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Die Studentenbewegung und die Frankfurter Schule

Eine Bearbeitung von Rolf Wiggershaus’ Kapitel 'Kritische Theoretiker und Studentenbewegung' in 'Die Frankfurter Schule: Geschichte, Theoretische Entwicklung, politische Bedeutung'

Title: Die Studentenbewegung und die Frankfurter Schule

Term Paper , 2009 , 12 Pages

Autor:in: Anja Staber (Author), Rainer Pichler (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Nachdem unsere Wahl auf das Thema „Einflüsse und Auswirkungen 3: Die Rebellion der 60er Jahre“ gefallen war, legten wir es uns zum Ziel, die Studentenbewegung der 1960er Jahre näher zu bearbeiten und die Rolle der Frankfurter Schule und deren Vertretern zu beleuchten. In dieser Arbeit sollen die Hintergründe erklärt und weitergehend die Frage geklärt werden inwieweit die Frankfurter Schule die Revolution der 1960er Jahre beeinflussen konnte und beeinflusst hat. Außerdem wird untersucht was sich die Studenten von den kritischen Theoretikern erwartet hatten und ob diese Erwartungen erfüllt werden konnten oder wurden. Auf die Geschichte der Revolution wird ausführlich eingegangen um eine Übersicht der Ereignisse zu vermitteln. Nach Abgabe des Abstracts zu unserer Gruppenarbeit bekamen wir als Feedback den Rat uns auf Rolf Wiggershaus und seine Bearbeitung des Themas zu konzentrieren. Auf den 29 Seiten des Kapitels „Kritische Theoretiker und Studentenbewegung“ schildert Wiggershaus die Rolle der kritischen Theoretiker, die ihnen die Studenten auferlegt haben und die eigene Wahrnehmung der Lehrenden. Um dem Text getreu zu bleiben haben wir uns dazu entschieden, auf eine trennende Einteilung zu verzichten. Demnach wird im folgenden Abschnitt der Einfluss der Frankfurter Schule auf die Studenten und die Geschichte der Studentenbewegung bearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Beginn der Studentenbewegung

2.2 Ermordung Benno Ohnesorgs

2.3 Rudi Dutschke

2.4 Die Beziehung der kritischen Theoretiker zu der Studentenbewegung

2.5 Die Antinotstandsbewegung

2.6 Die Eskalation und die Besetzung der Universität

2.7 Das Ende der SDS

3 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselvolle Beziehung zwischen der Studentenbewegung der 1960er Jahre und den Vertretern der Frankfurter Schule. Anhand der Analyse von Rolf Wiggershaus' Werk wird beleuchtet, inwiefern die kritischen Theoretiker die studentische Revolution beeinflussten, welche Erwartungen die Studenten an diese Denker hatten und warum es letztlich zu keiner produktiven Verständigung zwischen den beiden Gruppen kam.

  • Historische Entwicklung der Studentenbewegung in den 1960er Jahren
  • Rolle der Frankfurter Schule (u.a. Adorno, Habermas, Marcuse)
  • Konfliktlinien zwischen Theorie und studentischer Praxis
  • Einfluss politischer Ereignisse wie des Vietnamkriegs und der Notstandsgesetze
  • Scheitern der Kommunikation und zunehmende Entfremdung

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Beziehung der kritischen Theoretiker zu der Studentenbewegung

Ein unglückliches Verhältnis zwischen oppositionellen Studenten und kritischen Theoretikern schien unvermeidlich. (Vgl. Wiggershaus, S. 690ff.) Ob nun einer wie Adorno, der für das Entstehen der außerparlamentarischen Opposition gesorgt hatte und sich in der Öffentlichkeit mit seinem Urteil über das, was mit dem Ergebnissen seiner Denkarbeit geschah zurückhielt, sich weder offen damit identifizierte noch offen davon distanzierte; Oder ob nun einer wie Habermas, der mit ausgeprägtem politisch-philosophischen Interesse die Zusammenhänge zwischen Wissenschaft, Hochschule und Gesellschaft reflektierte und sich mit der Protestbewegung identifizierte, dabei aber die Klärung der Ziele und Methoden, der Chancen und Gefahren mit einer Schärfe betrieb, die objektiv als Distanzierung wirkte; oder aber Marcuse, der eine Reihe einprägsamer und verlockender Begriffe zu bieten hatte, die weniger in einer Theorie, als vielmehr in der Vision einer Triebbasis des Sozialismus und in einem revolutionär-humanistischen Pathos verankert war, das zusammenfiel mit einem offen bekundeten positiven Vorurteil zu Gunsten aller möglichen oppositionellen Gruppen, solange sie, wo ihnen Gewalt nötig schien, nicht mehr Gewalt anwandten als nötig.

