Die Zielsetzungen der Arbeit lauten wie folgt: Die Erläuterung des Status Quos der betriebswirtschaftlichen Bestandteile des Investitionsbereichs, einschließlich des Investitionscontrollings, und die Hervorhebung aktueller Herausforderungen des Investitionsbereichs. Die Entwicklung eines standardisierten Steuerungsansatzes für Investitionen auf Basis aktueller Herausforderungen und bestehender, theoretischer Konzepte aus dem betriebswirtschaftlichen Umfeld. Die Visualisierung des Steuerungsansatzes zur praxisbezogenen Anwendung und der Konzipierung als führungsbezogene Entscheidungsgrundlage für Investitionsentscheidungen.
Im Rahmen der Arbeit werden aufbauend die Grundlagen des Investitionscontrollings vorgestellt, damit eine einheitliche Basis besteht. Mit dem Beginn der Erläuterung des Steuerungsansatzes beginnt der spannende Teil der Arbeit, indem die einzelnen Facetten übergreifend und mehrheitlich aus der Perspektive des Controllings erklärt werden. Die Visualisierung des Ansatzes durch Management Dashboards in dem BI-Tool Tableau runden die Arbeit ab. Insgesamt wird ein Steuerungskonzept betitelt, welches die Steuerung von Investitionen standardisiert, Vergleichbarkeit schafft und die Verteilung von Geldern entlang ihres Lebenszyklus demonstriert.
Die Corona-Pandemie hatte globale Auswirkungen auf die Wirtschaft und führte zu Unsicherheiten und Umsatzrückgängen bei Unternehmen. Die Investitionstätigkeit in der EU und insbesondere in Deutschland war stark betroffen. Megatrends wie die digitale und ökologische Transformation erfordern jedoch hohe Investitionen. Öffentliche und private Investitionen sind notwendig, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Ein effektives Investitionsmanagement, einschließlich des Investitionscontrollings, ist entscheidend, um Investitionen zu planen und zu steuern. Angesichts der bestehenden Herausforderungen und der großen Investitionsbedarfe müssen alternative Steuerungskonzepte von Investitionen in Betracht gezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzungen und Aufbau
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen Investitionen
2.1.1 Begriffsverständnis von Investitionen
2.1.2 Zweck und Klassifikation von Investitionen
2.1.3 Einordnung von Investitionen
2.2 Grundlagen Investitionscontrolling
2.2.1 Begriffsverständnis
2.2.2 Aufgabenfelder und Instrumente des Investitionscontrollings
2.2.3 Rollenbilder und Stakeholder
2.2.4 Generischer Investitionsprozess
3 Steuerungsrelevante Aspekte des Investitionsmanagements und ihre Herausforderungen
3.1 Strategische Aspekte des Investitionsmanagements
3.1.1 Grundzüge des Portfoliomanagements
3.1.1.1 Einführung Portfoliomanagement
3.1.1.2 Funktionsweise des Portfoliomanagements
3.1.2 Strategische Investitionsbedarfsermittlung
3.1.2.1 Identifikation der Erfolgspotenziale
3.1.2.2 Steuerung von Investitionsbedarfen
3.2 Operative Aspekte des Investitionsmanagements
3.2.1 Planung von Investitionsvorhaben
3.2.1.1 Konzept der Investitionsplanung
3.2.1.2 Bestandteile der Investitionsplanung
3.2.2 Investitionskontrolle
3.2.2.1 Hintergrundinformationen
3.2.2.2 Funktionsweise und Steuerungsrelevanz
3.3 Herausforderungen des Investitionsmanagements
4 Entwicklung eines universellen Investitionslebenszyklus
4.1 Einführung Lebenszyklusbetrachtung
4.2 Prinzip des Stage-Gate-Modells
4.3 Aufbau des Investitionslebenszyklus
4.3.1 Zielsetzungen
4.3.2 Anforderungen
4.3.3 Monetäre und nicht-monetäre Einflussgrößen
4.3.4 Struktur des Investitionslebenszyklus
4.4 Eigenschaften der Lebensphasen
4.4.1 Phase 1: Pre-Investment Phase
4.4.2 Phase 2: Investment Phase
4.4.3 Phase 3: Post-Investment Phase
4.5 Eigenschaften der Investment Stages und Gates
4.5.1 Stage 1: Investment Idee
4.5.2 Stage 2: Plan Investment
4.5.3 Stage 3: Investment
4.5.4 Stage 4: Closed Investment
4.5.5 Stage 5: End of Life
4.6 Reflexion und Bewertung
5 Aufbau eines Lebenszyklusreportings
5.1 Einführung Management Reporting
5.2 Reportingkonzept
5.2.1 Zielsetzungen und Anforderungen
5.2.2 Reportingstruktur
5.2.3 Gestaltungsdimensionen des Berichts
5.2.3.1 Berichtszweck
5.2.3.2 Berichtsinhalte
5.2.3.3 Berichtsformat
5.2.3.4 Berichtszyklus
5.2.3.5 Adressatenkreis
5.2.4 Berichtsgestaltung
5.3 Business Intelligence-Software und Datengrundlage
5.3.1 Business Intelligence-Software
5.3.2 Datengrundlage
5.4 Visualisierungsansätze des Investitionslebenszyklus
5.4.1 Vorstellung der Showcases
5.4.2 Darstellung der Dashboards
5.4.2.1 Management Dashboards
5.4.2.2 Lebensphasen
5.4.2.3 Investment Stages
5.5 Reflexion und Bewertung
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines standardisierten Steuerungsansatzes für Unternehmensinvestitionen durch ein konzipiertes Lebenszyklusmodell. Die Arbeit untersucht dabei kritisch den Status Quo des Investitionscontrollings und schafft durch die Verknüpfung von strategischen Portfoliomanagement-Ansätzen mit operativen Investitionsplanungs- und Kontrollmechanismen eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
- Analyse der Herausforderungen des modernen Investitionscontrollings
- Konzeption eines universellen Investitionslebenszyklus mit Phasen, Stages und Gates
