Perspektiven der geographischen Regionalforschung. Locality Studies und regulationstheoretische Ansätze


Referat (Ausarbeitung), 2002

7 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung und Entwicklungstendenzen

2. Die neue Bedeutung der Regionen
2.1. in Hinsicht auf die Ökonomie
2.2. in Hinsicht auf die politische Ebene
2.3. in Hinsicht auf die Kultur und Regionsidentität

3. „Locality Studies“
3.1. zentrale Fragestellungen in den „Locality Studies“
3.2. Probleme bei der Definition des zentralen Begriffs „Locality“
3.3. Kritik an der Theorie der „Locality Studies“

4. Neue Ansätze zur Erklärung der raumstrukturellen Differenzierung

5. Regionalforschung im Kontext des Regulationsansatzes...
5.1. mit wirtschaftsgeographischem Schwerpunkt
5.1.1. Übergang von der Fordistischen Phase zur Postfordistischen Phase
5.1.2. Drei Idealtypen von Regionalstrukturen
5.2. mit sozialgeographischem Schwerpunkt
5.2.1. Übergang von der Fordistischen Phase zur Postfordistischen Phase

6. Ein Beispiel für eine idealtypische Regionalstruktur: „Das dritte Italien“
6.1. Begriffserläuterungen
6.2. Warum kam es in dieser Region zur Entwicklung von „Industrial Districts“ ?

7. Literaturangaben

1. Einleitung uns Entwicklungstendenzen:

- eine der Entwicklungen der heutigen Gesellschaft ist die Globalisierung
- Zunahme der internationalen Verflechtungen von Politik und Wirtschaft
- „Vernichtung von Zeit und Raum“ durch neue Kommunikationstechniken
- das Alltagsleben ist stärker abhängig von Entscheidungen die an anderen Orten getroffen werden (Bsp. sind Live-Übertragungen aus Krisengebieten oder auch bei Sportereignissen)

Doch wenn die Globalisierung die einzige zu erkennende Entwicklung in der Gesellschaft wäre, würde die Regionalgeographie darauf reduziert werden, die globalen Einflüsse auf die Region zu beschreiben. Das spricht ganz klar gegen die Forschungspraxis der Geographie

Der zweite wichtige Aspekt des gegenwärtigen Wandels ist die Regionalisierung

2.: Die neue Bedeutung der Regionen

2.1.: in Hinsicht auf die Ökonomie:

- Integration der Ökonomie führte zu eine räumlich-funktionalen Arbeitsteilung, die aber in verschiedenen Regionen auch verschieden ausgeprägt waren, weil die räumlichen Strukturen so verschieden sind
- Es kommt zu einem schnellen Wachstum von Hochtechnologiezentren, die außerhalb von den wirtschaftlichen Agglomerationsräumen liegen

2.2.: in Hinsicht auf die politische Ebene:

- weil die Aufgaben des Strukturwandels so komplex sind, werden Entwicklungskonzepte der Regionen zu Grundlagen des staatlichen Handelns
- die Regionen bekommen eine größere Bedeutung in der EG-Politik

2.3.: in Hinsicht auf Kultur und Regionsidentität:

- die Regionalkultur wird von der Landesregierung bis hin zum Europarat gefördert
- Regionen werden Gegenstand von Marketing Strategien
- nach außen hin zur Anreizung für Investoren und Zuwanderungen
- nach innen hin zur Identitätsbildung
- die regionale Differenzierung von Kultur und Mentalität werden für die Unterschiede in der Wirtschaftsentwicklung verantwortlich gemacht

3.: „Locality Studies“

- war ein Forschungsprojekt in England das in den Jahren 1984 – 1987 durchgeführt wurde um die regionale Differenzierung zu beschreiben
- Regionale Differenzierung war gekennzeichnet durch eine Strukturkrise im Norden und durch ein gleichzeitiges Wachstum der Dienstleistungsbranche und High-Tech-Betrieben im Südosten

3.1.: Zentrale Fragestellungen in der Theorie der „Locality Studies“

1. Wie wirkt sich der wirtschaftliche Strukturwandel auf bestimmte „localities“ aus?
2. Wie reagieren die „localities“ auf den Strukturwandel?
3. Welche politischen Strategien werden in den „localities“ verfolgt?