Ironischerweise gelangte Horkheimer, der, der Studentenbewegung sowie dem vietnamesischen Befreiungskampf ablehnend gegenüberstand, mit zunehmender Radikalisierung der Studentenbewegung zu immer größeren Ehren, da manche seiner früheren Arbeiten sich als Fundgrube für Zitate erwiesen, die der aktuellen Stimmung entsprachen. Horkheimer aber fand daran keinen Gefallen und fand seine Arbeit entartet. (Wiggershaus, S. 692f.) Die kritischen Theoretiker lieferten den Studenten nicht die erhofften Antworten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasser definieren das Ziel, die Rolle der Frankfurter Schule im Kontext der 60er-Jahre-Rebellion anhand von Wiggershaus' Forschung zu beleuchten.

2 Hauptteil: Dieser zentrale Abschnitt analysiert chronologisch den Verlauf der Studentenbewegung, die Rolle einflussreicher Köpfe und die wachsenden Spannungen zwischen Theorie und aktiver Revolte.

2.1 Beginn der Studentenbewegung: Skizzierung der Entstehung des SDS und dessen zunehmender Distanzierung von der SPD hin zur radikalen Kapitalismuskritik.

2.2 Ermordung Benno Ohnesorgs: Untersuchung der Radikalisierung der Bewegung nach dem gewaltsamen Tod Ohnesorgs und der darauf folgenden politischen Polarisierung.

2.3 Rudi Dutschke: Darstellung der Rolle Dutschkes als treibende Kraft der Opposition und des rhetorischen Kontrasts zu den Ansichten von Habermas und Adorno.

2.4 Die Beziehung der kritischen Theoretiker zu der Studentenbewegung: Analyse des spannungsgeladenen Verhältnisses zwischen den linken Professoren und den Forderungen der Studierenden.

2.5 Die Antinotstandsbewegung: Beschreibung des Fokuswechsels der Proteste hin zur Ablehnung der Notstandsgesetze und der Kritik am Parlamentarismus.

2.6 Die Eskalation und die Besetzung der Universität: Schilderung der Zuspitzung der Konflikte durch Universitätsbesetzungen und die zunehmende Entfremdung der Professorenschaft.

2.7 Das Ende der SDS: Analyse des Niedergangs des SDS durch interne autoritäre Tendenzen und den Wandel zur parlamentarischen Reformphase.

3 Schlussbemerkung: Resümee über die individuelle Haltung der kritischen Theoretiker zur Bewegung und die Feststellung, dass es kein einheitliches Verhältnis der Frankfurter Schule zu den Revolten gab.

Schlüsselwörter

Studentenbewegung, Frankfurter Schule, Kritische Theorie, SDS, Rudi Dutschke, Habermas, Adorno, Marcuse, 68er-Jahre, Notstandsgesetze, Vietnamkrieg, Opposition, Universität, Gesellschaftskritik, Hochschulreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe Dynamik zwischen der studentischen Protestbewegung der 1960er Jahre und den Vordenkern der Frankfurter Schule in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Radikalisierung der Studierenden, die theoretischen Ansätze der Frankfurter Schule sowie den Zusammenprall von revolutionärem Anspruch und akademischer Distanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit die Frankfurter Schule die 68er-Bewegung beeinflussen konnte und warum die Erwartungen der Studenten an die Theoretiker weitgehend unerfüllt blieben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die sich primär auf die Forschungsarbeit von Rolf Wiggershaus stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den Anfängen der Studentenbewegung bis hin zur Selbstauflösung des SDS, inklusive prägender Ereignisse wie dem Tod von Benno Ohnesorg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Studentenbewegung, Frankfurter Schule, SDS, Kritische Theorie und gesellschaftliche Opposition definiert.

Wie positionierte sich Adorno gegenüber den Studenten?

Adorno schwankte zwischen Sympathie für die kritischen Ansätze und Ablehnung der radikalen, aktionistischen Methoden der Studierenden, was schließlich in der polizeilichen Räumung von Institutsräumen gipfelte.

Warum konnte Habermas die Studenten nicht überzeugen?

Habermas versuchte zwar, die Welt verändernde Theorie mit der Praxis zu verbinden, seine scharfe Analyse und Kritik an den Methoden der Protestbewegung wirkte auf die radikalsten Teile der Studenten jedoch als Distanzierung.

Welche Rolle spielte Horkheimer?

Horkheimer stand der Bewegung ablehnend gegenüber und empfand die Instrumentalisierung seiner Theorien für den politischen Aktivismus als entartet.

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Details

Title
Die Studentenbewegung und die Frankfurter Schule
Subtitle
Eine Bearbeitung von Rolf Wiggershaus’ Kapitel 'Kritische Theoretiker und Studentenbewegung' in 'Die Frankfurter Schule: Geschichte, Theoretische Entwicklung, politische Bedeutung'
Course
Geschichte der Soziologie II: Gegenwartssoziologie
Authors
Anja Staber (Author), Rainer Pichler (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V137157
ISBN (eBook)
9783640456666
ISBN (Book)
9783640456628
Language
German
Tags
Studentenbewegung Frankfurter Schule Eine Bearbeitung Rolf Wiggershaus’ Kapitel Kritische Theoretiker Studentenbewegung Frankfurter Schule Geschichte Theoretische Entwicklung Bedeutung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Staber (Author), Rainer Pichler (Author), 2009, Die Studentenbewegung und die Frankfurter Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137157
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