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Wenn Traumata die Seele des Kindes einnehmen

Zur Entstehung von Todeskonzepten bei Kindern und die Gefahr zur Traumatisierung

Title: Wenn Traumata die Seele des Kindes einnehmen

Term Paper , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Weigt (Author)

Pedagogy - General
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Das Leben und der Tod scheinen so konträr definierbar und doch können beide Begriffe nur zusammen gedacht werden. In unserer heutigen Gesellschaft, besonders in der medialen und modernen Welt, begegnen wir ständig Situationen, wo wir uns mit dem Leben oder dem Tod auseinandersetzen müssen. Ebenso auch mit der Bewältigung von Tod, dessen inhärente Trauer und die Gefahr zur Traumatisierung. Erwachsene Menschen scheinen mit solchen Situation besser umgehen zu können, als Kinder und Jungendliche, was evident erscheint, denn bei Kindern muss sich erst eine Vorstellung vom Tod und somit die Abgrenzung zum Lebendigen entwickeln. Durch nicht verarbeitete Erfahrungen und Erlebnisse, bezogen auf den Tod oder dem Verlust von etwas lieb gewonnenen, kann das Kind traumatische Zustände erleiden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der kognitiven Entwicklung von Todeskonzepten insbesondere bei Kindern. Dabei beziehe ich mich auf die Stufenlehre von Jean Piaget, welche die kognitive Entwicklung des Kindes in den verschiedenen Altersstufen aufzeigt. Wie entwickeln sich beim Kind Vorstellungen vom Tod? Dem anschließend soll geklärt werden, unter welchen Faktoren sich Todesvorstellungen entfalten, dabei werde ich auf Erziehung, Krieg und Medien eingehen. Daran knüpft dann meine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Traumata an. Dabei soll eingehend der Begriff Trauma definiert werden, wann diese entstehen und wie sich Trauma in den einzelnen Altersstufen zeigen kann. Wenn Kinder erlebte Erfahrungen bezüglich des Todes nicht verarbeiten können, muss dass Umfeld, besonders die Erziehenden, emotionale Unterstützung bieten, damit das Kind seine Angst gegenüber ihrem Erlebten verlieren kann. Anschließend an dieser theoretischen Analyse, unterstreiche ich die Arbeit mit einem Beispiel, wie der Krieg erlebt wurde und welche Traumata entstanden sind und wie sich dies auf die seelische Entwicklung niedergeschlagen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ENTWICKLUNG VON KONZEPTEN DES TODES BEI KINDERN NACH PIAGET

2.1 STUFEN DER KOGNITIVEN ENTWICKLUNG IN BEZUG AUF TODESKONZEPTE

2.1.1 Prä- operationale Stufe

2.1.2 Konkret- operationale Stufe

2.1.3 Formal- operationale Stufe

2.2 ZWISCHENFAZIT

3 WIE GEHEN KINDER MIT TOD UND TRAUER UM?

3.1 GESELLSCHAFTLICHE FAKTOREN

3.1.1 Erziehung

3.1.2 Medien

3.1.3 Krieg

3.2 TRAUMATA

3.2.1 Was bedeutet „Trauma“?

3.2.2 Wann entstehen Traumata?

3.2.3 Trauma- kindliche und altersspezifische Reaktionen

3.2.4 Wie kann Betroffenen geholfen werden?

3.2.5 Beispiel anhand von Udo Jürgens- seine Kriegserfahrungen und deren Folgen

4 ABSCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kognitive Entwicklung von Todeskonzepten bei Kindern unter besonderer Berücksichtigung der Stufenlehre von Jean Piaget und analysiert, wie belastende Erfahrungen, insbesondere durch Krieg und gesellschaftliche Faktoren, zur Traumatisierung führen können.

  • Kognitive Entwicklung von Todesverständnis im Kindesalter
  • Einfluss von Erziehung, Medien und Krieg auf die kindliche Psyche
  • Definition und Entstehung psychischer Traumata bei Kindern
  • Reaktionen von Kindern auf den Tod in verschiedenen Altersstufen
  • Möglichkeiten der Unterstützung und Trauerbewältigung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Was bedeutet „Trauma“?

