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Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht

Title: Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht

Seminar Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maresa Miller (Author)

Didactics - History
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"Die größte Kunst ist, den Kleinen alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel und Zeitvertreib zu machen." – Dies ist eine Weisheit, die John Locke bereits im 17. Jahrhundert erkannt hatte. Damals jedoch – im Gegensatz zu heute – wurde sie wohl kaum im Unterricht angewandt. Heute gibt es zahlreiche Methoden und Arbeitsformen, um Kindern und Jugendlichen Wissen und Kompetenzen auf eine sinnvolle Art und Weise mit auf den Weg zu geben. Beispiele für diese Methoden und Arbeitsformen in der unterrichtsbezogenen Geschichtsdidaktik sind das Unterrichtsgespräch, eine gemeinsame Quellenerforschung und Quellenarbeit, Schülerreferate, Museumsbesuche, Besichtigungen, Exkursionen, Projekte und nicht zuletzt das Darstellende Spiel.
Diese Methoden eignen sich besonders gut für den Geschichtsunterricht, da wir überall in der Alltagswelt der Geschichte begegnen: in Bauwerken und Denkmälern, in Zeitungsartikeln und Ausstellungen, in Romanen und Spielfilmen oder in Gesprächen mit älteren Menschen, die als Zeitzeugen Geschichte erzählen. Besonders in Mode sind davon Romane und Spielfilme, was darauf hindeutet, dass die meisten Menschen eine für Sie angenehme, „spielerische“ Art der Geschichtsvermittlung bevorzugen, scheinbar auch um den Preis, dass sie eine verzerrte Version der Vergangenheit als eigenes Geschichtsbild anerkennen.
Thema der vorliegenden Arbeit ist das Darstellende Spiel. Dieses Thema habe ich gewählt, weil ich dieses Konzept sehr spannend finde und ich möglicherweise bald die Gelegenheit habe, es praktisch umzusetzen mit einer Hauptschulklasse an meiner Praktikumsschule.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen genaueren Einblick in die Inhalte, Möglichkeiten und Grenzen des Darstellenden Spiels zu erhalten sowie Vor- und Nachteile dieser Methode aufzuzeigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei einem Darstellenden Spiel um eine ergänzende Methode des Unterrichts handelt und nicht um „das einzig Wahre“.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde weitgehend auf doppelte feminine und maskuline Bezeichnungen verzichtet. Überall, wo die maskuline Form verwendet wird, ist immer auch die entsprechende feminine Form mitgemeint....

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht: Imitationsspiel, Simulationsspiel, Rollenspiel und die historiografische Rezeption

3 Möglichkeiten und Grenzen

4 Beispiel: „Streiken. Ein szenisches Spiel um den Arbeiteralltag im 19. Jahrhundert“ nach Beat Witschi

5 Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Darstellenden Spiels als methodische Ergänzung im Geschichtsunterricht, um Schülern durch praktisches Erleben einen tieferen Zugang zu historischen Zusammenhängen zu ermöglichen.

  • Theoretische Abgrenzung verschiedener spielpädagogischer Ansätze
  • Analyse der Chancen für Kompetenzentwicklung (Selbst-, Sozial-, Methoden- und Sachkompetenz)
  • Kritische Reflexion der methodischen Grenzen und des Zeitaufwands
  • Praktische Erprobung am Beispiel der Industrialisierung und der Sozialen Frage

Auszug aus dem Buch

4 Beispiel: „Streiken. Ein szenisches Spiel um den Arbeiteralltag im 19. Jahrhundert“ nach Beat Witschi

Nachdem die Formen, Möglichkeiten und Grenzen des Darstellenden Spiels theoretisch dargelegt wurden, eröffnet sich die Frage, wie ein solches Spiel sinnvoll geplant und umgesetzt werden kann. Um dem Leser einen Einblick zu geben, wird an dieser Stelle ein Praxisversuch von Beat Witschi vorgestellt, der mit Schülern der 10. Klasse Gymnasium erprobt wurde. Hierbei werden die Industrialisierung Europas im 19. Jahrhundert, Soziale Frage und Arbeitskämpfe thematisiert und unter dem Titel „Streiken. Ein szenisches Spiel um den Arbeiteralltag im 19. Jahrhundert“ aufgeführt. Ziel des Projekts ist es, den Schülern die Lage der Arbeiterschaft, Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und Arbeiterinnen und ihrer Angehörigen näher zu bringen.