3.2.: Probleme bei der Definition des zentralen Begriffs „locality“

- übersetzt bedeutet der Begriff ungefähr „Örtlichkeit“ oder „Gegend“

- nach Cooke: sozialräumliche Basis für alltägliche wirtschaftliche und politische Aktivitäten von Gruppen und Individuen
- die Abgrenzung der „localities“ musste erst empirisch ermittelt werden
- in der Forschungspraxis wurden aber meist Arbeitsmarktregionen als Untersuchungsräume gewählt
- in der Forschungspraxis wurden verschiedene „localities“, die verschiedene Arbeitsmarkttypen repräsentieren, über mehrere Jahre empirisch nach folgenden Merkmalen untersucht, um sie danach besser zu vergleichen zu können

1. Wirtschafts- und Sozialgeschichte
2. Arbeitsmarkt
3. Kapital /Arbeitsbeziehungen
4. Sozialstrukturen
5. Wohnungsmarkt
6. Politik
7. Planungspolitik
8. Soziokulturelle Verarbeitung des Strukturwandels

3.3.: Kritik an der Theorie der „Locality Studies“

- es kann ein zukunftsweisendes Forschungsprogramm sein, muss dafür aber theoretischer eingebettet werden, um nicht in eine Vielzahl von theoretischen Einzelergebnissen zu verfallen
- die Konzentration auf die lokale Ebene verstellt den Blick auf entscheidende Veränderungen in der Weltwirtschaft und auf der Ebene des Nationalstaates
- es liefert keine Erläuterungen des Zusammenhangs zwischen dem wirtschaftlichen Wandel und kulturellen sowie politischen Veränderungen

4.: Neue Ansätze zur Erklärung der raumstrukturellen Differenzierung

- die Tendenzen der Raumentwicklung (Globalisierung / Regionalisierung) führten zu verschiedenen theoretischen Entwürfen
- die neoklassischen und polarisationstheoretischen Ansätze, welche die regionale Entwicklung in Kontinuitäten und Brüche bzw . Zyklen einteilten wurden durch Theorien abgelöst,
- die regionale Entwicklung in einem Zusammenhang von raum-zeitlichen Erscheinungen sah
- abzugrenzen von Diesen ist die französische „école de la régulation“
- à sie sieht den Schwerpunkt der regionalen Entwicklung in der Abfolge von verschiedenen Perioden, Stadien und Phasen

5.: Regionalforschung im Kontext des Regulationsansatzes

5.1.: mit wirtschaftsgeographischem Hintergrund

- zuerst soll das Entstehen von neuen industriellen Produktionsräumen erklärt werden
- sie lassen sich im Regulationsansatz aus einer Kombination von regionsinternen Faktoren (endogene Potenziale) und regionsexternen Faktoren (weltweite Veränderungen der Organisationsbeziehungen, unternehmensinterne Arbeitsbeziehungen) ableiten

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Perspektiven der geographischen Regionalforschung. Locality Studies und regulationstheoretische Ansätze
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Seminar: Methoden der Regionalanalyse
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
7
Katalognummer
V13708
ISBN (eBook)
9783638192866
ISBN (Buch)
9783656490760
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Perspektiven, Regionalforschung, Locality, Studies, Ansätze, Seminar, Methoden, Regionalanalyse, Geographie, Uni, Münster
Arbeit zitieren
Joerg Geuting (Autor), 2002, Perspektiven der geographischen Regionalforschung. Locality Studies und regulationstheoretische Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13708

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Perspektiven der geographischen Regionalforschung. Locality Studies und regulationstheoretische Ansätze



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden