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Die Rolle der sozialen Herkunft für die Bildungsungleichheit in Deutschland

Titel: Die Rolle der sozialen Herkunft für die Bildungsungleichheit in Deutschland

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Marie Brantzen (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie des Soziologen Bourdieu, welcher von einer ungleichen Verteilung von ökonomischem, sozialem und vor allem kulturellem Kapital, abhängig von der sozialen Herkunft, ausgeht, und vergleicht jene mit der Theorie des Soziologen Boudon, der sich mit bildungsrelevanten Entscheidungen befasst.

Dazu wird zunächst einmal ein Schlüsselbegriff dieser Arbeit, der der „Bildung“, kurz definiert. Als nächstes werden die beiden Theorieansätze von Bourdieu und Boudon ausführlich dargelegt, um eine Grundlage für das weitere Verständnis dieser Arbeit zu schaffen. Der anschließende Vergleich soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Theorien beleuchten. Der vorletzte Abschnitt befasst sich mit der praktischen Bildungsungleichheit an deutschen Schulen und zeigt auf, dass diese dem Anspruch aus Art. 3 Abs.3 GG nicht gerecht werden. Ein abschließendes Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammen und soll helfen, einen eigenen Standpunkt zu der zuvor gestellten Frage zu entwickeln sowie einen Ausblick auf Chancen dieser Auseinandersetzung zu geben.

Leseprobe


1. Einleitung

2. Definition des Bildungsbegriffs

3. Theoretische Ansätze zur Produktion von Bildungsungleichheit

3.1 Pierre Bourdieu

3.2 Raymond Boudon

4. Vergleich der beiden Ansätze

5. Bildungsungleichheit an deutschen Schulen aufgrund der sozialen Herkunft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, welche Rolle die soziale Herkunft für die Bildungsungleichheit in Deutschland spielt. Dabei wird analysiert, wie soziologische Theorien zur Entstehung und Reproduktion von Bildungsbenachteiligung beitragen und inwiefern diese Erkenntnisse auf das deutsche Bildungssystem übertragbar sind.

  • Analyse und Vergleich der theoretischen Konzepte von Pierre Bourdieu und Raymond Boudon.
  • Untersuchung des Konzepts des kulturellen Kapitals und des Habitus nach Bourdieu.
  • Betrachtung von primären und sekundären Herkunftseffekten sowie des Rational-Choice-Ansatzes nach Boudon.
  • Überprüfung der theoretischen Annahmen anhand praktischer Bildungsungleichheit in deutschen Schulen.
  • Diskussion politischer und pädagogischer Lösungsansätze zur Förderung von Chancengleichheit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Pierre Bourdieu

Pierre Bourdieu wird 1930 in Frankreich in ländlichen Verhältnissen geboren und stirbt 2002 in Paris. Trotz seiner niedrigen sozialen Herkunft schafft er es an Eliteschulen und wird später sogar Professor an einer renommierten Universität. Seine ungewöhnliche Karrierelaufbahn weckt sein Interesse an der Reproduktion von Bildungsungleichheit aufgrund der sozialen Herkunft (vgl. Löw/Geier 2014, S.43).

Für ihn wurzelt Bildungsungerechtigkeit in der Klassenstruktur der Gesellschaft und nicht in Fähigkeiten des Individuums (vgl. Becker 2017, S.539 f.). Folgendes Zitat fasst diesen Punkt in Bourdieus Worten noch einmal zusammen:

„ > Die Gleichheit der Chancen < entscheidet sich nach der Verteilung der Hochschuldiplome je nach sozialer Herkunft. Diese Verteilung zeigt auf eklatante Weise, dass die Chancen eines Kindes auf schulischen Erfolg viel direkter eine Funktion seiner sozialen Klasse als seiner persönlichen Talente sind“ (Erler zit. nach Bourdieu 2001, S.39).