Der Ablauf des Spiels ist folgender: Zunächst soll der geschichtliche Hintergrund erarbeitet werden. Dazu gehören die Industrialisierung eines europäischen Landes im 19. Jahrhundert, Arbeits- und Lebensbedingungen zur damaligen Zeit, die Möglichkeit eines Protests. Wie die einzelne Lehrperson diese Erarbeitung betreibt, ist ihr selbst überlassen, wichtig ist nur, dass die Schüler bereits vor dem Spiel die Thematik in groben Zügen verstanden haben.

Beat Witschi lässt die Schüler - zusätzlich zur frontalen Erarbeitung – sich mit dem Ölgemälde „Der Streik“ von Robert Köhler, beschäftigen. Dabei sollen sie eine Raumbeschreibung ausarbeiten: Eingang zum Gebäude mit Treppe, die Fabrik im Hintergrund rechts und die Landschaft der Fabrikgebäude. Sobald die Schüler sich intensiv mit dem Bild beschäftigt haben, kann mit der Vorbereitung begonnen werden, wobei sich die Schüler auf die Darstellung eines bestimmten Geschehens auf dem Bild vorbereiten.

Je nach Zeit und Gewöhnung der Lernenden soll es nun mit Aufwärm- und Einstimmungsübungen weitergehen, wobei die Schüler, denen nun ihre Rolle auf dem Bild bekannt ist, in einen entspannten Zustand versetzt werden, beispielsweise durch Entspannungsmusik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitung in die Thematik der spielerischen Geschichtsvermittlung und Definition der Zielsetzung dieser Arbeit.

2 Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht: Imitationsspiel, Simulationsspiel, Rollenspiel und die historiografische Rezeption: Theoretische Differenzierung verschiedener szenischer Spielformen und deren Einordnung in die geschichtsdidaktische Lehre.

3 Möglichkeiten und Grenzen: Untersuchung des pädagogischen Mehrwerts durch die Förderung von Teilkompetenzen sowie kritische Betrachtung der Herausforderungen wie Zeitaufwand und historische Genauigkeit.

4 Beispiel: „Streiken. Ein szenisches Spiel um den Arbeiteralltag im 19. Jahrhundert“ nach Beat Witschi: Konkrete Vorstellung eines Unterrichtsprojekts zur Industrialisierung inklusive Ablaufplanung und methodischer Beobachtungen.

5 Fazit und Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der Eignung des Darstellenden Spiels als ergänzende Unterrichtsmethode und kritische Reflexion der Literaturlage.

Schlüsselwörter

Darstellendes Spiel, Geschichtsunterricht, Imitationsspiel, Simulationsspiel, Rollenspiel, Geschichtsdidaktik, Kompetenzentwicklung, Industrialisierung, Soziale Frage, Szenisches Spiel, Methodenkompetenz, Historische Bildung, Schulpraxis, Quellenarbeit, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Darstellenden Spiels als methodische Ergänzung im Geschichtsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Einordnung spielerischer Methoden, die Förderung von Schülerkompetenzen und die praktische Umsetzung historischer Szenarien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode zu geben und Vor- sowie Nachteile für die Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Vorstellung und Reflexion eines spezifischen Praxisbeispiels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Kompetenzanalyse und die detaillierte Darstellung eines Praxisprojekts zum Arbeiteralltag im 19. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Darstellendes Spiel, Geschichtsdidaktik, Szenisches Spiel und Kompetenzentwicklung.

Welche Rolle spielt die Differenzierung der Spielformen?

Die Arbeit stellt fest, dass die Begriffe in der Fachliteratur teils unterschiedlich ausgelegt werden, was die methodische Einordnung komplex macht.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Lehrers bei der Vorbereitung?

Der Autor betont, dass die Lehrkraft eine strukturierte Vorbereitung sicherstellen muss, insbesondere bei der Auswahl von Quellen oder der Einführung in den historischen Kontext.

Welche Bedenken werden hinsichtlich der Wissensvermittlung geäußert?

Es wird kritisch angemerkt, dass spielerische Ansätze im Vergleich zu klassischen frontalen Methoden unter Umständen zu einem geringeren Zuwachs an solidem Faktenwissen führen können.

Was schlägt der Autor zur Leistungsbewertung vor?

Basierend auf dem Beispiel von Beat Witschi wird eine Kombination aus schriftlichen Prüfungen zu zentralen Begriffen und der aktiven Teilnahme am Spielprojekt empfohlen.

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Details

Title
Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht
College
LMU Munich
Course
Historisches Proseminar
Grade
1,0
Author
Maresa Miller (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V137110
ISBN (eBook)
9783640452583
ISBN (Book)
9783640452866
Language
German
Tags
Darstellende Spiel Geschichtsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maresa Miller (Author), 2009, Das Darstellende Spiel im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137110
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