Im Zentrum der folgenden Arbeit liegt die Bedeutung der Erziehung in dem Werk "Leviathan". Daher lautet die Leitfrage, wie die Anthropologie von Thomas Hobbes die Erziehung beeinflusst hat. Im ersten Teil wird zunächst sein Verständnis der Anthropologie genauer erläutert. Mit dem Fokus auf seine Interpretation über den Menschen. Anschließend folgt die Darlegung seines Gedankenexperimentes über den Naturzustand und das daraus resultierende Verhalten der Menschen. Den Schluss der Anthropologie bildet die aus dem Naturzustand resultierende Lösung, die Staatstheorie. Anschließend werden im zweiten Teil diese Erkenntnisse mit der Pädagogik in Verbindung gebracht. Um die genaue Bedeutung der Erziehung in der Staatstheorie. Dafür werden zwei Faktoren berücksichtigt, die Teleologie und Methodologie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historischer Hintergrund
3. Anthropologie
4. Bedeutung für die Pädagogik
Teleologie
Methodologie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung der Erziehung innerhalb der Staatstheorie von Thomas Hobbes, wie sie in seinem Hauptwerk "Leviathan" dargelegt wird. Ziel der Analyse ist es, der Forschungsfrage nachzugehen, inwiefern die anthropologischen Annahmen von Hobbes die Konzeption von Erziehung maßgeblich beeinflussen und formen.
- Analyse des hobbesianischen Menschenbildes und seiner kognitiven Fähigkeiten
- Untersuchung des Gedankenexperiments "Naturzustand" und dessen erziehungstheoretische Implikationen
- Herausarbeitung der teleologischen Ziele politischer Erziehung bei Hobbes
- Betrachtung der methodologischen Ansätze der Wissensvermittlung und Verhaltensbildung
- Diskussion über die Relevanz der Staatstheorie für heutige pädagogische Strukturen
Auszug aus dem Buch
Die Staatstheorie
Mit der Aussage „„Homo homini Deus“, „[d]er Mensch ist für den Menschen ein Gott““ (Otfried Höffe 2018, S. 7) bezieht sich Hobbes auf die Überwindung des Naturzustandes, die Vernunft entwickelt sich zu einer gemeinschaftlichen produktiven Eigenschaft heraus. Die Bürger werden wie Gott zu Schöpfern und gestalten eine neue künstliche Welt, in der das gemeinsame Leben möglich ist (vgl. Wolfgang Kersting 2002, S. 158)
Die Lösung, um nun aus diesem Naturzustand heraustreten zu können, sieht Hobbes in einem Vertrag. Unter einem Vertrag versteht Hobbes die Abgabe von Rechten, wobei die Individuen „freiwillige[…], selbstauferlegte[…] Verpflichtungen“ (ebd., S. 140) eingehen. Voraussetzung ist die Gleichheit der Menschen, denn Verträge können nur unter Menschen entstehen, die sich ebenwürdig sind. Da im Naturzustand sich jeder gegenseitig bekämpft hat, muss es sich bei diesem Vertrag, der diesen Zustand beenden soll, ebenso um ein „Vertrag eines jeden mit jedem“ (Thomas Hobbes 2005, S. 145) handeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die politische Pädagogik von Thomas Hobbes ein und stellt die Leitfrage nach dem Einfluss seiner Anthropologie auf die Erziehung.
2. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die politisch instabilen Verhältnisse Englands im 17. Jahrhundert, die als Kontext für Hobbes' Theoriebildung dienen.
3. Anthropologie: Hier wird das hobbesianische Menschenbild analysiert, insbesondere die Mechanismen von Wahrnehmung, Vernunft, Leidenschaften und der Prozess im Naturzustand.
4. Bedeutung für die Pädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die Anthropologie und Staatstheorie die Erziehung beeinflussen, unterteilt in teleologische Ziele und methodologische Ansätze.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Hobbes zwar keinen Erziehungsstaat im klassischen Sinne formuliert, aber eine politische Erziehung etabliert, die auf Stabilität und Frieden ausgerichtet ist.
Schlüsselwörter
Thomas Hobbes, Leviathan, Anthropologie, Erziehung, Politische Pädagogik, Naturzustand, Staatstheorie, Vernunft, Friedenswissenschaft, Teleologie, Methodologie, Verhaltensbildner, Menschenbild, Vertragstheorie, Gesellschaftsordnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das Menschenbild und die politische Philosophie von Thomas Hobbes, speziell im Werk "Leviathan", pädagogische Konzepte begründen und beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die anthropologischen Grundlagen der menschlichen Natur, der Übergang vom Naturzustand in den staatlichen Zustand sowie die politische Erziehung zur Sicherung von Stabilität.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuklären, wie die spezifische Anthropologie von Hobbes direkt oder indirekt die pädagogischen Vorstellungen und Ziele in seinem Staatssystem determiniert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der exegesischen Auswertung des "Leviathan" und der Interpretation durch einschlägige Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Darstellung der Anthropologie, eine Analyse des Naturzustands und die Ableitung einer pädagogischen Teleologie und Methodologie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Leviathan, Naturzustand, politische Erziehung, Vertragstheorie und Menschenbild.
Wie unterscheidet Hobbes zwischen Wissen und Meinung im pädagogischen Kontext?
Hobbes definiert Wissen als unwiderlegbar und auf Definitionen basierend, während Meinungen subjektive Bewertungen darstellen; die Erziehung soll hierbei zur korrekten Urteilsbildung anleiten.
Was ist die Rolle des Souveräns bei der Erziehung?
Der Souverän fungiert als oberste Instanz, die Lehrpläne vorgibt und sicherstellt, dass kompetente Lehrer die bürgerlichen Gesetze zur Sicherung des Friedens und der Ordnung vermitteln.
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- Anonym (Author), 2021, Die Anthropologie von Thomas Hobbes. Einfluss auf die Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1370985