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Rohstoffgewinnung in der Ostsee

Título: Rohstoffgewinnung in der Ostsee

Trabajo de Seminario , 2001 , 14 Páginas

Autor:in: Thomas Reith (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geología, mineralogía, pedología
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Die Gewinnung von Bodenschätzen hat in der Ostsee bereits eine lange Tradition. Während in der Vergangenheit jedoch hauptsächlich Steine und Blöcke im Küstenraum abgebaut wurden, gewinnen seit etwa 20-30 Jahren die Förderung von Erdöl und Erdgas sowie der Abbau von Kiesen und Sanden immer mehr an Bedeutung, und stehen somit auch im Vordergrund der weiteren Ausführungen. Weitere Rohstoffvorkommen, wie zum Beispiel die Schwermineralseifen (Ilmentit, Magnetit, Zirkon, Rutil), sind aus einigen Teilen der Ostsee bekannt, jedoch haben sie heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr. Schwermineralseifen sind natürliche, abbauwürdige Anreicherungen von spezifisch schweren und oder schwer verwitternden Mineralen. Wird das diese Minerale primär enthaltende und leichter verwitternde Gestein ausgespült, reichern sich die Minerale zu eluvialen Seifen an. Ilmentit und Rutil finden z.B. als wichtige Titanerze Verwendung (Brockhaus 20. Bd. 1992, S. 71)
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kies- und Sandförderung in der Ostsee

2.1 Vorkommen von Kies- und Sandlagerstätten in der Ostsee

2.2 Ökologische Folgen des Kies- und Sandabbaus

3 Erdöl- und Erdgasförderung in der Ostsee

3.1 Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Ostsee

3.2 Ökologische Folgen der Erdöl- und Erdgasförderung in der Ostsee

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung und die ökologischen Auswirkungen der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen sowie Erdöl und Erdgas im Raum der Ostsee. Dabei wird analysiert, inwieweit die Prospektion, Exploration und Förderung dieser Ressourcen den marinen Lebensraum beeinflussen und welche regulatorischen Rahmenbedingungen bestehen.

  • Räumliche Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung von Kies- und Sandvorkommen
  • Ökologische Auswirkungen der Sedimentgewinnung auf den Meeresboden und das Benthos
  • Status und Entwicklung der Erdöl- und Erdgasförderung in der deutschen Ostsee
  • Umweltgefahren durch Fördertechniken sowie Transportrisiken (Ölverschmutzungen)
  • Rolle internationaler Abkommen wie der Helsinki-Konvention für den Umweltschutz

Auszug aus dem Buch

2.2 Ökologische Folgen des Kies- und Sandabbaus

Lokal betrachtet kann der Abbau von Kiesen und Sanden zu einer bedeutenden Veränderung der Seebodenmorphologie, also sowohl der Reliefform als auch der Zusammensetzung des Sediments, führen. Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, können sich durch die Extraktion kraterförmige Hohlformen, oder Furchen bilden. Da die aktuelle Förderrichtung bei der »trailor suction hopper dredging« Methode immer von der Richtung der anlaufenden Wellen abhängt, ergibt sich auf dem Meeresgrund ein Muster von sich unregelmäßig überschneidenden Furchen. An den Stellen, an denen sich zwei Furchen schneiden, kann es zudem zur Bildung von Hohlformen von bis zu zwei Meter Tiefe kommen.

Die Ausbaggerung beeinflusst zudem das benthische Ökosystem im Fördergebiet. Beispielhaft seien hier Untersuchungen im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens aus den 80er Jahren angeführt, welche die Auswirkungen auf die Wassersäule und das Benthos analysierten. In dem untersuchten Gebiet wurden in Wassertiefen von 3,5 bis 22,5 Metern 100.000 m3 Sand und Kies gefördert. Dabei wurde festgestellt, dass es zunächst zu einem starken Anstieg des Anteils von suspendiertem Feinmaterial, d.h. ‚aufgewühlten’ Materials, kam. In einer Entfernung von 1.000-2.000 Metern vom Bagger fiel der Anteil jedoch wieder auf den Normalwert zurück; das entspricht einer zeitlichen Dauer von 0,5-1 Stunde nach der Förderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische und aktuelle Bedeutung der Rohstoffgewinnung in der Ostsee ein und grenzt den thematischen Fokus auf Kies, Sand sowie Kohlenwasserstoffe ein.