- Integration monetärer und nicht-monetärer Einflussgrößen in die Investitionssteuerung
- Entwicklung eines Reporting-Konzepts mittels Business-Intelligence-Software
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1 Identifikation der Erfolgspotenziale
Allgemein lassen sich Erfolgspotenziale in bestehende und zukünftige Erfolgspotenziale unterteilen. Unter bestehenden Erfolgspotenzialen werden jene verstanden, die zum heutigen Stand ihren wirtschaftlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Hier liegt das Ziel darin die heutige Unternehmensexistenz zu sichern. Abhängig vom Geschäftsmodell lassen sich bestehende Erfolgspotenziale an mehreren Stellen lokalisieren. Dazu sind insbesondere die strategischen Erfolgsfaktoren (SEF) ein Anhaltspunkt, da diese im Einflussbereich des Unternehmenserfolgs stehen. Diese lokalisieren interne oder externe Determinanten des Unternehmenserfolgs, welche durch unterschiedliche Methoden identifiziert werden können. Dazu gehören z.B. SWOT-Analysen, Umweltanalysen, oder Wertkettenanalysen. Interne SEF liegen innerhalb oder außerhalb der Wertschöpfungskette, z.B. die Produktions- und Kostensituation oder Kundenbindung eines Unternehmens. Externe SEF hingegen betrachten das Chancenpotenzial des Unternehmens in ihrem Umfeld.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle ökonomische Ausgangssituation nach der Pandemie und definiert das Ziel, einen Steuerungsansatz für Investitionen zu entwickeln.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt die notwendigen Begriffsdefinitionen zu Investitionen und dem Investitionscontrolling sowie deren generellen Prozessablauf.
3 Steuerungsrelevante Aspekte des Investitionsmanagements und ihre Herausforderungen: Hier werden strategische und operative Steuerungskategorien erläutert und in einer Herausforderungsmatrix den jeweiligen Handlungsbedarfen gegenübergestellt.
4 Entwicklung eines universellen Investitionslebenszyklus: Dieses Kapitel beschreibt das Herzstück der Arbeit – die Entwicklung eines Lebenszyklusmodells basierend auf Phasen, Stages und Gates zur besseren Steuerung von Investitionen.
5 Aufbau eines Lebenszyklusreportings: Hier wird der theoretische Steuerungsansatz in ein praxisnahes Reporting-Konzept mittels Business-Intelligence-Dashboards überführt.
6 Fazit: Das Fazit resümiert die wesentlichen Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf offene Themenfelder wie die unternehmensspezifische Anpassung des Modells.
Schlüsselwörter
Investitionscontrolling, Investitionsmanagement, Lebenszyklusmodell, Portfoliomanagement, Management Reporting, Investitionsplanung, Investitionskontrolle, Stage-Gate-Modell, Business Intelligence, Strategische Investitionsbedarfsermittlung, Erfolgspotenziale, Investitionslebenszyklus, Steuerungsansatz, Investitionssteuerung, Finanzplanungsdaten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Steuerungsansatzes für Unternehmensinvestitionen unter Anwendung eines Lebenszyklusmodells aus der Perspektive des Investitionscontrollings.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die strategische Bedarfsermittlung, die operative Planung und Kontrolle von Investitionen sowie deren Visualisierung im Rahmen eines professionellen Management-Reportings.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines standardisierten, lebenszyklusbasierten Steuerungsmodells, das auf die aktuellen Herausforderungen des Investitionscontrollings reagiert und bessere Entscheidungsgrundlagen bietet.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es wird eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte (wie das Stage-Gate-Modell und Erfolgspotenziale) durch Literaturrecherche fundiert und diese durch einen praktischen Entwurf für BI-gestützte Dashboards ergänzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Nach der Herleitung theoretischer Grundlagen widmet sich der Hauptteil der systematischen Identifikation von Herausforderungen im Investitionsmanagement und der anschließenden Entwicklung eines universellen Investitionslebenszyklus, welcher durch ein Reporting-Konzept operationalisiert wird.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Besonders prägend sind die Begriffe Investitionslebenszyklus, Investitionscontrolling, Stage-Gate-Modell und Management Reporting.
Welchen Vorteil bietet die Gliederung einer Investition in Stages und Gates?
Diese Gliederung ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit von Investitionen und etabliert klare Entscheidungs- und Abbruchkriterien an definierten Meilensteinen, was die Steuerung dynamischer und transparenter macht.
Welche Rolle spielt die gewählte BI-Software (Tableau) für den Steuerungsansatz?
Tableau fungiert als Werkzeug, um die komplexen Daten des Lebenszyklusmodells in praxisnahen Dashboards zu visualisieren, was eine tiefere Analyse und eine bessere aggregierte Steuerung von Investitionsportfolios ermöglicht.
- Quote paper
- Malte Dammeyer (Author), 2023, Unternehmensinvestitionen im Lebenszyklusmodell. Steuerungsansatz und Lebenszyklusreporting aus der Perspektive des Investitionscontrollings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1371298