„Ein psychisches Trauma ist ein Ereignis, das die Fähigkeit des Ichs, für ein minimales Gefühl der Sicherheit und integrativen Vollständigkeit zu sorgen, abrupt überwältigt und zu einer überwältigenden Angst oder Hilflosigkeit oder dazu führt, daß diese droht, und es bewirkt eine dauerhafte Veränderung der psychischen Organisation.“ (Leuzinger- Bohleber 2003, 983) Nach Elliot wird zwischen einem traumatischen Erlebnis und einem Trauma differenziert. Hierbei erwähnt er drei Vorbedingungen, die von einem schmerzhaften Ereignis zu einem Trauma führen: als erstes muss das Erlebnis plötzlich, unerwartet und ohne normative Rahmenbedingungen auftreten, das Zweite bezieht sich eher auf die Erwachsenen, die von den Erlebnis so überwältigt sind, dass sie persönlich nicht in der Lage sind, sich mit der Situation auseinanderzusetzen uns als letztes muss die Verletzung zentraler psychologischer Bedürfnisse, Überzeugungen und Bezugsrahmen vorliegen. (Elliot 2002, 50ff.) Dabei sei erwähnt, dass es nicht wichtig ist, dass das Ereignis selbst erfahren werden muss, sondern auch Zeugen und Angehörige können traumatisiert sein.

Traumata entstehen auf der Grundlage von nicht verarbeiteter Trauer, wobei Trauer nach Gebhard als emotionale Reaktion auf schmerzlichen Verlust und Trennung, nicht nur ausgelöst durch Tod, verstanden wird. In der Trauer involviert sich immer ein Dilemma, zur einen Seite muss der Verlorene auch wirklich verloren gegeben werden und auf der anderen Seite muss der erlittene Verlust bearbeitet werden. (siehe Gebhard 2005, 228) Es werden bei einer positiven Verarbeitung folgende Phasen (von Kast 1982 konzipiert) durchlaufen:

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der psychosozialen Folgen von Kriegskindheit ein und stellt die Forschungsfrage nach der Entstehung von Todeskonzepten und Traumata bei Kindern.

2 ENTWICKLUNG VON KONZEPTEN DES TODES BEI KINDERN NACH PIAGET: Dieses Kapitel erläutert die kognitive Entwicklung des Todesverständnisses anhand der Stufenlehre von Piaget und veranschaulicht diese durch verschiedene Altersphasen.

3 WIE GEHEN KINDER MIT TOD UND TRAUER UM?: Das Hauptkapitel untersucht gesellschaftliche Einflussfaktoren wie Erziehung, Medien und Krieg sowie die Entstehung und Symptomatik von Traumata in verschiedenen Altersgruppen.

4 ABSCHLUSS: Der Abschluss fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Kinder bei der Bewältigung von Tod und Trauer ohne Tabuisierung zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Todeskonzept, Piaget, Kognitive Entwicklung, Trauma, Kindheit, Krieg, Trauerbewältigung, Psychische Entwicklung, Sozialisation, Todesverständnis, Angst, Belastungsstörung, Identitätsfindung, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Todesvorstellungen bei Kindern und der damit verbundenen Gefahr einer Traumatisierung, insbesondere unter Einbeziehung schwieriger Lebensumstände wie Krieg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget, der Einfluss von Erziehung, Medien und Krieg auf das Kind sowie der psychologische Prozess der Traumatisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder den Tod in verschiedenen Entwicklungsstufen verstehen und welche Faktoren dazu beitragen, dass unverarbeitete Erlebnisse zu psychischen Traumata führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die bestehende entwicklungspsychologische Stufenmodelle (Piaget) mit fachwissenschaftlicher Literatur zur Thanatologie und Traumaforschung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stufen der kognitiven Entwicklung in Bezug auf den Tod, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Trauer sowie die Symptomatik und Bewältigung von traumatischen Erfahrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Todeskonzept, Kognitive Entwicklung, Trauma, Kriegserfahrungen und Kindheit.

Wie unterscheidet sich das Todesverständnis in der prä-operationalen und konkret-operationalen Stufe?

Während in der prä-operationalen Stufe der Tod oft als reversibel (wie Schlafen) angesehen wird, begreifen Kinder in der konkret-operationalen Stufe die Irreversibilität und Endgültigkeit des Todes.

Warum ist das Fallbeispiel Udo Jürgens relevant für diese Arbeit?

Das Beispiel verdeutlicht, wie traumatische Erfahrungen im Kindesalter – etwa durch Krieg und Gewalt – zu lebenslangen seelischen Folgen, wie Schlafstörungen und Ängsten, führen können.

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Details

Title
Wenn Traumata die Seele des Kindes einnehmen
Subtitle
Zur Entstehung von Todeskonzepten bei Kindern und die Gefahr zur Traumatisierung
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Franziska Weigt (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V137072
ISBN (eBook)
9783640451289
ISBN (Book)
9783640451487
Language
German
Tags
Wenn Traumata Seele Kindes Entstehung Todeskonzepten Kindern Gefahr Traumatisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Weigt (Author), 2008, Wenn Traumata die Seele des Kindes einnehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137072
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