Bourdieu sieht die Gesellschaft als vielschichtigen, sozialen Raum, in dem unterschiedliche soziale Klassen miteinander in Verbindung stehen. Die Positionierung in diesem Raum geschieht durch eine unterschiedliche Verteilung von Kapitalien, und innerhalb des Raumes herrscht ein Konkurrenzkampf um die beste Position und damit auch um die Kapitalien (vgl. Thürriedl 2012, S.22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Bildungsungleichheit ein, verknüpft sie mit der PISA-Studie sowie dem Grundgesetz und stellt die theoretischen Schwerpunkte vor.

2. Definition des Bildungsbegriffs: Hier wird der historische und moderne Bildungsbegriff, insbesondere im Hinblick auf das Konzept der Paideia und Wilhelm von Humboldts Reformansätze, dargelegt.

3. Theoretische Ansätze zur Produktion von Bildungsungleichheit: Dieses Kapitel erläutert die Ansätze von Pierre Bourdieu zur Kapitaltheorie und Habitus sowie die Theorie der primären und sekundären Herkunftseffekte von Raymond Boudon.

4. Vergleich der beiden Ansätze: Es werden Gemeinsamkeiten und methodische Unterschiede der Theorien von Bourdieu und Boudon herausgearbeitet und in einen ergänzenden Zusammenhang gebracht.

5. Bildungsungleichheit an deutschen Schulen aufgrund der sozialen Herkunft: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf praktische Gegebenheiten in deutschen Schulen und beleuchtet Faktoren wie Erziehungsstile und elterliche Interaktion.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Konsequenzen für das Bildungssystem sowie Ansätze zur Verringerung von Chancenungleichheit.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Pierre Bourdieu, Raymond Boudon, Chancengleichheit, Bildungsbenachteiligung, Kulturelles Kapital, Habitus, Rational Choice, Bildungssystem, Bildungsentscheidungen, Meritokratie, Sozialstatus, Schulerfolg, Bildungsexpansion

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die soziale Herkunft auf die Bildungschancen von Kindern in Deutschland hat und wie durch unterschiedliche theoretische Perspektiven soziale Ungleichheiten in der Schule erklärt werden können.

Welche Autoren stehen im Zentrum der theoretischen Betrachtung?

Die Arbeit stützt sich primär auf die soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu und Raymond Boudon, um Bildungsungleichheit zu analysieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung für die Leser?

Das Ziel ist es, den Lesern eine Grundlage zur differenzierten Meinungsbildung über die Ursachen von Chancenungleichheit im deutschen Bildungssystem zu bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Modelle (Kapitaltheorie, Rational-Choice-Ansatz) miteinander vergleicht und mit empirischen Befunden aus bildungssoziologischen Studien verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil behandelt zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen und Definitionen, stellt dann die Theorien von Bourdieu und Boudon detailliert vor und analysiert anschließend deren Anwendbarkeit in der Schulpraxis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Kapitalsorten nach Bourdieu, die Herkunftseffekte nach Boudon, sowie die Begriffe Habitus, meritokratisches Prinzip und Bildungsbenachteiligung.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Bourdieu zur Kapitalverteilung von Boudons Ansatz?

Während Bourdieu den Fokus auf die ungleiche Verteilung von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital sowie den Habitus als Reproduktionsmechanismus legt, konzentriert sich Boudon stärker auf individuelle Kosten-Nutzen-Kalkulationen bei Bildungsentscheidungen.

Welche Rolle spielen Eltern nach den Erkenntnissen der Arbeit?

Eltern haben einen maßgeblichen Einfluss, da sie über ökonomische Ressourcen und soziale Netzwerke verfügen oder durch ihren Erziehungsstil sowie ihre Erwartungshaltung die Bildungskarriere und die Entscheidungen ihrer Kinder nachhaltig prägen.

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Details

Titel
Die Rolle der sozialen Herkunft für die Bildungsungleichheit in Deutschland
Note
2,3
Autor
Marie Brantzen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1370972
ISBN (PDF)
9783346903747
ISBN (Buch)
9783346903754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Ungleichheit Bildungsungleichheit soziale Herkunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Brantzen (Autor:in), 2022, Die Rolle der sozialen Herkunft für die Bildungsungleichheit in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1370972
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Leseprobe aus  16  Seiten
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