2 Kies- und Sandförderung in der Ostsee: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Abbaumethoden sowie die räumliche Verteilung der Sedimentvorkommen in der Ostsee.

2.1 Vorkommen von Kies- und Sandlagerstätten in der Ostsee: Der Unterabschnitt gibt einen Überblick über die Ressourcenverfügbarkeit und Förderraten in den verschiedenen Anrainerstaaten.

2.2 Ökologische Folgen des Kies- und Sandabbaus: Hier werden die morphologischen Veränderungen des Meeresbodens und die Auswirkungen auf das benthische Ökosystem dargelegt.

3 Erdöl- und Erdgasförderung in der Ostsee: Das Kapitel befasst sich mit der wirtschaftlichen Relevanz und den aktuellen Förderaktivitäten von Öl und Gas in der Region.

3.1 Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Ostsee: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung spezifischer Lagerstätten wie Schwedeneck sowie die geologischen Prospektionsarbeiten.

3.2 Ökologische Folgen der Erdöl- und Erdgasförderung in der Ostsee: Die Analyse konzentriert sich auf Risiken wie Blow-outs, Schichtwasserentsorgung, Bohrspülungen und Transportgefahren.

4 Fazit: Das Fazit fasst die ökologische Gesamtsituation zusammen und bewertet die Rolle internationaler Konventionen für den Schutz des Meeresraums.

Schlüsselwörter

Rohstoffgewinnung, Ostsee, Kiesabbau, Sandförderung, Erdölförderung, Erdgasförderung, Sedimente, Meeresbodenmorphologie, Benthos, Umweltschutz, Helsinki-Konvention, Prospektion, Exploration, marine Biodiversität, Ölverschmutzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rohstoffgewinnung in der Ostsee, insbesondere den Abbau von marinen Sedimenten sowie die Förderung von Erdöl und Erdgas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die räumliche Verteilung der Vorkommen, die angewandten Fördermethoden und die damit verbundenen ökologischen Risiken für den marinen Lebensraum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Aktivitäten und die kritische Betrachtung der ökologischen Folgen auf Basis existierender Studien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Auswertung von Fachliteratur, Berichten der Helsinki Commission und nationalen Behördendaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist in die Bereiche Kies-/Sandabbau und Kohlenwasserstoffförderung unterteilt, wobei jeweils sowohl die ökonomische Lage als auch die ökologische Verträglichkeit analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rohstoffgewinnung, marine Sedimente, ökologische Folgen, Benthos, Erdölförderung und Helsinki-Konvention charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Lagerstätte Schwedeneck?

Schwedeneck wird als primäres Beispiel für die Erdölförderung in der deutschen Ostsee angeführt, deren Betrieb Mitte 2000 eingestellt wurde.

Wie bewertet der Autor die ökologische Gefahr durch den Rohstoffabbau?

Basierend auf den herangezogenen Quellen schlussfolgert der Autor, dass durch moderne Konventionen keine grundsätzlichen Gefahren bestehen, wenngleich lokaler Schaden an Flora und Fauna nicht auszuschließen ist.

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Detalles

Título
Rohstoffgewinnung in der Ostsee
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut Kiel)
Curso
Mittelseminar: Die Ostsee: Schutz und Nutzung
Autor
Thomas Reith (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
14
No. de catálogo
V1371
ISBN (Ebook)
9783638108478
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rohstoffgewinnung Ostsee Mittelseminar Ostsee Schutz Nutzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Reith (Autor), 2001, Rohstoffgewinnung in der Ostsee, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1371
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