einschlägiger Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Mangelbegriffe, der Rechtsfolgen bei Mängeln und insbesondere eine detaillierte Auseinandersetzung mit der vertraglichen Ausgestaltung von Garantien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewährleistung, Garantie, Haftungsbegrenzung, Unternehmenskauf und Due Diligence geprägt.

Was ist eine "de-minimis-Grenze" in diesem Zusammenhang?

Es handelt sich um eine Aufgriffsschwelle, unterhalb derer dem Käufer bei einer Garantieverletzung gegen den Verkäufer keine Ansprüche zustehen.

Warum ist die Rückabwicklung bei einem Unternehmenskauf meist unerwünscht?

Da sich Unternehmen als Organismus ständig verändern, ist eine Rückführung in den exakten ursprünglichen Zustand nach einem Vollzug in der Praxis kaum möglich.

Welche Funktion hat die Bilanzgarantie?

Sie dient dazu, das Risiko unvollständiger oder falscher Bilanzen auf den Verkäufer zu übertragen und ist ein wesentliches Instrument für den Käufer.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsansprüche in Unternehmenskaufverträgen
Hochschule
Universität Siegen  (Fakultät 3)
Veranstaltung
Seminar Mergers & Acquisitions
Note
2,3
Autor
Sebastian Geßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
31
Katalognummer
V1370656
ISBN (PDF)
9783346903594
ISBN (Buch)
9783346903600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewährleistungsansprüche Unternehmenskaufvertrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Geßner (Autor:in), 2021, Gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsansprüche in Unternehmenskaufverträgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1370656
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Leseprobe aus  31  Seiten
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